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Neue Heizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines über Gasheizungen

Bild: Katze liegt auf Heizkörper
Allseits beliebt - die Gasheizung | © Goergl / pixabay.com CC0

Moderne Gasheizungen erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Zum einen sind sie im Vergleich mit anderen Heizungen preiswert, zum anderen gelten sie wegen ihrer effizienten Funktionsweise als umweltfreundlich.

Deshalb ersetzen sie auch immer häufiger Ölheizungen. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen Gasheizungen mit Konstanttemperaturtechnik, Niedertemperaturtechnik und Brennwerttechnik.

Gas-Brennwertkessel nutzen die Abwärme der Abgase und erreichen so Wirkungsgrade von über 100 Prozent. Gasheizungen, die mit einem Niedertemperaturkessel ausgestattet sind, erreichen lediglich Wirkungsgrade von 86 Prozent. Sie dürfen nicht mehr produziert werden und werden daher fast nur noch als Gas-Etagenheizung verbaut. Der Einbau von Konstattemperaturkesseln ist dagegen wegen ihrer ineffizienten Funktionsweise inzwischen nicht mehr erlaubt.

Eine weitere Variante der Gasheizung ist die Gas-Etagenheizung. Etagenheizungen gewinnen die Wärme nicht zentral, sondern erzeugen diese gezielt auf einer Wohnetage oder in einem Raum. Zumeist kommen hier Gas-Kombithermen zum Einsatz, die zum einen Warmwasser aufbereiten und zum anderen Heizwasser für den Heizkreislauf erzeugen.

Mehr Informationen zur Etagenheizung finden Sie hier. Denjenigen, die im Rahmen einer Altbausanierung eine Gasheizung einbauen wollen ist zu empfehlen, über die Anschaffung einer Dachheizzentrale nachzudenken. Sie ist meist die einfachste und kostenünstigste Variante. Außerdem lässt sie sich wegen der kurzen Leitungswege besonders gut mit einer Solarthermie-Anlage kombinieren.

Kosten der Gasheizung

Bild: Gastherme an Wand
Ein Gas-Brennwertgerät von Buderus | © Buderus

Die Kosten für eine Gasheizung teilen sich in drei Bereiche auf. Zunächst sind da die Anschaffungs-Kosten für den Heizkessel. Dazu kommen die Montage-Kosten sowie Kosten für das Zubehör und den Gasanschluss sofern dieser nicht schon vorhanden ist.

Und schließlich sind da die laufenden Kosten. Sie setzen sich aus den Kosten für Brennstoff, Wartung, Ersatzteilen und dem Schornsteinfeger zusammen. Gasheizungen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, die sich unter anderem in ihrer Ausstattung und in ihren Wirkungsgraden unterscheiden.

Was nun letztendlich die Anschaffung einer Gasheizung kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben den variierenden Anschaffungskosten müssen Sie zusätzlich die Installationskosten und die Materialkosten einkalkulieren. Zudem muss geguckt werden, ob ein Gasanschluss vorhanden ist oder nicht.

Gibt es keinen Gasanschluss, dann muss dieser von einem Fachbetrieb angelegt werden. Hier belaufen sich die Kosten auf rund 1.500 bis 2.500 Euro. Die Kosten für eine neue Gasheizung mit Brennwerttechnik liegen inklusive Montage bei ca. 4.000 bis 9.500 Euro. Zubehör und Hydraulischer Abgleich schlagen mit weiteren 1.450 bis 3.700 Euro zu Buche. Eine Gasheizung ohne Installation und weiteres Zubehör kostet hingegen 3.000 bis 6.500 Euro.

Neue Gasheizung Kosten insgesamt
Inklusive Montage, Zubehör, hydraulischem Abgleich und Gasanschluss 7.000 - 15.700 €

Laufende Kosten

Um den jährlichen Gasverbrauch errechnen zu können, multiplizieren Sie den Preis für eine Kilowattstunde Gas mit dem Wärmebedarf. Eine 75 Quadratmeter große Wohnung mit einem Zweipersonenhaushalt hat einen jährlichen Wärmebedarf von ca. 13.500 Kilowattstunden. Dies entspricht etwa 500 bis 800 Euro an jährlichen Gaskosten.

