Neue Heizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Die Qual der Wahl - welche neue Heizung sollten Sie kaufen?

Welche Heizung ist für 2021 und die kommenden Jahre die richtige? Dass die allgemeinen Heizkosten regelmäßig steigen, dürfte niemandem verborgen geblieben sein. Sicherlich spielen dabei besonders in Deutschland auch andere Faktoren eine Rolle, aber insgesamt gesehen ist es die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe, die den Preisanstieg verursacht. Als Hauseigentümer kann man dem natürlich entgegensteuern, indem man einfach die günstigste Art zu heizen wählt. Aber welche war das eigentlich noch mal?

„Gas ist doch so günstig und umweltfreundlich, aber ist man dann nicht immer von ausländischen Importen abhängig und wird es durch die CO2-Steuer in den nächsten Jahren nicht sehr unrentabel? Und was ist mit einer Holzheizung? Holzt man da nicht die ganzen Wälder ab, nur damit ich es zu Hause schön warm habe? - Da lohnt sich ja dann doch eher ein Blockheizkraftwerk, denn Strom brauche ich ja sowieso, oder nicht? Kann ich die Heizung auch mieten?“

Je nachdem wie man seine Frage stellt, wird man auch eine entsprechende Antwort bekommen. Die Wahrheit ist nämlich: Es gibt nicht die perfekte neue Heizung zu kaufen. Viel wichtiger ist es zu wissen, welches System am besten zum eigenen Energiebedarf passt und wie es am sinnvollsten einzusetzen ist. Nur wer sich daran hält, kann die wirklichen Vorteile der einzelnen Heizungsarten nutzen.

Bild: Energieheld Tipp

Damit alte Ölheizungen und Gasheizungen in deutschen Haushalten nach und nach durch Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien ersetzt werden, hat die Bundesregierung die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ins Leben gerufen. Sie fördert gezielt erneuerbare Wärme und soll Sanierer und Bauherren zum Heizungstausch motivieren.

Neue Heizung: Arten und Kosten im Vergleich

Bild: Wärmepumpe neben Haus
Rechts steht neben dem Baum eine Wärmepumpe | © Dimplex

Zunächst finden Sie hier einen Heizungsvergleich mit aktuell gängigen Varianten. Wer nicht an dem Punkt ist, dass Geld keine Rolle mehr spielt, der sollte sich stets das Verhältnis zwischen Anschaffungspreis und laufenden Kosten anschauen und dieses Kriterium in die letztendliche Entscheidung um die neue Heizung mit einbeziehen.

Hohe Investitionskosten können sich schnell amortisieren, wenn die Anlage voll ausgelastet wird und neben niedrigen Heizkosten pro Kilowattstunde auch geringere laufende Kosten bei der Wartung verursacht. Ebenfalls sind notwendige Zusatzanschaffungen beim Kauf stets zu berücksichtigen, wenn die neue Heizung anschließend effizient arbeiten soll. Solarthermie-Anlagen und Pelletheizungen sind beispielsweise stets auf einen Wärmespeicher angewiesen, ohne den sie nur selten wirtschaftlich betrieben werden können.

