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Wärmepumpe: Alle Kosten im Vergleich

Bild: Wirtschaftlichkeit und Kosten einer Wärmepumpe
Kosten einer Wärmepumpe: Abhängig von der Bauart | © STIEBEL ELTRON

Erd-Wärmepumpe, Wasser-Wasser-Wärmepumpe, Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Luft-Luft-Wärmepumpe? Vor allem die Kosten der unterschiedlichen Wärmepumpen variieren stark. Sie setzen sich im Wesentlichen aus zwei Faktoren zusammen:

Neben den Anschaffungskosten sind die laufenden Kosten zu berücksichtigen. Wie sich die Kosten im Einzelnen zusammensetzen und wie die Preise der Wärmepumpen tatsächlich aussehen, erfahren Sie im folgenden Artikel. Finden Sie heraus, welche Wärmepumpe für Sie die Beste ist.

Inhalt


    Wärmepumpen: Allgemeines & Wissenswertes

    Die Kosten von Wärmepumpen sind vor allem von der Art der Wärmepumpe abhängig. Die modernen Heizungen gibt es in zahlreichen Varianten, die unterschiedliche Ressourcen zur Wärmegewinnung nutzen. Darüber hinaus können auch die örtlichen und baulichen Gegebenheiten (z. B. Bodenbeschaffenheit, Größe des Gebäudes, Dämmzustand usw.) die Kosten für Wärmepumpen stark beeinflussen.

    Ganz allgemein gilt: Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind teurer, da für sie aufwendige Bohrungen bzw. Erdarbeiten durchgeführt werden müssen. Bohrungen für Erdsonden und Brunnen benötigen zudem eine Genehmigung. Die Installation von Luft-Wasser-Wärmepumpen und Luft-Luft-Wärmepumpen ist weniger aufwendig und daher auch günstiger. Die Kosten für die günstigste Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus beginnen bei rund 18.750 Euro inklusive Einbau.

    Gut zu wissen: Fallen umfangreiche Erdarbeiten oder Bohrungen an, dann ist eine Wärmepumpe im Neubau tendenziell günstiger, weil die benötigten Maschinen oft ohnehin vor Ort sind und noch keine Bebauung im Weg steht. Das wird aber alles schon im Vorfeld der Bauarbeiten geklärt.

    Bild: Energieheld-Tipps

    Die teilweise hohen Anschaffungskosten werden bei einer Wärmepumpe schnell durch die niedrigen laufenden Kosten und die hohe staatliche Förderung ausgeglichen. Dadurch ist eine Wärmepumpe auf die Gesamtkosten ihrer Lebensdauer betrachtet inzwischen billiger als eine konventionelle Öl- oder Gasheizung.


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    Kosten Wärmepumpe: Preise im Vergleich

    Bild: Wärmepumpen Kosten im Vergleich
    Wärmepumpen: Kosten senken mit Förderung | © STIEBEL ELTRON

    Die Kosten einer Wärmepumpe inklusive Installation liegen in den meisten Fällen im Bereich zwischen 18.750 und 40.000 Euro, wobei die Anschaffungskosten vor allem von der Art der Wärmepumpe abhängig sind. In der folgenden Vergleichs-Tabelle haben wir einmal die Preise für Wärmepumpen und die zusätzlich entstehenden Kosten für Installation und Zubehör gegenübergestellt. Dabei handelt es sich um praxisnahe Durchschnittswerte.

    Seit 2024 bezuschusst die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Austausch einer alten Heizung und die Anschaffung einer Wärmepumpe (und anderen energieeffizienten Heizungen) als Einzelmaßnahme im Rahmen der BEG EM. Sie haben Anspruch auf einen Zuschuss von mindestens 30 Prozent und maximal 70 Prozent der förderfähigen Investitionskosten von maximal 30.000 Euro

    Die genauen Konditionen sollten Sie jedoch vorab überprüfen, damit Sie auch tatsächlich eine Förderung erhalten. Sollten Sie Fragen hierzu haben, nutzen Sie unser Kontaktformular. Unsere Berater helfen Ihnen gerne.

