Titelbild: Energieverbrauch Einfamilienhaus

Durchschnittlicher Energieverbrauch im Einfamilienhaus (EFH)

Energieverbrauch – Welche Werte sind normal?

Hier wird ein Überblick darüber gegeben, wie hoch der Energieverbrauch durch Strom und Heizung (Gas & Öl) eines durchschnittlichen Einfamilienhauses in Deutschland ist. Dabei gehen wir von einem klassischen, alleinstehenden Einfamilienhaus aus. Und zeigen den durchschnittlichen Strom-, Erdgas- und Heizölverbrauch auf, sowie den gegenwärtigen Preis der jeweiligen Ressource als Überblick.

Achtung: Hierbei handelt es sich um Richtwerte – Sie können Ihren eigenen Energieverbrauch mit dem eines Durchschnittshaushaltes vergleichen.

Welcher Energieträger interessiert Sie?

Springen Sie hier direkt zum Thema im Artikel:

  1. Durchschnittlicher Stromverbrauch
  2. Durchschnittlicher Gasverbrauch
  3. Durchschnittlicher Ölverbrauch

durchschnittlicher Stromverbrauch in Deutschland

Stromverbrauch:

Durchschnittlicher Jahresverbrauch an Strom

Angegeben wird hier der durchschnittliche, jährliche Stromverbrauch in kWh. Natürlich muss man bei dem Vergleich die Haushaltsgröße beachten. Je mehr Bewohner, desto höher „darf“ auch der Energie- und Stromverbrauch sein.

Wie viel Strom verbrauchen Sie? Ein Vergleich mit Ihrem jährlichen Energieverbrauch zeigt Ihnen, wie Sie in diesem Bereich aufgestellt sind.

Durchschnittsverbrauch an Strom

Haushaltsgröße gut, wenn: eher hoch bei:
1 Person im Haushalt 1.500 – 1.900 kWh/a über 2.300 kWh/a
2 Personen im Haushalt 2.600 – 3.300 kWh/a über 4.000 kWh/a
3 Personen im Haushalt 3.700 – 4.500 kWh/a über 5.300 kWh/a
4 Personen im Haushalt 4.600 – 5.500 kWh/a über 6.400 kWh/a
5 Personen im Haushalt 5.500 – 6.500 kWh/a über 7.300 kWh/a

(Werte schließen hier die eventuelle Nutzung von Warmwasserbereitung, Heizungspumpe und Elektroherd mit ein.)

Info: Die Kilowattstunde (kWh)

Mit einer kWh Strom können Sie beispielsweise 5 Stunden am PC arbeiten, 9 Liter Tee aufbrühen oder 50 Stunden lang eine Energiesparlampe (20 W) brennen lassen.

Strompreisentwicklung

Jahr Durchschnitts-Preis Kosten bei 5.300 kWh
2019 30,5 €-Cent / kWh 1.616,50 € / Jahr
2018 29,5 €-Cent / kWh 1.563,50 € / Jahr
2017 30,48 €-Cent / kWh 1.615,44 € / Jahr
2016 29,73 €-Cent / kWh 1.575,69 € / Jahr
2015 29,48 €-Cent / kWh 1.562,44 € / Jahr
2014 29,78 €-Cent / kWh 1.578,34 € / Jahr
2013 29,30 €-Cent / kWh 1.552,90 € / Jahr
2012 29,20 €-Cent / kWh 1.547,60 € / Jahr
2011 25,3 €-Cent / kWh 1.340,90 € / Jahr

Kosten für den jährlichen Stromverbrauch

Bei 30,5 Cent je verbrauchter kWh  (Durchschnitt 2019), entstehen bei dem beispielhaften Gesamtverbrauch von 5.300 kWh/a in diesem Jahr Stromkosten von 1.616,50 EUR.
(Quellenangaben finden Sie unten.)

Was Sie bei einem hohen Stromverbrauch tun können:

  • Der eigene Stromverbrauch lässt sich am besten durch das eigene Verhalten verringern. Eine Liste mit vielen Tipps für einen klimafreundlicheren Alltag finden Sie ganz unten auf dieser Seite.
  • Energieverbrauch und Energiekosten verringern sich durch umweltschonende Sanierungsmaßnahmen des Gebäudes.
  • Stromkosten lassen sich auch durch einen Wechsel des Stromanbieters erreichen.
    Eine Liste der besten Ökostromanbieter finden Sie hier.