Heizung Beschreibung Heizkosten pro kWh Wartung pro Jahr Anschaffung (mit Einbau)
Ölheizung Die „klassische“ Heizung. Durch moderne Brennwerttechnik sind Ölheizungen heute deutlich sparsamer und umweltfreundlicher als früher. 6,43 Cent 250 € 7.000 - 9.000 €
Gasheizung Gas ist günstiger und umweltfreundlicher als Öl. Ein Gasanschluss verursacht jedoch zusätzliche Kosten. 6,17 Cent 200 € 6.000 - 10.000 €
Etagenheizung Meist kleine Gasheizungen, die einzelne Wohnungen in Mehrfamilienhäusern beheizen. 6,17 Cent 150 € 3.500 - 5.000 €
Pelletheizung Pellets ermöglichen effizientes Heizen mit Holz, sodass man nicht auf fossile Brennstoffe angewiesen ist. 5,63 Cent 300 € 17.000 - 25.000 €
Hackschnitzelheizung Auch diese Heizung verbrennt Holz. Die Hackschnitzel benötigen zwar mehr Lagerraum als Pellets, sind jedoch günstiger. 3,1 Cent 300 € 22.000 - 28.000 €
Stückholzheizung Die Stückholzheizung ist technisch gesehen ein optimierter Kaminofen, der ganze Holzscheite verbrennt. 3,22 Cent 300 € 10.000 - 16.000 €
Wärmepumpe Je nach Ausführung wird entweder der Luft, der Erde oder einem Wasservorrat Wärme entzogen, um damit ein Gebäude zu beheizen. 21,00 Cent* 50 € 15.000 - 30.000 €
Elektroheizung Besonders für selten genutzte Räumlichkeiten die optimale Heizung. 22,00 Cent** 0 € 5.000 - 8.000 €***
Infrarotheizung Minimal effizienter als normale Elektroheizungen 22,00 Cent** 0 € 5.000 - 8.000 €***
Blockheizkraftwerk Gekoppelte Erzeugung von Wärme und Strom. Diese meist gasbetriebene Heizung ist besonders bei großem Wärmebedarf empfehlenswert. 3,22 - 5,63 Cent (Holz) / 6,17 Cent (Gas) / 6,43 Cent (Öl) 300 - 1.000 € 20.000 - 40.000 €
Brennstoffzelle Ähnlich wie ein normales Blockheizkraftwerk. Gewinnt Wasserstoff aus Erdgas und produziert damit Wärme und Strom. 6,17 Cent 300 - 1.000 € 25.000 - 56.000 €
Solarthermie-Anlage Heizen mit Sonnenenergie. Vermutlich die umweltfreundlichste Art zu heizen. Jedoch ist eine Solarthermie-Anlage immer auf eine zusätzliche Heizung angewiesen. 0 Cent 50 € 4.000 - 10.000 €

* Wärmepumpentarif. ** Tarif für Großabnehmer, für einzelnen Heizkörper gilt normaler Tarif. *** Preis für 12 Heizkörper im gesamten Haus.

Welche Heizung im Altbau oder Neubau?

Bild: Landhaus mit Pelletheizung
Ein Altbau mit Pelletheizung | © 12019 / pixabay.com CC0

Die Anforderungen an eine neue Heizung sind im Altbau und im Neubau grundsätzlich verschieden. Klassische Ölheizungen und Gasheizungen sind zwar überall einsetzbar, aber langfristig nicht immer die günstigste Lösung.

Je größer und schlechter gedämmt Ihre Immobilie ist, desto eher lohnen sich Biomasseheizungen wie Pelletheizungen oder Hackschnitzelheizungen. Eine ausreichende Dämmung, um Wärmepumpen zu installieren, findet man primär im Neubau oder in Bestandsbauten, die nach 1985 gebaut worden sind.

Rechtlich gibt es auch einige Unterschiede, da zum Beispiel Ölheizungen und Gasheizungen im Neubau fast immer mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien kombiniert werden müssen, um die strengen Vorschriften des Gebäudeenergiegesetzes GEG (vormals Energieeinsparverordnung EnEV) einzuhalten. Das macht die Anschaffung teurer als z. B. eine Wärmepumpe. Das liegt auch daran, dass man für Ölheizungen seit 2020 keine Förderung mehr bekommt und Gasheizungen nur noch als Hybridheizungen mit Komponente auf Basis erneuerbarer Energien gefördert werden.

Außerdem steigen die Preise für fossile Energieträger mittelfristig, was nicht nur an der CO2-Steuer liegt, die zum Jahresbeginn 2021 eingeführt wurde. Dadurch steigen auch die Betriebskosten. Im konkreten Einzelfall wird Ihnen Ihr Energieberater, Architekt oder Heizungsbauer aber genau sagen können, welche Heizungen Sie einbauen dürfen - nur die langfristige Entscheidung für den richtigen Brennstoff liegt bei Ihnen. In der folgenden Tabelle finden Sie typische Heizungen für Altbauten und Neubauten:

