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LED – Die moderne Art sein Haus zu beleuchten

LED – Die moderne Art sein Haus zu beleuchten
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Eine Beleuchtung mit LED wird sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich immer häufiger der Beleuchtung mit herkömmlichen Leuchtmitteln vorgezogen. Das liegt zum einen an der höheren Effizienz der LED, zum anderen an praktischen Gesichtspunkten.

Während noch vor einigen Jahren die LED Technologie dafür verschrien war, dass sie unangenehmes Licht verstrahlen, ist dieser Mangel in der aktuellen Generation behoben.

Was bedeutet überhaupt LED und wie funktioniert es?

Der Begriff LED steht für „Light Emitting Diode“, beziehungsweise Leuchtdiode. In ihrer Funktion gleicht die LED anderen Dioden, das bedeutet sie lässt elektrischen Strom nur in eine Richtung durch. In die andere Richtung isoliert eine Diode fast vollständig.

Während dieser Effekt in der Elektronik viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten hat, wird im Spezialfall durch die Nutzung eines Emitters Licht erzeugt. Noch detailliertere Informationen zum Aufbau und der Funktion der LED finden Sie hier.

Obwohl die LED-Technologie bereits in den sechziger Jahren entwickelt wurde, wird sie erst seit rund zwanzig Jahren in der Beleuchtung eingesetzt. Zuvor kannte man die Technologie im häuslichen Gebrauch vor allem als Anzeigenleuchte in Fernbedienungen, Armaturen oder aber in Leuchtreklame. Auch heute gilt LED-Lichts noch oftmals als unschönes und düsteres Licht.

Mit dem heutigen Stand der Technik ist dies aber längst überholt. Heutzutage verbreiten LEDs ein helles, klares Licht im Innen- und Außenbereich und beleuchten nicht anders als andere Leuchtmittel.

Dabei ist es gleichermaßen möglich, sich fertige LED-Lampen anzuschaffen oder aber LED-Birnen in ganz normalen Lampen zu nutzen. Die Fertiglösungen sind zwar kompakt und einfach, haben aber den Nachteil, dass die Birnen häufig nicht austauschbar sind.

Komfort-Vorteile

© bunch / pixabay.com CC0

LED scheinen die besten Eigenschaften bisher genutzter Leuchtmittel zu vereinen und ihre Probleme zu umgehen. Mit den recht sparsamen Energiesparlampen hat man das Problem, dass sie beim Einschalten eine Weile brauchen und man häufig das Gefühl hat, dass sie den Raum dunkler machen, anstatt ihn zu beleuchten.

Leuchtstoffröhren sind dafür bekannt, dass sie flackern, wenn sich ihre Lebensdauer dem Ende zuneigt. Halogenleuchten sind zwar komfortabel und geben ein sehr angenehmes Licht ab, dafür müssen sie regelmäßig ausgetauscht werden, da ihre Lebensdauer nur etwa 1.000 – 2.000 Stunden beträgt.
All diese Probleme haben LED nicht. Sie sind leistungsstark von dem Moment an, in dem man sie einschaltet, sie flackern nicht und ihre Lebensdauer übersteigt die aller anderen Leuchtmittel bei weitem. Bis zu 50.000 Stunden halten die Leuchten laut Hersteller. Das bedeutet für Sie, dass sie die Lampen die sie heute kaufen noch in zehn oder fünfzehn Jahren nutzen werden.

Ökologische Vorteile

Im Vergleich mit anderen Leuchtmitteln schneiden LED hier besser ab, als man im ersten Moment denken mag. Sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht haben sie seit einigen Jahren die Nase vorn. Ja? Was kosten die denn?

Betrachtet man Leuchtmittel im Vergleich, fällt noch vor dem unterschiedlichen Energiebedarf auf, dass LED keine giftigen Stoffe enthalten. Zerbricht Ihnen eine Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre, setzen diese gesundheits- und umweltschädigende Quecksilberdämpfe frei.

In der Entsorgung müssen zwar auch LED als Elektroschrott sonder-entsorgt werden, ihre Bestandteile sind aber vollständig recyclebar.

