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Nachhaltig und ökologisch Wohnen und Bauen

Nachhaltig und ökologisch Wohnen und Bauen
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Umweltbewusstes und Nachhaltiges Wohnen wird immer beliebter und erfreut sich einem großen Zuwachs an Befürwortern. Bauherren sowie Privatpersonen achten mittlerweile nicht ausschließlich darauf, energieeffizient zu bauen, sondern legen ebenfalls sowohl Wert auf naturbelassene Ressourcen und einen ökologischen Baustil bei Gebäuden, als auch in der Inneneinrichtung. Was sollten Sie beachten, wenn Sie Teil der “grünen Linie” sein möchten?

Natürliche Baustoffe

Wenn Sie ein nachhaltiges Gebäude errichten möchten, ist es vor allem wichtig, sich mit den verschiedenen Baustoffen und deren Eigenschaften auseinanderzusetzen. Ziegeln stellen beispielsweise eine ideale Grundlage dar, denn diese führen durch ihre optimale Speichermasse dazu, dass es im Sommer angenehm kühl bleibt und im Winter trotzdem Wärme in den Innenräumen gespeichert wird. Dadurch können Sie die Heiz-, beziehungsweise Belüftungskosten senken, wodurch ökologisches Wohnen fördert wird. Weiters haben Sie die Möglichkeit, naturbelassene Dämmungs- Materialien auszuwählen, wie zum Beispiel Holzfaser, Hanf, Flachs, Steinwolle oder Schafwolle. Lassen Sie diese am besten fachgerecht anbringen, um eine Schimmelbildung zu vermeiden.  

Erneuerbare Energien & Energieeffizienz

Zum nachhaltigen und ökologischen Wohnen gehört natürlich auch die optimale Verwendung der eingesetzten Energie.

Ökostrom und Biogas beziehen

Mit dem Bezug der Energie fängt es hier schon an. Eine sehr einfache Art um nachhaltiger zu Wohnen, ist der Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter. So ein Wechsel dauert in der Regele kaum länger als 10 Minuten und läuft mittlerweile komplett online ab. In diesem Video erklären wir euch was so ein Wechseln bringt und wie er abläuft:

Strom und Wärme auch selber erzeugen

Strom und auch Wärme kann zudem mittlerweile auch selbst zu Hause erzeugt werden.

Mittels Photovoltaik-Solarzellen lässt sich Solar-Strom auch zu Hause auf dem Dach erzeugen. Dadurch schonen sie nicht nur Ressourcen, sondern auf lange Sicht auch Ihren Geldbeutel. Zudem werden die Solarsysteme immer ausgeklügelter und schicker, weshalb sie keine Bedenken haben sollten, diese bei der Planung Ihres Hauses als festen Bestandteil anzusehen.

Für die Bereitstellung der Wärme dienen hier Solarthermie-Anlagen. Diese nutzen ebenfalls die Kraft der Sonne um die Erzeugung von Warmwasser für Dusche etc. zu unterstützen.

Mit diesen beiden Varianten der Solaranlagen macht sich jede/r Hausbesitzer/in ein wenig unabhängiger von den Energieversorgern und nutzt zudem die nachhaltige, erneuerbare Ressource: Sonnenkraft!

Die Energieeffizienz steigern

Neben der Nutzung von erneuerbaren Energien ist die optimale, also die effiziente, Nutzung der Energie aber ebenso wichtig. Das kann vor allem durch eine optimale Gestaltung des Gebäudes erreicht werden.

Sinnvolle Dämmungen der Fassade und des Daches zum Beispiel ermöglichen eine Reduktion des Wärmeverlustes und sparen so mittelfristig Energiekosten ein. Das gleiche gilt für die Nutzung moderner Fenster und effizienten Heizsystemen selber.

Ökologische Möbel und Inneneinrichtung  

Ebenfalls ein wichtiger Punkt, denn nachhaltiges Wohnen hört nicht beim Bauen auf, sondern setzt sich auch im Interior Bereich fort. Möbel aus Massivholz die größtenteils naturbelassen sind und aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft stammen, steuern ihren Teil zu einem umweltbewussten Leben bei. Diese sind meist etwas hochpreisiger, als Produkte von billigen Einrichtungshäusern, dafür sind sie auch wesentlich Schadstoff- reduzierter hergestellt und bieten Ihnen einen stylischen und modernen Einrichtungsgegenstand.

