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Interview mit Timo Leukefeld – Das energieautarke Haus

Interview mit Timo Leukefeld – Das energieautarke Haus
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Heute im Interview: Timo Leukefeld, Leiter der Projektgruppe „Das energieautarke Haus“. Wir stellen das Projekt vor, mit dem 2011 das erste bezahlbare, energieautarke Haus Europas Marktreife erlangte. 

Wir sprechen in der Blog-Reihe „energieheld fragt – Experten antworten“, unterschiedliche Punkte zum energetischen Wohnen an, unterhalten uns über Fragen zur Zukunftsgestaltung, über den Wandel der gesellschaftlichen Wahrnehmung von erneuerbaren Energien und wollen natürlich wissen, was man als Energiebotschafter der Bundesregierung so alles zu tun hat.

Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld, geboren 1969, ist Experte für energetisches Wohnen der Zukunft. Timo Leukefeld hat Energetik in Freiberg studiert. Die nachhaltige Gestaltung der Zukunft hat ihn schon früh beschäftigt. So war er Mitglied des Innovationsrates Sachsen und der Enquete Kommission „Strategien für eine zukunftsorientierte Technologie- und Innovationspolitik im Freistaat Sachsen“.

2011 gründete Leukefeld das Unternehmen „Timo Leukefeld – Energie verbindet“ und berät seit dem Politik, Wirtschaft, Kommunen und Bauherren in Fragen des nachhaltigen Umgangs mit Energie und Ressourcen.

Als Leiter einer Projektgruppe zur Entwicklung eines energieautarken Hauses konnte er das erste energieautarke Haus Europas zur Marktreife führen. Timo Leukefeld erhielt verschiedene Auszeichnungen u. a. den Marketingpreis des Deutschen Handwerks und den Innovationspreis des MDR.

Themen in diesem Interview

So werden wir morgen wohnen

Ein „kluges Energiekonzept“ basiert zu einem großen Anteil auf Sonnenenergie – die einzige betriebswirtschaftlich belastbare und berechenbare Größe der Zukunft.

Sebastian Zahn (Energieheld): Lieber Herr Leukefeld, schön dass Sie sich Zeit genommen haben.

Timo Leukefeld: Sehr gerne, neutrale Informationen über das Thema energetisches Wohnen in unserer Zukunft zu teilen, liegt mir besonders am Herzen.

Energieautarkes Wohnen beginnt bei vertrauensvollen Informationen

Sebastian Zahn (Energieheld): Was bedeutet, ganz allgemein, energieautarkes Wohnen? Können Sie das in wenigen Worten erklären?

Timo Leukefeld: Energieautark wohnen beschränkt sich für mich erst einmal auf den Energieverbrauch. Dabei geht es darum, in den Bereichen Wärme, Haushaltsstrom und Mobilität von äußeren Quellen unabhängig zu werden. Möglich wird das zum Beispiel mit einer intelligenten Eigenversorgung aus der Sonne.

Sebastian Zahn (Energieheld): In der Ökologie wird das Wort „autark“ benutzt, wenn es um eine Einheit oder ein System geht, in dem alles zur Lebenshaltung Nötige aus eigenen Ressourcen erzeugt wird. Ist der Begriff für das Wohnen überhaupt anwendbar?

Timo Leukefeld: Wenn der Begriff auf den Energiebereich bezogen wird, ist er meiner Meinung nach sinnvoll gewählt. Die komplette Selbstversorgung in allen Lebensbereichen, also zum Beispiel der Ernährung, der medizinischen Versorgung oder der Versicherung, ist damit aber nicht gemeint.

Während diese komplette Unabhängigkeit in Deutschland wahrscheinlich nur schwer möglich sein wird, ist Autarkie im Energiebereich – zum Beispiel mit der Energie der Sonne – technisch möglich, bezahlbar und auch sinnvoll.

Darüber hinaus schafft die Energieautarkie auch im Alter zusätzliche Unabhängigkeit und finanzielle Sicherheit. Denn sie reduziert die Energiekosten, die in konventionellen Gebäuden zu einer großen Belastung werden könnten, fast auf null.

