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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zu Wärmepumpen

Wärmepumpen gibt es in zahlreichen Varianten, die unterschiedliche Ressourcen zur Wärmegewinnung nutzen. Demnach stellen sie auch unterschiedliche Anforderungen an den Standort. Je nach örtlichen (z. B. Bodenbeschaffenheit) und baulichen Gegebenheiten (Größe des Gebäudes, Dämmzustand usw.) können die Kosten für Wärmepumpen stark variieren.

Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind teurer, da für sie aufwendige Bohrungen bzw. Erdarbeiten durchgeführt werden müssen. Bohrungen für Erdsonden und Brunnen benötigen zudem eine Genehmigung. Die Installation von Luft-Wasser-Wärmepumpen und Luft-Luft-Wärmepumpen ist weniger aufwendig und daher auch günstiger.

Bild: Energieheld Tipp

Die teilweise hohen Anschaffungskosten werden bei einer Wärmepumpe schnell durch die niedrigen laufenden Kosten und die hohe staatliche Förderung ausgeglichen. Dadurch ist eine Wärmepumpe inzwischen billiger als eine konventionelle Öl- oder Gasheizung, die nach Gebäudeenergiegesetz (GEG, vormals EnEV) mit einer Solarthermie-Anlage (oder einer anderen Heizung auf Basis erneuerbarer Energien) kombiniert werden muss.

Schnell erklärt: Die Wärmepumpe im Überblick

In diesem Energieheld-Whiteboard geben wir einen Überblick über die wichtigsten Informationen zur Wärmepumpe. Die Angaben zu den Kosten sind stets nur ungefähre Näherungswerte und sollen lediglich als grobe Richtwerte dienen.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich im Januar 2021 geändert. Alle Veränderungen im Überblick finden Sie hier.

Quelle: © Energieheld / youtube.com

Preis-Vergleich für Wärmepumpen

Bild: Preise für Wärmepumpen im Vergleich
Wärmepumpen sind dank Förderung erschwinglich | © STIEBEL ELTRON

Die folgende Kosten-Übersicht ermöglicht Ihnen einen Überblick über die Preisunterschiede der Wärmepumpen. Bei den aufgelisteten Kosten handelt es sich um Durchschnittswerte inklusive Einbau.

Fallen umfangreiche Erdarbeiten oder Bohrungen an, dann sind diese im Neubau tendenziell günstiger, weil die Maschinen häufig ohnehin vor Ort sind und noch keine Bebauung im Weg steht. Das wird aber alles schon im Vorfeld der Bauarbeiten geklärt.

Wie wir in einem späteren Abschnitt noch zeigen werden, gehen von diesen Kosten noch einmal 35 Prozent der Investitionskosten durch staatliche Förderung ab, was die Anschaffung noch weiter vergünstigt. Die genauen Konditionen sollten Sie jedoch vorab überprüfen, damit Sie auch tatsächlich eine Förderun erhalten. Sollten ie Fragen hierzu haben, nutzen Sie unser Kontaktformular. Unsere Berater helfen Ihnen gerne.

Wärmepumpen Grundgerät Installation + Zubehör Kosten inkl. Einbau Gesamtkosten inkl.  Förderung
Erd-Wärmepumpe mit Erdsonden 9.000 - 15.000 € 9.000 - 17.500 € ca. 25.000 € ca. 16.250 €*
Erd-Wärmepumpe mit ErdWärmekollektoren 9.000 - 15.000 € 4.500 - 9.000 € ca. 18.000 € ca. 11.700 €*
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 8.000 - 12.000 € 15.000 - 18.000 € ca. 30.000 € ca. 19.500 €*
Luft-Wasser-Wärmepumpe innen 10.000 - 12.000 € 2.000 - 4.000 € ca. 15.000 € ca. 9.750  €*
Luft-Wasser-Wärmepumpe außen 10.000 - 13.000 € 2.000 - 4.000 € ca. 15.000 € ca. 10.100 €*
Luft-Luft-Wärmepumpe* 7.000 - 8.000 € 6.000 € ca. 15.000 € ca. 12.000 €*

