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5 Tipps zum Energiesparen im Badezimmer

5 Tipps zum Energiesparen im Badezimmer
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Generell gilt: Am umwelt- und geldbeutelfreundlichsten ist Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Im Haushalt lässt sich dabei viel Potential zum Energiesparen finden, so auch im Badezimmer. Neben Warmwasser, Licht und kleineren Elektrogeräten sind häufig auch Waschmaschine und Trockner die Energiefresser. Um ordentlich Geld zu sparen, ist es deshalb sinnvoll, den eigenen Energieverbrauch im Badezimmer zu hinterfragen. Deshalb haben wir die 5 wichtigsten Tipps für euch zusammengefasst:

Unsere 5 Spartipps fürs Badezimmer

1. Clever Lüften

Gerade weil das Badezimmer relativ klein ist denken viele, dass dort kaum Heizkosten gespart werden können – aber aufgepasst! Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit und Geruchsbildung muss hier besonders oft und intensiv gelüftet werden. Deshalb ist es vor allem im Badezimmer wichtig, Heizen und Lüften immer im Zusammenhang zu sehen, um nicht unnötig viel Energie durch den Luftaustausch zu verlieren.

Wie lüfte ich also richtig? Empfehlenswert ist vor allem das Stoßlüften. Hier werden, je nach Wetterlage, alle Fenster weit geöffnet. Im Idealfall öffnet man so viele Fenster, dass ein Durchzug in den Räumen entsteht, das sogenannte Querlüften. So tauscht sich die Raumluft innerhalb von fünf bis zehn Minuten vollständig aus und möglichst wenig Heizluft geht verloren. Weniger empfehlenswert ist das Lüften mit gekippten Fenstern. Hier passiert der Luftaustausch nur langsam, gleichzeitig geht viel Wärme verloren. Die Wände kühlen dann schnell aus. Im Anschluss muss mehr Heizenergie aufgebracht werden, um das Badezimmer wieder zu erwärmen. Während der Heizperiode empfiehlt es sich, drei bis vier Mal am Tag die Fenster zu öffnen.

Beim richtigen Heizen und Lüften können Smart Home Anlangen viel Arbeit abnehmen. Mehr Infos dazu gibt’s hier.

2. Waschmaschine und Trockner

Gerade die Waschmaschine bietet viel Potential für Energiesparer. Zunächst ist bei Geräten, die älter als fünf Jahre sind, die Effizienz vergleichsweise geringer. Moderne Maschinen sind so leistungsstark, dass eine Vorwäsche meist nicht nötig ist. Das Hauptprogramm reicht in der Regel völlig aus. Dadurch lassen sich die Energiekosten im Jahr um bis zu 15 Euro senken. Ist die Wäsche nur leicht verschmutzt, kann auch schon das Kurzprogramm das gewünschte Ergebnis erzielen. Zudem ist es sinnvoll, die Maschine nur bei 30 Grad laufen zu lassen. Im Vergleich zum 60 Grad-Waschgang wird hier der Stromverbrauch um rund 30 Prozent reduziert. Sauber wird die Alltagswäsche trotzdem!

Wenn es um die Wäsche geht, ist eine gute Planung schon die halbe Miete. Deshalb ist es wichtig, die Maschine immer richtig zu befüllen. Sonst wird die Wassermenge einer Ladung für nur wenige Kleidungsstücke verbraucht. Außerdem kann man dann auf kurzfristiges Trocknen verzichten und die Wäsche zum Lüften aufhängen, am besten außerhalb der Wohnung, zum Beispiel auf dem Balkon oder Trockenboden. Hilfreich ist es auch, die Wäsche gut zu schleudern. Im Idealfall kann dann ganz auf den Trockner verzichtet werden. Sollte dieser doch mal zum Einsatz kommen, empfehlen wir Geräte mit der Effizienzklasse A++ oder höher.

