Marktentwicklungen Im Sektor Der Erneuerbaren Energien: Die Prognosen.

Marktentwicklung – erneuerbare Energien Das sind die Zukunftsprognosen

Marktentwicklung – erneuerbare Energien Das sind die Zukunftsprognosen
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Die Vorräte an fossilen Brennstoffen, wie beispielsweise Erdöl oder Kohle, neigen sich langsam und allmählich dem Ende zu.

Experten gehen davon aus, dass sich die Erdöl-Förderung nicht mehr steigern lässt. Gleichzeitig wird der Menschheit immer deutlicher, wie wichtig die Nutzung erneuerbarer Energien für das Klima ist.

Der Klimawandel bringt immer häufiger Wetterkapriolen mit sich, Gletscher schmelzen und zuvor wasserreiche Flüsse trocknen aus. Der Mensch ist gezwungen, etwas zu ändern – darum werden der Ausbau und die Entwicklung neuer Techniken im Bereich der erneuerbaren Energien zukünftig voranschreiten.

Nutzung von sauberen Energiequellen

Wasserkraft, Sonnenkraft, Windenergie, Biomasse und Erdwärme sind nicht nur sehr klimafreundlich, sondern auch fast unbegrenzt vorhanden. Allerdings nur nicht überall in gleichen Maßen. In einigen deutschen Landstrichen weht der Wind stärker als in anderen Regionen, in manchen Gegenden scheint die Sonne länger und öfter und auch die Erdwärme ist nicht überall gleich einfach anzuzapfen. Um die Zukunftschancen besser zu nutzen, ist es daher sinnvoll, die Energiequellen je nach Lage effektiv zu nutzen.

Gemäß einer Statistik des Bundesumweltministeriums wurden im Jahr 2013 bereits 152,6 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien bereitgestellt. Dieser Energiemix wird vor allem aus Windkraft, Biomasse, Photovoltaik und Wasserkraft erzeugt

Nutzung der Sonnenstrahlen

Die Strahlen der Sonne sind eine schier unerschöpfliche Energiequelle. Die Sonne liefert bereits seit vielen Millionen Jahren das für die Fauna und Flora der Erde lebensnotwendige Licht. Mit diesen Strahlen lässt sich beispielsweise recht einfach Wasser erwärmen. Die Solarthermie gehört daher schon fast zur Standardausstattung neuerer Häuser. Und die von Solarpaneelen erzeugte Wärme kann zum Waschen, Duschen, Heizen und für die Spülmaschine genutzt werden.

Wind als regenerative Energiequelle

Bereits im Mittelalter nutzten Menschen Windmühlen. Sie mahlen damit ihr Korn. Heute sind die modernen Windanlagen technisch wesentlich ausgereifter und nutzen den Wind in größeren Höhen. Der große Nachteil: nicht immer gibt es Wind.

Obwohl Deutschland nicht gerad zu den windreichsten Ländern weltweit gehört, ist es in der Energiegewinnung durch Wind Weltmeister. 35 Prozent der Energie aus regenerativen Quellen wurde vergangenes Jahr durch Wind gewonnen. Dabei 34,4% durch Onshore und 0,6% durch Offshore-Anlagen.

Biomasse – Energie aus Rohstoffen

In einem biochemischen Prozess wird die in Rohstoffen wie Mais, Weizen, Raps oder Gras gespeicherte Energie der grünen Blattzellen – Fotosynthese – durch Verbrennung freigesetzt. Bekannt sind auch flüssige Brennstoffe, wie beispielsweise Biodiesel aus Raps- oder Sonnenblumenöl oder Alkohol aus Zuckerrohr. Ebenso ist es möglich, durch Mikroben energiereiches Gras zu vergären.
Eine wichtige Rolle spielt die Speicherbarkeit der Biomasse. Doch auch die Anbauflächen sind nicht unbegrenzt vorhanden. Doch alleine die in Deutschland geernteten Energiepflanzen könnten bis zum Jahr 2030 rund zehn Prozent des Energieverbrauchs inklusive aller Leitungs- und Umwandlungsverluste decken.

Erdwärme als Energielieferant

Der flüssige Kern des Planeten Erde ist bis zu 5.000 Grad Celsius heiß. Er erwärmt die Erdkruste, die zwischen zehn und 70 Kilometer dick ist. So sind zum Beispiel jahreszeitliche Schwankungen bereits in einer Tiefe zwischen zehn bis 20 Metern nicht mehr spürbar. Diese Wärme wird bei der tiefen Geothermie genutzt. Aus bis zu fünf Kilometer Tiefe wird bis zu 200 Grad Celsius heißes Wasser in ein Wärmekraftwerk gepumpt. Dadurch kann auch Strom gewonnen werden. Im Privatbereich ist die oberflächennahe Geothermie üblich – hier muss nur wenige Meter tief gebohrt werden. Um ein Gebäude zu heizen werden spezielle Erdwärmesonden im Boden vergraben.

Steigerung der Stromversorgung durch erneuerbare Energien auf 278 Milliarden Kilowattstunden

Die Stromversorgung durch erneuerbare Energien wird bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf 278 Milliarden Kilowattstunden wachsen. Somit steht immer ausreichend Leistung zur Verfügung. Insbesondere für Zulieferer ergeben sich hierdurch neue Märkte.

Für Unternehmen der Branchen

  • Maschinen- und Anlagenbau,
  • Metall- und Kunststoffverarbeitung,
  • Elektrotechnik,
  • Ingenieurbüros,
  • Wartungs- und Facility-Management,
  • Prüfdienstleister

ist es angebracht, diese Chancen erfolgreich zu nutzen, um die neuen Märkte zu erschließen. Dies schafft Arbeitsplätze und sichert die planmäßige Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Dazu ist eine umfangreiche Marktanalyse, Marktrecherche und Marktstudie notwendig. Weitere Informationen von Spezialisten für strategische Marktanalyse und Research im Bereich „Energie“ finden Sie auf http://www.research-fellows.de/without_fl/Html/energy-renewables.html.

Auch nach 2020 wird sich der Ausbau der erneuerbaren Energien fortsetzen. Ebenfalls zunehmen wird die Nutzung von Überschüssen in puncto Wärme und Mobilität auf dem Stromsektor.

Zukunftsprognose der Stromversorgung im Jahr 2020

Die Ergebnisse einer Branchenprognose, die die bisherige Entwicklung des Ausbaus der erneuerbaren Energien untersuchte, ergab Folgendes: Im Jahr 2020 werden vermutlich bereits 47 Prozent des deutschen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die Atomkraft wird dann gemäß der gesetzlichen Vereinbarung auf voraussichtlich 9 Milliarden kWh reduziert – etwa ein Prozent der Stromversorgung.

Bleibt nur zu hoffen, das diese Prognosen auch zutreffen.

Bildverzeichnis:
Titelbild erneuerbare Energien: © adrian2011 – Fotolia.com

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."

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