Hoehere Bafa Foerderungen Ab April 2015 Waerme Aus Erneuerbare Energien Neu

Höhere Förderung für erneuerbare Energien » ab April 2015

Höhere Förderung für erneuerbare Energien » ab April 2015
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Für alle die es kompliziert mögen: Die Bundesregierung plant eine Novelle der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. So lautet jedenfalls der offizielle Plan. Wer es doch gern etwas einfacher hätte, dem sei gesagt:

Ab April 2015 gibt es von der BAFA höhere Förderungen für den Einsatz Erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung im privaten Eigenheim! 

Anteil Erneuerbaren Energien für Wärme aktuell bei 10%

Am 1. Januar 2009 trat das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) erstmalig in Kraft und sollte fortan den Ausbau Erneuerbarer Energien auch im Wärme- und Kältesektor vorantreiben. Ursprüngliches Ziel war es, in diesen Bereichen bis zum Jahr 2020 mindestens 14 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien decken zu können. Um diese recht ambitionierte Vorgabe zu erreichen, wurden verschiedene Instrumente gewählt:

Zum einen verschärfte man die technischen Vorgaben für Neubauten, sodass die Nutzung Erneuerbarer Energien in den meisten Fällen verpflichtend wurde. Zum anderen sollten aber auch parallele Marktanreizprogramme vom Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dabei helfen, die Wärmeversorgung in Altbauten auf den neuesten Stand zu bringen. Der Gedanke dabei: Förderprogramme sollten die Investition in Erneuerbare Energien attraktiver und erschwinglicher machen. Aus verschiedenen Gründen war der Erfolg aber bisher recht bescheiden.

Seit 2012 hängt der Anteil Erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung gewissermaßen bei der 10-Prozent-Marke „fest“. Bis 2020 mindestens 14 Prozent zu erreichen, darf also noch immer als sehr ehrgeiziges Ziel angesehen werden.

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Höhere Förderung für die Energiewende – Ziel: 14% aus EE

Um der Energiewende mal wieder ein wenig Vortrieb zu bescheren, soll die Förderung für Erneuerbare (Wärme-) Energien ab dem 1. April 2015 angehoben und das gesamte Marktanreizprogramm deutlich transparenter gestaltet werden. Bei fast allen förderfähigen Anlagen handelt es sich um Pelletheizungen, Solarthermieanlagen und Wärmepumpen. Die Zuschüsse fallen dann jeweils in Abhängigkeit der Größe und des Anwendungsbereichs der Anlage aus. Pauschale Zahlen lassen sich jedoch für den privaten Sektor nennen, wobei hier ebenfalls zu bemerken ist, dass die Summen sich in den meisten Fällen als Mindesförderbeträge verstehen. Große Anlagen oder solche mit Innovationsbonus erhalten selbstverständlich höhere Förderungen.

Erstmals wird auch die Soalrthermie nur für die WArmwasserbereitung gefördert. Mit 500 €.

Erstmals wird auch die Solarthermie nur für Warmwasserbereitung gefördert – mit 500 €.
Eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung hingegen nun sogar mit 2.220 €
© ROTEX, www.rotex-heating.com

Höhere Förderungen im Überblick: Das sind die Änderungen

Heizungsart Förderung bisher Förderung ab April 2015
Pelletkessel 2.400 € 3.000 €
Pelletkessel (mit Pufferspeicher) 2.900 € 3.500 €
Pelletofen (mit Wassertasche) 1.400 € 2.000 €
Hackschnitzelkessel 1.400 € 3.500 €
Erdwärme/Wasser-Wärmepumpe (Erdsonde, Sorptionswärme, gasmotorisch) 2.800 € 4.500 €
Erdwärme/Wasser-Wärmepumpe (sonst) 2.800 € 4.000 €
Luft/Wasser-Wärmepumpe 1.300 € 1.300 €
Solarthermie (Heizungsunterstützung) 1.500 € 2.000 €
Solarthermie (Warmwasserbereitung) 0 € 500 €

Die wichtigsten Änderungen ab April 2015

Um Deutschlands Wärmeversorgung in Gänze zu erfassen, wird die Förderung ab April auf alle wichtigen Teilbereiche erweitert. In aller Ausführlichkeit können die Änderungen an dieser Stelle zwar nicht vorgestellt werden, aber unsere Übersichtsdarstellung vermittelt sicherlich einen guten, ersten Einblick. Die „Dauerbrenner“ der Erneuerbaren (Wärme-) Energien wie Pelletheizungen, Solarthermieanlagen und Wärmepumpen erhalten im privaten Sektor höhere Zuschüsse, sowie einige Ergänzungen im Bereich der Förderfähigkeit.