    Wärmepumpe Preis Grundgerät Installation & Zubehör Kosten inkl. Einbau (Durchschnitt) Gesamtkosten inkl. Grundförderung
    Erd-Wärmepumpe mit Erdsonden 11.250 - 18.750 € 14.000 - 18.500 € ca. 31.250 € ca. 22.500 €*
    Erd-Wärmepumpe mit Erd-Wärmekollektoren 11.250 - 18.750 € 7.000 - 13.000 € ca. 25.000 € ca. 17.500 €*
    Wasser-Wasser-Wärmepumpe 14.000 - 20.000 € 17.000 - 24.000 € ca. 37.500 € ca. 28.500 €*
    Luft-Wasser-Wärmepumpe 12.500 - 16.500 € 3.500 - 5.000 € ca. 18.750 € ca. 13.125 €*
    Luft-Luft-Wärmepumpe 9.000 - 12.000 € 12.000 - 17.000 € ca. 25.000 € ca. 17.500 €*
    Gas-Wärmepumpe12.000 - 20.000 €12.000 - 20.000 €ca. 24.000 - 40.000 €ca. 24.000 - 40.000 €**

    * KfW-Zuschuss für den Heizungstausch als Einzelmaßnahme (KfW BEG EM; 30 % Basisförderung)
    ** keine Förderung erhältlich, da Gas als Brennstoff genutzt wird

    Erd-Wärmepumpe mit Erdsonde

    Die Kosten einer Sole-Wasser-Wärmepumpe variieren je nach Bauart. Neben dem Grundgerät (ca. 11.250 bis 18.750 Euro) und den Kosten für Installation und Zubehör (3.000 bis 5.000 Euro) fällt hier vor allem die Erschließung der Wärmequelle ins Gewicht. Für die Erschließung der Erdwärme mit einer Erdsonde entstehen aufgrund der Bohrung und Gebühren für die Genehmigung Kosten von ca. 11.000 bis 13.500 Euro. Insgesamt ist mit durchschnittlichen Kosten von ca. 31.250 Euro zu rechnen (ohne Förderung).

    Erd-Wärmepumpe mit Flächenkollektor / Erdwärmekörben

    Die Erschließung der Erdwärme mit Erdwärmekörben oder Flächenkollektoren kostet dagegen nur ca. 4.000 bis 8.000 Euro zusätzlich zu den üblichen Kosten für Installation und Zubehör (3.000 bis 5.000 Euro). Somit wirken die Erdwärmekörbe bzw. die Flächenkollektoren günstiger als die Variante mit Erdsonde. Allerdings dürfen Erdwärmekörbe / Flächenkollektoren nicht überbaut werden. Das bedeutet, dass man ein relativ großes Grundstück benötigt, um diese verlegen zu können - und das kostet je nach Wohnlage auch recht viel Geld. Bezieht man diese Variable nicht in die Rechnung mit ein, kann man im Schnitt mit Kosten von ca. 25.000 Euro kalkulieren (ohne Förderung).

    Wasser-Wasser-Wärmepumpe

    Die Kosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe entstehen durch das Grundgerät (ca. 14.000 bis 20.000 Euro), die Installation samt Zubehör (zusammen ca. 8.000 bis 10.000 Euro) und die Erschließung der Wärmequelle sowie die dazugehörigen Genehmigungsgebühren. Die Kosten dafür liegen bei ca. 4.500 bis 5.500 Euro pro 15 Meter Bohrtiefe - durchschnittlich 9.000 bis 14.000 Euro. Je nach Bohrtiefe liegt der Gesamtbetrag für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe also im Schnitt bei ca. 37.500 Euro (ohne Förderung).

    Luft-Wasser-Wärmepumpe

    Die Kosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe sind ebenfalls abhängig von der Bauart: Außen aufgestellte Geräte kosten ca. 12.500 bis 16.500 Euro. Für eine Innenaufstellung entstehen Kosten von ca. 12.500 bis 15.000 Euro. Die Installation und das Zubehör schlagen mit weiteren 3.500 bis 5.000 Euro zu Buche. Insgesamt liegen die Kosten also bei ca. 18.750 Euro (ohne Förderung).