Überblick Heizung – jährlicher Energieverbrauch

Ungefähr 70% des Energieverbrauches eines durchschnittlichen deutschen Einfamilienhauses entfallen auf die Heizenergie. Damit nimmt der Wärme-Energieverbrauch eine große Rolle ein, mit welcher der Stromverbrauch über Kühlschränke und Co. nicht mithalten kann.

Zwar ist eine Kilowattstunde (kWh) Strom beim Versorger teurer als eine kWh Wärmeenergie, lässt sich in kaum einem anderen Bereich mehr Energie und damit auch Kosten einsparen, als durch den Energieverbrauch beim Heizen.

Sie finden hier Informationen zum durchschnittlichen Gasverbrauch und zum durchschnittlichen Ölverbrauch.


Erdgas – Durchschnittlicher Energieverbrauch pro Jahr

➤ Durchschnittlich etwa 16 m³ bzw. 160 kWh je m² Wohnfläche im Jahr

Der aktuelle Durchschnittsverbrauch von Gas liegt in Deutschland bei 16 m³ (entspricht 160 kWh/a) pro m² Wohnfläche im Jahr. (Ohne Warmwasser durch Gas.)

Die Rechnung: Folgende Beispielrechnung zeigt den durchschnittlichen Verbrauch pro m² (laut Energieeinsparverordnung [EnEV]) der verschiedenen Gebäudearten. Ältere Hauser verbrauchen demnach im Durchschnitt mehr als neuere oder gar Passiv-Häuser. Der jeweilige Verbrauchswert (kWh/a) wird mit der Durchschnittsgröße eines Einfamilienhauses (130 m² Wohnfläche) pro Jahr multipliziert.

Letztlich erhält man so den durchschnittlichen Energiebedarf an Erdgas pro Jahr für die jeweilige Gebäudeart. (Wer umrechnen möchte: 10 kWh entsprechen auch etwa 1 m³ Erdgas)

Durchschnittlicher Energieverbrauch eines Einfamilienhauses an Gas, nach EnEV:

Gebäudeart
und Baujahr
Rechnung
(Gasbedarf * Wohnfläche)
Energiebedarf
pro Jahr 
Baujahr 1955 180 kWh * 130 m2 23.400 kWh/a
Baujahr 1975 115 kWh * 130 m2 14.950 kWh/a
Baujahr 1990 75 kWh * 130 m2 9.750 kWh/a
Passiv-Haus 15 kWh * 130 m2 1.950 kWh/a

Erklärung: Unsanierte Gebäude, z.B. aus dem Jahre 1955, haben im deutschen Durchschnitt einen Energiebedarf von 180 kWh aus Gas pro Quadratmeter. Ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmeter Wohnfläche verbraucht dann pro Jahr insgesamt 180 * 130 = 23.400 kWh.

Mit diesen Zahlen kann man sich einmal ein Bild davon machen, wie viel Energie jährlich durch das Heizen mit Gas verbraucht wird. In Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt etwa 56,5% aller Heizungen mit Gas betrieben. Gas ist damit der mit Abstand häufigste Brennstoff für Heizungen. Auf Platz Zwei, mit einem Anteil von 28,2%, liegt das Heizöl.

So errechnen Sie Ihren eigenen Gasverbrauch:

Ihren eigenen Gasverbrauch pro m² ermitteln Sie, indem Sie Ihren Jahresverbrauch durch die Anzahl an m² Ihres Hauses teilen. Den Verbrauch können Sie der letzten Abrechnung Ihres Energieversorgers entnehmen.

Zum Beispiel:
17.869 kWh (Jahresverbrauch) / 130 m² (Wohnfläche) = 137 kWh Gasverbrauch pro m² im Jahr (bzw. umgerechnet ca. 13,7 m³ Erdgas).

