Ökostrom? Ja Bitte!

Alternative Energiegewinnung – selber Strom erzeugen

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Selbstversorgung spart Geld und macht unabhängig von großen Konzernen.

Wir sind auf einen spannenden Artikel in der ZEIT Ausgabe vom 05.09.2013 gestoßen, den wir euch empfehlen wollen und hier im Einzelnen kurz vorstellen. Die „Riesen taumeln im Wind“ schreibt der Autor Christian Tenbrock  über den sich verändernden Strommarkt in Deutschland und welche Entwicklung und Ausmaße die Stromproduktion im Privaten erreicht, also die Entwicklung hin zur Selbstversorgung.

Auf jeden sechzigsten Bundesbürger in Deutschland trifft die Bezeichnung Energiewirt zu. Ein exemplarisches Beispiel hierfür ist der Energiewirt Heinz Hoffmann, der Mithilfe einer gekonnten Mixtur aus Windkraft, Biogas und Photovoltaikanlagen selbst Energie produziert und damit zur Selbstversorgung beiträgt. Im Jahr werden so von Heinz Hoffmann 13 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Diese gigantische Menge reicht für ca. 4.000 Haushalte.

Damit ist Herr Hoffmann mit seinem System der autarken Energiegewinnung zu einer ernst zunehmenden Konkurrenz für die großen Energieanbietern geworden.

Besonders bemerkenswert hierbei, am 18. April 2013 konnte verkündet werden, das Wind und Sonne mehr Strom als die fossilen Kohlekraftwerke zusammengenommen erzeugten.

Dazu ein paar Zahlen

In Deutschland stehen 1,3 Millionen Grünstrom – Anlagen.

Der Anteil erneuerbarer Energien, die von den großen Stromkonzernen im Jahr 2012 bereitgestellt wurden:

  • Eon = 5%
  • EnBw = 12,23%
  • RWE = 8%
  • Vattenfall = 29%. 

Die Stromkonzerne versuchen auf die sich ändernden Marktverhältnisse zu reagieren, doch sie bewegen sich in in einem antiquierten System, das keine agilen, innovativen, schnellen Reaktionen auf sich verändernde Marktbedingungen zulässt.

Die Folge der späten Anpassung an diese vorwiegend kleinen regionalen Märkte ist, dass der Anteil der Stromkonzerne an grünen Geschäften auf weniger als 5 % sank!

Warum Konzerne im grünen Geschäft nicht Fuß zu fassen vermögen?

Diese Frage beantwortet Christian Tenbrock folgender Maßen:

  1. „Zum einen verdrängt der hoch subventionierte grüne Strom wegen der gesetzlichen festgelegten Einspeisevorrangs die Produktion aus fossilen Kraftwerken […]
  2. „Sonne und Wind kosten nichts – in der Herstellung so billig, dass sich die an den Strombörsen erzielten Preise seit zwei, drei Jahren auf einer rasanten Talfahrt befinden“

Punkt 2 ist so weit erstaunlich, denn die Kilowattstunde Strom kostet gegenwärtig an der Strombörse nicht mehr als 4 Cent. Noch 2012 musste für die Kilowattstunde 6 Cent gezahlt werden. Das ist eine Reduzierung in einem Jahr von 50%!

Immer mehr Gewerbe erzeugen ihren eigenen Strom

Doch die Änderungen bleiben nicht im Privaten. Immer mehr Gewerbetreibende beginnen auf Selbstversorgung umzustellen. Laut Industrie- und Handelskammer planen von 2300 befragten Firmen 21% auf Selbstversorgung umzustellen. Die Großmarktkette Metro hat bereits ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk eingerichtet. Dieses Blockheizkraftwerk soll den Wärme- und Strombedarf der einzelnen Märkte decken.

Fazit

Es bewegt sich was!

Es ist spannend zu beobachten in wie weit sich EnBW, Vattenfall und viele mehr versuchen aus ihren alten Strukturen und ihren Abhängigkeiten zu Atomkraft und Braunkohle zu befreien, um wie die erfolgreichen Energiewirte auf erneuerbare Energien umzustellen.

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Sebastian Zahn

Literatur, Redaktion und Energiewende - das sind meine Themen. Bei energieheld bin ich daher genau richtig.