    Luft-Luft-Wärmepumpe

    Die Kosten für eine Luft-Luft-Wärmepumpe ergeben sich aus dem Grundgerät (ca. 9.000 bis 12.000 Euro) und der dazugehörigen Lüftungsanlage (ca. 9.000 bis 14.000 Euro). Außerdem entstehen Kosten durch die Installation und weiteres Zubehör (ca. 3.000 Euro). Insgesamt ist also mit durchschnittlichen Kosten von ca. 25.000 Euro zu rechnen (ohne Förderung).

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    Wärmepumpe: Laufende Kosten

    Bild: Kosten einer Wärmepumpe
    Wärmepumpen: Geringe Strom-Kosten | © geralt / pixabay.com CC0

    Wie hoch sind die laufenden Kosten einer Wärmepumpe? Um diese Frage beantworten zu können, muss man zunächst wissen: Wie die Heizkosten einer Wärmepumpe konkret ausfallen, hängt besonders vom Wärmebedarf des Hauses und der Effizienz der Wärmepumpe ab (hohe Jahresarbeitszahl = hohe Effizienz).

    Teilt man den Wärmebedarf durch die Jahresarbeitszahl (JAZ), dann erhält man den groben Strombedarf der Wärmepumpe. Bei 10.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer JAZ von 4,5 sollten Sie also ungefähr von ca. 2.300 Kilowattstunden Strom pro Jahr ausgehen. Zum Betrieb können Sie den etwas günstigeren Wärmepumpenstrom-Tarif nutzen (0,23 Euro/kWh).

    Ganz realistisch sollten Sie im Altbau für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern und einem 4-Personen-Haushalt, mit einem Wärmebedarf von ca. 28.000 Kilowattstunden und im Neubau mit etwa 9.000 Kilowattstunden rechnen. Daher sind Wärmepumpen in gänzlich ungedämmten Altbauten nicht ohne Weiteres zu empfehlen. Legt man die genannten Werte zugrunde, ergeben sich die folgenden jährlichen Stromkosten für Wärmepumpen:

    Wärmepumpe Stromkosten Altbau pro Jahr Stromkosten Neubau pro Jahr
    Erd-Wärmepumpe (JAZ 4,5) 1.431 € 460 €
    Wasser-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 5) 1.288 € 414 €
    Luft-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 3,5) 1.840 € 591 €
    Luft-Luft-Wärmepumpe (JAZ 2) 3.220 € 1.035 €

    Zu den genannten jährlichen Stromkosten kommt dann noch die jährliche Wartung. Sie liegt aber durch den Wegfall des Schornsteinfegers meist nur im Bereich von 50 bis 100 Euro.

    Infografik Wärmepumpen
    Partner: Spezieller Wärmepumpentarif von Polarstern Energie

    Wärmepumpe: Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpenheizung

    Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen werden wir uns an dieser Stelle auf ein Szenario im Altbau konzentrieren. Im Neubau können Sie relativ sicher davon ausgehen, dass eine Wärmepumpe unterm Strich die geringsten Kosten verursacht. Das gilt vor allem dann, wenn man bedenkt, dass beim Vergleich mit einer Öl-Brennwertheizung der Schornstein und die im GEG – vormals EnEV 2014 - vorgeschriebene Solarthermie-Anlage (oder eine andere Heizung auf Basis erneuerbarer Energien) wegfallen.

    Zudem werden Heizungen auf Basis fossiler Energieträger nicht mehr gefördert. Bei einer Sanierung im Altbau können Sie anhand unserer Tabelle sehen, dass die Erd-Wärmepumpe mit Photovoltaik-Anlage auf ihre Lebensdauer betrachtet gegenüber der Öl-Brennwertheizung ca. 25.000 Euro spart (Kosten Ölheizung nach 25 Jahren: 158.000 Euro; Kosten Wärmepumpe und Photovoltaik nach 25 Jahren: 133.000 Euro). Man sollte jedoch beachten, dass eine Erd-Wärmepumpe nicht überall eingesetzt werden kann.