Kosten pro Jahr

Durchschnittlicher Preis für Gas 2019: 6,1 Cent pro kWh
(Quelle: Statistisches Bundesamt / DESTATIS)

Das bedeutet bei einem Jahresverbrauch (bzw. Bedarf) von 25.000 kWh/a und einem Gaspreis von 6,1 Cent pro kWh, entstehen 1.525 EUR Heizkosten.

Was Sie bei einem hohen Gasverbrauch tun können:

Es gibt einige kleine und große Stellschrauben, mit denen man den eigenen Gasverbrauch reduzieren kann.

Je nach Baujahr und energetischem Stand des Gebäudes wird der Gasverbrauch höher oder niedriger ausfallen. Wenn er über 100 kWh/m² liegt, sollten Sie einmal über eine Sanierung Ihres Eigenheimes nachdenken.

Das schont zum Einen die Umwelt, da weniger Gas verheizt und damit weniger CO2 emittiert wird. Zu dem wäre eine Sanierung langfristig auch für Ihre Geldbörse von Vorteil, da sich die Sanierungskosten durch das Einsparen an Heizkosten über die Zeit wieder amortisieren.

Tipps für einen geringeren Energie- und Gasverbrauch.

  1. Das eigene Heizverhalten ändern
    Nachts ist es z.B. durchaus sinnvoll die Heizung herunterzudrehen. Eine solche Nachtabsenkung kann den Energieverbrauch um etwa 5% senken. Aber auch der Gebrauch von Warmwasser kann etwas reduziert werden. z.B. indem man sich die Hände einfach mit kaltem, anstatt mit warmen Wasser wäscht oder öfter duscht anstatt zu baden, etc.
  2. Wechsel des (Ökostrom-) Anbieters
    Der Wechsel des Energieversorgers kann zwar nicht den Verbrauch selber senken, die anfallenden Energiekosten jedoch schon. Und zwar um bis zu einem Drittel. Doch auch hier sollte auf einen ökologischen Anbieter geachtet werden, diese sind häufig noch nicht einmal teurer als konventionelle Energieversorger. Beim Wechsel müssen Sie sich in der Regel nicht um viel kümmern, der neue Anbieter übernimmt die Formalitäten für Sie, der Wechselt dauert knappe 10 Minuten und kann problemlos online oder per Telefon erfolgen.
  3. Heizung korrekt einstellen lassen
    Ein so genannter „hydraulischer Abgleich“ der Heizungsanlage verbessert die Effizienz der Heizung. Dies kann den durchschnittlichen Energieverbrauch deutlich senken und ist finanziell nicht so aufwendig wie die Investition in eine neue Heizungsanlage. Der Energieverbrauch kann hiermit um etwa 5 bis 10% eingespart werden. Rechnen Sie mit Kosten von etwa 650 bis 1.250 EUR.
  4. Heizkessel modernisieren
    Mit einer modernen Heizung können Sie Ihren Energieverbrauch erheblich senken. Ein moderner Gas-Brennwertkessel benötigt etwa 20 bis 30% weniger Gas als ältere Heizungen.
    Mehr Informationen:
    Neue Gasheizung – Kosten, Förderung und Wirtschaftlichkeit


Durchschnittlicher Heizölverbrauch

Heizöl – Durchschnittlicher Energieverbrauch pro Jahr

➤ Etwa 13,6 Liter auf einen m² Wohnfläche pro Jahr

Aktueller Durchschnittsverbrauch von Heizöl liegt in Deutschland bei 13,6 Litern pro m² Wohnfläche und Jahr. (Milder Winter; Quelle: Techem-Studie, Ohne Warmwasser durch Heizöl, hier soll es ja nur um die Raumwärme gehen.)

Die folgende Beispielrechnung zeigt den durchschnittlichen Verbrauch pro m², multipliziert mit der Durchschnittsgröße eines Einfamilienhauses (140 m²) pro Jahr. (Ältere Häuser haben dabei einen höheren Verbrauch pro m² als jüngere.)

