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Meine Wärmewende – Mut, selbst zu handeln

Meine Wärmewende – Mut, selbst zu handeln 4.83/5 (96.67%) 6 Stimmen

Der französische Schriftstelle Victor Hugo sagte einmal: „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“.

Und auch heute, mehr als 130 Jahre nach seinem Tode, haben seine Worte kein bisschen an Kraft verloren. Ganz im Gegenteil: Beobachtet man die öffentlichen Diskussionen rund um die Energie- und Wärmewende, sind es genau diese drei Aussagen, die immer wieder zu hören sind. Im folgenden Beitrag möchte ich Ihnen erzählen, warum es sich lohnt, der Wärmewende mutig entgegenzuschreiten.

Warum Wärmewende oder: Wie lange gibt es Öl und Gas?

Sicher haben Sie schon einmal davon gehört, dass die Vorräte von Öl und Gas auf der Erde in den kommenden Jahrzehnten aufgebraucht sein werden. Sicher haben Sie auch schon davon gehört, dass diese Angaben völliger Quatsch sind und fossile Rohstoffe noch mehrere Hunderte Jahre verfügbar sein werden. Ganz gleich welche Meinung Sie vertreten, ist aber eines unbestritten: Fossile Rohstoffe sind endlich.

Genau genommen ist es ziemlich schwierig eine treffsichere Prognose darüber abzugeben, wie lange fossile Rohstoffe tatsächlich noch gefördert werden können. Denn dies ist abhängig von vielen verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel:

  • den gesicherten Reserven
  • den vermuteten Ressourcen
  • den technischen Möglichkeiten, mit denen neue Reserven erschlossen werden können
  • den Kosten, die wir bereit sind für die Erschließung dieser Reserven zu zahlen
  • dem wachsenden Energiebedarf auf der gesamten Welt

Gehen wir davon aus, das Erdöl noch für etwa 300 Jahre reichen wird, werden uns die spürbaren Folgen kaum treffen. Unsere Kinder und Enkel dafür umso mehr. Denn lange bevor der letzte Tropfen Öl gefördert wird, werden die Kosten kontinuierlich ansteigen und Energie, in diesem Beispiel aus Erdöl, wird zu einem Luxusgut.

Wir stehen also heute vor der Entscheidung wie gewohnt weiter zu verbrauchen bis Handeln wirklich schwierig wird oder Schritt-für-Schritt auf Alternativen umzusteigen.

Jenseits von Reserven, Ressourcen oder Rohstoff-Reichweiten können diese Alternativen sogar viel mehr leisten. Denn mit sinkendem Energieverbrauch und erneuerbaren Energien können Sie in Zukunft viel Geld sparen. Und da ein fallender Energieverbrauch auch mit geringeren Schadstoff-Emissionen einhergeht, wird gleichzeitig auch das Klima entlastet.

Was die Wärmewende leisten kann

Bei der Frage danach, was die Wärmewende in Deutschland leisten kann, ist es zuerst einmal wichtig zu wissen, was der Begriff überhaupt bedeutet.

Die Wärmewende ist ein Bestandteil der Energiewende und beschreibt den Wandel von einer fossilen, zu einer regenerativen Erzeugung von Wärme für Heizung, Warmwasserbereitung und industrielle Prozesse. Insgesamt ist es damit das Ziel, fossile Rohstoffe zu schonen und klimaschädliche CO2-Ausstöße zu reduzieren.

Zwei Studien machen besonders deutlich, welche Potenziale sich daraus ergeben.

Die Erste wurde im Jahr 2015 vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) durchgeführt. Sie trägt den Namen „Wie heizt Deutschland“ und beschäftigt sich mit den Gewohnheiten deutscher Hausbesitzer und der Art sowie dem Zustand ihrer Heizungsanlagen. Eine der Kernaussagen dieser Studie besagt, dass etwa 1/3 aller Heizungsanlagen in Deutschland älter als 20 Jahre sind.

Eine zweite Untersuchung aus dem Jahr 2013 beschäftigte sich dagegen mit Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe. Sie wurde vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München (FIW) durchgeführt und ist auch als „Metastudie Wärmedämmstoffe“ bekannt. Aus der Untersuchung geht unter anderem hervor, dass 65% der 18,1 Millionen Wohnhäuser in Deutschland nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und eigentlich modernisiert werden müssten.

Bedenkt man dabei, dass fast 35% des gesamtdeutschen Energieverbrauchs durch Wärme für Heizung und Warmwasser in Wohnhäusern verursacht wird, wird schnell deutlich, was die Wärmewende insgesamt leisten kann.

