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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines - Strom im Haushalt

Bild: Gasbrenner einer Gastherme
Zündstrom ist für die Gas-Heizung unverzichtbar | © Dmitry Naumov / shutterstock.com

Strom ist für die meisten von uns so selbstverständlich, dass wir uns gar nicht bewusst sind, was alles davon abhängt. Natürlich denken wir an die Elektrogeräte, die wir täglich nutzen, wie etwa den Toaster, den Fernseher, die Waschmaschine oder den Computer.

Aber auch die meisten Heizungsanlagen benötigen (Zünd-) Strom. Und schließlich braucht natürlich auch die Beleuchtung Strom. Aber Strom hat auch Sicherheitsaspekte: Eine veraltete Elektrik birgt mit zunehmendem Alter immer größere Sicherheitsrisiken und sollte erneuert werden, um mögliche Gefahrenquellen zu beseitigen.

Im Alltag werden Elektrik und Elektronik häufig verwechselt. Grundsätzlich ist die Elektrik von der Elektronik zu unterscheiden. Da eine ausführliche Erklärung des Unterschiedes hier den Rahmen sprengen würde, möchte ich hier nur eine grobe Definition der Begriffe geben:

Die Elektrik umfasst sämtliche Aspekte der Stromversorgung während die Elektronik den Aufbau und die Steuerung / Funktion elektrisch betriebener Geräte beinhaltet. Auch für die Elektronik gilt: Je älter sie ist, desto mehr Strom verbraucht sie und desto störungsanfälliger und damit risikobehafteter wird sie.

Die Haus-Elektrik

Bild: Moderner Sicherungskasten
Moderner Sicherungskasten | © Bru-nO / pixabay.com CC0

Die Haus-Elektrik ist eines der zentralen Themen des Innenausbaus eines Hauses. Wenn es darum geht Strom und Kosten zu sparen, ist ihre Erneuerung häufig eine der ersten Maßnahmen.

Unter der Haus-Elektrik versteht man sämtliche Elektroinstallationen im Haushalt auf Niederspannungsbasis. Dazu gehören die (Verlegung der) Stromleitungen, die Montage der Verteiler, Überstromschutzeinrichtungen, Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutzschalter, der Schalter, Taster und Steckdosen. 

Die Haus-Elektrik ist sicherheitsrelevant und sollte möglichst auf dem neuesten Stand der Technik sein. Es gilt Stromschläge oder sonstige durch Strom verursachte Unfälle zu vermeiden. Deshalb sollte in Altbauten und muss in Neubauten ein Elektromeister die Modernisierung bzw. Neuverlegung mindestens überwachen.

Pflicht zur Erneuerung?

In einem Altbau ist die Erneuerung der Elektrik durch den Bestandsschutz nicht zwingend vorgeschrieben. Da veraltete Elektrik aber auch immer Risiken birgt, ist es im Hinblick auf die Gebäudesicherheit sehr sinnvoll, die Elektrik von Zeit zu Zeit zu erneuern.

Das gilt vor allem für Elektroinstallationen aus der Zeit vor 1970. Haus-Leitungsnetze aus Aluminium, mit niedrigem Querschnitt oder ohne Erdungsstrang sollten z. B. unbedingt ausgetauscht werden. Sicherungskästen mit Keramiksicherungen auch.

Besitzern von Altbauten in den neuen Bundesländern ist zudem zu empfehlen, dass sie das Leitungsnetz ihres Hauses unbedingt von einem Fachmann in Augenschein nehmen lassen. Denn in der DDR wurde lange Zeit mit Sicherheitsstandards gearbeitet, die den heutigen Anforderungen nicht genügen und von denen erhebliche Gefahren ausgehen können.

Der Bestandsschutz schützt zwar vor dem Zwang zu erneuern, nicht aber vor möglichen Regressforderungen durch Geschädigte z. B. in einem Brandfall. Elektroinstallationen, die älter als 40 Jahre sind, genießen zudem keinen Bestandesschutz mehr.

Für Neubauten gelten wesentlich strengere Vorschriften. Der Stromversorger schließt das Haus nur an das Stromnetz an, wenn ein Elektromeister die Installation der Haus-Elektrik entsprechend der aktuellen Normen überwacht oder durchgeführt und abgenommen hat. Dokumentiert wird die Überwachung oder Installation durch einen Elektromeister mit dem sogenannten Fertigstellungs-Anmeldeschein.

Erneuerung und Kosten

Die Kosten für die Installation einer neuen Haus-Elektrik in einem Altbau sind davon abhängig, welche Arbeiten durchgeführt werden sollen. Für die Installation von Schaltern, Steckdosen und Leitungen, muss man inklusive des Materials und der Montage-Kosten für unser 140 Quadratmeter großes Musterhaus mit Kosten zwischen 10.500 und 13.500 Euro rechnen.