Jährlicher Energiebedarf eines Einfamilienhauses nach EnEV 2007:

Baujahr bzw. 

energetischer Standard

Rechnung:
Ölbedarf * Wohnfläche
Energiebedarf 

pro Jahr

Baujahr bis 1977 20 l * 140 m2 2.800 l/a
Baujahr bis 2002 10 l * 140 m2 1.400 l/a
KfW-Effizienzhaus 70 6 l * 140 m2 840 l/a
Passiv-Haus 1,5 l * 140 m2 210 l/a

Erklärung: Unsanierte Gebäude die vor 1977 gebaut wurden haben im deutschen Durchschnitt einen Heizölverbrauch von 20 Liter pro Quadratmeter Wohnfläche. Ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmeter Wohnfläche verbraucht so pro Jahr 20*140= 2.800 Liter.

So errechnen Sie IHREN Ölverbrauch pro m²:

Den eigenen Energieverbrauch ermitteln Sie, indem Sie Ihren eigenen Jahresverbrauch durch die Anzahl an Quadratmetern Ihres Hauses teilen.
Zum Beispiel: 2.900 l Heizöl / 160 m² = 18,13 l pro m² im Jahr.

Tipp: Falls Sie Ihr Heizöl auch zum Bereiten des Warmwasser (Dusche, etc.) benutzen, ziehen Sie vor dem Vergleich etwa 80 – 100 l pro Person im Haushalt von Ihrem Jahresölverbrauch ab. So erhalten Sie den reinen Ölverbrauch den Sie zum Heizen der Räume benötigen.

Durchschnittlicher Preis für Heizöl (Durchschnitt 2018): 69 Cent pro Liter

Dies bedeutet bei  z.B. 2.000 l * 0,69 EUR = 1.380 EUR Kosten für Heizöl im Jahr.

Was Sie gegen einen hohen Ölverbrauch tun können:

Ebenso wie bei Gas ist auch hier der eigene Ölverbrauch zum Einen von dem eigenen Verhalten und aber vor allem auch vom energetischen Standard des Gebäude abhängig.

Häuser mit älterem Baujahr „verbrauchen“ dabei mehr Energie. Vor allem, weil durch die Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster) so viel Wärme wieder verloren geht. Dämmungen und Modernisierungen helfen hier. Bei mehr Verbrauch als 10  Liter pro m² kann man durch Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen viel Geld und CO2 sparen!

  1. Das eigene Heizverhalten ändern.
    Nachts ist es durchaus möglich und sinnvoll die Heizung herunterzudrehen. Eine solche Nachtabsenkung kann den Energieverbrauch um etwa 5% senken.
  2. Heizungseinstellung
    Genau wie bei der Gasheizung können der hydraulische Abgleich für weniger Verbrauch sorgen.
  3. Effizienter Heizkessel
    Mit einer modernen Heizung können Sie Ihren Energieverbrauch deutlich senken. Ein neuer Öl-Brennwertkessel benötigen etwa 10 – bis 20% weniger Energie als ältere Heizungen.
  4. Sinnvolle Dämmungen
    Auch eine Dämmung der Fassade, auch eine günstigere Kerndämmung, wird Ihren Energieverbrauch um bis zu 20% senken. Die Kosten dafür haben sich in der Regel nach 3 – 8 Jahren wieder amortisiert. Im Dach kann man dies ebenfalls durchführen lassen und den Wärmebedarf weiterhin um bis zu 20% reduzieren.
  5. Moderne Fenster
    Bedenken Sie auch die Fenster. Sind diese zu alt, kann viel Wärme über die Fenster verloren gehen. Modernisierungen können zwischen 10 und 15% bringen.

Fazit: Energieverbrauch durch Gebäudesanierung senkbar

Den eigenen Energieverbrauch im Auge zu behalten ist wichtig, da hier jeder jährlich eine Menge Geld ausgibt und man den Überblick über das Jahr schnell mal verlieren kann.

Die Preise für die Energieversorgung sind dabei tendenziell über die letzten Jahre gestiegen. Egal ob Strom, Erdgas oder Heizöl, billiger wird es sicherlich in Zukunft nicht mehr werden.