Heizung Altbau Neubau
Gasheizung Günstige Anschaffung, günstige Heizkosten, Förderung möglich (nur in Kombination mit einer EE*-Heizung; Anschaffung ist dann allerdings nicht mehr günstig) Muss mit Solarthermie HU** oder Heizung auf Basis erneuerbarer Energien kombiniert werden, daher teuer in Anschaffung, nur anteilige Förderung für Neubauten nach Effizienhaus-Standard
Ölheizung Nur sinnvoll, wenn kein Gasanschluss möglich ist oder der Platz für ein Pelletsilo fehlt, keine Förderung möglich Muss mit Solarthermie HU** oder Heizung auf Basis erneuerbarer Energien kombiniert werden, daher teuer in Anschaffung, keine Förderung möglich
Wärmepumpe Nur mit guter Wärmedämmung wirtschaftlich, hohe Anschaffungskosten, niedrige Betriebskosten, bei guter Dämmung sehr effizient, hohe Förderung Sehr geringe Heizkosten bei guter Wärmedämmung, nur anteilige Förderung für Neubauten nach Effizienhaus-Standard
Biomasse Sinnvoll bei hohem Wärmebedarf, hohe Anschaffungskosten, hoher Platzbedarf, niedrige Brennstoffkosten, hohe Förderung Sinnvoll, wenn ausreichend Platz vorhanden ist, niedrige Brennstoffkosten (Hackschnitzel, Stückholz), nur anteilige Förderung für Neubauten nach Effizienhaus-Standard
Solarthermie Als Ergänzung immer zu empfehlen, aber nicht hochgradig wirtschaftlich, als Ergänzung zur Gasheizung geeignet, wenn für diese eine Förderung geplant wird, Förderung aber auch für andere Kombinationen möglich Aktuell sinnvolle Ergänzung, häufig billigste Kombination mit Gas-Brennwertheizung, nur anteilige Förderung für Neubauten nach Effizienhaus-Standard

* Erneuerbare Energien ** Heizungsunterstützung

Heizungs-Beispiele für verschiedene Gebäude

Bild: Heizkörper in Wohnraum
Auf die richtige Heizung kommt es an | © pearl / fotolia.com

Wer effizient heizen möchte, der sollte zwar die passende neue Heizung für sein Eigenheim kaufen, aber Kompromisse bei der Umweltfreundlichkeit muss man trotzdem nicht eingehen. Um zusätzlich Energiekosten einzusparen, können die meisten Systeme in Verbindung mit einer Solarthermie-Anlage betrieben werden.

Auch wenn jedes Haus anders ist, lassen sich dennoch gewisse Gebäude-Stereotypen in Deutschland feststellen. Um Ihnen die Auswahl der richtigen Heizung zu erleichtern, hat Energieheld mal ein wenig in Schubladen gedacht und eine kleine Übersicht für Sie zusammengestellt:

Welche neue Heizung für ein kleines Einfamilienhaus kaufen?

Für ein Einfamilienhaus (Bestandsbau) kommen grundsätzlich folgende neue Heizungen in Frage: Öl-Brennwertheizungen, Gas-Brennwertheizungen, Pelletheizungen und Wärmepumpen sowie als Ergänzung Soalrthermie-Anlagen. Für ein herkömmliches Einfamilienhaus (140 Quadratmeter Wohnfläche) rechnet man generell mit vier Personen und einem jährlichen Energiebedarf von bis zu 28.000 Kilowattstunden (kWh), von denen die meiste Energie morgens und abends benötigt wird.

Der verfügbare Platz und der allgemeine Energiebedarf sind die limitierenden Faktoren für das Einfamilienhaus. Die Tanks einer Ölheizung und das Silo einer Pelletheizung können meist noch untergebracht werden, aber eine Hackschnitzelheizung würde mit dem benötigten Lagerplatz einfach den gegebenen Rahmen sprengen. Genauso könnten Blockheizkraftwerke nur selten voll ausgelastet werden, sodass ihre Anschaffung unrentabel wäre. Auch eine Wärmepumpe wäre mit diesem Wärmebedarf vermutlich überfordert.

Im Neubau ist die Situation etwas anders: Hier ist das Gebäude infolge der strengen Vorschriften des Gebäudeenergiegesetzes (GEG, vormals Energieeinsparverordnung EnEV) sehr gut gedämmt und der Wärmebedarf liegt eher bei 7.200 Kilowattstunden pro Jahr. Zudem sind Flächenheizungen wie z. B. die Fußbodenheizung in Neubauten heutzutage Standard. Unter diesen Voraussetzungen sind Wärmepumpen die allererste Wahl, da sie so mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten können. Das macht sie sehr effizient und sorgt für niedrige Betriebskosten. Lediglich die Luft-Luft-Wärmepumpe ist eigentlich nur für Passivhäuser geeignet.