Sebastian Zahn (Energieheld): Bevor man in den Genuss kommt energieautark zu Wohnen, sind sicherlich einige Hürden zu nehmen. Was sind die größten Hürden?

Timo Leukefeld: Aus meiner Erfahrung besteht die größte Hürde darin, neutrale Informationen zu finden. Denn auch unsere Kunden berichten, dass sie am Markt immer wieder auf Produktverkäufer treffen, die kein Vertrauen in die Technologie vermitteln.

Eine zweite Hürde ist, dass ein Teil der zukünftigen Kosten für Wärme, Strom oder Mobilität schon vorab gezahlt werden muss. Auch wenn sich dieser investive Mehraufwand insgesamt rechnet, lässt er viele doch erst einmal zögern.

Nicht zuletzt setzt energieautarkes Wohnen natürlich auch voraus, dass Kunden eine eigene Immobilie benötigen. Einen Teil der Menschen, deren Ziel ein unabhängiges Leben ist, schließt das aber schon von vornherein aus.

Wohnhaus Timo Leukefeld

Das Wohnhaus von Timo Leukefeld
© Leukefeld

Das eigene energieautarke Haus

Sebastian Zahn (Energieheld): Über Ihr eigenes Haus steht in der WELT vom 24.04.2016 „Etwa 90.000 Euro Aufpreis kostet die komplette energetische Ausstattung im Vergleich zu einem Haus mit Gastherme.“ Bitte beschreiben Sie doch kurz das energieautarke Haus, das 2011 Marktreife erreicht hat. 

Timo Leukefeld: Das Haus wurde so geplant und gebaut, dass die Wärmeverluste über seine Hülle niedriger sind, als von der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben. Durch eine bessere Dämmung konnte der Wärmeverbrauch somit deutlich reduziert werden.

Darüber hinaus konnten wir auch den Stromverbrauch der energieautarken Gebäude senken, indem zum Beispiel Waschmaschinen und Geschirrspüler direkt an das warme Wasser angeschlossen wurden – das spart bis zu 80 Prozent des Strombedarfs dieser Geräte.

Auf der technischen Seite wurde das Haus mit einer Sonnenwärme-Anlage (Solarthermie) und einem Langzeitspeicher ausgestattet. Das macht es möglich bis in den Winter mit der Sommer-Sonnen-Wärme zu heizen. Zusätzlich hat das Haus eine Solarstrom-Anlage (Photovoltaik) mit Batteriespeicher, die den täglichen Bedarf an Haushaltsstrom deckt.

Um auch die Mobilität in das Konzept zu integrieren, haben wir vor dem Haus eine Strom-Ladesäule installiert. So wird das Haus zur Tankstelle und das eigene Auto kann mit Solarstrom geladen werden.

Durch die Batterie funktioniert das sogar nachts, wenn die Sonne längst untergegangen ist.

Von außen unterscheidet sich das energieautarke Haus kaum von Anderen. Das einzige Merkmal ist wahrscheinlich das mit 45 Grad etwas steilere Dach, das nötig ist, um die solare Strahlung auch im Winter – bei tief stehender Sonne – bestmöglich ausnutzen zu können.

Solarthermieanlage im Hauswirtschaftsraum von Timo Leukefeld

Solarthermieanlage (Speicher) im Hauswirtschaftsraum von Timo Leukefeld
© Leukefeld

Sebastian Zahn (Energieheld): Wie ist es danach weitergegangen. Wie viele wirklich energieautarke Häuser existieren 2016?

Timo Leukefeld: Bis heute wurden vier energieautarke Häuser des gleichen Typs gebaut. Darüber hinaus sind wir gerade bei der Planung von etwa 20 Projekten, bei denen nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch größere Mehrfamilienhäuser, öffentliche Gebäude und Bestandsgebäude mit dem Autarkiepaket ausgestattet werden.

Für eine solche Innovation ist das ein sehr schneller Zyklus. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die ersten wissenschaftlichen Auswertungen – die unsere Prognosen auch bestätigen – erst im vergangenen Jahr abgeschlossen werden konnten.

Heute haben unsere Kunden ein hohes Vertrauen in uns und die Technologie und beginnen zu investieren.

