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So findest du den richtigen Ökostromanbieter

So findest du den richtigen Ökostromanbieter
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Wer daheim etwas für den Klimaschutz tun möchte, sollte über einen Umstieg auf Ökostrom nachdenken. Aber aufgepasst! Nicht bei jedem Anbieter kommt 100% der Energie wirklich aus erneuerbaren Quellen. Wenn ihr auf ein paar Kriterien achtet, ist der Weg zum Ökostrom ganz einfach. Wir haben euch hier einen Überblick über die wichtigsten Merkmale und die besten Anbieter zusammengestellt.

Ökostrom meint elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen, also hauptsächlich aus Wind- und Wasserkraft sowie Solarenergie. Wer seinen Strom von Ökostromanbietern bezieht, kann effektiv seine persönliche Klimabilanz verbessern. Etwa 1,5 Tonnen CO²-Äquivalente können pro Jahr durch einen Umstieg auf Ökostrom eingespart werden. Zum Vergleich: Der deutsche Pro-Kopf-CO²-Emissionswert liegt bei 8,8 Tonnen im Jahr.

Welche Kriterien sollte ein Ökostromanbieter erfüllen?

Von Ökostrom-Siegeln bis zu versteckten Tochterunternehmen – durch das üppige Angebot an Ökostromtarifen habt ihr die Qual der Wahl. Deshalb zeigen wir euch die wichtigsten Kriterien, die euch bei der Wahl unterstützen können. Damit ist der Wechsel ganz unkompliziert.

Hier könnt ihr umfassend nachlesen, worauf es bei Ökostrom ankommt.

Für alle, die es eilig haben, fassen wir hier wichtigsten Punkte zusammen:

  • Siegel: Die wichtigsten Siegel für Ökostrom sind Grüner Strom, TÜV Nord/Süd sowie ok-power. Wenn ihr diese Siegel bei einem Anbieter findet, werden auch die folgenden Punkte eingehalten:
  • 100% Ökostrom: Die Firma produziert keinen Strom aus konventionellen Energiequellen.
  • Keine anderen Beteiligungen: Es gibt keine ausgelagerten Tochterfirmen, die an der Produktion von Strom aus konventionellen Energiequellen beteiligt sind.
  • Gewinne fließen in den Ausbau Erneuerbarer Energien

Welche Ökostrom-Anbieter gibt es?

Wir stellen auch die wichtigsten Anbieter für Ökostrom vor.

Die Bürgerwerke

Erneuerbar, regional und unabhängig – das ist das Ziel der Bürgerwerke eG. Der Strom wird von Bürgern für Bürger produziert. Bundesweit versorgt der Zusammenschluss von mehr als 15.000 Bürgern und 91 lokalen Energiegemeinschaften Menschen mit erneuerbarem Strom aus Solar-, Wind- und Wasserkraft.

Naturstrom

Die Naturstrom AG bezieht ihren hundertprozentigen Ökostrom aus Wasser- und Windkraft und setzt sich für eine positive Klimabilanz ein. Die Energieversorgung soll umweltfreundlich, bürgernah sowie langfristig bezahlbar sein. Auch der Naturschutz Bund (NABU) und Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) empfehlen die Naturstrom AG.

Elektrizitätswerke Schönau (EWS)

Die EWS Schönau eG ist eine Bürgerinitiative, deren Strom zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Davon sind 70% aus Neuanlagen. Vor über dreißig Jahren wurde das Unternehmen von Bürgerinnen und Bürgern gegründet, die selbst über die Herkunft ihres Stroms entscheiden wollten. Heute versorgen sie etwa 180.000 Haushalte mit Strom. Empfohlen wird EWS Schönau unter anderem von der Deutschen Umwelthilfe und vom Umweltinstitut München.

Greenpeace Energy

Im Zuge einer Kampagne der Umweltorganisation Greenpeace wurde 1999 die Greenpeace Energy eG gegründet. Deshalb steht der Umweltschutz für diesen Ökostromanbieter auch im Mittelpunkt. Das Resultat ist 100% Ökostrom aus Wind- und Wasserkraft in Deutschland und Österreich. Dabei ist der Strom nicht nur grün, sondern sogar vegan. Das bedeutet, dass keine Nebenprodukte der Stromerzeugung aus Tierhaltung stammen.

Polarstern

Polarstern versorgt deutschlandweit etwa 60.000 Haushalte. Dabei ist sogar möglich, Sondertarife für E-Autos oder Smart Meter zu erhalten. Zudem ist das Unternehmen der erste Gemeinwohl-Ökonomie zertifizierte Energieversorger. Der produzierte Strom stammt zu 100% aus deutscher Wasserkraft.

LichtBlick

LichtBlick ist Deutschlands größter unabhängiger Ökostromanbieter. Der Strom stammt hauptsächlich aus Wasserkraft, aber auch Solar- und Windenergie sind im Mix. 2010 bekam LichtBlick die Auszeichnung für die „Nachhaltigste Marke Deutschlands“. Jedoch wurde das Unternehmen 2018 von der niederländischen Firma Eneco gekauft. Diese soll demnächst privatisiert werden. Ein Käufer steht noch nicht fest.

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