Welche neue Heizung für ein Landhaus / Bauernhof / Resthof kaufen?

Wer abseits der großen Städte wohnt, viel Platz zur Verfügung hat und vielleicht sogar in der Forstindustrie tätig ist, der kann sich durchaus eine Holzheizung kaufen. Auch Öl- und Gasheizungen können eingesetzt werden, jedoch war Holz bisher meist der günstigere Brennstoff. Pellets verbrennen am effizientesten, sind dafür aber meist auch teurer als Hackschnitzel bzw. Stückholz und können nicht zu Hause hergestellt werden.

Hackschnitzel sind der Mittelweg zwischen Pellets und Stückholz. Sie können mit geliehenen Holzhackern auch in Eigenregie hergestellt werden, benötigen aber im Anschluss einen recht großen Lagerraum. Stückholzheizungen (vereinzelt auch Stückgutheizungen genannt) werden mit ganzen Holzscheiten befeuert, sodass man völlig selbstständig in den nahegelegenen Wäldern für Nachschub sorgen kann.

Welche neue Heizung für ein Mehrfamilienhaus kaufen?

Für Mehrfamilienhäuser kommen in den meisten Fällen dieselben Heizungen wie für Einfamilienhäuser infrage. Bei Bedarf sollten Sie Etagenheizungen (meist Gasthermen) kaufen, um die Energiekosten getrennt abrechnen zu können. Besonders große Komplexe können aber durchaus schon von einem Blockheizkraftwerk, einer Brennstoffzelle oder einer Zentralheizung profitieren. Hier hat man das Problem, dass man meist noch mit Niedertemperaturtechnik arbeiten muss, da Brennwerttechnik einen Umbau des Schornsteins nötig macht. Daher kann man nur alle Etagenheizungen gleichzeitig auf Brennwerttechnik umstellen oder eben keine.

Welche neue Heizung für ein Passivhaus?

Ein Passivhaus zeichnet sich durch eine sehr gute Wärmedämmung aus, sodass im Allgemeinen nur wenig geheizt werden muss. Hier sind Wärmepumpen die erste Wahl. Schon eine Luft-Luft-Wärmepumpe oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann in einem sehr gut gedämmten Gebäude ausreichen.

Aber auch die effizienteren Sole-Wasser-Wärmepumpen und die Wasser-Wasser-Wärmepumpen kommen infrage. Ansonsten können Sie auch kompakte Gasthermen sowie kleine Pellet- und Kaminöfen kaufen. Auch Elektroheizungen wie die Infrarotheizung können sich in einem Passivhaus rentieren.

Welche neue Heizung für ein Ferienhaus kaufen?

Von Fall zu Fall sind die Gegebenheiten zwar unterschiedlich, aber ein Ferienhaus wird meist nicht ganzjährig und oft nur wenige Wochen im Jahr genutzt. Große Heizungsanlagen lohnen sich deshalb oft nicht, sodass für solch ein Haus besonders Elektroheizungen empfehlenswert sind. Eine vergleichsweise sparsame Variante ist die Infrarotheizung.

Welche neue Heizung für Industrie und Gewerbe kaufen?

Großanlagen rentieren sich nur, wenn die gewonnene Wärme auch tatsächlich genutzt werden kann. Hotels, Wäschereien und große Industriebetriebe eignen sich deshalb hervorragend, um selbst die allergrößten Heizungen voll auszulasten und damit rentabel zu machen. Besonders Holzheizungen, Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen können Sie in diesen Fällen kaufen.

Wirtschaftlichkeit neuer Heizungen im Vergleich

Bild: Amortisationsformel für Heizungen
Amortisationsformel für eine neue Heizung | © Energieheld

Die Amortisationszeit beschreibt die Zeitspanne, innerhalb derer das zuvor investierte Kapital wieder zurückgeflossen ist. Da eine Heizung generell keine finanziellen Einnahmen ermöglicht, setzt man die neue Anlage häufig in Relation zu den laufenden Kosten einer bestehenden Heizung. So lässt sich errechnen, wie lange es dauert, bis man die Investitionskosten wieder erwirtschaftet hat.

