Siegel auf Ökostrom nicht echt?

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Gefragt 26, Feb 2018 in Photovoltaik von biabia (120 Punkte)
Ich habe gerade davon gelesen, dass vermeintliche Biostromanbieter in Wahrheit gar keinen echten Ökostrom anbieten. Wenn das stimmt, wäre das fatal. Natürlich frage ich mich jetzt, wie ich mich gegen einen möglichen Betrug schützen kann. Wie erkenne ich, ob tatsächlich Ökostrom geliefert wird?

Warum gibt es noch keine einheitlich geregelten Gesetze für ein Biosiegel auf dem Strom?

Ich wäre höchst erfreut, wenn mir jemand ausführliche Informationen aller Art zukommen lassen könnte.

5 Antworten

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Beantwortet 27, Feb 2018 von Andre (4,520 Punkte)
Hallo biabia,

wenn ein Stromanbieter Ökostrom verkauft, muss der Anbieter auch nachweisen, dass er diesen Strom tatsächlich handelt.

Hiefür gibt es diverse Labels und Zertifizierungen (TÜV, Grüner Strom Label, ok-power Label, RECS), die das dann belegen.

An sich muss der Anbieter den Strom aber nicht zu 100% selbst produzieren, sondern kann diesen auch einkaufen, beispielsweise aus Nachbarländern, (Wassserkraft aus Norwegen etc.).

Außerdem gibt es noch Anbieter, die neben herkömmlichen Stromtarifen auch Ökostromtarife anbieten.

Wenn man einen solchen Anbieter wählt, ist nicht garantiert, dass dein Geld am Ende des Tages auch wieder für den Ausbau von erneuerbarer Energie genutzt wird, außer der Anbieter verpflichtet sich selbst dazu und hat das in seinen Geschäftsbedingungnen stehen.

Auf der sicheren Seite bist du allerdings, wenn du dich für einen unabhängigen Stromanbieter entscheidest, die wirklich nur Ökostrom anbieten.

Hier sind beispielsweise Polarstern, Lichtblick, Naturstrom, Greenpeace, EWS Schönau oder die Bürgerwerke zu nennen.
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Beantwortet 28, Feb 2018 von Pauker (670 Punkte)
Bearbeitet 28, Feb 2018 von Pauker

Eine berechtigte Frage. In der heutigen Zeit ist es nicht immer durchschaubar, wer dir wirklich nur Ökostrom liefert und wer auch von außerhalb einkauft. Vorsicht also wie schon gesagt bei Anbietern, die sowohl konventionellen Strom anbieten sowie Ökostrom. 

Das Problem ist, dass der Begriff Ökostrom nicht an einheitliche Regeln gebunden ist und für unterschiedliche Produkte verwendet werden darf. 

Lösung: Unabhängige Unternehmen. Ein paar wurden ja schon genannt. "Ein weiterer Aspekt könnte der Ausbau der erneuerbaren Energien sein. Es gibt Ökostromtarife, für die sauberer Strom aus einem anderen Land bezogen wird. So erhält der Kunde zwar Ökostrom, zum Vorankommen der Energiewende in Deutschland trägt das aber nicht bei." Das wäre eine weitere Lösung. Mehr dazu auf www.strom-magazin.de/info/oekostrom-zertifikate-guetesiegel/ 

Zertifikate prüfen die Zusammensetzung und Herkunft des Stroms. RECS - Renewable Energy Certificates System - ist hierbei das Bekannteste. ok-power, Grüner Strom Label, TÜV. Eco TopTen. Allen Siegeln ist gemeinsam, dass der Strom bei den zertifizierten Tarifen zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden muss. 

Informationen zu den einzelnen Labeln und ihren Unterschieden würden den Rahmen dieses Kommentars sprechen, das kannst du zB bei  http://www.oekostrompreisvergleich.org/ nachlesen. 
Da gibt es auch einen interessanten Abschnitt zu Graustrom, bei dem nicht ganz eindeutig ist, ob der Ökostrom ist oder einfach nur gepanscht.  In der Regel handelt es sich dabei um Energie, die von fossil befeuerten Kraftwerken oder von Kernkraftwerken stammen. Es wird auch Dreckstrom genannt. 

Von dem sollte man sich vor allem fernhalten. Sprich nicht nur auf den Preis achten. 
Hoffentlich war dir das ausführlich genug für einen Kommentar. Er kann aber nur Hinweise geben und nicht die eigene Recherche und Gedanken zu dem Thema ersetzen. 

Guten Tag. 

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Beantwortet 25, Apr 2018 von Marc87 (1,000 Punkte)
Ja, leider ist nicht alles Öko, wo Öko draufsteht. Aber trotzdem, um so mehr Leute sich für Ökostrom entscheiden, umso mehr müssen die Anbieter auf Ökostrom umstellen!
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Beantwortet 3, Nov 2018 von damien22 (180 Punkte)

Hallo,

ich bin auf deine Frage aufmerksam geworden und ich würde dir gerne helfen. Hast du schon an einen Wechsel gedacht? Falls ja, dann habe ich einen Vorschlag für dich.


Ich hatte dasselbe Problem, ich war bei einem Stromanbieter, der Öko-Strom angeboten hat. Doch später fand ich raus das es gar kein Öko-Strom ist. Also habe ich einen neuen Anbieter gesucht. Doch keiner passte mir. Das heißt, bis ich auf die Seite https://www.originalenergie.de/privatkunden/heizstrom/produktdetails/ geraten bin. Dort habe ich ein tolles Angebot zu einem günstigen Preis bekommen. Und was am wichtigsten war, es ist zu 100 % Öko-Strom. Besuch doch mal ihre Homepage.


Mit lieben Grüßen!

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Beantwortet 8 Feb von Doseti (580 Punkte)
Tja, da muss man echt schauen was man in so einem Fall macht. In meinem ist es so, dass ich mich auch umgesehen habe nach einem neuen Stromanbieter. Denn ich wechsele auch jedes Jahr meinen Anbieter und muss sagen, dass ich wirklich auch gutes Geld damit sparen konnte.

In meinem Fall ist es auch so, dass ich mich auch informiert habe wegen den Anbietern und da habe ich dann auch bei https://www.strompreisvergleich24.com/informationen/stromanbieterwechsel/ einige Infos gefunden zu dem Wechsel der Anbieter. Natürlich ist es auch so, dass jeder für sich entscheiden soll.

Auf jeden Fall muss man gucken, dass man sich da wirklich gut informiert denn hinter allem kann auch wirklich nichts stecken.

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