Summa summarum E-world 2014

Quelle: prpeople

Quelle: prpeople

Die E-world 2014  energy & water (11. bis 13. Februar), ist die europäische Leitmesse für Energie-  und Wasserwirtschaft. Auf der E-world 2014 präsentieren sich auf 41.000 m² mehr als 600 Aussteller aus den Bereichen Stromwirtschaft, Gaswirtschaft, Wasserwirtschaft, Energietechnik, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Smart Energy.  Jedes Jahr können Besucherrekorde vermeldet werden. Dieses mal kamen mehr als 22.100 Besucher. Die Messe fand zum vierzehnten Mal statt – für alle die nicht dabei sein konnten, fassen wir Trends, Themen und Stimmungen zusammen – die wir in den drei Tagen Messe ausgemacht haben.

Topthema der E-world: Smart Energy

Für die Präsentation „Smart Energy“ stehen auf der E-world 3800 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Siebzig unterschiedliche Unternehmen präsentieren, gekoppelt mit „Big Data Management“, ihre Ideen und Lösungen zu intelligent steuerbaren Netzen, dem sogenannten smart grid. Ein weiterer Fokus lag auf dem Thema intelligente Zähler (smart metering) und zur vernetzten Haustechnik. „Big Data Management“ liefert die entsprechenden Systeme zur Sammlung, Speicherung und Analyse von gigantischen Datenmengen. Dadurch  kann auf den tatsächlichen Verbrauch eingegangen werden, der je nach Tageszeit variiert. Gewerbetreibende setzen Energie effizienter ein, vermeiden Spitzenlasten und können so sowohl die Umwelt schützen als auch ihre Ausgaben deutlich reduzieren. Für private Haushalte kann der Energieverbrauch transparenter ausgewiesen werden. Die Smart Energy Management Plattform liefert den Versorgungsunternehmen, gerade im Hinblick auf dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungen und eingespeisten Strom aus Photovoltaik-Anlagen, die nötigen Daten um den eingespeisten Strom differenziert einzusetzen und zu nutzen.  Konkret bedeutet das:

  1. Strom wird entsprechend der tatsächlichen Nachfrage geliefert
  2. Verbrauchspläne können in Echt-Zeit ermittelt werden
  3. Gewerbe-  und Privatkunden erhalten individuelle Preispläne

Vom Energieversorger zum Energiedienstleister

In Halle 7 der E-World – Forum Energiewende, wurde das Thema Energiedienstleister heiß diskutiert. Denn die Energiewende fordert die Energiewirtschaft auf, in neue Richtungen zu denken. Das bedeutet, Shareholder neu zu definieren und ihren Umgang zu überdenken. Die konkrete Dienstleistung am Privatkunden wird zunehmend in den Mittelpunkt gerückt. Das bedeutet ein Umdenken für viele Versorger um 180°. Damit einhergehend müssen alte Geschäftsmodelle überprüft werden und neue Kommunikationsaufgaben bewältigt werden. Im Zentrum steht dabei der Privatkunde im Dialog – auf Augenhöhe mit dem EVU.

Für viele Unternehmen sind dafür neue Mitarbeiter entscheidend, die sich um Websites kümmern, die den Privatkundenbereich ansprechen. Nur so kann sich neu positioniert werden. Fragen nach relevanten Marktpartnern/Kooperationen müssen gestellt werden, Meinungsführer müssen angesprochen werden und Richtlinien der Politik gilt es umzusetzen.

Wie überall zieht nun auch in die Energiewirtschaft das Modell Web 2.0 ein. Der einzelne Kunde ist  keine Nummer mehr die versorgt werden muss, sondern ein Individuum, welches eine spezialisierte Betreuung fordert.

Gespräche über den LEDcheck

Gespräche über den LEDcheck auf der E-world

LED-Umrüstung

Eines der wichtigsten Themen  für energieheld, die LED-Umrüstung, fand auch in einzelnen Gesprächen auf der E-world großen Anklang. Das sollte eigentlich niemanden mehr wundern, nachdem die meisten Glühlampentypen endgültig  aus den Baumarktregalen verschwunden sind, hat sich immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, das LED-Lampen langfristig wirtschaftlicher sind, langlebig und bis zu 85% weniger Energieverbrauch verursachen. Dies gilt besonders für den gewerblichen Bereich, in dem die Potentiale einer Umrüstung von konventioneller Beleuchtungstechnologie wie Leuchstoffröhren, Halogenstrahlern, Gasentladungslampen sowie verschiedene Einbauleuchten auf LEDs enorm sind. Bei Unternehmen, die in Lagern, Produktionshallen, Bürogebäuden oder Showrooms veraltete Technologien zur Beleuchtung einsetzen, kann sich eine Investition in neue LED Beleuchtung bereits nach 2-5 Jahren amortisiert haben. Lukrative Contracting Modelle sowie Mietkauf Optionen sind ein weiterer Anreiz, um ohne Kapitaleinsatz und Risiko bereits mit dem Tag der Umrüstung erhebliche Einsparungen zu realisieren.

Unser Fazit zur E-world 2014

Michael und Nils auf dem energieheld Stand

Michael und Nils auf dem energieheld Stand

Das stetige Wachstum an Fachbesuchern (über 22.000) und die für „Smart Energy“ zur Verfügung gestellte Fläche verdeutlicht die zunehmende Relevanz für nachhaltige und erneuerbare Energien. Die E-world zeigt: Die Energiewende in Kombination mit den neuesten technischen Möglichkeiten und Entwicklungen wird zunehmend systemrelevant. Eine Entwicklung, die unbedingt zu begrüßen ist.

Wir konnten spannende Gespräche  führen und wichtige Kontakte knüpfen. Ein voller Erfolg, diese Messe!

Wir sehen einem aufregenden Jahr 2014 entgegen! Packen wir es an.

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Sebastian Zahn

Literatur, Redaktion und Energiewende - das sind meine Themen. Bei energieheld bin ich daher genau richtig.