Man schaut sich also beispielweise die möglichen Heizkosten einer alten Ölheizung an und vergleicht diese mit den zu erwartenden Ausgaben für eine neue Pelletheizung. Da Pellets preiswerter als Öl sind, ist diese Art zu heizen auf Dauer günstiger und „erwirtschaftet“ damit quasi den finanziellen Gewinn. Nach einer gewissen Zeit übersteigen die Einsparungen die einstigen Investitionskosten, sodass sich die neue Heizung ab diesem Punkt amortisiert hat.

Wir haben für Sie ein übliches Szenario für ein 140 Quadratmeter großes Einfamilienhaus mit 4-Personen-Haushalt und mit einem Wärmebedarf von rund 28.000 Kilowattstunden pro Jahr analysiert. Die bestehende Ölheizung ist erst 10 Jahre alt und muss aus technischer Sicht erst in 15 Jahren getauscht werden. Zu dieser Grundannahme haben wir dann noch die allgemeinen Stromkosten, die Wartung, Preissteigerungen etc. hinzugerechnet, um ein ungefähres Bild davon zu bekommen, welche Heizung unterm Strich die günstigste ist. Interessant bei diesem Szenario ist, dass eine neue Ölheizung auf den ersten Blick gar nicht so schlecht abschneidet.

Dies tritt allerdings nur unter der Annahme ein, dass der Ölpreis nicht überproportional steigt. Zudem wurde in dieser Berechnung auch die ab 2021 geltende und jährlich steigende CO2-Steuer nicht berücksichtigt. Hier muss man das Risiko für sich selbst abschätzen und entscheiden, ob man seine alte Ölheizung erneuern oder lieber durch eine andere Heizung ersetzen lässt. Die mit Abstand günstigste Heizung ist der Scheitholzvergaser - bedenken Sie jedoch, dass so eine Anlage jeden Tag händisch bestückt werden muss und damit etwas außerhalb der Wertung anzusiedeln ist.

Heizung / Wirtschaftlichkeit (inkl. Strom) Jahr 1 Jahr 10 Jahr 20 Jahr 25
Ölheizung bestehend
(10 Jahre alt)
3.400 € 39.500 € 104.800 € 136.500 €
Ölheizung Brennwert 12.300 € 46.900 € 97.800 € 129.500 €
Gasheizung Brennwert
(mit Anschluss)
13.300 € 47.400 € 98.400 € 129.900 €
Pelletheizung 16.200 € 50.100 € 100.000 € 131.100 €
Hackschnitzelheizung 16.800 € 43.300 € 82.300 € 106.500 €
Holzvergaser 9.000 € 35.900 € 75.400 € 100.000 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe* 12.800 € 45.200 € 92.900 € 122.500 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe* 19.000 € 47.400 € 89.300 € 115.400 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe* 22.200 € 50.600 € 92.600 € 118.700 €
Infrarotheizung** 12.900 € 85.200 € 191.600 € 257.800 €
Elektroheizung** 13.500 € 92.200 € 208.100 € 280.300 €

* Stromtarif für Wärmepumpen: 21,00 Cent/kWh **Stromtarif für Großabnehmer: 22,00 Cent/kWh

Heizung nachrüsten (Elektroheizung austauschen)

Auch heute gibt es noch recht viele Gebäude, die über keine (halbwegs) moderne Zentralheizung verfügen. Entweder wird mit Nachtspeicher (Strom) oder tatsächlich noch mit Kachelofen und Försterofen geheizt.

Viele Menschen, die solch eine Immobilie bewohnen, möchten eine neue Heizung nachrüsten, können die anfallenden Kosten jedoch schwer einschätzen. Wir zeigen, mit welchen Preisen Sie beim Nachrüsten einer Heizung rechnen sollten und wie viel Geld Sie schon im ersten Jahr gegenüber der alten Anlage sparen. Die Kosten beziehen sich auf ein Einfamilienhaus mit etwa 140 Quadratmetern und 12 Heizkörpern.