    Unsere Berechnung basiert auf der Nutzung von Wärmepumpenstrom, der etwas günstiger angeboten wird. Wer nachhaltig heizen möchte, sollte eine Photovoltaik-Anlage zur eigenen Stromgewinnung installieren lassen. Mithilfe der Kaskadenschaltung kann man für die Wärmepumpe trotzdem den günstigeren Wärmepumpenstrom beziehen. Wer noch mehr für die Umwelt tun möchte, der sollte dagegen einen Ökostrom-Tarif wählen. In der folgenden Tabelle finden Sie einen Überblick zu Anschaffungskosten und Betriebskosten von Ölheizung und Wärmepumpen, mit und ohne Photovoltaik über einen Zeitraum von 25 Jahren.

    Heizung Jahr 1 Jahr 5 Jahr 15 Jahr 20 Jahr 25
    Öl-Brennwertheizung 15.200 € 32.700 € 86.900 € 120.000 € 158.000 €
    Luft-Wasser-Wärmepumpe 16.100 € 32.900 € 84.700 € 116.900 € 154.300 €
    Erd-Wärmepumpe 23.700 € 38.400 € 83.700 € 111.900 € 144.600 €
    Erd-Wärmepumpe mit PV-Anlage 32.800 € 44.500 € 81.500 € 105.000 € 133.00 €

    Die zu dem Zeitpunkt jeweils günstigsten Heizungen sind fett gedruckt. Es zeigt sich deutlich: Die Heizungen mit den günstigsten Anschaffungskosten sind über die Jahre im Betrieb vergleichsweise teuer. Die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen im Gegensatz zur Ölheizung ist klar gegeben, entwickelt sich aber erst mit der Zeit.


    Wärmepumpe: Kosten-Unterschiede Neubau / Altbau nachrüsten

    Wärmepumpe im Altbau oder im Neubau - was sollte man beachten? Die Antwort: Bei der Anschaffung einer Wärmepumpe gibt es hinsichtlich der Kosten Unterschiede zwischen der Installation in einem Neubau und der Nachrüstung in einem Altbau. So sind beispielsweise die Erdarbeiten für die Verlegung von Erdwärmekörben oder eines Flächenkollektors im Neubau grundsätzlich billiger, da dafür nötige Baumaschinen wie etwa ein Bagger im Neubau ohnehin vor Ort sind.

    Und auch Bohrungen können einfacher und kostengünstiger durchgeführt werden, wenn das Grundstück noch nicht bebaut worden ist. Zudem sind für die Wärmepumpe wichtige zusätzliche Bauteile wie etwa eine Fußbodenheizung oder eine zeitgemäße Dämmung im Neubau Standard und müssen nicht extra nachgerüstet werden. Allerdings wird die Nachrüstung dieser Bauteile und die damit zusammenhängenden Installation im Altbau im Rahmen der Umfeldmaßnahmen mitgefördert, wenn die Wärmepumpe förderfähig ist. So gleichen sich die Kosten etwas aus.

    Bei den laufenden Kosten gibt es ebenfalls Unterschiede zwischen Neubau und Altbau. Diese sind im Altbau höher. Das ist im Wesentlichen auf die unterschiedlichen Dämmstandards und Wärmebedarfe zurückzuführen. Der Dämmstandard eines Neubaus ist in einem Altbau - wenn überhaupt - nur unter unverhältnismäßigen Kosten realisierbar. Der Wärmebedarf von Altbauten (140 Quadratmeter, 4-Personen-Haushalt) liegt durchschnittlich bei ca. 28.000 Kilowattstunden pro Jahr, bei Neubauten dagegen nur bei 9.000 Kilowattstunden jährlich. Somit sind die laufenden Kosten im Neubau deutlich niedriger.