Lässt man sich ein Smart Home installieren, können die Kosten natürlich entsprechend steigen. Und auch die Installation und der Anschluss einer Photovoltaik-Anlage an den Stromkreis erhöhen die Kosten zunächst. Überträgt man die Kosten für Schalter, Steckdosen, Leitungen und Arbeitsleistung anteilig auf ein Wohnzimmer mit einer Größe von 20 bis 40 Quadratmetern, liegen diese bei 1.850 bis 3.700 Euro.

Ein Kinderzimmer mit einer Größe von 10 bis 15 Quadratmetern kostet dementsprechend zwischen 930 und 1.400 Euro. Der Quadratmeterpreis für die Installation der Elektrik kann also grob mit 90 bis 95 Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden.

Anschlusskosten für einen Neubau

Bei einem Neubau kommen zu den Kosten für Material und Installation der Elektrik noch die Verlegung des Hausanschlusses dazu. Dieser wird vom örtlichen Stromanbieter durchgeführt und beinhaltet gewöhnlich 30 Meter Leitung vom Stromnetz zum Neubau im Preis.

Die Kosten hierfür betragen inklusive Mehrwertsteuer circa. 1.140 Euro. Außerdem muss in aller Regel ein Anschluss für Baustrom gelegt werden. Die Kosten hierfür werden entweder einmalig pauschal für einen bestimmten Zeitraum erhoben (z. B. 6 Monate) oder sie werden monatlich berechnet.

Maßnahme Übliche Kosten (Material & Einbau)
Stromanschluss (Neubau) 1.140 €
Elektrik modernisieren (Altbau) 10.500 - 13.500 €
Elektrik & Beleuchtung für Wohnzimmer (20 - 40 m2) 1.850 - 3.700 €

Beleuchtung und LEDs

Bild: Dezent beleuchtetes Wohnzimmer
Modernes Beleuchtungskonzept | © Eduardo Silva / pixabay.com CC0

Heutzutage spielt Beleuchtung eine immer größere Rolle. Mit Hilfe von Beleuchtung lässt sich gleichermaßen eine angenehme Wohnatmosphäre im Wohnzimmer oder aber eine gute Ausleuchtung des Außenbereiches des Hauses schaffen.

Letztlich hat man die Qual der Wahl, welche Beleuchtung es sein soll. Um Ihnen die Entscheidung etwas zu erleichtern, wollen wir Ihnen einen groben Überblick zu diesem Thema verschaffen.

Grundsätzlich wird Beleuchtung in Innenbeleuchtung und Außenbeleuchtung unterschieden. Außerdem unterscheidet man in Deckenleuchten, Wandleuchten, Stehlampen und Tischlampen. Zudem gibt es Pendelleuchten und Strahler.

Neben dem Lampentyp spielen Sicherheitsmerkmale eine wichtige Rolle bei der Wahl der Beleuchtung: So sollte Beleuchtung, die in Kontakt mit Feuchtigkeit bzw. Nässe kommt gewisse Sicherheitsfeatures aufweisen. In diesem Zusammenhang gilt es vor allem die Informationen zur IP-Schutzart zu beachten.

Eine immer größere Rolle spielt auch der Energieverbrauch von Beleuchtung. Hier erfreuen sich LED Lampen immer größerer Beliebtheit. Im Vergleich zur alten Glühlampe verbrauchen LED Lampen 85 bis 90 Prozent weniger Strom bei vergleichbarer Helligkeit (Lumen) und auch im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln schneiden die LEDs gut ab.

Sie sind der aktuelle Stand der Technik und senken den Stromverbrauch und somit die Stromkosten merklich. Außerdem bietet der Markt auch sehr interessante Gesamtlösungen für Beleuchtungskonzepte mit LEDs, wie z. B. die Spanndecke oder die Lichtdecke.

Eine weitere Möglichkeit Stromkosten zu senken, ist die Installation eines Smart Homes. Ein Smart Home ermöglicht es, die Haustechnik mit Hilfe von Handys zentral zu steuern. So können alle Prozesse, die Strom verbrauchen kontrolliert, gesteuert und optimiert werden, sodass keine unnötigen Stromverbräuche entstehen.

Wo kann man Strom sparen?

Bild: Energiesparkühlschrank der Klasse A++
Strom sparen mit neuem Kühlschrank | © stevepb / pixabay.com CC0

Bei den heutigen Strompreisen fragt man sich zwangsläufig, wie man am sinnvollsten Strom sparen kann. Neben der Umstellung von der Glühlampe auf LED Beleuchtung sollte man sämtliche Stromverbraucher im Haushalt auf den Prüfstand stellen.

