Welche Heizsysteme Gibt Es?

Heizsysteme: Wie unterscheiden sie sich?

Heizsysteme: Wie unterscheiden sie sich?
3.9 (77.14%) 7 Stimmen

Laut dem Deutschen Mieterbund gilt immerhin die gesamte Zeit vom 1. Oktober bis 30. April als Heizperiode.

Für die Versorgung der Wohnräume mit Wärme stehen dabei eine Vielzahl von Heizungssystemen zur Verfügung. Diese greifen dabei jeweils auf unterschiedliche Energieträger zurück. Hier wollen wir einmal die gängigen Heizsysteme und -arten kurz vorstellen.

Für genauere Informationen können Sie auch auf unserem Lexikon die jeweils detaillierten Beschreibungen besuchen.

Heizsysteme: Weil jeder heizen muss.

Die verschiedenen Heizsysteme – der Brennstoff macht den Unterschied

Neben den klassischen Heizungssystemen wie gewöhnlichen Öl- und Gasheizungen, Nachtspeicherheizungen, Fernwärme oder Holz- und Kohleöfen werden immer häufiger auch fortschrittliche Konzepte zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Dazu gehören Brennwertkessel, Wärmepumpen, Solarthermiekollektoren, Pelletheizungen oder Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung.

Die Effizienz

Ein wichtiger Faktor bei Heizsystemen stellt der Nutzungsgrad dar. Dieser beschreibt das Verhältnis aus nutzbar gemachter Wärme zum Heizwert des eingesetzten „Brennstoffes“. Kurz: Wie effizient wird eine Einheit des Brennstoffes (z.B. ein Liter Heizöl) genutzt. Für veraltete Heizsysteme, wie Konstanttemperaturheizungen, sind diese Nutzungsgrade im Vergleich zu neuen Systemen eher gering, sodass sich die Anschaffung eines neuen Heizungssystems schnell bezahlt machen kann, da die laufenden Betriebskosten so erheblich gesenkt werden können. Des Weiteren wird heute vermehrt auf den Einsatz von regenerativen Energien und Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung gesetzt.

Die Funktionsweise der Heizsysteme

In fast allen Systemen wird Wasser als Wärmeübertragungsmedium im Haus verwendet. Dieses wird in den verschiedenen Wärmeumwandlungseinheiten, wie beispielsweise einem Gasbrennwertkessel, erwärmt, um die Wärme dann über einen Heizkörper an den Raum abzugeben. Die Heizkörper selbst gibt es in verschiedenen Formen, wobei die an der Wand angebrachten Konvektionsheizkörper die am weitesten verbreitete Form darstellen. Da bei den fortschrittlichen Heizsystemen auf einem deutlich geringeren Temperaturniveau gearbeitet wird, werden zunehmend Fußbodenheizungen in die Heizungssysteme integriert. Diese ermöglichen eine wesentlich gleichmäßigere und damit effizientere Wärmeverteilung in den Räumen. Zusätzlich kommen Wärmespeicher zum Einsatz, sodass Schwankungen, wie sie beispielsweise bei Solarthermiekollektoren auftreten, ausgeglichen werden. Diese Speicher bestehen häufig aus Warmwassertanks.

Heizsysteme: Grafik einer Niedertemperaturkessel

Niedertemperatur-kessel
Nicht mehr ganz modern und wenig effizient

Heizsysteme: Grafik eines Brennwertkessels

Brennwertkessel
Schon sehr energieeffizient und daher auf jeden Fall zu empfehlen

Achtung – Kleinigkeiten nicht vergessen

Doch auch bei fortschrittlichen Heizungssystemen werden oft Fehler gemacht, sodass deutlich mehr Energie verbraucht wird als für die Beheizung nötig wäre. Besonders wichtig in einem energiesparendem Heizungssystem sind der hydraulische Abgleich und die Wahl einer geeigneten Heizungspumpe.

Bei Interesse

„Ob in Ihren eigenen Vier-Wänden eine Erneuerung vom Heizsystem sinnvoll wäre und welche begleitenden Maßnahmen denkbar und lohnenswert sind können Sie in unserem energiecheck herausfinden.“

In unserem Lexikon erfahren Sie bei Bedarf mehr.

Stephan Günther von energieheld

Bildquelle:

Titelbild: © dondoc-foto / Fotolia

Share Button

Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."