* BAFA-Förderung nach „Bundesförderung für effiziente Gebäude” BEG (mindestens 35 % Basisförderung)

Erd-Wärmepumpe mit Erdsonde

Die Kosten einer Sole-Wasser-Wärmepumpe variieren je nach Bauart. Neben dem Grundgerät (ca. 8.000 bis 15.000 Euro) und den Kosten für Installation und Zubehör (3.000 bis 5.500 Euro) fällt hier vor allem die Erschließung der Wärmequelle ins Gewicht. Für die Erschließung der Erdwärme mit einer Erdsonde entstehen aufgrund der Bohrung und Gebühren für die Genehmigung Kosten von ca. 6.000 bis 12.000 Euro. Insgesamt ist also mit Kosten von 25.000 Euro zu rechnen (ohne Förderung).

Erd-Wärmepumpe mit Flächenkollektor / Erdwärmekörben

Die Erschließung der Erdwärme mit Erdwärmekörben oder Flächenkollektoren kostet dagegen nur ca. 3.000 bis 6.000 Euro. Somit wirken die Erdwärmekörbe bzw. die Flächenkollektoren billiger als die Variante mit Erdsonde. Allerdings dürfen Erdwärmekörbe / Flächenkollektoren nicht überbaut werden. Das bedeutet, dass man ein relativ großes Grundstück benötigt, um diese verlegen zu können - und das kostet je nach Wohnlage auch recht viel Geld. Bezieht man diese Variable nicht in die Rechnung mit ein, kann man mit Kosten von ca. 18.000 Euro kalkulieren (ohne Förderung).

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Die Kosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe entstehen durch das Grundgerät (ca. 8.000 bis 12.000 Euro), die Installation samt Zubehör (zusammen ca. 6.000 Euro) und die Erschließung der Wärmequelle sowie die dazugehörigen Genehmigungsgebühren. Die Kosten dafür liegen bei ca. 4.500 bis 5.500 Euro pro 15 Meter Bohrtiefe - durchschnittlich 9.000 bis 11.000 Euro. Je nach Bohrtiefe liegt der Gesamtbetrag für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe also bei ca. 30.000 Euro (ohne Förderung).

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Kosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe sind ebenfalls abhängig von der Bauart: Außen aufgestellte Geräte kosten ca. 10.000 bis 13.000 Euro. Für eine Innenaufstellung entstehen Kosten von ca. 10.000 bis 12.000 Euro. Die Installation und das Zubehör schlagen mit weiteren 2.000 Euro zu Buche. Insgesamt liegen die Kosten also bei ca. 15.000 Euro (ohne Förderung).

Luft-Luft-Wärmepumpe

Die Kosten für eine Luft-Luft-Wärmepumpe ergeben sich aus dem Grundgerät (ca. 7.000 Euro) und der dazugehörigen Lüftungsanlage (ca. 3.000 Euro). Außerdem entstehen Kosten durch die Installation und weiteres Zubehör (ca. 3.000 Euro). Insgesamt ist also mit Kosten von ca. 15.000 Euro zu rechnen (ohne Förderung).

Laufende Kosten einer Wärmepumpe

Bild: Kosten einer Wärmepumpe
Wärmepumpen: geringe Strom-Kosten | © geralt / pixabay.com CC0

Wärmepumpen zeichnen sich im Vergleich zu anderen Heizungen durch geringe Heizkosten aus. Wie diese konkret ausfallen, hängt besonders vom Wärmebedarf des Hauses und der Effizienz der Wärmepumpe ab (hohe Jahresarbeitszahl = hohe Effizienz).

Teilt man den Wärmebedarf durch die Jahresarbeitszahl (JAZ), dann erhält man den groben Strombedarf der Wärmepumpe. Bei 10.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer JAZ von 4,5 sollten Sie also ungefähr von ca. 2.300 Kilowattstunden Strom pro Jahr ausgehen. Zum Betrieb können Sie den etwas günstigeren Wärmepumpenstrom-Tarif nutzen (0,21 Euro/kWh).

