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Photovoltaik Förderung 2026: Diese Zuschüsse & Vorteile gibt es

Von Mike Kinder
Moderne PV-Anlage
Photovoltaik wird gefördert | © juliacasado1 / pixabay.com CC0

Einen direkten Bundeszuschuss für Photovoltaik-Anlagen gibt es 2026 nicht. Trotzdem wird PV auf mehreren Wegen gefördert, und in der Summe sind die Vorteile beträchtlich:

  • 0 % Mehrwertsteuer auf Anlage, Speicher und Montage
  • Keine Einkommensteuer auf Erträge kleiner Anlagen
  • Einspeisevergütung für 20 Jahre
  • Zinsgünstiger KfW-Kredit 270
  • Zuschüsse einzelner Bundesländer, Städte und Stadtwerke

Wichtig für 2026: Die Bundesregierung plant, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab 2027 schrittweise abzuschaffen. Wer seine PV-Anlage noch bis 31.12.2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die aktuellen Vergütungssätze für 20 Jahre. Hier erfahren Sie, welche Förderung Sie konkret nutzen können.

FörderungArtHöhe / Vorteil (Stand 09/2026)
Umsatzsteuer 0 %Steuervorteilca. 19 % Ersparnis auf Anlage, Speicher & Montage
EinkommensteuerbefreiungSteuervorteilsteuerfreie Erträge bis 30 kWp je Einheit
EEG-EinspeisevergütungVergütung7,70 ct/kWh (Teileinspeisung bis 10 kWp), 20 Jahre fix
KfW 270Kreditbis 100 % der Investitionskosten
Landes- & KommunalprogrammeZuschuss / Kreditz. B. Berlin SolarPLUS bis 4.750 €
BEG (KfW/BAFA)–PV und Speicher seit 2023 nicht mehr förderfähig

Inhalt


    Einspeisevergütung 2026: aktuelle Sätze

    PV-Anlage auf Haus
    Rentable Angelegenheit: Eine PV-Anlage | © congerdesign / pixabay.com CC0

    Für Strom, den Sie ins Netz einspeisen, erhalten Sie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine feste Vergütung. Sie gilt für 20 Jahre plus das Jahr der Inbetriebnahme. Maßgeblich ist der Satz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme, und er sinkt halbjährlich um 1 %, jeweils zum 1. Februar und 1. August.

    Inbetriebnahme 01.08.2026 – 31.01.2027TeileinspeisungVolleinspeisung
    bis 10 kWp7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
    10 bis 40 kWp (Anteil)6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh

    Seit 2025 zu beachten (Solarspitzengesetz): Neue Anlagen erhalten keine Vergütung in Stunden mit negativen Strompreisen. Diese Zeiten werden am Ende der 20 Jahre angehängt. Ohne intelligentes Messsystem (Smart Meter) darf die Anlage zudem höchstens 60 % ihrer Leistung einspeisen. Ein Speicher und ein hoher Eigenverbrauch werden dadurch noch wichtiger.

    Eigenverbrauch lohnt mehr als Einspeisen: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den Strompreis von rund 30–37 Cent, also etwa das Vierfache der Einspeisevergütung. Mehr dazu unter Einspeisevergütung 2026.

    Bild: Energieheld-Tipps

    Welche Förderung bei Photovoltaik am besten geeignet ist, hängt davon ab, ob und - wenn ja - welchen Effizienzhaus-Standard Sie anstreben, ob es um eine Sanierung oder einen Neubau geht und wie hoch Ihr Eigenverbrauch (voraussichtlich) sein wird. Ein Energieberater kann Ihnen bei der Auswahl der passenden Förderung helfen.

    Einspeisevergütung ab 2027: Was die EEG-Novelle plant

    Die Bundesregierung hat am 29. Juli 2026 eine Reform des EEG beschlossen, die derzeit im Bundestag beraten wird. Kernpunkt: Die feste Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen soll schrittweise auslaufen. Betreiber sollen ihren Überschussstrom künftig über einen Direktvermarkter verkaufen. Für kleine Anlagen sind eine befristete Übergangszahlung und ein Direktvermarktungsbonus vorgesehen.

    Was das für Sie bedeutet:

    • Bestehende und bis 31.12.2026 in Betrieb genommene Anlagen behalten ihre Vergütung für 20 Jahre. Sie sind nicht betroffen.
    • Ab 2027 würden neue Anlagen deutlich weniger für eingespeisten Strom erhalten. Eigenverbrauch und Speicher werden dann zum wichtigsten Faktor für die Wirtschaftlichkeit.

