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Energiesparen durch Rollos & Co. – Was bringt es wirklich?

Nicht nur Bewohner von Dachgeschosswohnungen leiden in den Sommer- und Wintermonaten an extrem heißen oder eisigen Temperaturen. Wir alle leiden, wenn sich der Wohnraum im August extrem aufheizt und im Februar Tiefsttemperaturen erreicht. Die Folge: im Winter werden Heizungen voll aufgedreht und im Sommer Klimaanlagen bemüht – und das böse Erwachen kommt spätestens mit der Nebenkostenabrechnung zu dem eigenen Energieverbrauch.

Um den Energieverbrauch zu senken und zugleich angenehme Temperaturen im Wohnraum zu schaffen, bringen viele Menschen einen speziellen Fensterbehang an, doch wie wirken sich zum Beispiel Wabenplissees oder andere Sichtschutzvorhänge tatsächlich auf den Energieverbrauch aus?

Bis zu 12 % weniger Heizwärmeverrbauch dank Fensterbehängen

Das Frauenhofer Institut für Bauphysik IBP untersuchte in einer Studie die Auswirkung von Fensterbehängen auf den Heizbedarf und fand tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Fensterbehang und Energieverbrauch. In ihren Versuchen führten die Forscher Messungen mit und ohne Plissees durch. Das Ergebnis: im Winter können allein durch den Fensterbehang bis zu zwölf Prozent Heizwärme eingespart werden.

In der Studie wurden Wabenplissees getestet, die durch die besondere Wabenstruktur im Fensterbereich für eine Wärmedämmung sorgen. Um das Aufheizen von Räumen zu vermeiden, sind auch Fensterbehänge mit einem hohen Reflexionsvermögen erfolgsversprechend. Eine sogenannte Perlex-Beschichtung kann für einen sinkenden Energiebedarf sorgen, da bei ihr die Reflexionswerte des Materials 25 % höher sind als bei unbeschichteten Materialien.

Wie halten Fensterbehänge die Hitze draußen?

Im Sommer sollten Fensterbehänge grundsätzlich geschlossen bleiben. Auf diese Weise dringt das Sonnenlicht, welches für das Aufheizen der Räume verantwortlich ist, nicht in die Innenräume. Ein zusätzlicher Thermoblocker sind Vorhänge mit einer Thermobeschichtung auf der Rückseite. Bei diesen wird das Licht direkt vom Stoff zurückgestrahlt.

Zusätzliche Tipps zum Hitzeschutz:

  • Nachts oder morgens lüften
  • Tagsüber Fenster schließen
  • Wärmequellen wie Fernseher und PC ausschalten
  • Haus gut dämmen

So halten Rollos die Kälte draußen

Im Winter haben Bewohner häufig das gegenteilige Problem wie im Sommer: sie frieren. Die Räume kühlen aufgrund der frostigen Außentemperaturen schnell aus und der Griff zum Temperaturregler der Heizung liegt nahe. 75% der Energie, die ein Haushalt durchschnittlich verbraucht, wird allein zum Heizen verwendet. Im Jahr 2017 waren das durchschnittlich 111 Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche.

Auch hier können Fensterbehänge eine gute Unterstützung sein, um die Wärme innerhalb der Räume zu behalten und die Heizkosten zu senken. Fenster sind Energielöcher, durch welche die Wärme im Winter schnell entweicht. Mit Rollos, Plissees oder Vorhängen lässt sich dem Wärmeverlust entgegensteuern.

Tipp: Es empfiehlt sich, tagsüber die Kraft der Sonne zu nutzen und den Fensterbehang geöffnet zu lassen. So heizt sich der Raum durch die warmen Sonnenstrahlen von selbst auf. Mit Beginn der Dämmerung sollten die Vorhänge dann geschlossen werden, um die Wärme im Inneren zu behalten. Der Fensterbehang wirkt wie eine Dämmung.

Fazit: Mit dem richtigen Fensterbehang sinkt der Energieverbrauch

Nicht nur große Energieeffizienzmaßnahmen wie der Einbau einer modernen Heizungsanlage oder die Dämmung der Wohnung sorgen für einen niedrigeren Energieverbrauch. Auch mit Fensterbehängen lässt sich spürbar Energie sparen – insbesondere Thermoplissees und Behänge mit Thermobeschichtung versprechen eine positive Energiebilanz.


 Titelbild: pixabay.com / CC0 © Hans

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."