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Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Anmerkungen

Wir stellen hier allgemeine Durchschnittswerte für Heizkosten dar. In Einzelfällen können diese bei Ihnen zu Hause natürlich abweichen, aber häufig wird zum Beispiel auch der Fehler gemacht, Kubikmeter oder Liter mit Kilowattstunden zu verwechseln. Für die Brennstoffpreise haben wir immer den Durchschnitt der letzten 3 Jahre herangezogen. Bei drastischen Abweichungen sollten Sie vielleicht einmal über einen Termin mit einem Energieberater nachdenken, der Ihnen energetische Schwachstellen am eigenen Haus aufzeigen kann.

Unser Beispiel-Haus

In fast allen Artikeln auf energieheld.de werden Sie unser Beispiel-Haus als Referenz wiederfinden. Dieses besitzt eine Wohnfläche von etwa 140 Quadratmetern und ist weitestgehend unsaniert (Bj. 1955 oder früher). Der Wärmebedarf liegt bei 28.000 und der Strombedarf bei 4.500 Kilowattstunden pro Jahr. Alle neueren und damit moderneren Häuser liegen somit logischerweise unter diesem Energiebedarf.

Bild: Energieheld Tipp

Wenn Sie noch eine Nachtspeicherheizung oder eine andere mit Heizstrom betriebene Elektroheizung nutzen, sollten Sie diese unbedingt austauschen. Denn jede andere Heizungsart verbraucht deutlich weniger Energie. So lassen sich erhebliche Beträge bei den jährlichen Heizkosten einsparen, sodass sich die Anschaffung der neuen Heizung binnen weniger Jahre amortisiert.

Heizkosten für alle Brennstoffe im Vergleich

Hier finden Sie alle Heizkosten mit verschiedenen Brennstoffen und Gebäuden im Vergleich. Wir sind immer von einem 4-Personen-Haushalt ausgegangen. Zu zweit oder alleine benötigt man jedoch nicht immer drastisch weniger Energie, weil gewisse Leistungen ohnehin anfallen.

Brennstoff Heizwert Gebäude
(140 m²)
Wärme + Warmwasser
(4 Personen)
Heizkosten
pro Jahr / m²
Heizöl EL (leicht) ca. 9,8 kWh pro Liter Bj. 1955 28.000 kWh 1.800 € /
13 € pro m²
Bj. 1975 20.000 kWh 1.300 € /
9 € pro m²
Bj. 1990 15.000 kWh 900 € /
6 € pro m²
Bj. 2005 10.000 kWh 600 € /
4 € pro m²
Erdgas ca. 10,1 kWh pro m³ Bj. 1955 28.000 kWh 1.700 € /
12 € pro m²
Bj. 1975 20.000 kWh 1.200 € /
9 € pro m²
Bj. 1990 15.000 kWh 900 € /
6 € pro m²
Bj. 2005 10.000 kWh 600 € /
4 € pro m²
Pellets ca. 5 kWh pro kg Bj. 1955 28.000 kWh 1.600 € /
11 € pro m²
Bj. 1975 20.000 kWh 1.100 € /
8 € pro m²
Bj. 1990 15.000 kWh 900 € /
6 € pro m²
Bj. 2005 10.000 kWh 600 € /
4 € pro m²
Hackschnitzel ca. 4 kWh pro kg Bj. 1955 28.000 kWh 900 € /
6 € pro m²
Bj. 1975 20.000 kWh 600 € /
4 € pro m²
Bj. 1990 15.000 kWh 500 € /
4 € pro m²
Bj. 2005 10.000 kWh 300 € /
2 € pro m²
Scheitholz ca. 800 kWh pro SRm Bj. 1955 28.000 kWh 900 € /
6 € pro m²
Bj. 1975 20.000 kWh 600 € /
4 € pro m²
Bj. 1990 15.000 kWh 500 € /
4 € pro m²
Bj. 2005 10.000 kWh 300 € /
2 € pro m²
Heizstrom 1 kWh Bj. 1955 28.000 kWh 6.200 € /
44 € pro m²
Bj. 1975 20.000 kWh 4.400 € /
31 € pro m²
Bj. 1990 15.000 kWh 3.300 € /
24 € pro m²
Bj. 2005 10.000 kWh 2.200 € /
16 € pro m²
Wärmepumpenstrom ca. 3 - 5 kWh Wärme pro kWh Strom Bj. 1955 28.000 kWh 1.300 € /
9 € pro m²
Bj. 1975 20.000 kWh 900 € /
6 € pro m²
Bj. 1990 15.000 kWh 700 € /
5 € pro m²
Bj. 2005 10.000 kWh 500 € /
4 € pro m²