Für ein freistehendes Einfamilienhaus mit einem Vierpersonenhaushalt, 140 Quadratmetern und einem Wärmebedarf von 35.000 Kilowattstunden belaufen sich die Kosten auf circa 2.300 Euro. Neben dem Gas verbraucht die Heizung aber auch Strom, da dieser für den Betrieb benötigt wird. Der Strom wird unter anderem für die Steuerung und für die Umwälzpumpe genutzt.

Moderne Umwälzpumpen (sieben Watt) benötigen nur sehr wenig Strom, sodass Sie mit jährlichen Stromkosten von ca. 20 Euro rechnen können. Die Gasheizung muss zudem gewartet und von einem Schornsteinfeger kontrolliert werden. Hier fallen zusätzliche Kosten für Sie an. Eine detaillierte Übersicht zu den laufenden Kosten finden Sie hier.

Ausgabe Kosten Wohnung (75 m²) Kosten Einfamilienhaus (120 m²)
jährlicher Gasverbauch 500 - 800 € (13.550 kWh) ca. 2.300 € (35.000 kWh)
Stromkosten ca. 20 € ca. 20 €
Wartung 150 - 250 € 150 - 250 €
Schornsteinfeger ca. 45 € ca. 45 €
Laufende Kosten (gesamt) 715 - 1.115 € 2.515 - 2.615 €

Gas als Brennstoff

Bild: Gasherd Brenner in Betrieb
Erdgas im Haushalt | © PublicDomainPictures / pixabay.com CC0

Laut dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks setzen in Deutschland knapp 13 Millionen Haushalte auf die Gasheizung (Stand 2016). Somit ist Gas der beliebteste und am häufigste verwendete Brennstoff in Deutschland.

Doch ist Gas nicht gleich Gas. Auch hier gibt es verschiedene Arten, die sich hauptsächlich durch ihre Gewinnung, ihren Brennwert und ihre Kosten unterscheiden.

Dazu zählen unter anderem Flüssiggas, Biogas und Erdgas. Vor allem letzteres kommt vielerorts zum Einsatz, da dieses zum einen sehr günstig ist und zum anderen deutlich weniger Kohlenstoffdioxid bei der Verbrennung ausstößt als Öl. Durch seine effiziente Verbrennung gilt es somit als umweltfreundlich.

Welche Heizung ist die Richtige?

Bild: Gas-Brennwertkessel im Keller
Eine Gasheizung im Keller | © Buderus

Wer für sein Eigenheim eine neue Heizung braucht, stellt sich früher oder später die Frage nach der Wahl der richtigen Heizung. Die "eine", richtige Antwort auf die Frage gibt es allerdings nicht. Letztlich ist die Auswahl der passenden Heizung immer von verschiedenen Faktoren abhängig.

Neben der Dämmung der Immobilie spielen hier auch die gesetzlichen Vorschriften eine wichtige Rolle. Diese unterscheiden sich für Altbauten und Neubauten.

Altbauten

In Altbauten müssen alte Gasheizungen und Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind laut gesetzlicher Vorschrift durch eine neue Heizung ersetzt werden. Aber auch wer in einem Altbau wohnt und eine neue Heizung braucht, weil die alte Heizung kaputt ist, oder einen Altbau besitzt und dessen Sanierung plant, der kommt unweigerlich an den Punkt, an dem er sich entscheiden muss, welche Heizung eingebaut werden soll.

Für ungedämmte oder schlecht gedämmte Altbauten sind z. B. Holzheizungen jeder Art besonders geeignet, da sie unter Volllast am effizientesten arbeiten. Für gut gedämmte Bauten sind sie jedoch meist überdimensioniert. Für den wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe dagegen lassen sich Altbauten meistens nicht gut genug dämmen. Ist der Altbau bereits einigermassen gedämmt, bzw. ist eine Dämmung geplant, dann empfiehlt sich in aller Regel eine Gas-Heizung.

Die Gas-Brennwertheizung ist der neueste Stand der Technik und ermöglicht gegenüber alten Öl-Heizungen oder Gas-Heizungen bei den Betriebskosten Einsparungen bis zu 30%. Das liegt vor allem an ihrer effizienten und vergleichsweise sauberen Arbeitsweise. Und auch in der Anschaffung ist die Gas-Heizung preiswerter als eine vergleichbare Öl-Heizung. Außerdem dürfte Gas als Brennstoff mittelfristig und langfristig billiger sein als Öl.

