infrarot heizung wärmt den Raum nicht

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Gefragt 23, Jan 2017 in Heizung von Felix (130 Punkte)
Hallo

Ich habe vor meine Ferienwohnung in Italien mit Infrarot Panelen auszustatten. Die Beratungen in Deutschland waren sehr positiv .

Da ich aber nicht immer alles glaube , habe ich eine Panele gekauft Admiral : 1000 W Die Massen 0,60 x 1,20 um es zu testen

Ich teste das in  einem kleine Zimmer von ca 12 qm . Die Panele wird warm aber der Raum wird gar nicht aufgeheizt . Bleibt nach 7 std immer noch bei 13 grad.

2 ter Versuch : Habe die Panele in das sehr kleine Bad 4 mq gemacht ...7 std 2 grad von 12 auf 14 Grad.

Was läuft da falsch ? Wurde mir als sehr tolle und warme , günstige und saubere Möglichkeit empfohlen .

Hat da jemand ein Tip

danke im voraus Felix

2 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet 24, Jan 2017 von energie-experten.org (1,460 Punkte)

Hallo Felix, da liegt wohl ein grundlegendes Missverständnis bzgl. des Funktionsprinzips einer IR-Heizung zugrunde. Diese basiert ja auf Wärmestrahlung und erwärmt nicht die Luft, sondern nur die Körper/ Gegenstände im Strahlungsbereich. Du müsstest Dich also einfach mal ein paar Minuten davor stellen, um einschätzen zu können, ob Dir warm wird. Ansonsten ist der Einsatz eines IR-Glasheizkörpers in einem Ferienhaus, das immer nur vorübergehend genutzt wird und vermutlich im Sommer und den Übergangsmonaten gänzlich ohne (Raum-)Heizung auskommt, schon einer der wenigen Anwendungsfälle, in denen man IR-Heizungen einsetzen kann. Alternativ würde ich sonst ein Klimagerät empfehlen, mit dem man auch Kühlen könnte.

Kommentiert 24, Jan 2017 von Felix (130 Punkte)
danke schon mal....bin jetzt aber irritiert , so wurde es mir nicht erklärt . Verstehe ich das richtig der Raum bleibt kalt ?  Es wird nur warm die zb 1 m vor der IR - Heizkörper sitze ?
Die Wohnung hat ca 80 qm ...ja und ab November bis ende März wird es auch in Italien  empfindlich kalt , da braucht man schon eine Heizung die die Räume heizen . Ich wurde beraten in der Wohnung ca 4000 W / so 5 bis 6 Panel in der Wohnung zu verteilen .
Kilmaananlage soll ja einen sehr hohe Energiekosten haben und die IR nicht. Die andere Wohnung heizen wir mit Pelett.
Ich war aber von der sauberen Handhabung und wie berechnet niederen Kosten begeistert .
Jetzt weiß ich nicht meine Frau ist sehr kälteempfindlich :-( unter 20 /21 grad geht da gar nichts.

Wurde ich da so schlecht beraten ?
Kommentiert 24, Jan 2017 von energie-experten.org (1,460 Punkte)
Hallo Felix, Infrarot ist halt Wärmestrahlung. Aufgrund dieses physikalischen Prinzips wird im Gegensatz zur Konvektionsheizung nicht die Luft, sondern Gegenstände erwärmt. Letztlich kommt es dann auf die Wattleistung an, "wie weit" diese Heizungen ausstrahlen. 5 bis 6 Paneele á 4000 Watt ist schon ne Hausnummer. Demnach hättest Du eine Gesamtleistung von 24000 Watt. Auf höchster Stufe mal Stundenzahl kann man sich schnell die Stromkosten ausrechnen. Wie gesagt, Du und Deine Frau müssen sicher nicht frieren, nur müsst ihr euch dazu halt im Strahlungsbereich aufhalten. In unserem Ratgeber über Infrarot-Heizkörper unter http://www.energie-experten.org/heizung/elektroheizung/elektroheizkoerper/infrarot-heizkoerper.html haben wir nochmal beschrieben, wie man die Stromkosten berechnet und warum man nicht um die Ecke heizen kann.
Kommentiert 7, Mär 2017 von Infrarotberater (140 Punkte)
Wenn eine 1000 Watt-Heizung ein 4qm-Bad nicht erwärmt, dann brauche ich mich nicht davorzustellen, um die Wärme abzuschätzen. Es gibt dafür drei Erklärungen:

1. Das Bad ist aus feuchten Wänden gebaut, die keine Strahlungswärme annehmen können
2. Das Bad ist zugig und die Luft ist kalt, so das die Wände nicht warm werden können
3. Die Infrarotheizung arbeitet in einem Temperaturbereich, der keine ausreichende Strahlungswärme erzeugt. Entweder ist dies bauart-bedingt oder - kam auch schon vor - der elektrische Anschluss war nicht entsprechend von seiner Spannungsleistung.

Im letzteren Fall muss nicht zwingend eine Glas-IR-Heizung die Lösung sein; es gibt auch andere, etwas günstigere Modelle.
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Beantwortet 7, Mär 2017 von Infrarotberater (140 Punkte)
Hallo Felix,

ich habe mir die Leistungsdaten Deiner verwendeten Marke angeschaut. Meines Erachtens ist der Wirkungsgrad bei "selbstregulierenden 75°" viel zu gering. Eine Strahlungsplatte hat bei etwa 60°C ein Gleichgewicht aus (unerwünschter und sehr geringer) Konvektion und (erwünschter) Strahlung. Danach wird es umso effizienter, je wärmer die Platte wird. Andere Platten erzeugen 95° und haben damit einen signifikant höheren Strahlungsoutput.

IR-Heizungen sollen so warm wie möglich arbeiten; Eine Selbstregulierung oder Temperaturdimmung ist nach meiner (jetzt ca. 10 jährigen) Erfahrung kontraproduktiv und am IR-Gedanken definitiv vorbeigedacht.
Kommentiert 7, Mär 2017 von energie-experten.org (1,460 Punkte)
Eine Temperaturrregelung ist immer sinnvoll. Was soll an einer Heizung gut sein, die immer 100% läuft???
Kommentiert 7, Mär 2017 von Infrarotberater (140 Punkte)
Die Heizung soll nicht "immer" bei 100% laufen. Sondern: Wenn sie läuft, dann aber bei 100%. Warum soll man eine Heizung unter 100% laufen lassen, wenn sie mit sinkender Betriebstemperatur einen überproportional geringer werdenden Wirkungsgrad aufweist? Das ist bei Strahlungsheizungen, bedingt durch die physikalischen Gesetze, der Fall.
Kommentiert 7, Jun 2017 von Pesico (400 Punkte)
Da hat Infratorberater vollkommen recht. Wenn eine Heizung verwendet wird, dann sollte sie auch bei 100% laufen. Alles andere wäre eher "Verschwendung".

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