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Safety first: So schützen Sie sich vor Einbrüchen

Safety first: So schützen Sie sich vor Einbrüchen
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Hier bei Energieheld geht es meistens um Energieeffizienz, um Maßnahmen der energetischen Sanierung und dabei fast immer um Gebäude. Bei all der sinnvollen Energieeinsparung stellen sich jedoch nicht wenige Menschen auch die Fragen der Sicherheit und des Einbruchsschutzes. Dieser Artikel soll sich diesem Thema einmal widmen.

Die Bundesbürger rüsten ihre Häuser und Wohnungen immer besser gegen Einbrüche aus: 2017 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche erstmals seit vielen Jahren zurückgegangen, nämlich um 23 Prozent auf gut 116.000 versuchte oder vollzogene Einbrüche, die polizeilich aufgenommen wurden. Experten führen das vor allem darauf zurück, dass die Sicherheitstechnik aufgerüstet wurde. Das bedeutet, es wurden zunehmend einbruchhemmende Fenster und Türen sowie Einbruchmeldeanlagen installiert. Ebenso sind die Menschen sensibilisiert und schließen beispielsweise die Türen ordnungsgemäß ab. Doch die Statistik spricht nur die halbe Wahrheit. Denn die Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Das sind Einbruchsfälle, die nicht polizeilich aufgenommen worden sind. In diesem Text erfahren Sie, wie Sie sich vor Einbrechern schützen können und wie Sie sich nach einem Einbruch verhalten.

So schützen Sie sich vor Einbrüchen

Viele von uns werden in den Medien schon einmal gesehen haben, wie leicht es für einen Einbrecher ist, ein einfaches Fenster aufzuhebeln. Es reicht, mit einem Stammeisen anzusetzen und das Fenster mit ein wenig Kraft aus dem Rahmen zu drücken. Deswegen kommt es auf die richtige Prävention an, um sich vor einem Einbruch zu schützen.

Pilzkopfzapfen in Fenstern

Fenster mit einem Pilzkopfzapfen bieten diese Sicherheit. Sie können einfach nachgerüstet werden. Die an den Fenstern montierten Pilzkopfzapfen sind in den am Rahmen montierten Führungen so fest verankert, dass sie nicht mehr aufgehebelt werden können. Hinzukommt, dass ein Fenster durch mehrere Zapfen am Rahmen gesichert ist.

Sicherheitsglas

Auch wenn nur in wenigen Fällen Einbrecher ein Fenster einschlagen, um ins Innere zu kommen, ist auch ein Sicherheitsglas wichtig, um Eindringlingen nicht zu einfach den Weg in die Wohnung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist häufig von Verbundsicherheitsglas die Rede. Es besteht aus mehreren Glasschichten, die durch Kunststofffolien miteinander verbunden sind. Das beschert dem Glas zusätzliche Stabilität und es zerbricht nicht so einfach. Sicherheitsglas kann übrigens auch durch eine passende technische Ausstattung effektiv eingesetzt werden.

Alarmanlagen

Es gibt Glasarten, bei denen ein Alarmauslöser anschlägt, sobald das Glas beschädigt wird. Die Leiterschleife, die dafür nötig ist, ist unauffällig an der Außenseite des Fensters angebracht und ist mit dem Alarmsystem des Hauses verbunden. Eine solche Einbruchsmeldeanlage kann heute viel mehr leisten als noch vor einigen Jahren.

Sicherheit und Smart Home Lösungen

Die verschiedenen Elemente sind in den Zeiten von modernen Smart Home Lösungen nicht nur miteinander verbunden, sondern auch mit dem Internet. Das bedeutet: Selbst wenn sich die Bewohner nicht im Haus befinden, können sie sich jederzeit mit den entsprechenden Apps und Anwendungen über den Zustand des Hauses informieren. Bei modernen Gegensprechanlagen wird nicht nur der Ton übertragen, sondern auch ein Videosignal. Damit können die Bewohner auch aus der Ferne den Eingang im Blick behalten und klingelnden Personen suggerieren, dass sie zu Hause sind. Wenn an allen Fenstern und Türen Sensoren angebracht sind, können sie nicht geöffnet werden, ohne dass das System einen Alarm absetzt.