Daher ist eine Gas-Brennwertheizung einer Öl-Heizung immer vorzuziehen, sofern ein Gas-Anschluss vorhanden ist, oder das Gasleitungsnetz nahe genug liegt, um einen Gasanschluss legen zu lassen. Alternativ zum Gasanschluss kann man auch über die Anschaffung eines Gastanks nachdenken und sich das Gas dann per Tankwagen liefern lassen.

Neubauten

Für Neubauten herrschen hinsichtlich der Wahl der Heizung strengere Regeln in Form der Energieeinsparverordnung 2016 (EnEV2016). Dieses Gesetz schreibt vor, dass der Jahres-Primärenergiebedarf (=CO2-Austoss) von Neubauten einen bestimmten Wert nicht übersteigen darf.

Dieser Wert ist mit einer Gas-Brennwertheizung gewöhnlich nicht mehr einzuhalten, wenn das Haus nicht extrem gut gedämmt wird. Man braucht also zusätzlich eine Heizung, die auf der Basis regenerativer Energieträger arbeitet als Ergänzung. Mit ihrer Hilfe kann man den Gas-Verbrauch soweit senken, dass der Grenzwert eingehalten werden kann.

Theoretisch werden diese Anforderung von Pelletheizungen, Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen erfüllt. In der Praxis sind Pelletheizungen für einen Neubau jedoch meist überdimensioniert, da Neubauten gut gedämmt sind und Pelletheizungen unter Volllast laufen sollten um wirtschaftlich betrieben werden zu können. Eine Kombination mit einer Gasheizung ist vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll.

Und auch eine Kombination aus Wärmepumpe und Gasheizung ist nicht zu empfehlen, da die Wärmepumpe in einem Neubau für gewöhnlich vollkommen ausreicht, um den Wärmebedarf wirtschaftlich zu decken. Wer sich also unbedingt eine Gasheizung anschaffen möchte, der sollte diese mit einer Solarthermie-Anlage kombinieren. Diese Variante ist im Vergleich mit den anderen Heizungstypen auch mit am rentabelsten. Details dazu können sie der Tabelle unten entnehmen. Dargestellt sind die Gesamt-Kosten (Anschaffung und Betriebskosten) abzüglich möglicher Förderungen.

Jahr Gesamt-Kosten Gas-Brennwertheizung+Solarthermie Heizungsunterstützend (Anschaffung und Betrieb) Gesamt-Kosten Sole-Wasser-Wärmepumpe (Anschaffung und Betrieb) Gesamtkosten Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Anschaffung und Betrieb) Gesamtkosten Pelletheizung (Anschaffung und Betrieb)
1 15.000 € 22.000 € 27.000 € 18.500 €
5 23.000 € 28.000 € 33.500 € 27.000 €
10 34.000 € 38.000 € 43.000 € 39.000 €
15 47.000 € 49.000 € 54.000 € 53.000 €
20 62.500 € 61.000 € 66.000 € 69.000 €
25 80.000 € 76.000 € 81.000 € 88.000 €

Vorteile und Nachteile einer Gasheizung

Zu den Vorteilen einer Gasheizung gehören mit Sicherheit die niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten. Zudem verbrennt Gas vergleichsweise sauber. Außerdem ist die Versorgung, sofern Sie über einen Anschluss an das örtliche Gasnetz verfügen, unproblematisch. Und zu guter Letzt kann man für eine Gasheizung eine Förderung bekommen.

Trotz der zahlreichen Vorteile, die die Gasheizung bietet, sollte man die Nachteile nicht außer Acht lassen. Zunächst ist ein Gasanschluss die Grundvorraussetzung für die Inbetriebnahme einer Gasheizung. Dieser ist aber nicht überall verfügbar. Und da, wo er verfügbar ist, kann er sehr teuer werden, je nachdem, wie weit das Eigenheim vom örtlichen Gasnetz entfernt ist. Alternativ kann man zwar einen Gas-Tank anschaffen. Dieser kostet aber zwischen 2.000 und 4.000 Euro extra.