Heizkosten mit Öl

Auch wenn Heizöl als wenig zukunftssicher gilt, ist das Heizen damit aktuell gar nicht so teuer. Je nach Sanierungsstand bezahlen Sie pro Jahr ca. 600 bis 1.800 Euro, was etwa 1.000 bis 2.900 Litern Heizöl entspricht. Natürlich werden diese Preise künftig sehr wahrscheinlich noch drastisch steigen, aber das kann niemand mit absoluter Sicherheit sagen.

Heizkosten mit Gas

Gas verbrennt insgesamt sauberer als Öl, aber ist in Sachen Umweltbilanz auch nicht das Nonplusultra. Rechnen Sie bei den Heizkosten pro Jahr mit 600 bis 1.700 Euro, was etwa 1.000 bis 2.800 Kubikmetern Erdgas entspricht. Gas gilt als etwas preisstabiler als Öl, aber das kann sich künftig auch ändern.

Heizkosten mit Holz

Holz ist ein nachhaltiger Brennstoff, weil sogar mehr nachwächst als wir verbrauchen. Preislich muss zwischen Pellets, Hackschnitzeln und Scheitholz unterschieden werden. Insgesamt liegt die Preisspanne bei 300 bis 1.600 Euro pro Jahr, was enorm günstig ist. Pellets und Hackschnitzel werden meist in Tonnen berechnet (2 bis 8 Tonnen pro Jahr), während man Scheitholz eher pro Schüttraummeter kauft (20 bis 30 SRm pro Jahr).

Heizkosten mit Strom

Beim Strom muss man nicht viel herumrechnen, denn 1 Kilowattstunde Strom ist eben eine Kilowattstunde Strom. Sie sollten jedoch wissen, dass die allermeisten Elektroheizungen enorm ineffizent arbeiten und Strom zudem sehr teuer ist. Wer viel mit Strom heizt, der bekommt diesen zwar günstiger, die Preise sind unter dem Strich jedoch noch immer mindestens 3 mal so hoch wie bei Öl oder Gas. Pro Jahr bezahlen Sie zwischen 2.200 und 6.200 Euro für das Heizen mit Strom.

Heizkosten mit Wärmepumpenstrom

Wärmepumpen werden zwar auch mit Strom betrieben, aber die Umwandlung in Wärme findet nicht 1:1 statt. Je nach Wirkungsgrad der Anlage können Sie durchaus mit 4,5 Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom rechnen - ein Wärmepumpentarif ist zudem auch günstiger. Insgesamt liegen Ihre Heizkosten mit einer Wärmepumpe pro Jahr also zwischen 500 und 1.300 Euro.

Heizkosten und Wärmebedarf selber berechnen

Bild: Haus im Winter bei Nacht
Wie hoch ist Ihr Wärmebedarf? | © JerzyGorecki / pixabay.com CC0

Theoretisch lassen sich die eigenen Heizkosten pro Kilowattstunde sehr einfach berechnen. Viele Eigenheimbesitzer machen es sich jedoch zu schwer und gehen den Umweg über die Quadratmeterzahl. Diese ist zwar für allgemeine Durchschnitte interessant, sagt jedoch insgesamt wenig über die tatsächlichen Heizkosten aus.

Wenn einige Räume leer stehen oder gerne ausgiebig geduscht und gebadet wird, dann werden die durchschnittlichen Zahlen sehr verfälscht. Ihre letzte Rechnung für Heizöl, Erdgas, Holz oder Strom ist am aussagekräftigsten, wenn die entsprechenden Heizwerte bekannt sind. Haben Sie zuletzt 3.000 Liter Heizöl gekauft, dann enstpricht das 29.400 Kilowattstunden (3.000 l x 9,8 kWh) Wärmebedarf. Diesen können Sie dann noch durch die Wohnfläche teilen (140 m²), was 210 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr entspricht.