Ganz realistisch sollten Sie im Altbau für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern und einem 4-Personen-Haushalt mit einem Wärmebedarf von ca. 28.000 Kilowattstunden und im Neubau mit etwa 7.200 Kilowattstunden rechnen. Daher sind Wärmepumpen in gänzlich ungedämmten Altbauten nicht ohne Weiteres zu empfehlen. Dazu kommt dann noch die jährliche Wartung, die aber durch den Wegfall das Schornsteinfegers meist nur im Bereich von 50 Euro liegt.

Wärmepumpe (Kosten pro Jahr) Wartung Stromkosten Altbau Stromkosten Neubau
Erd-Wärmepumpe 50 € 1.300 € 340 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 50 € 1.300 € 340 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe 50 € 1.700 € 430 €
Luft-Luft-Wärmepumpe 50 € 2.350 € 590 €
Bild: Infografik Wärmepumpen

Partner: Spezieller Wärmepumpentarif von Polarstern Energie

Wirtschaftlichkeit im Altbau und Neubau

Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit werden wir uns an dieser Stelle auf ein Szenario im Altbau konzentrieren. Im Neubau können Sie realtiv sicher davon ausgehen, dass eine Wärmepumpe unterm Strich die geringsten Kosten verursacht. Das gilt vor allem dann, wenn man bedenkt, dass beim Vergleich mit einer Öl-Brennwertheizung der Schornstein und die im GEG - vormals EnEV 2014 - vorgeschriebene Solarthermie-Anlage (oder eine andere Heizung auf Basis erneuerbarer Energien) wegfallen.

Zudem werden Heizungen auf Basis fossiler Energieträger im Neubau nicht mehr als Einzelmaßnahme gefördert. Bei einer Sanierung im Altbau können Sie anhand unserer Tabelle sehen, dass die Erd-Wärmepumpe mit Photovoltaik-Anlage auf ihre Lebensdauer betrachtet gegenüber der Öl-Brennwertheizung 21.000 Euro spart. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass eine Erd-Wärmepumpe nicht überall eingesetzt werden kann.

Aber auch eine herkömmliche Luft-Wasser-Wärmepumpe ist auf Dauer deutlich rentabler als eine Öl-Brennwertheizung. Unsere Berechnung basiert auf der Nutzung von Wärmepumpenstrom, der etwas günstiger angeboten wird. Wer wirklich nachhaltig heizen möchte, sollte hier auch gleichzeitig einen Ökostrom-Tarif wählen oder eine Photovoltaik-Anlage zur eignen Stromgewinnung installieren lassen.

Heizung Jahr 1 Jahr 5 Jahr 15 Jahr 20 Jahr 25
Öl-Brennwertheizung 12.300 € 26.500 € 70.900 € 97.900 € 129.600 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe 12.900 € 26.000 € 67.300 € 92.900 € 122.500 €
Erd-Wärmepumpe 19.000 € 31.000 € 66.800 € 89.500 € 115.400 €
Erd-Wärmepumpe mit PV-Anlage 26.800 € 36.000 € 65.500 € 84.500 € 108.000 €

Kosten-Unterschiede Neubau / Altbau nachrüsten

Bei der Anschaffung einer Wärmepumpe gibt es hinsichtlich der Kosten Unterschiede zwischen der Installation in einem Neubau und der Nachrüstung in einem Altbau: So sind beispielsweise die Erdarbeiten für die Verlegung von Erdwärmekörben oder eines Flächenkollektors im Neubau grundsätzlich billiger, da dafür nötige Baumaschinen wie etwa ein Bagger im Neubau ohnehin vor Ort sind.

Und auch Bohrungen können einfacher und kostengünstiger durchgeführt werden, wenn das Grundstück noch nicht bebaut worden ist. Zudem sind für die Wärmepumpe wichtige zusätzliche Bauteile wie etwa eine Fußbodenheizung oder eine zeitgemäße Dämmung im Neubau Standard und müssen nicht extra nachgerüstet werden. Allerdings wird die Nachrüstung dieser Bauteile und die damit zusammenhängenden Installation im Altbau im Rahmen der Umfeldmaßnahmen mitgefördert, wenn die Wärmepumpe förderfähig ist. So gleichen sich die Kosten etwas aus.