Lacke & Farben

Naturbelassene Materialien, welche verbaut werden, wirken ressourcenschonend. Indem Sie diese verwenden, handeln Sie also im Sinne der Umwelt. Ökologische Lacke und Farben sind meist frei von Schadstoffen, welche sich sonst auf Ihr Wohlbefinden schlagen können, wenn Sie diese täglich einatmen. Einen eher gesunden Baustoff stellt beispielsweise ein Putz auf Kalkbasis dar. Dieser ist sogar in der Lage Schadstoffe abzubauen und Schimmel zu verringern. Schließlich können  Schadstoffe beim Bau zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Zudem weisen auch Kleber, Lacke, Öle und Fugenmassen ggf. giftige Ausdünstungen auf. Achten Sie hierbei besonders auf die, beim Bauen verwendeten Produkte und überprüfen Sie sie gegebenenfalls auf Schadstofffreiheit oder Fragen Sie beim Profi nach.

Tageslicht  

Bei einem Neubau haben Sie die Option, das Gebäude so auszurichten, dass möglichst viel Sonnenlicht durch die Fenster scheinen kann. Um den Effekt zu verstärken, lohnen sich große Fenster und ein allgemein lichtdurchfluteter Baustil. Eine von vielen Möglichkeiten, effektiv Strom zu sparen, da Sie viel Tageslicht zur Verfügung haben. Insbesondere in den Wintermonaten.

Sonnenschutz

Markisen und Jalousien helfen Ihnen im Sommer dabei, das übermäßige Sonnenlicht auszusperren. Hierbei stellen Sie sich vielleicht die Frage, warum Sie große Fenster einplanen sollten, um diese während der warmen Monate wieder zu verdunkeln? Ökologisch gesehen macht dies auf jeden Fall Sinn, da im Winter und in den Abendstunden genügend Tageslicht in die Räume dringt, um ohne künstliche Beleuchtung auszukommen. Zu Mittag lassen sich die großen Fenster schnell und einfach mit einem Sonnenschutz verriegeln, um einem Aufwärmen des Raumes entgegenzuwirken, wodurch Sie keine extra Belüftung brauchen. Ziegeln und Steinböden, wie sowohl Kälte ausstrahlen, als auch Wärme speichern, stellen einen zusätzlichen Vorteil dar.

Umbauen vermeiden

Durch eine effiziente Planung vermeiden Sie Umbauarbeiten, die viele Ressourcen kosten. Materialien können nur selten recycelt werden und landen so oft bereits nach wenigen Jahren im Müll. Wirken Sie dem entgegen, indem Sie beispielsweise einen möglichen Zimmertausch vorsehen oder Räume teilen.  

Elektrogeräte

Die meisten Haushalte besitzen unzählige Geräte, eine Waschmaschine, Toaster oder Kühlschränke, um einige davon zu nennen. Diese sind häufig wahre Energiefresser und stellen, möglicherweise völlig unbemerkt, das Gegenteil zu Ihrem nachhaltigen Baustil dar. Versuchen Sie stromsparende Armaturen zu kaufen, auch wenn diese im ersten Moment teuer erscheinen. Zudem sollten Sie Geräte nie auf Stand- by lassen, sondern nach der Benützung sofort abschalten. Hierbei helfen Mehrzweckstecker. Wobei dies natürlich nicht auf alle Apparaturen, siehe Kühlschrank, ausgelegt werden kann.  

WC- Spülung mit Spartaste

Dies mag wie ein kleines Detail beim Planen eines Hauses erscheinen. Dennoch ist Wasser ein wichtiger Rohstoff- und bei dem Betätigen einer konventionellen Klospülung gehen ungefähr 1 – 2 Liter Trinkwasser “verloren”. Eine Spartaste spült gleich effizient mit einer viel geringeren Menge an Wasser!

Fazit

Ökologisches Bauen sehen viele als eine kostspielige Herausforderung an. Dabei nimmt es bei der Planung nur einen minimalen Mehraufwand in Anspruch, als ein konventioneller Baustil. Sie müssen ein höheres Budget einplanen, die Investitionen werden aber über die Jahre amortisiert, da es in der Summe nicht unwesentlich viel Energie eingespart werden kann.

Zudem schonen Sie nicht nur Ihre Gesundheit und langfristig auch ihren Geldbeutel durch die Verwendung von “grünen” Rohstoffen, sondern auch die Umwelt. Der Fokus liegt klar auf dem Trend des nachhaltigen Bauens und Wohnens und wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch weiter ausgebaut und modernisiert. 😉

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."