Blog Beitragsbild Energieeffizienz Im Unternehmen

Umweltfreundlich UND effektiv – Energieeffizienz in Unternehmen

Ökologischer agieren und gleichzeitig ökonomischer arbeiten? Als Firma Erneuerbare Energien nutzen UND dabei auch noch effizienter arbeiten? Klingt spannend! Das schauen wir uns in diesem Artikel einmal genauer an.

Die ökologischen Herausforderungen für deutsche Unternehmen wachsen von Jahr zu Jahr. Denn die gesetzlichen Regelungen setzen zunehmend neue Maßstäbe und Anforderungen hinsichtlich des Umweltschutzes fest. Damit verlangen sie den Firmen Innovationen zum Schutz von Luft, Boden und Gewässer, sowie allgemeine betriebsinterne Regelungen zur Abfallwirtschaft ab.

Während die Unternehmen diese Auflagen umsetzen müssen, versuchen sie dennoch, gleichzeitig effizient zu arbeiten und Kosten zu sparen. Wie können Sie das alles unter einen Hut bringen und in den Umweltschutz investieren und dennoch kostengünstig wirtschaften?

Eine Lösung: Energiemanagement nach ISO 5001

Energiemanagement heißt ein Stichwort. Seit 2011 gibt es die Managementnorm ISO 5001. Sie lässt sich in jedem Betrieb einführen und ist unabhängig vom bereits vorhandenen Managementsystem. Sie lässt sich leicht mit anderen Normen des Qualitätsmanagements (DIN EN ISO 9001) und Umweltmanagements (DIN EN ISO 14001) kombinieren.

Damit können Betriebe im Rahmen der Zertifizierung Schwachstellen aufdecken und Bereiche optimieren, die bisher zu viel Energie verbraucht haben. Durch die Energieeinsparungsmaßnahmen lässt sich gleichzeitig eine Kostensenkung erreichen, die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die Umwelt schützen. Beispielsweise durch die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen (CO2-Emissionen).

Unternehmensoptimierung durch ERP-Systeme

Wenn Sie Ihr Unternehmen umweltfreundlich und energieeffizient optimieren möchten, so können Sie Ihre gesamten Prozesse energiesparend ausrichten. Gerade wenn Sie eventuell zusätzliche Vergünstigungen erhalten möchten, die Ihr Betrieb im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu beantragen plant, sollten Sie sich mit dem Thema näher beschäftigen.

Die Einrichtung neuer Abläufe, die normkonform ablaufen, müssen selbstverständlich überwacht und eingehalten werden. Die besten Ergebnisse können Sie dabei erhalten, wenn Sie unterstützend ein ERP-System zur Steuerung einsetzen. ERP steht für Enterprise Resource Planning. Gute Software-Lösungen gibt es in diesem Bereich für alle Branchen und Firmengrößen.

Was lässt sich verbessern?

Verbesserungswürdig ist nicht nur die Ausrüstung des Betriebes an sich, sondern auch die internen Abläufe. Sehen wir uns zunächst die Rahmenbedingungen an:

Energie: Heizung, Wasser, Strom

Der individuelle Ansatz ist in jedem Betrieb anders gelagert. Einsparungen sind häufig im Bereich der Heizung zu erzielen. Durch elektronische Thermostate, zentrale Temperaturregelungen oder ggf. nötige Modernisierungen sind hier nicht nur Kosten, sondern auch CO2-Emissionen einzusparen. Die Regelung kann über ein entsprechendes Programm erfolgen.

Wenn Sie Heizkosten sparen wollen, sollten Sie allerdings parallel dafür sorgen, dass das Firmengebäude optimal gedämmt ist und die Wärme nicht durch Wände, Fenster oder Dach abfließen kann. Ebenso kann die Warmwasserfunktion über die Heizung gesteuert werden. Auch die Beleuchtung lässt sich gut über Bewegungsmelder regulieren. Das verhindert, dass dauerhaft Licht brennt, auch in Bereichen, in denen seit Stunden niemand durchgelaufen ist. Nachts können die Beleuchtungen zentral reguliert werden. Vergessene Lichter, die die ganze Nacht brennen, gehören der Vergangenheit an.