Allerdings gibt es Alternativen zu den herkömmlichen ressourcenabhängigen Heizsystemen, wie etwa die unterstützende Wärmeerzeugung durch Solarthermie. Auch gibt es zudem noch Wege, den eigenen Energieverbrauch zu verringern. Der größte Energieverbrauch in Form von Wärmeverlusten entsteht über die Aussenhülle des Hauses, also über die Fassade (20%) und das Dach (20%). Über diese Wärmeverluste können Sie hier mehr erfahren.

einsparungen-durch-sanierung

Vorteile einer Gebäudesanierung

Der größte Hebel beim Energiesparen ist vor allem die energetische Gebäudesanierung. Mit modernen Fenstern, einer effizienten Heizung oder der sinnvollen Dämmung des Hauses, kann man zukünftig viel Geld sparen.

Ein verringerte Energieverbrauch hat gleich mehrere Vorteile:

  • Niedrigere Heizkosten
    Zunächst verringert man durch den niedrigeren Verbrauch den Bezug an Brennstoffen (Öl, Gas, Elektrizität) und damit die Heizkosten.

    Eine Sanierungsmaßnahmen kann teuer werden, nicht selten belaufen sich die Kosten auf mehrere Tausend Euro. Durch die eingesparten Heizkosten holt man diese Investitionen aber in der Regel nach einigen Jahren wieder herein und macht über die gesamte Zeit ein Plusgeschäft.
  • Höhere Wohnqualität
    Die Sanierungsmaßnahmen bringen immer eine Erhöhung der Wohnqualität mit sich. Durch dichtere Fenster und Außenwände, besser ausgesteuerte Heizungsanlagen, etc. wird das Wohlbefinden der Bewohner erhöht. Die Wände fühlen sich nicht mehr klamm und kalt an. Die Heizung reagiert schneller und gleichmäßiger im ganzen Haus.
  • Aufwertung des Hauses
    Das Geld für die Sanierungen ist in dem Haus angelegt und erhöht dessen Wert eben um die Summe des Sanierungsvolumens. Beim eventuellen Verkauf des Hauses wird dies den Wert und Preis des Gebäudes natürlich erhöhen.
  • Mehr Unabhängigkeit
    Mit einem geringeren Energieverbrauch machen Sie sich von den Energieversorgern weniger abhängig. Wenn die Preise schwanken trifft es Sie jetzt nicht mehr ganz so hart.
  • Weniger CO2-Emission
    Je weniger Brennstoffe wie Gas und Öl verheizt werden und je weniger Strom bezogen wird, desto besser für die Umwelt. Beim Verheizen entsteht CO2, was wir alle gerne vermeiden wollen. Und selbst der Bau von CO2-neutralen Ökostromanlagen, wie etwa Windkraftparks oder Wasserkraftwerken, ist ein negativer Eingriff in die Natur (wenn auch wesentlich besser als der Braunkohleabbau etc.).

Eine wirtschaftliche Betrachtung ist dabei natürlich sehr wichtig. Letztlich will man ja nicht nur Energie, sondern auch Geld sparen. Daher ist die Planung und Organisierung der Sanierung stets wichtig.

Eines noch zum Schluss:
Sein Geld auf der Bank liegen zu haben bringt meistens nichts mehr, hier frisst es die Inflation langsam weg. Stattdessen sollte es lieber in sinnvolle Investitionen getätigt werden. Eine Investition in Ihr eigenes Haus kann so eine sein.

Sie möchten Ihr Haus sanieren?

kostenlose Angebote

regionale Fachbetriebe

100% unverbindlich

Angebote einholen

Schnelle Möglichkeiten um im Alltag den Energieverbrauch zu verringern:

