Gartenhaus Mit PV-Paneelen.

Photovoltaikanlagen auf Gartenhäusern?

Streben Sie danach, sich selbst und der Umwelt mit einem ökologischen Gartenhaus etwas Gutes zu tun? Dann sind diverse Aspekte zu berücksichtigen. Das beginnt beim Material – bevorzugt Holz aus der nachhaltigen Forstwirtschaft – und endet bei der Dämmung und Isolierung sowie der Beleuchtung und Beheizung. Auch hier bietet es sich an, auf die Energie der Sonne zu setzen.

Die Nutzung von Solar-Energie erfreut sich großer Beliebtheit. So lässt sich anhand einer Statistik der EPIA (siehe Abbildung) nachlesen, dass 2013 europaweit fast 11 Gigawatt an Leistung durch neu installierte Photovoltaikanlagen gewonnen wurden. Im Rekordjahr 2011 waren es sogar über 22,5 Gigawatt. Photovoltaikanlagen auf Gartenhäusern stehen dabei den Verwandten für Wohnhäuser und größere Gebäude in nichts nach.

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Der Zubau an PV-Leistung nimmt weiter ab.
Deutscher Anteil: Im Jahre 2014 wurden bereits keine 2.000 Megawatt hinzugebaut. Das ist ein Minus von fast 40% im Vergleich zum Zubau von 2013 mit 3.3000 MW.
Bild-Quelle: © de.statista.com

Warum auf Solarenergie fürs Gartenhaus setzen?

Der Hauptgrund für Photovoltaikanlagen für Gartenhäuser liegt auf der Hand: Umweltfreundlichkeit. Wer aus Sonnenergie Strom gewinnt, reduziert die Belastung durch schädliche Emissionen und schont die natürlichen Rohstoffe. Umweltfreundlicher Solarstrom für das Gartenhaus bringt zudem einen großen Vorteil mit: Sie können damit auf Dauer Geld sparen. Nutzen Sie eine Photovoltaikanlage, sind Sie von den Stromanbietern mit ihren ständig steigenden Preisen unabhängig. Es entstehen keinerlei Kosten nach der einmaligen Anschaffung und Montierung. Oft reicht ein relativ preiswertes Set von 12 Volt (75 Watt) aus, um das Gartenhaus oder den Pavillon mit Strom zu versorgen. Nicht nur die Beleuchtung ist somit abgedeckt, sondern die gewonnene Energie lässt sich auch für die kurzzeitige Nutzung von elektrischen Geräten wie einem Radio oder Fernseher verwenden. Eine Kühlbox für den Grillabend oder die gemütliche, gemeinsame Mahlzeit im Gartenhäuschen ist ebenfalls an die Solarstromanlage anschließbar. Zudem befinden sich Gartenhäuser oft zu weit weg von Steckdosen, sodass Sonnenenergie die einzige Möglichkeit der Stromgewinnung darstellt.

Speziell, wenn Sie sich auf ein ökologisches Gartenhaus verlassen, das aus FSC®-zertifiziertem Holz gefertigt ist, macht eine Photovoltaikanlage Sinn. Sie unterstützt die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit des Gebäudes. Bei der Gartenhaus GmbH finden Sie einige Tipps, auch zu der Solarbeleuchtung im Garten.

Funktionsweise der Photovoltaikanlage auf dem Gartenhaus

Das Solarstrom-Set fürs Gartenhaus setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:

Solarstrom-Set

Die auf dem Dach oder auf einem Mast strategisch platzierten Solarzellen fangen das Licht der Sonne auf und wandeln es in Solarstrom um. Den Solarregler setzt man dazu ein, die Stromversorgung zu kontrollieren. Entweder wird die gewonnene Energie direkt ins Stromnetz eingespeist und an den Verbraucher weitergeleitet oder sie wandert in einen PV-Stromspeicher. Dieser wird tagsüber aufgeladen, damit man später oder an bewölkten und kühlen Tagen die gespeicherte Energie nutzen kann. Dies ist nicht die einzige Funktion, die der Laderegler übernimmt. Er agiert als Bindeglied zwischen dem Endverbraucher/Gerät, dem Akku und den Solarzellen auf dem Panel. Seine Aufgabe ist es dabei auch, das Überladen der Batterie zu vermeiden. Ein Tiefentladeschutz ist ebenfalls integriert. Der Wechselrichter ist dafür zuständig, den Gleichstrom aus den Solarzellen in Wechselstrom für die Geräte und Lichter zu konvertieren.

