Schimmelpilze – Unerwünschte Untermieter im Eigenheim

Foto: Schimmelbefall, Pilze, SchimmelpilzeSchimmelpilze im Eigenheim

Undichte Dächer, Rohrbrüche, Baufehler, schlechte Wärmedämmung und insbesondere unsachgemäßes Lüften und Heizen sind meist die Ursachen für Schimmelpilze.
Aber wussten Sie, dass ausgerechnet das Schlafzimmer als sehr anfälliger Ort für Schimmelpilze gilt?
Grund dafür ist, dass die meisten Menschen gerne in kühlen und unbeheizten Räumen schlafen und hier auch nur selten lüften. Hinzu kommt, dass wir pro Nacht viele Hundert Milliliter Wasser ausatmen und –schwitzen. Dadurch entstehen eine hohe Raumfeuchtigkeit und gleichzeitig ein wahres Paradies für Schimmelpilze. Hier erfahren Sie wie gesundheitsschädlich Schimmelpilze sind, wie Sie sie los werden und wie sie Schimmelpilze gar nicht erst ins Haus bekommen.

„Doch wie genau vermeidet man Pilzbefall in der Wohnung oder dem Haus?“

Was sind Schimmelpilze und wie entstehen sie?

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt und gelten als Sammelbegriff für verschiedene Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden können. Diese Sporen sind normalerweise harmlos, mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen und fast überall zu finden -somit auch in unseren Wohnräumen. Problematisch wird es, wenn Schimmelpilze anfangen zu wachsen und sich durch Schimmelflecken und modrigen Geruch im Haus bemerkbar machen. Die Entstehung von Schimmelpilzen ist eng verbunden mit den Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen in Wohnräumen. Zu hohe Feuchtigkeit in Verbindung mit entsprechender Temperatur und gegebenen Nährstoffen (z.B. Holz, Tapeten, Teppiche, Kunststoffe etc.) begünstigen das Wachstum der Pilze.

Wie gesundheitsschädlich sind Schimmelpilze?

Schimmelpilze im Haus sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zahlreiche Studien bestätigen eindeutige Auswirkungen von Schimmelpilzen auf die Gesundheit: Massiver Schimmelbefall kann zu Reizerscheinungen im Atemwegsbereich und zu allergischen Reaktionen führen. Insbesondere Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind gefährdet. Daher sollten Schimmelpilze erst gar nicht die Chance bekommen, zum Gesundheitsrisiko für Sie zu werden. Der energieblog bietet Ihnen einige Tipps zur Vorbeuge geben Pilzbefall:

5 Tipps, wie Sie Schimmelpilze vermeiden können

  1. Regelmäßiges Lüften: 
    Dreimal am Tag, 5 bis 10 Minuten Stoßlüften, sodass ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann.
  2. Zusätzliches Lüften nach dem Duschen, Baden oder Kochen: 
    Fenster auf – ein paar Minuten Durchzug genügt.
  3. Kontrolle der Luftfeuchtigkeit in allen Räumen: 
    Dies ist mit Hilfe eines Luftfeuchtigkeitsmessers (Hygrometer) möglich. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 45-55 % liegen.
  4. Regelmäßiges Heizen:
    Die normale Raumtemperatur sollte zwischen 18 und 21 °C liegen.
  5. Möbel nicht direkt an die Wand stellen:  
    Ihre Möbel sollten in einem Abstand von etwa 10 Zentimeter zur Wand stehen.

Wer sich an die Checkliste hält, sollte keine Probleme mit Schimmel bekommen. Aber was ist zu tun, wenn Sie trotzdem Schimmelpilze in ihren vier Wänden entdecken?

Die Schimmelpilze bekämpfen

Falls sich dennoch Schimmelpilze in Ihrem Eigenheim und an ihren Wänden bemerkbar machen (Sie können es meistens sehen, manchmal auch riechen), sollten Sie schnell handeln. Zunächst müssen die Ursachen gefunden und behoben werden, denn solange die Ursache nicht abgestellt wird, kann der Schimmel immer wiederkommen.  Zur Schimmelpilz-Bekämpfung sollten Sie in jedem Fall einen Experten (z.B. Energieberater) hinzuziehen. Qualifizierte Energieberater finden Sie auch bei uns.
Falls Sie erwägen ihr Haus aufgrund der Schimmelpilze zu sanieren und zu renovieren, sollten Sie darauf achten, dass bspw. bei der Wärmedämmung schimmelresistente Dämmstoffe wie Mineralwolle, Flachs und Schilf verwendet werden. Nähere Informationen können sie auch unserem energielexikon entnehmen.

Mehr zum Thema Schimmelpilz: Verbraucherzentrale: Feuchtigkeit und Schimmelpilz

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Geschrieben von: Stephan Günther

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Stephan Günther

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