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Wann lohnt sich der Wechsel zu Ökostromtarifen?

Wann lohnt sich der Wechsel zu Ökostromtarifen?
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Auch in diesem Jahr haben die neuen Strompreise Grund zur Diskussion geboten. Fast jeder dritte Stromanbieter zieht ab 2017 die Kosten für die Verbraucher an. Damit führt sich der Trend fort: Seit 2000 haben sich die Strompreise fast verdoppelt.

Doch einen Lichtblick gibt es hier – wer sich in der Vergangenheit für nachhaltigen Ökostrom entschieden hat, musste dafür oft tiefer in die Tasche greifen. Inzwischen haben sich diese Preise denen für Strom aus konventionellen Energiequellen angenähert. Deshalb lohnt sich in 2017 der Strompreisvergleich mehrfach: entgehen Sie den höheren Kosten, indem Sie als Neukunde bei einem anderen Anbieter Neukundenrabatte nutzen und entscheiden Sie sich dabei ohne finanzielle Einbußen für grünen Strom.

Dabei es jedoch wichtig, darauf zu achten, ob es sich dabei tatsächlich zu 100% um Ökostrom handelt. Lesen Sie weiter, warum der Ökostrom heute im Vergleich so günstig wie nie ist, wie sich die Preise in 2017 gestalten und wie Sie sicherstellen, dass Sie mit einem Stromtarifwechsel tatsächlich grüne Energiequellen unterstützen.

Darum ist konventioneller Strom nicht günstiger als grüner

Obwohl der geringe Preisunterschied im Vergleich mit Strom aus konventionellen Energiequellen viele Bürger überrascht, sind die günstigen Ökostrom-Preise nicht ungewöhnlich. Denn die Erzeuger von Atomstrom waren in den vergangenen 40 Jahren durchschnittlich auf mehr staatliche Mittel angewiesen.

Zum Teil glauben Experten sogar, dass der Strom aus Atomkraftwerken ohne diese finanzielle Unterstützung durch den Staat die teuerste Variante der Stromgewinnung wäre. Weil Maßnahmen für die Sicherheit und den Umweltschutz auch bei Kohlekraftwerken kostspielig sind, werden Ökostromanbieter auf Dauer möglicherweise zur günstigsten Alternative.

So gestalten sich die Strompreise in 2016

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Ökostrom verursacht weniger CO2-Emission und schont so das Klima und die Umwelt.
© Pakhnyushcha / shutterstock.com

Bei den verschiedensten Standorten und Verbrauchsmengen lassen sich in Deutschland für das Jahr 2017 fast ausnahmslos preiswerte Ökostromtarife finden. Auch wenn ein Strom-Discounter mit Energie aus Atom- oder Kohlekraftwerken in den Ergebnislisten häufig vorn liegt, setzen sich mehrere Ökostromanbieter bei der Suche nach dem günstigsten Anbieter für einen bestimmten Haushalt zumeist in den Top 10 fest.

Im direkten Vergleich mit dem Standardangebot des Grundversorgers, an das Verbraucher ohne einen Anbieterwechsel zunächst gebunden sind, schneiden die besten Ökostromtarife grundsätzlich besser ab. Während einige Discounter oft mit einmaligen Bonuszahlungen locken und ihre Verluste durch unverhältnismäßige Preiserhöhungen ausgleichen, bleiben die Preise für Ökostrom insgesamt konstanter. Achten Sie beim Vergleich des neuen Stromtarifs daher auf ein paar wichtige Eckpunkte. Wer nicht jährlich einen neuen Stromanbieter suchen will, erhält mit den Ökostromtarifen damit nicht nur grünen Strom sondern oft eine bequeme Lösung für die kommenden Jahre.

Daran erkennen Sie „echte“ Ökostromtarife

Weil der Begriff Ökostrom nicht verbindlich definiert ist, ist es sinnvoll vor dem Abschluss zu hinterfragen, ob der Strom tatsächlich aus erneuerbaren Energiequellen stammt und der Energieversorger regenerative Energiegewinnung nachhaltig fördert. Hierbei sind verschiedene Prüfsiegel ein hilfreicher Anhaltspunkt:

  • Der TÜV Nord vergibt das Zertifikat „Geprüfter Ökostrom“, sobald der Strom tatsächlich zu 100 % mit erneuerbaren Energien gewonnen wurde und Ihr potentieller Versorger wirklich zur Förderung von regenerativer Energiegewinnung beiträgt.
  • Für die Zertifizierung EE01, die vom TÜV Süd verliehen wird, müssen zudem 30 % der Energie aus Neuanlagen stammen. Bei der Vergabe des TÜV-Süd-Zertifikats EE02 setzt die Prüforganisation zusätzlich voraus, dass Ökostromanbieter die verkaufte Strommenge zeitgleich tatsächlich in das deutsche Stromnetz einspeisen.
  • Das Gütesiegel „OK power“ erhalten Stromanbieter ebenfalls nur für eine aktive Förderung des Ökostroms. Außerdem darf ein ausgezeichnetes Unternehmen gegenwärtig und zukünftig nicht an der Energieerzeugung in Kohle- oder Atomkraftwerken beteiligt sein.
  • Das „Grüner Strom Label“ stellt auch sicher, dass echter Ökostrom vom Anbieter bei regenerativen Kraftwerken eingekauft und nicht virtuell übertragen wurde.

Bildverzeichnis:
Titelbild: Windkraftanlage © Ezio Gutzemberg / fotolia.de

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."