Das ist zu beachten

Da dem Laderegler eine so wichtige Funktion zukommt, ist er mit Bedacht zu wählen. Addieren Sie den Laststrom in Ampere (Verbraucherseite) und den Modulstrom (Ampere-Zahl des Solarmoduls), um den Mindestwert der Laderegler-Stromstärke zu ermitteln. Die vom Hersteller angegebene Leistung eines Solarpanels ist übrigens die Nennleistung und damit ein Nährwert, der nicht erreicht wird. Die tatsächliche Leistung mag höher oder niedriger als dieser bei Tests ermittelte Richtwert sein.

Generell bieten sich viele Stellen an, um das Solarpanel anzubringen. In den meisten Fällen befestigen Sie es mit Schrauben oder einem Klemmhalter auf dem Dach. Ein abgeschrägtes Gartenhausdach ist von Vorteil, da es die Neigung des Solarmoduls zum Sonnenschein ermöglicht. Aber auch ein Flachdach ist kein Problem, da Halterungen existieren. Wer mag, befestigt das Solarpanel am Dachrand oder an der Gartenhauswand. Sie sind in wenigen Schritten am Ziel, da die Montierung schnell und leicht von der Hand geht und das umfangreiche Solarstrom-Set mit einer einfachen Anleitung versehen ist. Wichtig ist, dass Sie das Kabel so verlegen, dass es nicht im Weg ist, nicht dem Wetter ausgesetzt ist und vor Angriffen durch neugierige Tiere geschützt ist. Dasselbe gilt für die Batterie und den Laderegler, die auf keinen Fall Kälte und Nässe ausgesetzt werden sollten. Bauen Sie das Gartenhaus selbst, können Sie vorplanen und das Solarenergie-Set strategisch mit einbauen. Bestimmen Sie im Voraus das passende Dach sowie das richtige Fundament für das Gartenhaus (Hier finden Sie unterschiedliche Fundamentarten), um hinterher die Photovoltaikanlage problemlos in Betrieb nehmen zu können. Achten Sie darauf, dass das Solarpanel möglichst viele Sonnenstrahlen einfangen kann und nicht etwa gegen Norden oder Westen hin platziert ist oder von großen Bäumen verschattet wird.. Ein bestimmter Winkel (in Deutschland etwa 30 bis 35° Grad) zum einfallenden Sonnenlicht hilft dabei, so viel Leistung wie möglich zu erzeugen. Es ist von Vorteil, wenn das Solarpanel gut belüftet wird. Bleibt es kühl, ist nämlich der Energieertrag und damit der gewonnene Strom höher.

Wollen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, ist es empfehlenswert, ein komplettes Set aus Solarstromanlage und Beleuchtung zu kaufen. LED-Lichter lassen sich gut damit kombinieren. Sie überzeugen mit einem geringen Energieverbrauch bei heller Beleuchtung. Es sind beispielsweise Beleuchtungsanlagen oder LED-Strahler mit Bewegungssensor zu haben, die das Gartenhäuschen gegen Einbrecher schützen.

Fazit

Photovoltaikanlagen auf Gartenhäusern sind in vielerlei Hinsicht eine lobenswerte Investition. Solarstrom ist umweltfreundlich, bringt finanzielle Ersparnisse und ist die perfekte Ergänzung zu einem ökologischen Gartenhaus und einer naturnahen Lebensweise. Mit einer LED-Beleuchtung, die mit einem Bewegungsmelder kombiniert ist, wird nicht zuletzt mehr Schutz und Komfort ermöglicht.

Sie interessieren sich für das Thema Photovoltaik? Dann finden Sie hier weitere Informationen.

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."