23 Tipps für einen klimafreundlicheren Alltag
1. Wechsel zu Ökostrom und Ökogas!
2. Auf LED-Lampen umsteigen
3. Elektrogeräte nicht im Stand-by-Modus lassen
(Generell die Stecker ganz ziehen)
4. Kurzstrecken per Fahrrad statt Auto fahren
5. Längere Strecken per Bahn statt Auto fahren
6. Private Fahrgemeinschaften aufbauen
(Auto mit Freunden teilen und finanzieren)
7. Weniger Flugreisen tätigen
(Urlaub muss nicht eine Weltreise sein)
8. Weniger Fleisch nachfragen
9. Hände mit kalten Wasser waschen
10. Elektrogeräte mit hoher Energieeffizienz kaufen
(Beim Tausch auf Effizienzklassen (A+++) achten)
11. Wasser für das Kochen vorher im Wasserkocher erhitzen
12. Dann im Kochtopf mit Deckel kochen
13. Wäsche auf niedriger Temperatur waschen
14. Kinderkleidung weitergeben und secondhand kaufen
15. Lebensmittel regional und saisonal kaufen
16. Produkte mit möglichst wenig Verpackung kaufen
17. Leitungswasser statt gekauftes Wasser aus Plastikflaschen trinken
18. Räume kurz, aber stark stoßlüften
(Fenster nicht auf kipp lassen)
19. Alte Gebäudetechnik modernisieren
(Moderne Fenster, Sinnvolle Dämmung, Effiziente Heizung, unterstützende Solaranlagen, etc.)
20. Heizungspumpe einstellen lassen
21. Duschen statt baden
22. Jute statt Plastik – Einkaufstüten selber mitbringen
23. Beim Kauf auf Ökosiegel achten
(Bio, Blauer Engel, Naturland, FSC, PEFC, etc.)

Weitere interessante Themen

Die Themen der energetischen Gebäudesanierung sind vielseitig und komplex. Sie können sich dazu auf www.energieheld.de umfassend informieren.

solarthermie

Foto: Dämmplatten

Foto: Heizkessel

Quellen:
Wir haben hier stets versucht so realistische Zahlen, wie nur möglich anzunehmen. Als Quellen für die Energiepreise dienten uns dabei: Statista.com, mwv.de, destatis.de. Vielen Dank dafür.

Bilderverzeichnis:
Titelbild: © Energieheld GmbH
Stromverbrauch: © TebNad / shutterstock.com
Gasverbrauch: © Steshkin Yevgeniy / shutterstock.com
Ölverbrauch: © Thaiview / shutterstock.com
Dämmung: © John Kasawa / shutterstock.com
Fenster: © Kostsov / shutterstock.com
Heizung: © Studio BM / shutterstock.com

Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."

Dieser Beitrag hat 29 Kommentare

  1. Michael Gräf

    Hallo Herr Kloth,
    wir planen den Einzug in eine Doppelhaushälfte dort ist angegeben Energiebedarf 12,8 kw/h (m2*a), es sind 122m2 Wohnfläche, mit welchen Heizkosten muss ich in etwa rechnen ? Irgendiwe verstehe ich das ganze niht so richtig. Mir scheint das sehr gut zu sein, oder ?

    1. Philipp Kloth

      Hallo Herr Gräf,

      wenn es sich tatsächlich um den Heizwärmebedarf in Kilowattstunden handeln sollte, dann ist das sehr wenig. Mit Gas liegen die Heizkosten etwa bei 110 Euro pro Jahr. Dazu kommen aber natürlich noch die Stromkosten und die Kosten für die Warmwasserbereitung.

      Mit besten Grüßen

  2. Pingback: Smart Home meets Sanierung. tado im Interview

  3. ildiko szajko

    Hallo Herr Kloth!
    Ich wohne ein 75qudratm mietwohnung 2.obergeschoss mit mein Mann und mit mein kind.erdgas jahresrechnung:42000kwh pro jahr.
    42000÷75=560!!kwh.nasche monat die neue uberschlag:277€ /monat.das ist moglich?????wie??

    1. Philipp Kloth

      Da dürfte wohl ein Fehler beim Ablesen des Gaszählers passiert sein. Alternativ läuft die Heizung vielleicht im Dauerbetrieb bei offenem Fenster?

  4. Pingback: Heizen – Teil 1: Was kostet die Wärme? | genughaben

  5. Walter Schaper

    Hallo, ich möchte einwerfen dass ein elektrischer Verbrauch lt. Ihren Listen deutlich überhöht erscheint. Wir haben 3.000,- Euro von unseren nicht verzinsten Bankkonten genommen und dafür konsequent Notebooktechnik, LED Beleuchtung und A(+++) Geräte gekauft. (Geschirrspüler, Waschmaschine, Wärmepumpentrockner, Gefrierschrank, Kühl-Gefrierkombination, Staubsauger, Heizungspumpe)
    Zu viert verbrauchen wir im Jahr nun 2.400 kWh Strom (inkl. elektr. Warmwasserbereitung), unter Einbeziehung einer etwas größeren PV-Anlage (ohne Speicherbatterie) sind es nur 1.200 kWh Netzbezug – im Jahr. Das ist das derzeit darstellbare Minimalverbrauch ohne nennenswerte Einschränkungen.

