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Fünf Energiefresser im eigenen Garten…

… und was Sie dagegen tun können.

Kühlschrank, Warmwasseraufbereitung und Flachbildfernseher würden die meisten Menschen ohne zu zögern den Stromfressern im Haushalt zuordnen. Dem Garten kommt hingegen meist deutlich weniger Aufmerksamkeit zu. Dabei hält auch er so einige Energiekostenfallen bereit – die sich nicht selten ganz leicht reduzieren lassen.

1. Heizstrahler

Ursprünglich aus der Gastronomie bekannt, finden sich die sogenannten Heizpilze in immer mehr Privathaushalten wieder. Elektrische Heizstrahler sind eine beliebte Alternative zu Gasheizstrahlern. Sie arbeiten mit Infrarotlicht und ermöglichen Gartenbesitzern auch bei winterlicher Kälte einen gemütlichen Aufenthalt im Freien. Beim Anblick der Stromrechnung dürfte ihnen allerdings ebenso schnell heiß werden, denn ihre Leistung von ca. 15 kW bedeutet hohe Stromkosten.

Elektrische Heizpilze machen das gefühlte Klima auf der eigenen Terrasse zwar wärmer, aber durch den Kohlendioxid-Ausstoß bei der Stromerzeugung im Kraftwerk nicht unbedingt besser. Das gleiche gilt für die mit Propan- oder Butangas betriebene Variante, bei der pro Gasflasche rund 33 kg Kohlendioxid direkt in die Umwelt abgegeben werden.

Alternative: Wer es draußen im Winter ohne Heizstrahler angenehm warm haben möchte, kann es sich mit einem extra dicken Pullover oder einer kuscheligen Decke auch gemütlich machen.

2. Gartenbeleuchtung

Die Beleuchtung im Garten kann dekorative und nützliche Funktionen haben. Sie sorgt für Orientierung und Sicherheit, setzt verschiedene Bereiche des Gartens in Szene und schafft in der kalten Jahreszeit eine gemütliche Atmosphäre. Am reichhaltigsten fällt die Gartenbeleuchtung bei vielen Menschen zur Weihnachtszeit aus. Illuminierte Weihnachtsmänner, Rentiere und Lichterketten in allen möglichen Variationen erhöhen die Vorfreude auf das Fest – aber leider auch die Stromrechnung. Es gibt jedoch einige Wege, die Energiekosten der Gartenbeleuchtung zu verringern.

Auf die Beleuchtung von Treppenstufen oder rutschigen dunklen Ecken sollte man aus Energiespargründen natürlich nicht verzichten. Und auch dekorative Illumination ist nicht gänzlich tabu. LED-Lampen z.B. sind sparsam und haben eine lange Lebensdauer. Der Einsatz von Zeitschaltuhren ermöglicht es, die Beleuchtungsdauer – und damit auch die Kosten – einzugrenzen und zu kontrollieren. Lampen, die zur Orientierung dienen, können mit einem Bewegungsmelder ausgestattet werden.

Am sparsamsten sind immer noch Solarlampen, die ihre Energie allein aus dem täglichen Sonnenlicht beziehen.

3. Swimmingpool

Die Anschaffung eines Swimmingpools ist mit so einigen Kosten verbunden. Hinzu kommen die laufenden Kosten, die sich u.a. aus dem Betrieb der technischen Komponenten zusammensetzt. Das Zentrum bilden Pumpen, Heizung und andere elektrisch betriebene Ausstattungselemente. Schnell kommen in einem Jahr mehrere hundert Euro Energiekosten für das private Schwimmvergnügen zusammen und können durchaus auch im vierstelligen Bereich liegen. Welche Höhe sie genau erreichen, hängt von der Größe des Pools, der Wassermenge sowie dem Nutzungszeitraum ab. Dieser reicht in der Regel von März oder April bis Oktober.

Eine Poolheizung ermöglicht auch zu Saisonbeginn und -ende eine angenehme Wassertemperatur zum Schwimmen. Je nachdem, um welche Art von Heizung es sich handelt – bei kleineren Becken reicht manchmal schon ein Durchlauferhitzer –, kann sie die Energiekosten deutlich steigen lassen. Deshalb lohnt es sich auf Dauer, den Swimmingpool über eine Wärmepumpe, Solarheizung oder ein Blockheizkraftwerk zu beheizen. Eine unter Umständen etwas kostengünstigere Alternative zu großen Swimmingpools können Whirlpools mit intelligenten Technologien wie einer integrierten Hybrid-Wärmepumpe sein.

4. Elektrische Gartengeräte

Ob Rasenmäher, Laubsauger, Heckenschere oder Häcksler: Bei der Gartenarbeit setzen viele Hausbesitzer auf Elektrizität statt Muskelkraft. Bestes Beispiel dafür ist der Rasenmäher, bei dem sich der Trend schon lange von Benzin zu Elektrizität und neuerdings zu den akkubetriebenen Mährobotern entwickelt. Aber jedes mit Strom betriebene Gerät verursacht auch Kosten, die je nach Größe und Gestaltung des Gartens schnell in die Höhe schießen können.

Wer körperlich fit ist und sparen möchte, sollte sich bei der Wahl der Gartengeräte bewusst für die mechanische Variante entscheiden. Das bedeutet nicht, bei einer riesigen Rasenfläche auf ein Handmähgerät zurückzugreifen. Aber hier und da ist ein Umstieg sinnvoll. Laub lässt sich leicht mit einem klassischen Rechen zusammenfegen und Hecken können genauso gut manuell beschnitten werden. Wer Spaß an der Gartenarbeit hat, der empfindet den Gebrauch mechanischer Gartengeräte kaum als Zumutung. Und genießt die Arbeit ohne störende Motorengeräusche.

5. Gartenteich

Wie im Swimmingpool werden auch im Gartenteich mittlerweile häufig Pumpen und ein Filtersysteme eingesetzt. Diese wälzen das Wasser um und halten es sauber. Ständig in Betrieb, können sie dem Teich schnell einen Platz auf der Liste der Stromfresser im Garten verschaffen. Oft kommen noch eine springbrunnenähnliche Fontäne, Teichbeleuchtung und weiteres Zubehör dazu. Je nach Teichgröße und technischer Ausstattung sammeln sich im Jahr schnell mehrere Euro Energiekosten an. Am besten, man achtet schon bei der Planung des Gartenteichs auf Technikkomponenten.

Die Entwicklung energieeffizienter Teichpumpen mit einem deutlich geringeren Stromverbrauch ist in den letzten Jahren voran geschritten. Und vielleicht ist die Wasserfontäne als zusätzliche Spielerei bei genauer Überlegung auch gar nicht so wichtig.

Fazit

Meist ist ein Umstieg auf elektrische Geräte energieeffizienter als die herkömmlichen Geräte mit Gas oder Benzin. Dies gilt besonders, wenn der verwendete Strom von einem Ökostromanbieter bezogen wird oder gar selbst vor Ort durch eine Photovoltaikanlage erzeugt wird.

Doch in der Regel gilt auch: Jede verbrauchte Kilowattstunde muss erzeugt werden und dies ist immer mit einem Eingriff in die Natur verbunden. Am ökologisch sinnvollsten ist es daher auf möglichst energieeffiziente Geräte zu setzten, um so generell weniger Energie zu verbrauchen.

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."