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Klimakonferenz in Kattowitz – Gebäudesanierung bleibt auf der Strecke

Klimakonferenz in Kattowitz – Gebäudesanierung bleibt auf der Strecke
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Anfang Dezember verhandelten die 190 teilnehmenden Staaten der 24. UN-Weltklimakonferenz in Kattowitz die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Ziel des Pariser Klimaabkommens ist die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius indem der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert wird. Jedoch zeigte sich beim Thema Gebäudesanierung ein enormer Aufholbedarf für die Bundesregierung.  

Rückgang der Sanierungen – Eine Blamage?

Nach den jüngsten Verschärfungen des Mietrechts und der Verabschiedung des Energiesammelgesetzes folgte erhebliche Kritik aus der Wohnungswirtschaft. Dadurch werden Gebäudesanierungen für viele Vermieter weniger lukrativ, da es nach der Senkung der sogenannten Modernisierungsumlage an Motivatoren für energetische Maßnahmen mangelt. In der Folge wird mit einem Rückgang der Sanierungsraten gerechnet. Dies habe die Bundesregierung billigend in Kauf genommen. Laut einer Pressemitteilung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) stelle dies eine Blamage für die Deutschlands Klimapolitik dar.

Anreize durch staatliche Förderungen schaffen

Noch immer mangle es an einer staatlichen Förderung von Gebäudesanierungen, die energetische Maßnahmen für Vermieter attraktiv machen. Die fehlende Tatkraft der Bundesregierung sei „nicht nur peinlich, sondern auch wirtschaftsschädlich, denn deutsche Unternehmen sind weltweit Spitze in Energieeffizienzlösungen und stellen über 600.000 Arbeitsplätze“, kritisiert Christian Noll, der geschäftsführende Vorstand der DENEFF. GIH-Geschäftsführer Benjamin Weismann beanstandet, dass die Bundesregierung es unterlassen habe, steuerliche Anreize, Förderungen, Mietspiegel und andere Instrumente so zu gestalten, dass eine Sanierung für die Vermieter attraktiv wird.

Gebäudesanierung bedeutet Klimaschutz

Deutschland entferne sich zunehmend von der Erreichung der Klimaziele des Pariser Klimaabkommens. So fordert der Geschäftsführer des BWP Martin Sabel: „Wir brauchen jetzt Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich.“ Dabei sei vor allem die Realisierung des angekündigten Gebäudeenergiegesetzes als auch eine Förderungsstrategie für erneuerbare Energien von Bedeutung. Im Ergebnis sei es kein Widerspruch Wohnraum sowohl bezahlbar als auch nachhaltig zu gestalten. Bis zur nächsten Klimakonferenz 2019/2020 in Chile ist zu hoffen, dass die Bundesregierung Gebäudesanierungen in ihre Klimapolitik stärker integriert.

Sie interessieren sich für eine Gebäudesanierung? Dann haben wir hier weitere Informationen für Sie.

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