    Achtung: Es handelt sich um einen Gesetzentwurf. Details wie Schwellenwerte und Übergangszahlungen können sich im parlamentarischen Verfahren noch ändern. Wir aktualisieren diesen Abschnitt, sobald das Gesetz beschlossen ist.

    Tipp: Wer eine PV-Anlage plant, sollte jetzt Angebote einholen. Lieferzeiten, Netzanmeldung und Zählertausch brauchen oft mehrere Wochen.


    Photovoltaik-Anlage vom Fachmann

    Steuervorteile: die größte PV-Förderung

    Seit 1. Januar 2023 gilt für die Lieferung und Installation von PV-Anlagen auf oder nahe Wohngebäuden ein Nullsteuersatz. Das umfasst Module, Wechselrichter, Batteriespeicher und Montage. Sie sparen damit rund 19 % gegenüber dem regulären Preis, ohne Antrag und ohne Bürokratie.

    Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp pro Wohn- oder Gewerbeeinheit sind von der Einkommensteuer befreit, höchstens 100 kWp pro Person. Für die meisten Einfamilienhäuser heißt das: keine Steuererklärung für die Anlage und kein Gewerbe nötig.


    KfW-Förderung für Photovoltaik: Kredit 270

    Paar scrollt am Handy
    Kalkulieren lohnt sich: Förderung Photovoltaik der KfW | © tsyhun / shutterstock.com

    Über das Programm KfW 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ finanzieren Sie PV-Anlage und Speicher mit einem zinsgünstigen Kredit, bis zu 100 % der Investitionskosten. Einen Zuschuss oder Tilgungszuschuss gibt es nicht. Der Kredit lässt sich mit Einspeisevergütung und Landesprogrammen kombinieren, sofern deren Bedingungen es erlauben. Beantragt wird er vor Auftragsvergabe über die Hausbank.

    Nicht mehr möglich: Zwischen 2021 und 2023 konnten PV-Anlagen im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung (KfW 261) anteilig mitgefördert werden. Seit 2023 sind Anlagen, die ausschließlich Strom erzeugen, in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ausgeschlossen, und das gilt auch nach der BEG-Reform 2026.

    Photovoltaik-Anlage vom Fachmann

    Photovoltaik Förderung nach Bundesländern und Kommunen

    Handwerker installieren PV-Anlage
    Förderung gibt es auch auf Länderebene | © Altrendo Images / shutterstock.com

    Die meisten Landesprogramme für PV und Speicher sind in den vergangenen Jahren ausgelaufen. 2026 gibt es direkte Zuschüsse nur noch vereinzelt. Häufiger sind zinsgünstige Landeskredite oder Programme von Städten und Stadtwerken. Wichtig: Fast alle Programme verlangen den Antrag vor Auftragsvergabe.

    BundeslandProgramm (Stand 09/2026)
    BerlinSolarPLUS: 250 € je kWp für neue PV mit Speicher (500 bis 4.750 €), 750 € für einen neuen Zählerschrank, Zuschlag für denkmalgeschützte Gebäude. Läuft bis 31.12.2026.
    Baden-WürttembergL-Bank „Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik“: zinsgünstiges Darlehen für PV und Speicher, kein Zuschuss
    Nordrhein-Westfalenprogres.nrw: Förderung von Batteriespeichern nur im Verbund mit einer PV-Anlage
    Weitere Länderderzeit keine landesweiten Zuschüsse für private PV-Anlagen. Kommunale Programme prüfen (z. B. in Nürnberg, Stuttgart, Düsseldorf).

    Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Ihrem Stadtwerk nach. Viele lokale Programme werden kaum beworben. Mehr zu Speicherförderung finden Sie unter Stromspeicher Förderung.

    Photovoltaik-Anlage vom Fachmann

    FAQ zur Photovoltaik Förderung

    Gibt es aktuell einen staatlichen Zuschuss für Photovoltaik?


    Wird ein Stromspeicher gefördert?


    Kann ich PV über die BEG oder das BAFA fördern lassen?


    Gibt es Förderung für Balkonkraftwerke?



    Zum Autor: Mike Kinder

    Mike Kinder - Autor Energieheld

    Mike Kinder hat einen Master of Engineering im Bereich „Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen“ und ist seit 2017 in der Bau- und Sanierungsbranche tätig. Als zertifizierter Energieeffizienz-Experte für Wohngebäude setzt er sich leidenschaftlich für innovative und nachhaltige Sanierungslösungen ein.




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