Bei den laufenden Kosten gibt es ebenfalls Unterschiede zwischen Neubau und Altbau. Diese sind im Altbau höher. Das ist im Wesentlichen auf die unterschiedlichen Dämmstandards und Wärmebedarfe zurückzuführen. Der Dämmstandard eines Neubaus ist in einem Altbau - wenn überhaupt - nur unter unverhältnismäßigen Kosten realisierbar. Der Wärmebedarf von Altbauten (140 Quadratmeter, 4 Personen-Haushalt) liegt durchschnittlich bei ca. 28.000 Kilowattstunden pro Jahr, bei Neubauten dagegen nur bei 7.200 Kilowattstunden jährlich. Somit sind die laufenden Kosten im Neubau deutlich niedriger.

  Altbau Neubau
Erdarbeiten Bagger muss extra bestellt werden (zusätzliche Kosten) Bagger ohnehin vor Ort (keine zusätzlichen Kosten)
Fußbodenheizung Muss ggf. nachgerüstet werden (zusätzliche Kosten) Standard, wird ohnehin verbaut (keine zusätzlichen Kosten)
Dämmstandard Meist niedrig (unsanierte Gebäude) Hoch (nach GEG/EnEV 2014)
Dämmung Muss ggf. nachgerüstet werden (zusätzliche Kosten) Standard, wird ohnehin verbaut (keine zusätzlichen Kosten)
Fördervoraussetzungen Einzelprüfung nach EN 14511 / EN 14825 inkl. Zertifikat keine direkte Förderung im Neubau
Wärmebedarf / Jahr (140 m² / 4 Personen-Haushalt) 28.000 kWh 7.200 kWh
Strombedarf Wärmepumpe (JAZ 3,5* / 3,8** / 4,5**) / Jahr ca. 8.000 kWh* / ca. 7.400 kWh** ca. 1.600 kWh***
Kosten Wärmepumpenstrom / Jahr ca. 1.730 €* / ca. 1.600 €** ca. 390 €***

*Luft-Wasser-Wärmepumpe; **Erd-/Wasser-Wasser-Wärmepumpe; ***Alle Wärmepumpen

 

Förderung für Wärmepumpen

Bild: Förderung für Wärmepumpen
Die passende Förderung für Wärmepumpen finden | © STIEBEL ELTRON

Stand 2021: Auch nach der Einführung der „Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG) erhält man im Zuge von Sanierungen als Einzelmaßnahme für den Kauf einer Wärmepumpe vom Staat einiges an Förderung. Dabei ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Zuschuss-Förderung von Einzelmaßnahmen nach BEG EM zuständig.

Ergänzend dazu kann man bis 30.06.2021 mit dem Programm KfW 167 einen zinsgünstigen Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten. Ab 01.07.2021 tritt dann die Kredit-Variante der KfW für Einzelmaßnahmen in Kraft, sodass man zwischen Zuschuss und Kredit mit Tilgungszuschuss wählen kann. Zudem bietet die KfW ab 01.07.2021 eine deutlich erhöhte Förderung für Sanierungen und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard an (BEG WG für Wohngebäude). Diese wird ebenfalls als Zuschuss oder als Kredit mit Tilgungszuschuss zur Verfügung stehen. Bis dahin gelten jedoch die alten Programme der KfW.

Wärmepumpe mit BAFA-Förderung

Die Förderung des BAFA für Wärmepumpen liegt bei Sanierungen immer bei 35 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Dabei werden im Altbau die sogenannten Umfeldmaßnahmen wie etwa die Installation einer Fußbodenheizung uvm. umfangreich mitgefördert. Wenn man im Rahmen der „Öl-Austauschprämie" seine alte Ölheizung durch eine förderfähige Wärmepumpe ersetzt, erhält man sogar 45 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung.