Altgeräte (10 Jahre oder älter) wie eine Gefriertruhe, ein alter Fernseher, eine Waschmaschine, ein Elektroherd, ein Computer oder Kühlschrank verbrauchen verglichen mit neuen Geräten teilweise enorme Mengen Strom. In der Erneuerung alter Haushaltsgeräte liegt also ein großes Sparpotenzial.

In der folgenden Tabelle haben wir für Sie einmal den Verbrauch einer alten Kühl-Gefrier-Kombi der Energieeffizienzklasse A mit dem Verbrauch eines Gerätes der Klasse A+++ inklusive Anschaffungspreis verglichen. Dabei wird für die Berechnung für das alte Gerät ein Jahresverbrauch von 250 kWh zugrunde gelegt. Das neue Gerät hat einen Verbrauch von circa 65 kWh pro Jahr. Der Anschaffungspreis liegt bei circa 450 Euro.

Jahr Verbrauch alte Kühl-Gefrier-Kombi Energieeffizienzklasse A Verbrauch und Anschaffung neue Kühl-Gefrier-Kombi Energieeffizienzklasse A+++
1 75 € 470 €
5 390 € 550 €
8 640 € 620 €
10 820 € 660 €

Wie man der Tabelle entnehmen kann, rechnet sich die Investition in eine neue Kühl-Gefrier-Kombi also bereits nach 7,5 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt ist die alte Kombi bereits mindestens 17,5 Jahre alt, wenn sie noch funktioniert. Denn die durchschnittliche Lebensdauer eines solchen Gerätes beträgt im Schnitt 15 Jahre. Das neue Gerät hat dann noch eine Restlebensdauer von 7,5 Jahren, in denen Sie weiteres Geld spart.

Weiteres Einsparpotenzial bietet sich bei der Benutzung, bzw. Dimensionierung von Neugeräten. Kühlschränke sollten bei 7 Grad und Gefriertruhen bei minus 18 Grad betrieben werden und gut gefüllt sein um wirtschaftlich zu Arbeiten. Übergroße Geräte in Singlehaushalten verbrauchen also nur unnötig viel Strom und wirken sich negativ auf die Stromrechnung und natürlich auch auf die Umwelt aus.

Außerdem sollten unwirtschaftliche Stromfresser wie etwa Elektro-Radiatoren oder Nachtspeicherheizungen unbedingt durch neue Heizungen ausgetauscht werden. Jeder andere Heizungstyp ist in Anschaffung und Unterhalt so preiswert, dass sich die Investition schnell rentiert

Energielabels - Kosten senken mit neuen Elektrogeräten

Bild: EU-Energielabel
EU-Energielabel | © auremar / shutterstock.com

Energielabels finden sich bereits seit vielen Jahren auf elektrischen Haushaltsgeräten. Dabei handelt es sich um das EU-Energielabel.

Das Label gibt es für eine Vielzahl an Haushaltsgeräten. Dazu gehören Waschmaschinen, Kühlschränke, Gefrierschränke, Geschirrspüler, Staubsauger und Fernseher um nur einige der gelabelten Geräte zu nennen.

Das Energielabel gibt Auskunft über den Energieverbrauch von Elektrogeräten und stuft sie in Energieeffizienzklassen von A+++ (hohe Effizienz) bis G (niedrige Effizienz) ein. Allerdings variiert die Spannweite der Effizienzklassen von Gerätetyp zu Gerätetyp.

Waschmaschinen sind z. B. nur in den Effizienzklassen A+ bis A+++ erhältlich. Geschirrspüler werden in die Klassen A+++ bis D eingestuft und Lampen in die Klassen A+++ bis E. Außerdem geben die Labels noch weitere Auskünfte über die Geräte wie z. B. den Wasserverbrauch, die Geräuschentwicklung oder die maximale Beladungskapazität einer Waschmaschine oder das Gefriervolumen einer Gefriertruhe.

Die Energielabels sind nicht unumstritten. Einer der wesentlichen Kritik-Punkte ist die Intransparenz hinsichtlich des Zustandekommens von Verbrauchswerten zur Einteilung in Effizienzklassen.

So werde der Zweck des Labels, den Verbrauchern sachdienliche Informationen zum Energieverbrauch von Produkten und somit eine Hilfe bei der Suche nach den Produkten mit dem niedrigsten Verbrauch zu liefern verfehlt. Die Diskussion hierzu ist bislang nicht abgeschlossen.