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Neue Ölheizung gesucht?

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Bild: Berater mit Pärchen vor Ölheizung
Beratung vom Fachmann | © IWO

Anzeige: Öl, Gas oder Wärmepumpe - Welche Heizung fürs Eigenheim?

Die Suche nach dem idealen Haus ist oft schwierig und vor allem langwierig. Viele Wünsche und Anforderungen sind mit dem Traum vom eigenen Heim zu erfüllen: Es sollen sich alle Familienmitglieder wohl fühlen, die Lage muss stimmen und nicht zuletzt auch der Preis. Wer sich dann für den Kauf einer Immobilie entscheidet, hat sich das gut überlegt, geht aber auch den einen oder anderen Kompromiss ein.

Oftmals überzeugt die Lage, der Charakter des älteren Hauses wird geschätzt oder es ist einfach Liebe auf den ersten Blick. Meistens sind noch vor dem Einzug die wichtigsten Modernisierungsarbeiten zu erledigen, Fenster zu tauschen, Fassade oder Dach zu dämmen, Küche und Badezimmer zu erneuern. Die vielen Wünsche und unaufschiebbaren Notwendigkeiten müssen dabei mit den finanziellen Möglichkeiten in Einklang gebracht werden.

Sollte die Heizung noch funktionieren und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, rückt der Heizungskeller oft erst nach dem Einzug in den Fokus. Die Faustregel lautet: Ist die Heizung älter als 20 Jahre, lohnt sich der Austausch. Doch welches Heizsystem ist das Beste für das neue Zuhause? Welches ist zuverlässig, effizient und trotzdem kostengünstig umzusetzen? Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hat fünf Heizungsarten unter die Lupe genommen und miteinander verglichen.

Mit welcher Heizung fühle ich mich zu Hause? Die Wahl des richtigen Heizsystems für das neugekaufte Eigenheim ist eine wichtige Entscheidung.

Erneuern der Ölheizung lohnt sich

Die Klassiker unter den modernen Heizungen sind Gas- und Öl-Brennwertkessel. Sie nutzen den eingesetzten Brennstoff nahezu komplett aus und sind somit sehr effizient und klimafreundlich. Die Anschaffungskosten bleiben in den meisten Fällen vergleichsweise im Rahmen, da oftmals bestehende Anschlüsse weiter genutzt werden können, wenn von einem veralteten Standardkessel auf ein Brennwertgerät modernisiert wird.

Schnell sind dann bis zu 30 Prozent Energie und laufende Kosten eingespart. Und auch der ökologische Fußabdruck wird kleiner, denn die Treibhausgasemissionen sinken ebenfalls. Damit ist also nicht nur der Haushaltskasse, sondern auch dem Klima geholfen. Rund 400.000 solcher Heizkessel wurden laut Absatzstatistik der Heizungsindustrie 2015 installiert.

Berechnungen des IWO haben ergeben, dass mit ihnen jährlich etwa 800.000 Tonnen CO2 weniger anfallen als mit den ineffizienten Vorgängermodellen. Wer also im Heizungskeller des neuen Zuhauses eine ältere Ölheizung vorfindet, kann kostenbewusst auf effiziente Öl-Brennwerttechnik setzen: Der Einbau ist meist unkompliziert und schnell erledigt. Und wenn die neue Anlage läuft, wird sofort Heizöl eingespart.

Alternative Heizungen und erneuerbare Energien

Ein Umstieg auf Gas ist da schon komplizierter und das Gebäude muss ans Gasnetz angeschlossen sein. Mit dem Öltank im Keller bleibt Unabhängigkeit garantiert und auch die Grundgebühren für den Gasanschluss entfallen. Erneuerbare Energien lassen sich übrigens auch einfach mit einer Öl-Brennwertheizung kombinieren und machen sie so noch sparsamer. Egal, ob Solaranlage auf dem Dach oder Holzkaminofen im Wohnzimmer – sogenannte Öl-Hybridsysteme senken den Heizölverbrauch zusätzlich.

Übrigens nutzen überdurchschnittlich viele Ölheizer diesen Vorteil: Fast die Hälfte kombiniert Solarenergie oder Holz mit ihrer Heizung. Der eigene Tank sichert zuverlässig die Wärmeversorgung, wenn die Sonne nicht scheint oder der Kaminofen für behagliche Raumtemperaturen nicht ausreicht. Eine weitere Möglichkeit für ein warmes Eigenheim ist eine elektrische Wärmepumpe. Die entzieht mithilfe von Strom dem Grundwasser, der Luft oder dem Erdreich Wärme und leitet sie ins Heizsystem.

Wirklich effizient arbeiten Wärmepumpen allerdings nur in sehr gut gedämmten Niedrigenergiehäusern mit Wand- oder Fußbodenheizungen. Je schlechter das Gebäude gedämmt ist, desto schlechter ist auch das Verhältnis von Wärme zu eingesetzter elektrischer Energie. Und umso höher sind die laufenden Kosten der Wärmepumpe. Zudem trägt sie zum Klimaschutz nur bei, wenn sie mit Ökostrom betrieben wird.

Holz ist der Energieträger für die Pelletheizung. Kommt der Rohstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft, liefert er fast klimaneutrale Wärme. Die nachhaltig zu gewinnenden Holzmengen, sind jedoch begrenzt. Auch die höheren Feinstaubemissionen müssen bedacht werden. Außerdem müssen ein großer, gut belüfteter Raum für den Pelletvorrat vorhanden und die Lagerbedingungen absolut trocken sein. Fernwärme ist keine massentaugliche Lösung, da Anschlüsse meistens nur in städtischen Regionen vorhanden sind. Zumal ein Fernwärmenetz sich wirtschaftlich und ökologisch nur in bestimmten Fällen lohnt.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die Fernwärme mit der Wärmeerzeugung im eigenen Haus verglichen hat. So läuft zum Beispiel eine Einzelheizung in einem unsanierten Einfamilienhaus über 20 Jahre gerechnet rund 15.000 Euro günstiger als ein vergleichbarer Anschluss an ein Fernwärmenetz. Das macht monatlich über 61 Euro mehr für die Haushalte. Und bei zu geringer Anschlussdichte sind die Wärmeverluste der Verteilleitungen im Vergleich zu dezentralen Einzelheizungen unverhältnismäßig hoch mit deutlichen ökologischen Nachteilen.

Fazit für Besitzer einer Ölheizung

Anhand eines Beispielhauses hat das IWO eine Vergleichsrechnung für die Anschaffungs- und die Betriebskosten für Öl- und Gas-Brennwertheizungen, Holzpellets und Wärmepumpen aufgestellt. Berechnungsgrundlage ist ein ölbeheiztes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Fläche. Dabei zeigt sich: Die Umstellung auf ein anderes Heizsystem würde die Eigentümer deutlich mehr kosten als die Modernisierung der Ölheizung mit Brennwerttechnik.

Weitere Details zu den einzelnen Heizsystemen im Überblick gibt es hier.