Heizung Anschaffung* Kosten pro Heizkörper* Sonstige Kosten* Gesamt-Kosten*
Ölheizung 7.000 - 9.000 € 300 - 500 € Öltank:
2.000 - 4000 €
12.500 - 16.600 €
Gasheizung 6.000 - 10.000 € 300 - 500 € Gasanschluss:
750 - 2.350 €
10.500 - 16.000 €

*Kosten inklusive Einbau, ohne Förderung

Durch das Nachrüsten einer modernen Zentralheizung sind erhebliche Einsparungen möglich. Je nach Energiebedarf kann sich selbst eine neue Heizung für rund 14.000 Euro schon nach dem zweiten Jahr amortisiert haben. Wenn Sie viel mit Strom heizen, dann lohnt sich das Nachrüsten einer neuen Heizung immer: Nach 30 Jahren haben Sie fast 200.000 Euro an Heizkosten gespart!

Wo gibt es die meiste Förderung?

Bild: Heizungs-Förderung nach BEG 2021
Wird besonders hoch gefördert - emissionsarme Holzheizung | © tchara / shutterstock.com

Die Sanierung von Heizungen in Bestandsbauten wird als Einzelmaßnahme im Rahmen der Anfang 2021 neu eingeführten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert. Träger der Förderung für Sanierungen mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) mit Zuschüssen ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Für Sanierer, die nicht über ausreichend Eigenkapital verfügen, bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) seit 01.07.2021 die BEG EM im Programm KfW 262 auch als zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss an. Ebenfalls seit 01.07.2021 kann man auch die neuen Programme für Sanierungen und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard in Anspruch nehmen.

In der BEG EM werden ausschließlich Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien oder solche, die zumindest über eine Komponente auf Basis dieser verfügen, gefördert. Ölheizungen werden seit 2020 gar nicht mehr gefördert. Eine direkte Förderung für Heizungen gibt es von der KfW neben dem Programm KfW 262 (BEG EM) auch im Zuge des Programms KfW 433 für eine Brennstoffzellen-Heizung. Darüber hinaus bietet die KfW im Rahmen der BEG  WG für Wohngebäude (Neubau oder Sanierung zum Effizienzhaus) im Programm KfW 261 einen Zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss an.

Alternativ kann man im Programm KfW 461 auch einen einmaligen Zuschuss erhalten. Dieser muss nicht zurückgezahlt werden. Zudem ersetzen die Programme KfW 261/262 sowie das Programm KfW 461 die Programme KfW 151/152, das Programm KfW 430, das Programm KfW 153 sowie das Programm KfW 167. Außerdem ersetzen sie das Programm KfW 431 zur Förderung der Energieberatung. Für die Energieberatung erhält man in den Programmen KfW 461 und KfW 261 zukünftig einen Zuschuss von 50 Prozent der förderfähigen Kosten / Kreditsummme - max. 5.000 Euro.  In der Sanierung mit Einzelmaßnahmen erhält man 50 Prozent von 5.000 Euro - also max. 2.500 Euro.

Förderung für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen

Förderung für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen sind wie gesagt von KfW und BAFA erhältlich. Eine Übersicht zu allen aktuellen Förderungen von Heizungen mit Einzelmaßnahmen finden Sie in der folgenden Tabelle:

Heizung Kredit Zuschuss
Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready" (Gas-Brennwert und Vorbereitung für Komponente auf Basis erneuerbarer Energien) KfW 262 (BEG EM): Kredit von höchstens 60.000 € + Tilgungszuschuss von mindestens 20 % der Kreditsumme, max. 15.000 €* inkl. iSFP-Bonus**** BAFA (BEG EM): Zuschuss von mindestens 20 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 15.000 €* inkl. iSFP-Bonus****
Gas-Hybridheizung (mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien) KfW 262 (BEG EM): Kredit von höchstens 60.000 € + Tilgungszuschuss von mindestens 30 % der Kreditsumme, max. 27.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus **** BAFA (BEG EM): Zuschuss von mindestens 30 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 27.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus****
Solarthermie-Anlage KfW 262 (BEG EM): Kredit von höchstens 60.000 € + Tilgungszuschuss von mindestens 30 % der Kreditsumme, max. 21.000 €* inkl. iSFP-Bonus**** BAFA (BEG EM): Zuschuss von mindestens 30 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €* inkl. iSFP-Bonus****
Wärmepumpen, EE******-Hybridheizungen ohne Holzheizung KfW 262 (BEG EM): Kredit von höchstens 60.000 € + Tilgungszuschuss von mindestens 35 % der Kreditsumme, max. 30.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus**** BAFA (BEG EM): Zuschuss von mindestens 35 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 30.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus****
Holzheizungen, EE******-Hybridheizungen mit Holzheizung KfW 262 (BEG EM): Kredit von höchstens 60.000 € + Tlgungszuschuss von mindestens 35 % der Kreditsumme, max. 33.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus**** + Innovationsbonus***** BAFA (BEG EM): Zuschuss von mindestens 35 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 33.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus**** + Innovationsbonus*****
Fernwärme KfW 262 (BEG EM): Kredit von höchstens 60.000 € + Tilgungszuschuss von mindestents 30 bzw. 35 %** der Kreditsumme, max. 27.000 €* / max. 30.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus**** BAFA (BEG EM): Zuschuss von 30 bzw. 35 %** der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 27.000 €* / max. 30.000 €* inkl. Öl-Austauschprämie*** + iSFP-Bonus****
BHKW keine Förderung BAFA KWK-Zuschuss, zum 01.01.2021 eingestellt, keine direkte Förderung
Brennstoffzelle n / a KfW 433: 6.800 € + 550 € / 100 Welmax. 34.400 €

* Pro Wohneinheit;; ** 30 % wenn die Fernwärme zu mindestens 25 % mit erneuerbaren Energien erzeugt wird, 35 % wenn der Anteil 55 % beträgt; *** Bonus für den Ersatz einer alten Ölheizung; **** Bonus für die Umsetzung von Maßnahmen, die in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen wurden; ***** Innovationsbonus für besonders emissionsarme Holzheizungen; ****** Erneuerbare Energien

Förderung für Effizienzhäuser

Sollten Sie eine Komplettsanierung oder einen Neubau nach Effizenzhaus-Standard anstreben, steht Ihnen seit dem 01.07.2021 wahlweise der Zuschuss KfW 461 oder der zinsgünstige Kredit KfW 261 inkl. Tilgungszuschuss zur Verfügung. Die Programme gelten für Neubauten und Sanierungen. Die jeweilgen neuen Fördersätze finden Sie in der folgenden Tabelle:

Heizung Gebäudeart Kredit (KfW 261)** Zuschuss (KfW 461)**
Holzheizung, Wärmepumpe, EE***-Hybridheizung, Gas-Hybridheizung, Gas-Brennwertheizung, Fernwärme (keine ölbetriebenen Heizungen) Altbau Kredit bis zu 150.000 € + Tilgungszuschuss von max. 50 % der Kreditsumme, max. 75.000 €* Zuschuss bis zu 50 % der förderfähigen Kosten von max. 150.000 €, max. 75.000 €*
Neubau Kredit bis zu 150.000 € + Tilgungszuschuss von max. 25 % der Kreditsumme, max. 37.500 €* Zuschuss bis zu 25 % der förderfähigen Kosten von max. 150.000 €, max. 37.500 €

* Pro Wohneinheit ** Förderung nur anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung oder des Neubaus *** Erneuerbare Energien

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

Förderung der Heizung im Altbau

Das BAFA fördert im Rahmen der BEG EM Wärmepumpen, Holzheizungen und Hybridheizungen auf Basis erneuerbarer Energien mit mindestens 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Für Solarthermie-Anlagen und Gas-Hybridheizungen mit einer Komponente auf Basis erneuerbarer Energien erhält man mindestens 30 Prozent der Kosten als Förderung.

Für Gas-Brennwertheizungen, die binnen zwei Jahren zu einer Gas-Hybridheizung ausgebaut werden, beträgt die Förderung 20 Prozent der Kosten. Außerdem fördert das BAFA Fernwärme, wenn diese zu mindestens 25 Prozent mit erneuerbaren Energien erzeugt wurde mit 30 Prozent der Kosten. 35 Prozent sind es, wenn der erneuerbare Anteil der Fernwärme bei mindestens 55 Prozent liegt. Die maximale Basis-Förderung für eine Heizung liegt bei 21.000 Euro. 