Die Energiewende in den Alltag tragen

Sebastian Zahn (Energieheld): Mit Ihrer Firma „Energie verbindet“ beraten Sie Bauherren, Kommunen, Politik etc. Wie genau sieht diese Beratungsleistung aus?

Timo Leukefeld: Die Politik beraten wir eher strategisch. Dabei beteiligen wir uns an der Diskussion, wie die Energiewende erfolgreich weitergebracht werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Dezentralisierung, Energiespeicherung und die Verbindung von Wärme, Strom und Mobilität.

Bauherren beraten wir bei konkreten Projekten mit einem energetischen Kompass. Dabei geben wir Empfehlungen, wie der Wärme- und Strombedarf in einem Gebäude auch ohne Einschränkung drastisch gesenkt werden kann.

Außerdem legen wir die Technik – also Sonnenwärme- und Sonnenstrom-Anlage mit Speichern – aus und simulieren das gesamte Gebäude. Im Ergebnis ermitteln wir den Autarkie-Grad, also die mögliche Höhe der energetischen Unabhängigkeit, und erstellen eine produktneutrale Kostenschätzung.

Zusammen mit einem Überblick über mögliche Fördermittel dient dieser Fahrplan den Bauherren als Grundlage für die anstehende Ausführungsplanung.

Durch die neutrale Beratung und unsere Simulations-Kompetenz, mit der wir uns deutlich von vielen Marktakteuren abheben, haben wir heute schon einen Auftrags-Vorlauf von etwa einem dreiviertel Jahr. Ein hoher Vertrauensbeweis in unsere Leistungen.

Sebastian Zahn (Energieheld): Was ist in diesem Zusammenhang für Sie ein „kluges Energiekonzept“?

Timo Leukefeld: Für mich heißt das zuerst einmal nachhaltig. Außerdem basiert ein „kluges Energiekonzept“ auf einem großen Anteil Sonnenenergie – die einzige betriebswirtschaftlich belastbare und berechenbare Größe der Zukunft.

Klug heißt für mich aber auch „Eigenversorgung“ und „vernetzt bleiben“. Denn so können die Energiespeicher, die uns zu einem großen Teil mit selbst erzeugter Energie versorgen, auch von öffentlichen Energieversorgern genutzt werden, um Schwankungen der regenerativen Energien im Netz auszugleichen.

Außerdem ist ein „kluges Energiekonzept“ auch immer mit einem Blick auf das Alter verbunden. Denn heutige Investitionen, die zukünftig hohe Einsparungen versprechen, sorgen für ein Vielfaches der Kaufkraft als vergleichbare Vorsorgeprodukte, deren Auszahlungen im Alter besteuert werden.

Ganz allgemein muss ein „kluges Energiekonzept“ natürlich auch die Grundbedürfnisse nach Sicherheit, Unabhängigkeit und Lebensqualität befriedigen. Ohne sich persönlich einschränken zu müssen, sprechen wir dabei von einem „intelligenten Verschwenden“ – einem neuen Umgang mit Energie, möglich durch eine hohe Eigenversorgung mit Sonnenenergie.

Die Zukunft nachhaltig gestalten

Denn egal ob Gas, Öl oder Holz: Herkömmliche Brennstoffe erzeugen immer Verbrauchskosten und Abhängigkeiten, auch wenn diese ökologisch unterschiedlich zu bewerten sind.

Sebastian Zahn (Energieheld): Es besteht gerade im Bereich der Bestandsgebäude ein hoher Nachholbedarf in Sachen Energieeffizienz. Wie weit sind Sie energieautarkes Wohnen auch auf Altbauten zu übertragen?

Timo Leukefeld: Der Bereich der Gebäudesanierung ist heute ins Stocken geraten, weil sich eine energetische Sanierung oft nicht rechnet. Bei so günstigen Energiepreisen ist es nicht immer einfach, eine Dämmung oder neue Fenster wirtschaftlich zu begründen.

Wenn allerdings auch andere Nutzen-Argumente – wie zum Beispiel ein hoher Autarkie-Grad – mit der Sanierung verbunden werden, könnte sich das ändern. Denn dann spielen Faktoren, wie Unabhängigkeit, Lebensqualität und Altersvorsorge eine wichtige Rolle bei der Sanierungs-Entscheidung.

