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Klimafreundlich unterwegs: Welches Verkehrsmittel ist zu bevorzugen?

Klimafreundlich unterwegs: Welches Verkehrsmittel ist zu bevorzugen?
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Immer mehr Menschen in Deutschland sind nicht mehr nur an blindem Konsum interessiert, sondern legen Wert auf Nachhaltigkeit.

Dazu gehört es zu wissen, wie unter welchen Bedingungen bestimmte Produkte produziert werden und in welchem Maße die Umwelt dabei geschädigt wird. Zum eigenen ökologischen Fußabdruck gehört dabei unter anderem auch die eigene Mobilität. Dabei stellt sich die Frage: Welche Verkehrsträger schädigen die Umwelt in welchen Maße?

Flugreisen zu Recht mit schlechtem Image

Der Ruf von Flugreisen ist aus ökologischer Sicht schlecht – und das aus guten Grund: Je Fluggast und Kilometer werden etwa 380 Gramm CO2 ausgestoßen – mehr als bei jedem anderen Verkehrsträger. Ein Mittelklasse-Pkw kommt immerhin noch auf 150 g/km. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass es sich um einen Wert handelt, der für das gesamte Fahrzeug gilt. Ist der Wagen mit fünf Personen besetzt, beträgt der Ausstoß also nur noch rund 30 Gramm je Kilometer und Person. Dabei handelt es sich aber nur um den CO2-Ausstoß, der während der Fahrt anfällt. Das Problem dabei: Ein Pkw verursacht etwa 10,36 t CO2 bei der Produktion. Bei einer anzunehmenden Lebensdauer von 150.000 km je Fahrzeug entspricht dies einem zusätzlichen Ausstoß von rund 69 Gramm. Zwar muss auch ein Flugzeug aufwendig produziert werden, hier sorgt aber die lange Lebenserwartung von bis zu 25 Jahren, in dem das Flugzeug fast pausenlos im Einsatz ist, dafür, dass der CO2-Austtoß für die Produktion kaum ins Gewicht fällt.

Bahn und Reisebus besonders sauber

Die Bahnfahrt gilt mit einem durchschnittlichen Ausstoß von rund 40 Gramm des schädlichen Treibhausgases je Kilometer und Fahrgast zurecht als umweltfreundlich. Reisebusse können übrigens mit nur 30 Gramm Ausstoß je Fahrgast und Kilometer als noch umweltfreundlicher angesehen werden.

Elektroautos sparen im Vergleich zu Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, etwa 95 Prozent an CO2-Emissionen ein. Dies ist aber nur der Fall, wenn der „getankte“ Strom auch aus erneuerbaren oder klimaneutralen Energien erzeugt wird.

Mögliche Kompensation von CO2

Hier zeigt sich: Hinsichtlich der Klimabilanz ist ein voll ausgelasteter Pkw mit Verbrennungsmotor durchaus günstiger zu bewerten als häufig angenommen. Das Problem hierbei ist die in der Praxis zu geringe Auslastung. Studien zufolge ist ein Auto in Deutschland nur mit 1,2 Personen besetzt – was den relativen CO2-Ausstoß pro Person wieder erhöht. Viele Berufspendler sehen keine andere Möglichkeit als die tägliche Fahrt mit fast leerem Wagen.

Dabei muss sich der Verkehr nicht derart deutlich auf die individuelle Klimabilanz auswirken: Engagierte Unternehmen zeigen in der Transportbrache, wie es besser geht. Mittlerweile sind diese CO2-neutralen Transporte nicht mehr allzu selten, Kunden können dies häufig optional auswählen. Dabei wird der errechnete CO2-Ausstoß der Lieferung kompensiert, in dem ein Projekt zum Klimaschutz mitfinanziert wird.

Brain tree - human head

© fotolia.com / mobic

Auch für private Reisen bieten einige Portale eine solche Kompensation an – und bieten damit einen Ausgleich zum eigenen CO2-Ausstoß.

Wem also zum Beispiel die hohe CO2-Emission durch einen Portugal-Urlaub ein Dorn im Auge ist, kann (natürlich gegen eine Gebühr) den dies zum Beispiel durch die Unterstützung von Waldaufforstungsprojekten ausgleichen.

Wie sie weiterhin Energie und damit CO2 einsparen können, erfahren Sie auch bei uns im Lexikon, vor allem unter „Energiesparen„.

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."