    1. Philipp Kloth

      Hallo Herr Schaper,
      das lässt sich über das Internet immer recht schwer beurteilen. Jeder Haushalt ist da anders aufgestellt.

      Unsere Angaben beziehen sich auf Durchschnittswerte. Alles was darüber liegt, kann als zu hoch eingeschätzt werden. Niedriger Energieverbrauch ist natürlich immer besser.

      Bedenken Sie auch, dass in vielen Haushalten das Trinkwasser elektrisch erwärmt wird und dieser Verbrauch hinzugerechnet werden muss.

      Mit besten Grüßen

      1. Walter Schaper

        Hallo Herr Kloth, die Latte hängt bei uns besonders hoch.
        Trinkwasser ist ein schlechter Begriff, Warmwasser ist aussagekräftiger. Tatsächlich ist dieser Verbrauch bei uns in den 2.400 kWh Jahresverbrauch für 4 enthalten, allerdings haben wir auf Badewannen verzichtet. Diese elektrisch zu beheizen grenzt ja auch schon an Fahrlässigkeit, auch mit WW-WP.

  6. Monika Weber

    Kapiere ich nicht so ganz. Wir leben zu zweit in einem Einfamilienhaus Baujahr 1956 mit 120 qm auf 2 Etagen (nicht wärmegedämmt). Ich habe gerade vor 30 min die jährliche Endabrechnung des Versorgers geöffnet und wollte mal im Internet schauen, was denn so der Durchschnittsverbrauch für 2 Personen ist. Wir haben zusammen ca. 2.700 KWh für das Gas zum Heizen Inklusive warmem Wasser benötigt. Wie schafft man es, das Zehnfache im Jahr zu verbrauchen? Klar haben wir nicht in allen Zimmern permanent 24 Grad, aber funk- und computergesteuerte Heizkörperventile fahren die Temperaturen dann rauf oder runter, wenn’s nötig ist. Zudem bade ich sehr gerne. Es ist mir aber rätselhaft, wie man das Zehnfache verheizen kann. Ich hatte schon letztes Jahr ein schlechtes Gewissen, weil ich das Haus nicht hässlich mit Dämmmaterial aufplustern ließ und stattdessen Putzreparaturen vornehmen ließ. Die einzige Möglichkeit, wie ich auf solche Verbrauchszahlen käme, wäre Tag und Nacht mit gekippten Fenstern in allen Zimmern 24 Grad zu halten.

    1. Philipp Kloth

      Hallo Frau Weber,

      das klingt wirklich interessant! Falls Ihre Angaben stimmen, dann hat man in diesem Fall wohl schon in den 50er Jahren besonders energieeffizient gebaut.

      Ich muss aber leider vermuten, dass da bei der Abrechnung ein Fehler passiert ist. Rechnet man den Verbrauch herunter, so müssten Sie pro Tag nur rund 8 Kilowattstunden verbraucht haben.

      Vielleicht könnten Sie uns ja eine Kopie der Abrechnung zukommen lassen – das Ganze klingt zu schön um wahr zu sein.

      Mit freundlichen Grüßen
      Philipp Kloth von energieheld

    2. Vulture

      Ich vermute, man hat die Umrechnung von m3 in kWh vergessen

  7. Harry

    Vielleicht habe ich es ja überlesen, trotzdem: Ist in den obigen Durchschnittswerten für den Energiebedarf für das Heizen das Warmwasser schon enthalten, oder geht das extra?

    1. Stephan Günther

      Hallo Harry, vielen Dank für Ihren Beitrag.
      Vielleicht geht es etwas unter bei den ganzen Zahlen, die Rechnungen sind OHNE Warmwasserbereitung erstellt (sowohl bei Gas, als auch bei Öl). Wir versuchen hier einen Durchschnittswert pro Quadratmeter der Wohnfläche zu finden. Daher ist der Energieverbrauch für Duschen etc. extra zu beachten.