Außerdem ist Gas ein fossiler Brennstoff dessen Vorräte endlich sind. Dadurch wird der Preis für Gas langfristig steigen. Die Gasheizung hat also nicht nur Vorteile und letztlich müssen die Vorteile und Nachteile gegeneinander abgewogen werden.

Vorteile Nachteile
günstige Anschaffungskosten / Betriebskosten Gasanschluss notwendig
geringe Abgasbelastung steigende Gaspreise
konstante und zuverlässige Versorgung Gas ist ein fossiler Brennstoff
Mögliche Förderung durch die KfW -

Eine Gasheizung kaufen

Bild: Gas-Brennwertkessel in Küche
So könnte Ihre Küche aussehen | © Buderus

Wichtige Voraussetzung für die Montage einer Gasheizung ist ein Gasanschluss. Sowohl das Verlegen eines Gasanschlusses als auch die Montage einer Gasheizung muss von einem Fachbetrieb ausgeführt werden. Denn nur dieser kann Ihnen die nötige Funktionalität sowie Sicherheit Ihrer Anlage garantieren.

Und genau aus diesem Grund kann von einem Internetkauf nur abgeraten werden, egal wie verlockend das Angebot sein mag. Das Gleiche gilt für gebrauchte Anlagen, da diese zumeist nicht den heutigen Standards entsprechen und keine Herstellergarantie gewährleistet ist.

Staatliche Förderung

Um eine Förderung für eine Gasheizung zu erhalten, stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Sowohl bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kann man eine Förderung für eine Gasheizung beantragen.

Die KfW erstattet Ihnen im Rahmen des Förderprogramms 430 bis 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Diese sind jedoch mit maximal 7.500 Euro gedeckelt. Vorraussetzung ist ein hydraulischer Abgleich sowie die Installation eines Brennwertkessels.

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie ebenfalls eine Förderung beantragen. Allerdings erhalten Sie diese Förderung erst, wenn Sie Ihre neue Gasheizung mit einer Solarthermie-Anlage kombinieren. Die Mindestförderung hierfür liegt derzeit bei 500 Euro. Eine Förderung durch beide Institutionen ist allerdings nicht möglich.

Unabhängig davon, für welchen Weg Sie sich entscheiden, müssen die Förderanträge zwingend vor Baubeginn gestellt werden. Dabei gilt bei der KfW der Beginn der Bauarbeiten vor Ort als Baubeginn. Beim BAFA gilt bereits die vertragliche Auftragsvergabe als Baubeginn. Stellen Sie den Förderantrag nicht vorher, ist eine Förderung ausgeschlossen.

Anbieter Programm Förderung
KfW KfW 430
15 % der förderfähigen Kosten (max. 
7.500 )
BAFA BAFA-Kesseltauschbonus mindestens 500 €

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Bild: Grafische Darstellung der Amortisation eines Gas-Brennwertkessels
Die Gasheizung amortisiert sich | © geralt / pixabay.com CC0

Ob und wann sich die Investition in eine Gasheizung amortisiert, entscheiden neben den Anschaffungskosten die laufenden Betriebskosten. Der Eigenverbrauch an Gas macht hierbei den größten Anteil aus.

Er hängt von der gewählten Technik sowie vom Wärme- und Warmwasserbedarf ab. So verbraucht beispielsweise ein Gas-Brennwertkessel fast zehn Prozent weniger als ein Gas-Niedertemperaturkessel.

Da die Gaspreise stetigen Preisschwankungen unterliegen, ist es jedoch schwierig zu sagen, wann genau sich die Investitionskosten einer neuen Gasheizung amortisieren werden. In der Regel sollte sich die Anschaffung eines neuen Gasbrennwertkessels nach etwa sieben Jahren rentieren.

Hinzu kommt, dass die Lebenserwartung einer Gasheizung im Schnitt bei 20 bis 25 Jahren liegt, sodass Sie etwa 10 bis 15 Jahre lang Heizkosten sparen. Und auch ökologisch betrachtet kann die Gasheizung überzeugen, da die Brennwerttechnik mit weniger Brennstoff (Gas) auskommt und somit auch weniger Kohlenstoffdioxid ausstößt.