Für künftige Neubauten ist der Energiebedarf grundsätzlich schon vorgeplant, aber das eigene Heizverhalten kann natürlich noch starken Einfluss auf das Endergebnis nehmen. Sie sollten pro Person etwa mit 1.500 bis 2.000 Kilowattstunden Wärme pro Jahr rechnen. Das entspricht wiederum 43 bis 57 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (Gesamtwärmebedarf geteilt durch Wohnfläche).

Heizkosten pro Person und pro Quadratmeter errechnen

Wir haben in den bisherigen Beispielen mit insgesamt 4 Personen in einem Haushalt gerechnet. Eine völlig unsanierte Immobilie kommt so auf etwa 28.000 Kilowattstunden Wärmebedarf pro Jahr. Dieser lässt sich nun leider nicht einfach durch 4 teilen, da immer eine gewisse Grundlast anfällt. Hier sind aber grobe Richtwerte, mit denen Sie pro Personen rechnen können:

Haushalt Wohnfläche Wärmebedarf inklusive Warmwasser
kWh pro Jahr kWh pro m² und Jahr
1 Person 50 m² (Altbau) ca. 3.000 kWh ca. 60 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 8.400 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 1.100 kWh ca. 22 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 3.100 kWh
2 Personen 50 m² (Altbau) ca. 5.500 kWh ca. 110 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 15.400 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 2.000 kWh ca. 40 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 5.600 kWh
3 Personen 50 m² (Altbau) ca. 7.500 kWh ca. 150 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 21.000 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 2.700 kWh ca. 54 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 7.600 kWh
4 Personen 50 m² (Altbau) ca. 10.000 kWh ca. 200 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 28.000 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 3.600 kWh ca. 72 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 10.000 kWh

Heizwert und Brennwert der Brennstoffe

Jeder Brennstoff besitzt einen gewissen Heizwert, der den Energiegehalt pro üblicher Mengeneinheit wiedergibt. Zur Veranschaulichung: Heizöl wird meistens in Litern gemessen. 1 Liter Heizöl enthält etwa 9,8 Kilowattstunden Heizenergie. Der Brennwert liegt fast immer höher als der Heizwert, weil dieser auch die Energie berücksichtigt, die in einem sogenannten Brennwertkessel aus dem Abgas gewonnen werden kann.

Brennstoff Einheit Heizwert in kWh
Heizöl EL 1 l (Liter) ca. 9,8 kWh
Erdgas 1 m³ (Kubikmeter) ca. 10,1 kWh
Pellets 1 kg (Kilogramm) ca. 5 kWh
Hackschnitzel 1 kg (Kilogamm) ca. 4 kWh
Scheitholz 1 SRm (Schüttraummeter) ca. 800 kWh

Welcher Brennstoff ist der beste?

Den einen besten Brennstoff gibt es selbstverständlich nicht, da alle gewisse Vorteile und Nachteile besitzen. Grundsätzlich können Sie jedoch davon ausgehen, dass Holzheizungen und Wärmepumpen die zukunftssichersten Heizungen sind. Wärmepumpen lassen sich darüber hinaus auch perfekt mit einer Photovoltaik-Anlage kombinieren, um die Heizkosten weiter zu senken.

So können Sie einfach Ihre Heizkosten senken

Bild: Smart Phone steuert Smart Home
Heizkosten sparen mit Smart Home | © geralt / pixabay.com CC0

Am ehesten senken Sie Ihre Heizkosten mit einer neuen Heizung oder einer guten Dämmung. Dabei können Sie beim selben Brennstoff bleiben oder auf erneuerbare Energien umsteigen, wenn die Einsparungen dauerhaft hoch ausfallen sollen. Eine Dämmung ist nicht pauschal wirtschaftlich, am Dach oder als Einblasdämmung jedoch sehr zu empfehlen.

Zu den kleineren und dennoch wirkungsvollen Tipps zählen zum Beispiel ein hydraulischer Abgleich oder das bewusste Heizen bzw. Lüften, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Eine weitere Einsparmöglichkeit ist der Austausch der alten Umwälzpumpe gegen eine neue. Außerdem können Sie Ihr Heizverhalten mit einem Smart Home so optimieren, dass die Heizkosten weiter sinken.

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