Zugegeben: Das hört sich nach einer großen Verantwortung an. Und Ihr Verantwortungsgefühl ist es wirklich nicht, an das ich mit diesem Beitrag appellieren möchte. Denn auch im Kleinen leistet die Wärmewende einiges. Und zwar durch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen.

  • Sinnvolle Sanierungsmaßnahmen helfen, Ihren Energieverbrauch zu reduzieren
  • Ein geringer Energieverbrauch führt zu sinkenden Kosten für Heizung und Warmwasser
  • Der Einsatz regenerativer Energien für Heizung und Warmwasser schafft Unabhängigkeit
  • Wird ein geringer Energieverbrauch regenerativ gedeckt, wird sogar das Klima geschützt.

Sie sehen, Wärmewende kann sich lohnen. Und das nicht nur für die Energiewende oder das Klima, sondern auch für Sie, als Besitzer eines Wohnhauses.

Sicher durch den Sanierungsdschungel

Viele Hausbesitzer fühlen sich bei einer Sanierung wie in einem Dschungel. Denn neben unzähligen Verordnungen, Maßnahmen oder Produkten, gibt es auch zahlreiche Akteure, die um das begrenzte Budget buhlen. Und weiter geht es wie im Dunkeln: Ohne Orientierung fühlen wir uns unsicher und überlegen dreimal, ob wir den nächsten Schritt wirklich machen.

Soll die Sanierung wirtschaftlich und ökologisch erfolgreich sein, ist es wichtig, das eigene Gebäude zu Beginn einmal komplett zu durchleuchten. Denn nur so können tatsächlich auch alle Einsparpotenziale gefunden werden.

Ein neutraler Energieberater zeigt Ihnen dabei welche Maßnahmen an Ihrem Haus durchgeführt werden können, was diese kosten, was sie einsparen und in welcher Reihenfolge sie am besten umgesetzt werden sollten. Er hilft bei der Beantragung der besten Fördermittel und steht Ihnen sogar während der Sanierung als unabhängiger Partner zur Seite. Und das Beste: Die Beratung und Betreuung durch einen Energieberater wird vom Staat gefördert.

Eine kurze Zusammenfassung

Die Wärmewende ist als Bestandteil der Energiewende ein zentrales Ziel der deutschen Regierung. Sie beschreibt den Wandel von einer fossilen, zu einer regenerativen Wärmeerzeugung und kann Großes leisten. Denn obwohl der Energieverbrauch in Deutschland zu fast 35% durch Heizung und Warmwasser von Wohnhäusern verursacht wird, sind diese zu großen Teilen in schlechtem Zustand und verbrauchen deutlich mehr Energie als nötig.

Neben der großen Aufgabe ist die Wärmewende aber auch eine große Chance für Sie als Hausbesitzer. Denn wer eine energetische Sanierung richtig angeht, kann den eigenen Energieverbrauch reduzieren, die Heizkosten senken, Unabhängigkeit erreichen und ganz nebenbei auch noch etwas für das Klima tun.

Wichtig, um im Sanierungsdschungel die Orientierung zu behalten, ist die Begleitung durch einen kompetenten Partner. Ein Energie-Effizienz-Experte, oder auch Energieberater, hilft Ihnen zum Beispiel dabei alle Einsparpotenziale bestmöglich auszunutzen und die Sanierung zum Erfolg zu führen.

Auf diese Weise wird sich die große und abstrakte Aufgabe „Wärmewende“ auch im Kleinen lohnen.

Alexander Rosenkranz // energie-wortwende.de

Über den Autor, Alexander Rosenkranz:

Dieser Artikel wurde freundlicherweise von Alexander Rosenkranz verfasst. Er ist Co-Gründer von eccuro.com, Gründer von energie-wortwende.de und arbeitet mit Leidenschaft für die Energie- und Wärmewende. Vielen Dank Alexander!

alexander-rosenkranz-bei-energieheld„Energie-Kommunikation - einfach und motivierend. Mit technischem Know-how und Online-Kompetenz unterstützt Alexander Rosenkranz (28 J.) Start-ups und junge Unternehmen der Energie- und Umweltbranche mit der Agentur „energie-wortwende“ dabei, ihre Geschichten zielgruppengerecht und verständlich zu kommunizieren.“

Bildquelle: Titelbild - Hintergrund von © Anastaja Popova / shutterstock.com Portraitbild: © Alexander Rosenkranz

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."