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Montage einer Luft-Wärmepumpe:
Für diesen Typ der Wärmepumpe bleibt die Förderung in gleicher Höhe bestehen.
© Vladislav Gajic / shutterstock.com

Förderung für Wärmepumpen ausgeweitet

Für Wärmepumpen sind hauptsächlich folgende Änderungen vorgesehen: Einführung einer Innovationsförderung, Förderung von Erdsonden und statt 2 sollen künftig 4 Bohrungen im Rahmen der Tiefengeothermie staatlich gefördert werden. Gleichzeitig wird die Modernisierung gesamter Heizungssysteme in die Förderung integriert. Speziell der hydraulische Abgleich ist häufig von großer Bedeutung, um neue Brennwertheizungen tatsächlich effizient betreiben zu können. Hierfür werden bis zu 200 Euro ausgezahlt.

Höhere Förderung für Solarthermie

Besonders für die Solarthermie sind 2015 wichtige Änderungen geplant: Förderung von Solarthermieanlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung, Einführung einer ertragsorientierten Förderung bei großen Solarkollektoranlagen und die Ausweitung der Innovationsförderung auf „Sonnenhäuser“.

Förderung der KfW: Erneuerbare Wärme für die Industrie

In der Tabelle oben nicht mit aufgeführt, aber dennoch nicht zu vergessen, ist die industrielle Prozesswärme. Die aktuell rund 20 Prozent des deutschen Endenergiebedarfs ausmacht und in Zukunft noch stärker aus Erneuerbaren Energien gewonnen werden soll. Je nach Art der Erzeugung stehen hier künftig zwischen 50.000 und 100.000 Euro an Zuschüssen pro Anlage zur Verfügung. In diesem Zusammenhang kann die Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen ebenfalls dabei helfen, Erneuerbare Energien auch in kapitalschwächeren Branchen stärker zu etablieren. Bei der KfW-Förderung werden hier die bestehenden Zuschüsse um 10 Prozent erhöht.

Wer kann die Förderung in Anspruch nehmen?

April 2015: Die BAFA erhöht die Zuschüsse für Wärme aus erneuerbaren Energiequellen

© CC (Wikimedia Commons)

Wer jetzt Lust auf Erneuerbare Energien bekommen hat, der möchte sicherlich wissen, wie man denn von den neuen Zuschüssen profitieren kann. Im privaten Bereich werden praktisch alle Zuschüsse für Pelletheizungen, Solarthermie und Wärmepumpen vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) übernommen.

Formale Vorgaben gehen also alle von dieser Stelle aus. Sobald eine neue Anlage installiert wurde und den Bedingungen des BAFA entspricht, haben Sie 6 Monate Zeit, um die Förderung zu beantragen. Jedem Antrag muss eine Fachunternehmererklärung, sowie eine Kopie der Rechnung beigefügt werden.

Alternative Zuschüsse oder Kredite die über die KfW abgewickelt werden sollen, müssen vor dem Einbau einer neuen Anlage und zusammen mit einem Energieberater beantragt werden.

Unser Fazit zur höheren Förderung für Erneuerbare Energien ab April 2015: Besser spät als nie.

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Es wurde höchste Zeit, dass der Förderung des Wärmemarktes wieder mehr Bedeutung beigemessen wird. Natürlich muss sich noch zeigen, ob die geplanten Änderungen tatsächlich den gewünschten Erfolg erzielen, aber vorab lässt sich eigentlich kein „Haken“ an der Sache erkennen. Wer schon immer mit dem Kauf einer Pelletheizung oder Wärmepumpe geliebäugelt hat, wird sich gut überlegen, ob diese Anschaffung noch weiter auf die lange Bank geschoben werden sollte. Bleibt nur zu hoffen, dass im Zuge der Novellierung die Transparenz der Förderbedingungen tatsächlich verbessert wird.

Zu guter Letzt noch ein Appell an alle, die eine Uralt-Heizung im Keller stehen haben: Es muss nicht immer eine große Pelletheizung sein. Auch moderne Gasheizungen helfen dabei, den Energieverbrauch spürbar zu senken. Erst im März 2015 wurde der Zuschuss für die BAFA Vor-Ort-Bertung ebenfalls erhöht. Falls Ihre Heizung noch die deutsche Wiedervereinigung miterlebt hat, dann ist es definitiv Zeit für einen Austausch!

Weiterführende Links:

• Solarthermie
• Pelletheizung
• Wärmepumpe
• BAFA: Heizen mit Erneuerbaren Energien

Bildverzeichnis:
Titelbild: Zusammenschnitt aus Bildern von © Imageman und Slavo Valigursky /shutterstock.com

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Philipp Kloth

Die Energiewende kann nur mit bürgernaher Aufklärung funktionieren. Dabei möchte ich mithelfen.