Um energieautarke Wohn-Konzepte auf den Altbau übertragen zu können, müssen die Bestandsgebäude einige Voraussetzungen erfüllen. So muss zum Beispiel ein Süd-Dach, mit einer Neigung von mindestens 40 Grad vorhanden sein, um ganzjährig hohe Solarerträge sicherstellen zu können.

Die Wärmewende meistern

Sebastian Zahn (Energieheld): Wärme verschlingt mit 87 Prozent den höchsten Energieanteil im Haus. Wie gelingt die Wärmewende durch energieautarkes Wohnen?

Timo Leukefeld: Bezogen auf ein Haus, sollte im ersten Schritt der Wärmeverbrauch reduziert werden. Möglich wird das zum Beispiel mit einer Dämmung oder neuen Fenstern.

Durch die hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnung ist das im Neubau ohnehin Voraussetzung.

Der übrige Energiebedarf ist dann zu einem hohen Anteil über die Sonne zu decken.

Denn egal ob Gas, Öl oder Holz: Herkömmliche Brennstoffe erzeugen immer Verbrauchskosten und Abhängigkeiten, auch wenn diese ökologisch unterschiedlich zu bewerten sind.

Da die Sonne aber immer genau dann nicht scheint, wenn wir sie benötigen – zum Beispiel im Winter – muss die im Sommer gewonnene Wärme über lange Zeiten gespeichert werden.

Meiner Ansicht nach sind Langzeitwärmespeicher daher der Schlüssel für das Gelingen der Wärmewende. Denn nur durch sie wird es möglich, auch bis in den Winter hinein mit der Wärme aus dem Sommer zu heizen.

So geht es weiter mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien

Ich bin sicher, dass der deutsche Energiebedarf mit unserem Know-How zu etwa 80 bis 90 Prozent über erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Und das auch bezahlbar. Die Frage ist, ob wir das wollen?

Sebastian Zahn (Energieheld): Was ist Ihre Aufgabe als Energiebotschafter der Bundesregierung?

Timo Leukefeld: „Energiebotschafter der Bundesregierung“ ist ein Titel, mit dem die Regierung besonders engagierte Personen aus dem öffentlichen Leben ausgezeichnet hat. Durch meine Arbeit und zahlreiche Vorträge, wurde ich dabei zum Botschafter für Sonnenwärme-Energie.

BU-Altmaier und MP Tillich mit Leukefeld

Bundesumweltminister (2012) Peter Altmaier und MP von Sachsen Stanislaw Tillich zu Besuch auf der Baustelle des energieautarken Hauses von Timo Leukefeld
©Detlev Müller

Sebastian Zahn (Energieheld): Wenn Sie für uns einmal in die Glaskugel schauen würden, welche Trends zeichnen sich für die Zukunft ab?

Timo Leukefeld: Ein Trend, der sich gerade besonders deutlich abzeichnet ist, dass der Sanierungs-Bereich ins Stocken gerät. Ich glaube außerdem, dass Wärme aus fossilen Rohstoffen wie Öl und Gas mittelfristig günstig bleiben wird.

Durch die Vorschriften der EU, die bald nur noch den Bau von Niedrigstenergie-Gebäuden – Häusern mit einem besonders niedrigen Energiebedarf, der überwiegend über regenerative Energien gedeckt wird – zulässt, ist der Neubaubereich allerdings auf einem guten Weg.

Politische Fehlentscheidungen zum Ausbau des Strommarktes werden allerdings auch dazu führen, dass die Kosten für elektrische Energie ansteigen. Denn Maßnahmen wie der Netzausbau oder Technologien wie Power-to-Gas sind teuer.

Besser wäre hier die Entscheidung für eine dezentrale Energiewende, in der lokale Wärme- und Stromspeicher eine immer größere Bedeutung bekommen. Die dabei entstehenden vernetzten Strukturen ermöglichen es, Energie da zu verbrauchen, wo sie erzeugt wird.

Ich bin sicher, dass der deutsche Energiebedarf mit unserem Know-How zu etwa 80 bis 90 Prozent über erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Und das auch bezahlbar.

Die Frage ist, ob wir das wollen?