Doch Smart Home Lösungen sind nicht automatisch eine sicherheitsstiftende Einrichtung. Denn wenn die Systeme nicht ausreichend gut gesichert sind, können Einbrecher sich in sie einwählen und sie deaktivieren. Damit ließe sich sogar eine effiziente elektrische Schließanlage problemlos öffnen, ohne dass die Anlage anschlägt.

Sie hätten gerne mehr Informationen zu sicheren Smart Home-Techniken? Dann lesen Sie hier weiter.

Förderungen

Gebäudesanierungen können einige Hundert bis Tausende Euros kosten, je nach Umfang und Aufwand.
© shutterstock.com / Gordon Ball LRPS

Eine Wohnung oder ein Haus einbruchssicher zu machen, kann eine teure Angelegenheit sein, die nicht so einfach zu stemmen ist. Deswegen gibt es verschiedene Förderprogramme, bei denen die Finanzierung unterstützt wird.

Kredite und Zuschüsse bietet beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an. Auch die Förderbanken der Bundesländer helfen bei der Umrüstung. Der Vorteil der Kredite ist, dass sie einen günstigen Zins haben. Dafür sind sie allerdings zweckgebunden. Sowohl die Polizei als auch die Verbraucherzentralen bieten kostenlose Beratungen an, bei denen auch der Preis für die Maßnahmen abgeschätzt werden kann.

Verhalten nach Einbruch

Wenn Sie einen Einbruch in Ihren eigenen vier Wänden bemerkt haben, sollten Sie unmittelbar danach die Polizei verständigen. Bis die Beweisaufnahme und Spurensicherung abgeschlossen ist, ist es wichtig, den Zustand der Wohnung nicht zu verändern. Auch ist die Hausratversicherung darüber zu informieren, dass es einen Einbruch gab, bei dem Wertgegenstände entwendet worden sind. Die Versicherung wird Sie um eine Wertsachenliste bitten, die die Angaben zu den gestohlenen Gegenständen macht. Ebenso für die Polizei ist ein solches Dokument wichtig, da es die Fahndung nach dem Diebesgut ermöglicht.

Achtung bei Schlüsseldiensten

Bei aller Sicherheit sollten Sie darauf achten, Ihren Schlüssel nicht zu vergessen. Denn wenn ein Haus aufwendig gesichert ist, ist es für Sie sehr schwer, ohne Schlüssel wieder hineinzukommen. Es liegt zwar nahe, einen Schlüsseldienst in so einem Fall zu beauftragen, doch auch für ihn ist das Öffnen der Tür sehr aufwendig, was hohe Kosten zur Folge hat. Dabei nutzen Schlüsseldienste nicht selten die Situation aus und stellen überteuerte Rechnungen. Achten Sie auf diese Faktoren, um einen seriösen Schlüsseldienst zu finden.


(via www.betrugstest.com)

Fazit

Die Einbruchszahlen sind rückläufig, doch darauf sollten Sie sich natürlich nicht ausruhen. Achten Sie darauf, dass Ihr Haus und Ihre Wohnung bestmöglich geschützt sind. Der Umbau von Fenstern und Türen ist zwar durchaus teuer, doch von verschiedenen Förderbanken werden Hilfen angeboten. Die Investitionen lohnen sich im Falle eines Einbruchs. Denn neben dem materiellen Verlust werden Betroffene nach einem Vorfall auch von anderen Faktoren wie einem mangelnden Sicherheitsgefühl geplagt.

Bildverzeichnis:
Titelbild: Eigene Darstellung, mit shutterstock.com / wavebreakmedia, Blacknote

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."