Effizienz

Der größte Unterschied aber, welcher die in der Anschaffung teureren LED-Lampen rentabel macht, ist ihre Effizienz. Allen Leuchtmitteln gemein ist aus physikalischer Sicht, dass sie elektrische Energie in Licht umwandeln.

Bei dieser Umwandlung entsteht zwangsweise auch immer thermische Energie oder Abwärme. Der Effizienzgrad eines Leuchtmittels berechnet sich nun aus dem Verhältnis in welchem elektrische Energie in thermische und Lichtenergie umgewandelt wird.
Das Ziel dabei ist es möglichst viel Licht und möglichst wenig Hitze zu erzeugen. Denn während man im Winter noch argumentieren kann, dass auch die Heizenergie einen Nutzen erzielt, wird sie spätestens, wenn es draußen warm ist einfach verschwendet.

Vergleich verschiedener Leuchtmittel

Herkömmliche und in Deutschland mittlerweile verbotene Glühlampen erzielen die schlechtesten Effizienzgrade. Mit gerade einmal 10 bis 20 Lumen pro Watt erzeugen sie weit mehr Wärme als Licht. In einem ähnlichen Bereich befinden sich auch die immer noch weit verbreiteten Halogenleuchten mit 15 bis 30 Lumen pro Watt.

Zum Vergleich, Energiesparlampen haben bereits eine Effizienz von 50 bis 60 Lumen pro Watt und sind damit deutlich effizienter. Dennoch werden auch sie bei längerem Gebrauch warm, was darauf schließen lässt, dass durchaus noch Luft nach oben ist.

Gleiches gilt für die vor allem in Büroräumen und öffentlichen Gebäuden genutzten Leuchtstoffröhren. Diese sind mit 50 bis 100 Lumen pro Watt noch einmal effizienter als die Energiesparlampen.

Betrachtet man LED, fällt sofort auf, dass hier die Effizienzgrade weiter auseinandergehen, als bei jedem anderen Leuchtmittel. Während das theoretische Effizienzmaximum der LED bei etwa 350 Lumen pro Watt liegt und unter Testbedingungen bereits über 300 Lumen pro Watt erzeugt wurden, finden sich häuslich nutzbare Lampen eher im Spektrum von 100 bis 200 Lumen pro Watt.

Auch wenn erkennbar ist, dass das Limit der Technologie noch bei Weitem nicht ausgeschöpft ist, fällt doch sofort auf, dass die Effizienzgrade im Vergleich der Extremfälle bereits jetzt beim bis zu zwanzigfachen liegen.

Dass sich dieser geringere Stromverbrauch auch in den Betriebskosten abzeichnet und dass sich dadurch die teureren LED-Lampen nach kurzer Zeit amortisieren, liegt auf der Hand.

Weitere Vorteile der LED-Lampen ist die Kompatibilität mit modernen Smart-Home Systemen. Dank stufenlos dimmbarer LED lässt sich problemlos eine über das Smartphone steuerbare Ambiente-Beleuchtung installieren.

Fazit – Wie rüste ich auf LED um?

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Das Schöne an der Umrüstung von Halogen oder Energiesparlampen auf LED ist, es ist so einfach. Nahezu alle Lampen, die im Haushalt verwendet werden, sind mit LED kompatibel.

Das heißt, auch wenn es die Möglichkeit gibt, spezielle LED-Lampen zu kaufen, reicht es für gewöhnlich, einfach LED-Birnen zu kaufen und diese in die alten Lampen einzuschrauben. Da LED mit den verschiedensten Fassungen existieren, sollte es selten zu Problemen kommen.
Bei einem Preisspektrum von zwei Euro für eine einfache LED-Leuchte bis hin zu den stufenlos farb- und helligkeits-verstellbaren Smart-LED für 50 Euro kann die Umrüstung natürlich eine kleine Investition darstellen, durch die erhöhte Effizienz lohnt sie sich aber meist nach kurzer Zeit.
Während es noch vor ein paar Jahren kompliziert war an gute LED-Birnen zu kommen, lassen sie sich heute in jedem Baumarkt oder Einrichtungshaus erwerben. Damit ist LED-Beleuchtung ein kleiner aber äußerst effektiver Schritt, den ein jeder für seine Ökobilanz tun kann.

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