Energiespartipps für den Alltag

Sebastian Zahn (Energieheld): Am Ende unserer Interviewreihe fragen wir unsere Experten immer nach Energiespartipps für den Alltag. Was sind Ihre Tipps?

Timo Leukefeld: Da habe ich zwei Tipps, die wahrscheinlich noch nicht besonders bekannt sind. Jemandem, der sehr gern Tee trinkt, würde ich empfehlen den alten Wasserkocher, durch einen neuen, gedämmten und temperaturgesteuerten zu ersetzten und beim Einfüllen schon warmes Wasser aus der Leitung benutzen. Das ist ohne große Investitionen umsetzbar und spart bereits zwei Drittel des Strombedarfs des Wasserkochers.

Ein zweiter Tipp ist das Anschließen des Geschirrspülers an das Warmwassernetz. Alles, was man dafür benötigt ist, ein T-Stück am Warmwasser-Eckventil und ein Spülmaschinenschlauch, der für Warmwasser geeignet ist. Das ist wichtig. Denn kommt es zu einem Schaden durch den Kaltwasserschlauch, zahlt eine Versicherung keinen Cent. Da das Wasser zum Spülen so nicht mehr elektrisch erwärmt werden muss, können bei jedem Spülvorgang bis zu 80 Prozent des Strombedarfs gespart werden.

Sebastian Zahn (Energieheld): Lieber Herr Leukefeld, vielen Dank für das Gespräch!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie wollen Sie in Zukunft wohnen? Diese Frage haben wir von energieheld uns  gestellt, diese Frage habe ich mir gestellt. Die Antwort ist gar nicht einfach und daher bin ich besonders froh, dass wir Herrn Timo Leukefeld für ein Interview gewinnen konnte.

Er hat uns einen Einblick gegeben wie wir in Zukunft unser Leben gestalten können. Das Modell Energieautarkie, das Herr Leukefeld hier im Interview vorgestellt hat, beruft sich auf das „kluge Energie Konzept“ – die Sonnenernergie.

Energieautarkie bedeutet hier vor allem von äußeren Quellen unabhängig zu sein und den Energieverbrauch für Wärme, Haushaltsstrom und Mobilität zu kontrollieren. Zur Vorbereitung ist es wichtig Wärmeverluste im Eigenheim zu reduzieren und den Stromverbrauch zu senken. Das gelingt vor allem durch die richtige Dämmung.

Die Herausforderungen, die zu meistern sind bevor das Projekt „energieautarkes Eigenheim“ realisiert werden kann sind vielseitig. Zum einen benötigt man Informationen, die vertrauensvoll sind und Mut machen, in die neue Technologie zu vertrauen. Ich bin sicher, dass wir von Energieheld mit dem Beitrag von Herrn Leukefeld, dazu einen ersten Beitrag geleistet haben. Weitere Informationen zum Sanieren von Bestandsgebäuden finden sich auch in unserem Lexikon.

Der zweite Punkt betrifft die hohen vorab Investitionen. Das heißt, die zukünftigen Kosten für Wärme, Strom und Mobilität müssen vorab gezahlt werden. Keine Frage, die Investition wird sich rechnen aber ob man als einzelne Person soviel Geld beiseite legen kann um sein Haus entsprechend umzubauen?

Und schließlich – das eigene Haus. Hier lässt sich sicherlich streiten ob eine eigene Immobilie ein Schritt in die Abhängigkeit ist oder eben den Weg in die Energieautarkie ermöglicht. Das kann jeder nur individuell und nach seinem eigenen Lebensentwurf entscheiden.

Die Zukunft der Erneuerbaren Energien kann nur aus dem Alltag heraus gestaltet werden. Herr Leukefeld sieht den Sanierungsbereich ins stocken geraten. Doch bleibt ein modern saniertes Gebäude eine sichere Altersvorsorge. Auf einem guten Weg sieht er die Maßnahmen der EU, die bald vorschreiben nur noch Niedrigstenergie-Gebäude zu bauen.

Im großen und Ganzen geht es also voran. Die Zukunft gehört den regenerativen Energien – im Kleinen und im Großen!

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Sebastian Zahn

Literatur, Redaktion und Energiewende - das sind meine Themen. Bei energieheld bin ich daher genau richtig.