Wurde die Installation einer Wärmepumpe in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen, kann man zusätzlich den sogenannten iSFP-Bonus in Höhe von 5 Prozent der Kosten in Anspruch nehmen. Insgesamt ist so also eine Förderung bis zu 50 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten von 60.000 Euro möglich. Das entspricht einer Fördersumme von maximal 30.000 Euro. Die BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen in Neubauten ist dagegen mit der Einführung der BEG zu Beginn 2021 ersatzlos eingestellt worden.

Heizung Gebäudeart BAFA-Programm Maximale Förderung
Wärmepumpe Altbau BEG EM; Zuschuss (Basisförderung) 35 % der förderfähigen Gesamtkosten
Altbau BEG EM; Öl-Austauschprämie (+ 10 %) 45 % der förderfähigen Gesamtkosten
Altbau BEG EM; iSFP-Bonus (+ 5 %) 50 % der förderfähigen Gesamtkosten

Wärmepumpe mit KfW-Förderung

Zur Förderung von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien bietet die KfW bis zum 30.06.2021 noch das zinsgünstige Kredit-Programm KfW 167. Es kann ergänzend zur BAFA BEG EM genutzt werden und bietet ein Darlehen bis zu 50.000 Euro - allerdings ohne Tilgungszuschuss. Ab 01.07.2021 tritt dann stattdessen die BEG EM als Kredit-Variante der KfW in Kraft. Sie bietet neben einem Kredit dann auch einen Tilgungszuschuss, sodass man im Programm BEG EM zwischen Zuschuss des BAFA oder Kredit der KfW wählen kann.

Wer dagegen eine Komplettsanierung anstrebt kann sich die Wärmepumpe im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung der KfW mitfördern lassen. Bis 30.06.2021 sind hier noch die Programme KfW 151 (Kredit) und KfW 430 (Zuschuss) gültig. Je nachdem, welche Variante man wählt erhält man einen Zuschuss bis zu 48.000 Euro und ggf. zusätzlich einen Kredit bis 120.000 Euro. Die Programme sind nicht mit der BEG EM des BAFA kombinierbar. Lediglich das Programm KfW 167 ist kumulierbar.

Wer einen Neubau nach Effizienzhaus-Standard plant kann bis 30.06.2021 noch den Kredit KfW 153 nutzen und so einen Kredit bis 120.000 Euro und einen Tilgungszuschuss bis zu 30.000 Euro als Förderung erhalten. Ab 01.07.2021 kann man dann bei der KfW im Rahmen der BEG für Wohngebäude (BEG WG) wahlweise für Sanierungen oder Neubauten zwischen Zuschuss oder Kredit mit Zuschuss wählen. Die Effizienzhaus-Förderung ist dann durch die Einführung neuer Effizienzhaus-Klassen und zusätzlicher Boni deutlich höher als bisher.

Antragstellung und Energieberater

Unabhängig davon, ob Sie eine Förderung des BAFA oder der KfW in Anspruch nehmen, müssen Sie den Förderantrag unbedingt VOR Sanierungs- bzw. Baubeginn stellen. Bei der KfW müssen Sie diesen zudem zusammen mit einem Energieberater stellen - seine Einbindung in Planung und Durchführung der Sanierung / des Neubaus ist eine Fördervoraussetzung der KfW.

Beim BAFA ist seine Mitwirkung zwar nicht vorgeschrieben, um eine Förderung zu erhalten. Zu empfehlen ist ein Energieberater aber eigentlich immer, da er den Nutzen einzelner Sanierungsmaßnahmen schon in der Planungsphase bewerten kann, eine abschließende Qualitätskontrolle der geleisteten Handwerkerarbeiten durchführt und seine Einbindung zudem nötig ist um einen iSFP-Bonus erhalten zu können. Außerdem ist sein Service ebenfalls förderfähig nach BEG EM. Hier können Sie bis zu 5.000 Euro Förderung für seine Fachplanung und Baubegleitung erhalten.

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