      Als Richtwert für das Warmwasser:
      Man kann davon ausgehen, dass pro Person für Warmwasser im Jahr etwa 800 bis 1.000 kWh Energie zusätzlich nötig sind. (Das sind in etwa 80 bis 100 m³ Gas oder 80 bis 100 Liter Heizöl.)
      Ich hoffe ich konnte Ihnen damit weiter helfen.

      Beste Grüße,
      Stephan Günther von energieheld

  8. Pingback: Dem elektronischen Fingerabdruck auf der Spur » Land der Erfinder - Das Blogzine über Erfindungen, Ideen und Innovationen aus Österreich

  9. möller

    ich frage mich warum die deutschen wdv-systeme per gesetz für holzhäuser in den usa verboten wurden muss man sich mal angucken was dämmung so alles anrichten kann am haus und wie styrophor gedämmte häuser abbrennen da staunt sogar die feuerwehr

    1. Stephan Günther

      Hallo Herr Möller, vielen Dank für Ihren Hinweis.
      Auch in Deutschland sollte man Styropor WDV-Systeme nicht auf Holzhäusern / Fachwerkhäusern anbringen, da das Material verhindert, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft oder Baufeuchte aus dem Holzständerwerk entweichen kann. Hier sind diffusionsoffene Baustoffe wie etwa Holzfaser die bessere Wahl. Eine gute Beratung ist bei jeder Dämmmaßnahme unbedingt zu empfehlen.
      Zum Brandschutz: Brennende Styroporfassaden sind in der Tat ein schwieriges Thema und auch wir stehen dem Material kritisch gegenüber. Nach geltenden Gesetz sind diese aber weiterhin zulässig. Eine Alternative die nur geringfügig teurer ist und das Problem verhindert, wäre Mineralwolle.

  10. Pingback: Können Stromzähler spielerisch attraktiver und der Verbrauch vergleichbarer werden? | News :: Phil – Photovoltaik Wirtschaftlichkeitsanalyse von Solaranlagen

  11. Pingback: Können Stromzähler spielerisch attraktiver und der Verbrauch vergleichbarer werden? - Energieblog energynet

  12. Pingback: Ist Hartz IV zu niedrig? - Seite 106

  13. Pingback: Winter-Checkliste für Hausbesitzer | energieheld

  14. Pingback: Energie sparen in den eigenen vier Wänden | daseigenehaus

  15. Pingback: EEG-Umlage steigt auf 6,24 Cent an

  16. Pingback: Verbrauch Strom 2 Personen | Discount Suche

  17. Pingback: Das Passivhaus - eine ökologische Alternative

  18. weber, jörg

    warum muß man unbedingt in deutschland mit allem an erster stelle liegen
    betracher man die vollbiologischen klärgruben für dezentrale häuser
    ist das nur eine geldschneiderei oder warum müssen wir da strom verbrauchen in anderne eu ländern kommt die sch…e auch direkt in die flüsse oder badestrände

  19. Pingback: kWh - Was kann man mit einer Kilowattstunde machen?

  20. eozwei

    Sehr guter, inhaltsstarker und dadurch für jede und jeden hilfreicher Artikel.
    Vor allem die expliziten Angaben zu Strom-, Gas- und Ölverbräuchen und damit den entstehenden Kosten ist für die Verbraucher sehr nutzbringend.

    Dazu gibt es auch richtig aussagekräftige Grafiken, die Veranschaulichung unterstützen würden:

    Beispielsweise …
    http://www.stadt-wien.at/uploads/pics/diagramm_heizkosten.gif

    Da wir eine Vernetzung von ähnlichen Interessen und Aktiven als sehr sinnvoll ansehen, lassen wir hier unseren Link, damit Sie und auch alle anderen uns auch finden: http://eozwei.wordpress.com und bald auch unter: http://www.eo2.de.

    Viele Grüße, Nils für eo2

    1. Stephan

      DANKE erstmal für das liebe Feedback. Sowas hören wir immer gerne.
      Infografiken sind in Arbeit – auch zu diesem Thema. Bei uns sieht das dann bald so aus:
      http://www.energieheld.de/blog/energiepreisentwicklung/
      Informativ und interessant!

      Viele Grüße zurück,
      auch vom ganzen energieheld-Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.