Erneuerbare Energien

Je nach Betriebsgröße können Sie prüfen, ob Sie auf Wind- oder Solarenergie umsteigen können und Solarthermie-Anlagen auf Ihrem Firmengebäude installierbar sind. Die Steuerung der Anlagen lässt sich selbstverständlich ebenfalls über ERP-Systeme bewerkstelligen. Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, bei der Umstellung auf erneuerbare Energien einen Zuschuss nach dem erwähnten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu erhalten.

Nach § 19 EEG besteht nämlich für „Betreiber von Anlagen, in denen ausschließlich erneuerbare Energien oder Grubengas eingesetzt werden … für den in diesen Anlagen erzeugten Strom gegen den Netzbetreiber einen Anspruch auf eine Marktprämie nach § 20, eine Einspeisevergütung nach § 21 Absatz 1 und 2 oder einen Mieterstromzuschlag nach § 21 Absatz 3.“

Strom sparen in der Fertigung

Gerade im produzierenden Gewerbe laufen oft non-stop im Dreischichtbetrieb Maschinen und verbrauchen dementsprechend Strom. Hier lassen sich über entsprechende Programme aber die Kosten enorm senken, wenn die Anlagen im Leerlauf automatisch abgeschaltet werden. Das Augenmerk sollten Sie dabei auf alle elektrischen Antriebe, Druckluft und Kälteerzeugung legen. Je nach Branche kommen hier verschiedene Schwerpunkte zum Tragen.

Ein Beispiel: Für die Maschinen sind üblicherweise Abluftanlagen in Gebrauch, die nachts und am Wochenende über eine Automatik ausgeschaltet werden können. Besonders in der Fertigung kann über eine sinnvolle Kombination der Fertigungsprozesse und automatische Steuerung der Abläufe eine große Einsparung erzielt werden. Beispielsweise geschieht dies durch die Anpassung der Laufzeiten der erwähnten Abluftsysteme, die den Luft- und Ölnebel über die Filteranlagen entfernen.

Übrigens hat die Firma VHW (Metallpress in Spaichingen, Baden-Württemberg) eine interessante und effiziente Möglichkeit gefunden, seine Abwärme sinnvoll einzusetzen: Die Firma leitet seine Abwärme kostenlos an das nebenliegende Freibad weiter, das mit dieser Wärme beheizt wird!

Für wen ist es relevant?

Für Betriebe jeder Größe gibt es optimale Lösungen, im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen und der aktuellen Normen umweltfreundlich und kostengünstig zu agieren. Energiesparende Elemente gewinnen nicht ohne Grund immer mehr an Bedeutung.

Hierbei sollen Sie für Ihren Betrieb individuell ermitteln, wo die größten Stromfresser sitzen und welche Prozesse Sie anpassen können. Zur Steuerung der neu zu implementierenden Arbeitsabläufe setzen Sie am besten ein ERP-System eines Marktführers (beispielsweise Gewatec) ein. Dadurch können bereits kleinere Betriebe schon mehrere Tausend Euro im Jahr einsparen.

Besonders große Einsparungen lassen sich im Bereich Heizung und Licht erzielen sowie in der Fertigung. Durch die Überwachung der Prozesstechnik lassen sich neben den Stromkosten auch der Maschinenverschleiß und die Wartungskosten der Produktionsanlage erheblich reduzieren.

Vor Ort Beispiel: BSV GmbH aus Hannover

In Zusammenarbeit mit dem Energieheld-Partner Axel Kraut (Gas-, Wasser-, und Installateurmeister) konnten wir 2016 bei der Heizungsmodernisierung der BSV GmbH dabei sein.
Infos: https://www.energieheld.de/referenzen/bsv-gmbh-hannover
Hier wurde ein altes Ölheizsystem zu einer neuen, effizienten Pelletholzheizung modernisiert.

Bildverwaltung:
Titelbild: Pixabay.com, © bertbraet

Share Button

Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."