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Sanieren + Energiesparen

Im besten Fall beginnt das Energiesparen bereits beim Bau eines Hauses. Sollte dies nicht mehr möglich sein, so bieten Sanierung und Renovierung geeignete Ansätze, um die eigene Bilanz zu verbessern.

Für die Verbraucher ist es natürlich von größter Bedeutung, passende Angebote zu identifizieren und die richtigen Maßnahmen zu treffen. Doch auf was ist dabei zu achten und wie lassen sich optimale Ergebnisse erzielen? Es ist zunächst wichtig, mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln das Maximum zu erreichen. Entscheidend dafür ist also die Effizienz der einzelnen Maßnahmen, die auf jeden Fall gegeben sein sollte. Es gibt zwar grobe Einschätzungen, welche Effekte von einzelnen Sanierungsmöglichkeiten zu erwarten sind, doch bei jedem Haus gibt es individuelle Unterschiede. Es kann sich daher durchaus lohnen, einen Energieberater zu nutzen und mit dessen Hilfe einen Plan für die kommenden Maßnahmen am Haus zu erstellen. Die Zeiten für Sanierung oder Renovierung stehen auch aufgrund der niedrigen Zinsen aktuell sehr günstig. Wie der Rechner von Baufi24 sehr schön veranschaulicht, lassen sich die anfallenden Zinskosten direkt über die Ersparnis am Haus decken.  Entscheidend aber ist, sich nicht in allzu viele Details zu verstricken, sondern einem klaren Plan der Sanierung zu folgen, der die Heizkosten maximal zu reduzieren weiß.

Die Fassadendämmung als erste Maßnahme

Folgt man den pauschalen Modellen, so ist die Fassadendämmung die effektivste Art, um die Energiebilanz zu verbessern. In einem ersten Schritt ist es deshalb unbedingt zu empfehlen, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Die Kosten variieren dabei je nach Art der Dämmung, bieten aber eine Einsparung von bis zu 20 Prozent der Heizkosten. Aus folgenden Möglichkeiten können Immobilienbesitzer in diesen Tagen wählen:

Generell unterscheiden sich die einzelnen Optionen auch im Hinblick auf die Preise. Wer sich für eine Verbesserung der Dämmung entscheidet, hat bereits einen entscheidenden Schritt für die allgemeine Bilanz des Hauses unternommen.

 Übersicht zu den ungefähren Kosten

Gebäudeteil nach Priorität Mögliche Dämmung Preis-Leistungs-Verhältnis Kosten samt Montage
Dachboden Geschossdeckendämmung sehr gut 40 € pro m²
Dach   Aufsparrendämmung mittelmäßig 150 € pro m²
Zwischensparrendämmung gut 50 € pro m²
Untersparrendämmung gut 30 € pro m²
Fassade   Kerndämmung sehr gut 15 € pro m²
WDVS mittelmäßig 90 – 150 € pro m²
Vorhangfassade mittelmäßig 170 € pro m²
Kellerdecke    Einblasdämmung unten sehr gut 15 – 25 € pro m²
Verbundplatten unten mittelmäßig 50 – 70 € pro m²
von oben (neuer Fußboden) mittelmäßig 70 – 160 € pro m²
Keller (Wände und Boden)   Perimeterdämmung mittelmäßig 40 € pro m²
Erdarbeiten  – 20 – 30 € pro m³
Innendämmung mittelmäßig 80 € pro m²
Kellerbodendämmung mittelmäßig 70 – 160 € pro m²