Die KfW fördert seit dem 01.07.2021 im neuen Programm KfW 262 alle oben genannten Heizungen mit einem zinsgünstigen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss. Dieser beträgt 20 Prozent für eine Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready”, 30 Prozent für Gas-Hybridheizungen und Solarthermie-Anlagen sowie 30 bis 35 Prozent für Fernwärme und 35 Prozent für Heizungen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen. Der maximale Tilgungszuschuss liegt in der Basis-Förderung auch hier bei 21.000 Euro. Außerdem fördert die KfW die Installation einer Brennstoffzellen-Heizung mit dem Programm KfW 433 mit maximal 34.400 Euro

Alternativ kann man von der KfW im Rahmen von Sanierungen zum Effizienzhaus mit dem Programm KfW 461 einen Zuschuss bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 Euro erhalten - das entspricht maximal 75.000 Euro. Wenn einem das nötige Eigenkapital fehlt, kann man auch das Programm KfW 261 (BEG WG) nutzen und einen zinsgünstigen Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 50 Prozent der Kreditsumme erhalten. Der maximale Tilgungschuss liegt demnach ebenfalls bei höchstens 75.000 Euro.

Alte Ölheizung und Öl-Austauschprämie

Ölheizungen werden bereits seit Jahresbeginn 2020 nicht mehr gefördert. Stattdessen zahlt das BAFA für den Austausch alter Ölheizungen sogar eine sogenannte „Öl-Austauschprämie": Installieren Sie statt einer mindestens 2 Jahre alten Ölheizung eine Gas-Hybridheizung mit Nutzung erneuerbarer Energien, erstattet das BAFA Ihnen 10 Prozent mehr Förderung, also 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Entscheidet man sich für eine Heizung, die ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet, erhält man dann sogar 45 Prozent der Kosten. Das entsrpricht maxmial 27.000 Euro.

Individueller Sanierungsfahrplan und Innovationsbonus

Mit der Einführung der BEG EM wurden die Möglichkeiten der Förderung durch Boni erweitert. Wird eine Maßnahme umgesetzt, die vorher von einem Energieberater in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) angeraten wurde, erhält man einen iSFP-Bonus in Höhe von 5 Prozent der Kosten. Außerdem werden Holzheizungen mit besonders niedrigen Feinstaubemissionen mit dem Innovationsbonus in Höhe von 5 Prozent gefördert. Durch diese Boni sind Förderungen bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten - also bis zu 33.000 Euro möglich.

Förderung der Heizung im Neubau

Die direkte Förderung von Heizungen im Neubau durch das BAFA ist zu Beginn 2021 ersatzlos gestrichen worden. Ab 01.07.2021 gibt es von der KfW wahlweise eine Förderung als zinsgünstigen Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungschuss von 25 Prozent der Kreditsumme, oder - alternativ dazu - einen einmaligen Zuschuss von 25 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 Euro. Dazu muss das Gebäude mindestens Effizienzhaus-Standard EH 55 erreichen. Je nach erreichtem Standard steht einem dann ein Tilgungszuschuss oder alternativ ein einmaliger Zuschuss in Höhe von maximal 37.500 Euro als Förderung zur Verfügung.

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Sanierungskette vor dem Kauf beachten

Bild: Sanierungskette: Erst dämmen, dann Heizung modernisieren
Erst dämmen - dann neue Heizung | © Radovan1 / shutterstock.com

Auch wenn eine neue Heizung durch die Einsparpotenziale sehr verlockend sein kann, sollte man stets die „Sanierungskette“ im Auge behalten. Im Klartext bedeutet das, die einzelnen Schritte einer vollständigen Gebäudesanierung in der richtigen Reihenfolge einzuleiten.

Wenn Ihr Haus in nächster Zeit ebenfalls gedämmt werden soll, dann lohnt sich die Installation einer neuen Heizung erst nach dieser Maßnahme. Erst dann kann der Wärmebedarf errechnet werden.

Alternativ kann man den Einbau von Dämmung und Heizung aber auch als Komplettpaket planen. Hier kann die Einbindung eines Energieberaters sehr hilfreich sein. Beachtet man die Sanierungskette nicht, wird die Anlage in den meisten Fällen zu groß dimensioniert sein, sodass höhere Investitionskosten und eine schlechtere Auslastung der Heizung fast schon garantiert sind. So ist eine Amortisation nicht möglich und der positive Effekt des Heizungstauschs bleibt aus.

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