Lohnt sich eine Fassadendämmung?

+2 Punkte
Gefragt 4, Nov 2016 in Dämmung von H. Behringer (280 Punkte)
Wir kaufen ein Haus und überlegen ob wir die Fassade dämmen sollen.

Die Wand ist aus Stein und 36cm dick. Das dämmt ja sicher auch schon etwas. Oder sollten wir da nachlegen?

Und wenn ja, wie sollten wir dämmen?

3 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet 7, Nov 2016 von Carsten (820 Punkte)
ausgewählt 17, Nov 2016 von Basti
 
Beste Antwort
Auf lange Sicht lohnt sich eine Fassadendämmung auf jeden Fall.

Die wichtigsten Vorteile sind z.B. Heizkostenersparnis, Wohnklima Verbesserung, Lärmschutz und Wertsteigerung.

Wie man dämmen sollte, muss man für jedes Haus und Bewohner individuell sehen.
+1 Punkt
Beantwortet 9, Nov 2016 von Michael Kessler (620 Punkte)
Hallo!

Ganz wichtig ist es zunächst einen kleinen Irrtum aufzuklären: Eine Wand aus massivem Stein "dämmt" nicht wirklich ... der Stein (wenn massiv und schwer) leitet die Energie sehr gut und so ist die Innenseite der Mauern ähnlich kalt wie die Außenseite --> die Wand dämmt nicht!

Im Sommer nimmt die Wand allerdings viel Energie auf und so ist es im Sommer innen recht kühl.

Jetzt zur Frage: Es kommt auf einige Faktoren an (Baujahr, die anderen Bauteile des Hauses) ob sich eine Fassadendämmung  recht schnell (10-15 Jahre) oder weniger schnell (20-30 Jahre) amortisiert! Lohnen wird sie sich langfristig auf jeden Fall, wenn qualitativ hochwertig ausgeführt. Parallel sollte man sich Fenster, Dach und Heizsystem anschauen und dann entscheiden, wo man anfängt.

Wie sollte man dämmen? Damit meinen Sie sicherlich "mit welchem Dämmstoff"?

 - Wenn ein Hohlraum im Mauerwerk ist: In den allermeisten Fällen eine Einblasdämmung

- Wenn massiv: Eine Außendämmung - als Dämmstoffe kommen EPS, PUR, Mineralwolle oder auch Holzfaserdämmung in Frage - je nachdem welche Anforderungen an z.B. Schallschutz, Hitzeschutz gestellt werden und ob es eine verputze Fassade oder eine verklinkerte Fassade sein soll, oder ggfs. eine mit z.B. Holzverkleidung.

Beste Grüße!
0 Punkte
Beantwortet 12, Nov 2016 von GESBB (1,160 Punkte)

Hallo,

einen pauschalen Ratschlag, der belastbar ist, kann es hierfür nicht geben, da jedes Gebäude bzw. Bauvorhaben individuell und spezifisch ist.
Hier ist zunächst der Ist-Zustand hinreichend zu ermitteln (Tatsächlicher Energie- und Leistungsbedarf für Hzg u. WW-Bereitung).
Damit lassen sich in Verbindung mit der Energieeffizienz der Anlagentechnik der tatsächliche Energieverbrauch sowie die Verbrauchskosten vorab feststellen.
I.d.R. ist die Energieeffizienz der Anlagentechnik in Bestandsgebäuden eine Katastrophe. Häufig wird das Doppelte oder gar mehr verbraucht, als eigentlich notwendig wäre.
Diese übermäßigen Verbräuche werden, insbesondere von formularausfüllenden Energieberatern, mangelnder Wärmedämmung "zugeschoben", was häufig jedoch nicht unbedingt der Fall ist.

v.G.

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