    Neue Wärmepumpe mit Förderung

    Wärmepumpe: Förderung

    Bild: Förderung für Wärmepumpen
    Die passende Förderung für Wärmepumpen finden | © STIEBEL ELTRON

    Welche aktuellen Förderungen für Wärmepumpen zur Verfügung stehen, ist in Zeiten ständiger Änderungen gar nicht so leicht zu überblicken. Stand Januar 2024 gilt, im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhält man für Wärmepumpen Förderung von 30 bis 70 Prozent von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Seit 2024 zur Verfügung steht auch ein Ergänzungskredit der KfW in Höhe von 120.000 Euro inkl. Aussicht auf eine Zinsvergünstigung. Alternativ steht ein Förderkredit der KfW zur Verfügung (KfW 261), wenn die Wärmepumpe Teil einer Sanierung zum Effizienzhaus ist.

    Wärmepumpe mit KfW-Förderung

    Die Förderung der KfW für Wärmepumpen liegt für Sanierungen immer bei mindestens 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten von 30.000 Eur(Grundförderung), wenn der Einbau der Wärmepumpe eine Einzelmaßnahme (KfW BEG EM) ist. Das entspricht einer Förderung von 9.000 Euro. Dabei werden auch die sogenannten Umfeldmaßnahmen, wie etwa die Installation einer Fußbodenheizung uvm., umfangreich mit gefördert. Wenn man im Rahmen der Heizungssanierung seine alte Ölheizung, Kohleheizung oder Nachtspeicherheizung (oder 20 Jahre alte Gasheizung) durch eine effiziente Wärmepumpe ersetzt, erhält man durch den Klimabonus einen zusätzlichen Bonus von 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Klimabonus ist in seiner Höhe allerdings zeitlich begrenzt, denn ab 2029 wird er alle zwei Jahre um 3 Prozent gesenkt.

    Zusätzlich dazu gibt es für effiziente Wärmepumpen und Wärmepumpen, die ein natürliches Kältemittel verwenden, einen Effizienzbonus von 5 Prozent. Dieser Bonus ersetzt den Wärmepumpen-Bonus. Als effiziente Wärmepumpen gelten Erd- sowie Wasser-Wärmepumpen. Insgesamt ist für eine neue Wärmepumpe also ein Zuschuss von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Investitionskosten von 30.000 Euro möglich, also maximal 21.000 Euro.

    Für selbst nutzende Eigentümer mit einem zu versteuerndem Haushaltseinkommen von maximal 40.000 Euro Brutto pro Jahr gibt es seit 2024 den sogenannten Einkommensbonus in der Höhe von 30 Prozent. Um diesen Bonus beanspruchen zu können, benötigen Eigentümer einen Nachweis über die Einkommenssteuerbescheide der Jahre 2 und 3 vor der Antragsstellung.

    Damit Wärmepumpen förderfähig sind, muss die durch sie versorgte Wohnfläche nach der Installation mindestens zu 65 Prozent durch erneuerbare Energien beheizt werden. Zudem muss die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 erreichen. Andernfalls gilt das Gebäude als nicht geeignet.

    Ergänzungskredit

    Selbst nutzende Eigentümer können für die Förderung von Einzelmaßnahmen (BEG EM) einen Ergänzungskredit mit einer Kreditsumme von bis zu 120.000 Euro bei der KfW beantragen. Zusätzlich dazu gewährt die KfW eine Zinsvergünstigung von bis zu 2,5 Prozent, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen des Haushalts unter 90.000 Euro Brutto liegt.

    KfW-Förderung von Komplettsanierung und Neubau

    Wer eine Komplettsanierung anstrebt, kann sich die Wärmepumpe im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung der KfW mitfördern lassen – und zwar mit dem Programm KfW 261 (Kredit). Man erhält einen Kredit von bis zu 150.000 Euro mit einem maximal möglichen Fördersatz von 45 Prozent. Der Fördersatz enthält einen Tilgungszuschuss sowie ggf. Boni. Die maximal mögliche Ersparnis liegt somit bei 67.500 Euro.

    Um für einen Neubau einen Kredit zu erhalten, muss der Effizienzhaus-Standard EH 40 Nachhaltigkeits-Klasse mit „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) erreicht werden. Das 2023 eingeführte Programm KfW 297/298 bietet nach der Neuauflage einen Kredit bis zu 150.000 Euro. Achtung: Der Kredit KfW 297/298 ist derzeit wegen Budgetmangels nicht verfügbar.