© stevepb / pixabay.com

Die meisten Waschmaschinen verfügen über einen Warmwasseranschluss. Dieser sollte, falls vorhanden, genutzt werden. Denn der größte Teil des Stroms wird beim Waschgang für die Erhitzung des Wassers benötigt. Beispielsweise wird bei einem 30 Grad-Waschgang rund die Hälfte des Stroms nur für die Erwärmung verbraucht. Indem man die Waschmaschine von vorneherein mit dem Warmwasseranschluss verbindet, lässt sich viel Energie sparen. Meist kann man in der Gebrauchsanleitung ablesen, ob das Gerät für die Nutzung von Warmwasser geeignet ist. Wie hoch das Ersparnis wirklich ist, kommt auf die Art der Erwärmung des Wassers an. Bei einer Solarthermie beispielsweise fällt die Bilanz durchweg positiv aus. Aber selbst bei der Erhitzung mit Gasbrennwerttherme beträgt die erzielte Ersparnis bei der Primärenergie immerhin noch rund 27%.

3. Kleine Geräte im Blick behalten

© RyanMcGuire / pixabay.com

Selbst kleine Geräte können im Badezimmer zum Energiefresser werden und sich auf der Stromrechnung bemerkbar machen, wenn sie dauernd im Standby-Modus laufen. Ist die elektrische Zahnbürste oder der Rasierer vollständig aufgeladen? Dann am besten den Stecker ziehen! Bei der Zahnbürste lassen sich so rund 10 Euro Energiekosten im Jahr sparen. Außerdem lohnt sich die Frage, ob ein Gerät überhaupt im Einsatz sein muss. Wer auf seinen Föhn verzichtet, spart pro Person etwa 15 bis 30 Euro jährlich.

Bei mehreren Geräten bieten sich auch Steckdosenleisten mit Kippschalter an. Da alle Apparate gemeinsam an der Stromversorgung angeschlossen sind, hat man besser im Blick, ob wirklich nirgendwo noch der Standby-Modus läuft.

4. Warmwasserverbrauch reduzieren

Den Tipp, dass Duschen statt Baden viel Warmwasser spart, haben vermutlich einige schon gehört. Energiesparer können ganz einfach noch einen Schritt weitergehen. Hier lautet die Devise: Möglichst kurz und nicht so heiß duschen. Wie wäre es zum Beispiel, einen Timer von fünf Minuten zu stellen, um dann zu versuchen, diese Zeit nicht zu überschreiten? Zudem ist es ratsam, während des Einseifens das Wasser abzustellen und aufs Zähneputzen unter der Dusche zu verzichten, sodass nicht unnötig viel Wasser durchläuft. Auch beim Zähneputzen und Rasieren am Waschbecken muss der Wasserhahn nicht offen bleiben.

Wer noch mehr Wasser sparen möchte, installiert in seiner Dusche einen sparsamen Duschkopf oder Strahlregler. Auch wassersparende Mischdrüsen können ein tolles Gadget fürs Badezimmer sein. Hier wird Wasser mit Luft gemischt, sodass man kaum bemerkt, dass gerade viel weniger Wasser aus dem Duschkopf kommt.

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5. Glühbirnen gegen LEDs tauschen

Glühbirnen verbrauchen den Großteil ihrer Energie für ungenutzte Wärme. Eine verbrauchsarme Alternative bieten da LEDs. Sie könne im Haushalt den Energiebedarf an Licht um bis zu 90% senken und haben eine wesentlich längere Lebensdauer als herkömmliche Glühbirnen. Außerdem enthalten sie im Gegensatz zu Energiesparlampen kein gefährliches Quecksilber. Mittlerweile findet man einfache LED-Leuchten schon für ein paar Euro im Baumarkt. Also warum nicht die LEDs auch im Badezimmer installieren?

Fazit

Obwohl das Badezimmer meist von der Wohnfläche am wenigsten Raum einnimmt, finden sich hier einige Sparpotentiale. Vor allem beim Heizen und Lüften sowie beim Wäsche waschen sollte die eigene Energiebilanz im Blick behalten werden. Das schon nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

Für mehr Informationen zum Thema Energieeffizienz im Badezimmer, schauen Sie doch mal bei Badheld vorbei.

Die wichtigsten Tipps haben wir euch in einer Checkliste nochmal zusammengefasst:

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