Fenster und Türen

Es liegt an der Natur der Sache, dass durch Fenster und Türen unter Umständen viel Energie entweichen kann. Vor allem bei alten Bauten sind diese deshalb ein beliebter Ansatzpunkt einer Sanierung, der durchaus seine Berechtigung hat. Alte Fensterscheiben bestehen oft sogar nur aus einfachem Fensterglas und sorgen deshalb für eine rege Angleichung an die Außentemperatur. Moderne Fenster sind dagegen durch Lufteinschlüsse zwischen den Scheiben deutlich besser isoliert. Die Folge davon sind niedrigere Heizkosten, welche die Investition schon nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder rechtfertigen. Je nach Größe liegen die Preise für den Austausch des reinen Fensterglases zwischen 150 und 200 Euro. Wer dagegen auch den Rahmen austauschen möchte, steigert die Kosten pro Fenster auf mindestens 400 Euro bis etwa 750 Euro. Ob sich die Investition wirklich lohnt, zeigt vor allem die entsprechende Analyse der Begebenheiten, die sich je nach Alter und Bauweise stark unterscheiden.

Die Dämmung der Kellerdecke

Es gibt mit der Dämmung der Kellerdecke eine günstige und effektive Möglichkeit, um die Heizkosten deutlich anzupassen. Ist der Boden im Erdgeschoss die ganze Zeit über kalt, so stammt diese Kälte direkt von der Kellerdecke. Denn das Untergeschoss ist in der Regel nicht beheizt und liegt um bis zu zehn Grad unterhalb der gewünschten Raumtemperatur im darüberliegenden Geschoss. Hier ist es möglich, mit sehr einfachen Mitteln zu dämmen und diese Arbeit unter Umständen sogar selbst durchzuführen. Besonders gängig ist zum Beispiel Polystyrol, ein Baumaterial, das schon für rund 30 Euro pro Quadratmeter zu bekommen ist. Etwas höher liegen die Kosten für eine Dämmung auf der Oberseite, die unter dem Fußboden angebracht werden muss. Sollte es aber die Möglichkeit geben, von unten direkt an die Decke des Kellers zu gehen, handelt es sich um eine sehr effektive Maßnahme der Sanierung. Experten gehen davon aus, dass sich die gesamten Heizkosten allein durch diese Maßnahme um insgesamt neun Prozent reduzieren können. Unter einem geringen Aufwand ist es also möglich, einen großen Nutzen zu erleben und die entstandenen Kosten innerhalb von wenigen Jahren wieder einzusparen.

2.500 Euro pro Jahr sparen

Natürlich fällt es schwer, sich auf grobe Kalkulationen zu verlassen, wenn es um so große Summen geht. Doch ein CO2-Gebäudereport vom Fraunhofer Institut für Bauphysik macht deutlich, wie ansprechend die Sanierung nicht nur für die Umwelt sein kann. Nach den Hochrechnungen des Instituts verheizen die Deutschen aufgrund undichter Fenster und zu dünner Wände rund 50 Milliarden Euro sinnlos. Dies entspricht einer Summe von rund 1.200 Euro pro Haushalt. Im Durchschnitt könnten wir aber zwischen 50 bis 80 Prozent unserer Kosten einsparen. Der Anteil ist bei älteren Bauwerken deutlich höher, als dies bei neu errichteten Häusern aus den letzten zehn Jahren der Fall ist.

Die frühen Schritte lohnen sich

Für die Berechnungen schlug das Fraunhofer Institut einen pauschalen Betrag von 30 000 Euro an, die einmalig investiert werden. Dabei hatten die effektivsten Maßnahmen wie die bereits vorgestellte Fassadendämmung die größte Priorität auf der Liste. Auf dieser Grundlage wäre es folglich möglich, einen Betrag von 2.500 Euro pro Jahr zu sparen. Nach diesem Modell wäre es nach zwölf Jahren eine Nullkostenrechnung, die in den folgenden Jahren eine ansprechende Rendite bietet. Gerade in den Jahren, in denen die normalen Methoden der Geldanlage kaum noch Erträge bringen, steigt die Attraktivität einer solchen Investition noch zusätzlich. Es kann sich auf lange Sicht also definitiv lohnen, sein Geld auf diese Art zu investieren, wenn zugleich die Umwelt und der eigene Geldbeutel zusätzlich profitieren. Je früher die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden, desto schneller ergibt sich daraus folglich der gewünschte Profit.

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."