    Heizung GebäudeartKfW-ProgrammMaximale Förderung 
    Wärmepumpe AltbauKfW BEG EM; Zuschuss (Grundförderung)Zuschuss von 30 % der förderfähigen Investitionskosten von 30.000 €, max. 9.000 €
    WärmepumpeAltbauKfW BEG EM; Grundförderung + Klimabonus (+ 20 %)Zuschuss von 50 % der förderfähigen Investitionskosten von 30.000 €, max. 15.000 €
    WärmepumpeAltbauKfW BEG EM; Grundförderung + Klimabonus +  Effizienzbonus (+ 5 %)Zuschuss von 55 % der förderfähigen Investitionskosten von 30.000 €, max. 16.500 €
    WärmepumpeAltbauKfW BEG EM; Grundförderung + Klimabonus + Effizienzbonus +  Einkommensbonus (+ 30 %)*Zuschuss von 70 %** der förderfähigen Investitionskosten von 30.000 €, max. 21.000 €
    Wärmepumpe Altbau 

    Kredit KfW 261

    Tilgungszuschuss von bis zu 45 % der Kreditsumme von höchstens 150.000 €; max. 67.500 €
    WärmepumpeAltbau

    KfW Ergänzungskredit

    Kreditsumme von höchstens 120.000 €2,5 % Zinsvergünstigung bei jährlichen Bruttoeinkommen bis 90.000 €

    Wärmepumpe Neubau Kredit KfW 297/298Kreditsumme von höchstens 150.000 €

    *für selbst nutzende Eigentümer mit zu versteuerndem Haushaltseinkommen von max. 40.000 Euro jährlich; **die Förderung für den Heizungstausch als Einzelmaßnahme (KfW BEG EM) ist bei 70 Prozent gedeckelt.

    Grundsätzliche ist jede Bürgerin sowie jeder Bürger dazu berechtigt, eine Förderung für Einzelmaßnahmen zu beantragen. Allerdings kann ein solcher Antrag nur von dem Eigentümer einer Immobilie gestellt werden, Mieter sind nicht antragsberechtigt. Darüber hinaus können auch Unternehmer, Kommunen, gemeinnützige Einrichtungen einen Förderantrag für Einzelmaßnahmen stellen. Seit 2024 ist dies auch für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) möglich. 

    Antragstellung und Energieberater

    Bevor Sie einen Förderantrag für Einzelmaßnahmen (BEG EM) stellen können, müssen Sie zuerst das Angebot eines Handwerksbetriebes angenommen haben. Dieses Angebot ist erst dann gültig, wenn der Antrag bewilligt wurde und muss vertraglich geregelt sein. Nach Genehmigung des Antrages müssen die Einzelmaßnahmen innerhalb von 36 Monaten umgesetzt werden.

    Das gilt nicht für die KfW-Kredite für Komplettsanierung und Neubau (KfW BEG WG). Im Falle einer Komplettsanierung müssen Sie den Förderantrag unbedingt VOR Sanierungs- bzw. Baubeginn stellen. Bei der KfW müssen Sie diesen im Rahmen der BEG WG zudem zusammen mit einem zertifizierten Energieberater (sogenannter Energie-Effizienz-Experte) der dena-Expertenliste stellen – seine Einbindung in Planung und Durchführung der Komplettsanierung / des Neubaus ist eine Fördervoraussetzung der KfW.

    In der Heizungsförderung der BEG EM ist seine Mitwirkung zwar nicht vorgeschrieben, um eine Förderung zu erhalten. Zu empfehlen ist ein dena-zertifizierter Energieberater aber immer, da er den Nutzen einzelner Sanierungsmaßnahmen schon in der Planungsphase bewerten kann und eine abschließende Qualitätskontrolle der geleisteten Handwerkerarbeiten durchführt.

    Außerdem ist sein Service nach BEG EM ebenfalls förderfähig. Hier können Sie bis zu 5.000 Euro Förderung für seine Fachplanung und Baubegleitung für Ein- und Zweifamilienhäuser erhalten. Für Mehrfamilienhäuser ist eine Förderung von bis maximal 2.000 Euro pro Wohneinheit möglich.