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KfW 458: Die KfW-Förderung für Heizungen

Thermostatknopf vor Geldscheinen
Mit dem KfW Zuschuss 458 können Sie die Kosten Ihrer Heizung reduzieren | © AlexanderStein / pixabay.com

2024 wurde die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) erneuert und umgestaltet. Die BEG fasst viele unterschiedliche Förderungen in einem Programm zusammen. Darunter Förderungen des BAFA und der KfW. Bei der letzten Novellierung der BEG 2024 wurde insbesondere die Förderung für Heizungen verändert.

So wird der Heizungstausch nicht länger von der BAFA, sondern von der KfW gefördert. Die Förderung für den Heizungstausch trägt den Programm-Namen KfW 458. Wie viel Förderung Sie erhalten können, welche Heizung gefördert und was es beim Beantragen zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhalt

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    Förderung für Heizungen: Neu seit 2024

    Die Förderung für die Sanierung von Gebäuden wird seit 2021 von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) geregelt. Seither gab es immer wieder Änderungen und Novellierungen, die letzte Änderung Anfang 2024

    Dabei wurde die Förderung für Heizungen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernommen. In diesem Zuge wurden die Fördersätze teilweise deutlich erhöht  insbesondere die Förderung für Heizungen.

    Mit der Förderung für den Heizungstausch will die Bundesregierung den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen beschleunigen. Für den Tausch einer Heizung können Sie mindestens 30 und maximal 70 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss erstattet bekommen. Daraus ergibt sich eine Förderung von bis zu 23.500 Euro.


    KfW 458: Was wird gefördert?

    Mit dem Zuschuss wird der Einbau von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien und Anlagen der Heizungsunterstützung sowie der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz gefördert.

    Zu den geförderten Heizungen gehören:

    • Solarthermie-Anlagen
    • Biomasseheizungen
    • Wärmepumpen
    • Brennstoffzellenheizungen
    • Wasserstofffähige Heizungen (hier nur die Investitionsmehrkosten*)
    • Der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz

    Ebenfalls gefördert werden provisorische Heiztechnik bei einem Heizungsdefekt, die Fachplanung und Baubegleitung durch eine Expertin oder einen Experten für Energieeffizienz sowie die akustische Fachplanung durch einen Akustiker, sprich die Lärmschutz-Planung, z. B. bei Wärmepumpen.

    *Investitionsmehrkosten sind die Ausgaben, die notwendig sind, um die Heizungsanlage für den Betrieb mit Wasserstoff vorzubereiten oder umzurüsten.

    Voraussetzungen

    Die Förderung gilt ausschließlich für den Heizungstausch in Bestandsgebäuden. Dabei muss die Maßnahme die Energieeffizienz des Gebäudes und/oder den Anteil erneuerbarer Energien der Heizung erhöhen. Weitere Voraussetzung ist die Optimierung des Heizungsverteilungssystems, inklusive Durchführung des hydraulischen Abgleichs bzw. Anpassung der Luftvolumenströme im Zuge des Heizungstauschs.

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    KfW 458: Wer erhält den Förderzuschuss?

    Die Förderung richtet sich an private Eigentümer von Wohnimmobilien sowie Unternehmen, Gemeinden oder gemeinnützige Einrichtungen. Seit Januar 2024 dürfen allerdings nur noch Eigentümer einen Antrag stellen, nicht mehr Mieter. Ebenfalls neu ist, dass auch Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) antragsberechtigt sind.

    Der Start der Antragstellung erfolgt gestaffelt. Antragsberechtigt sind:

    • Privatpersonen, die Eigentümer von selbstbewohnten Einfamilienhäusern in Deutschland sind (seit dem 27.02.2024).
    • Privatpersonen, die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern sind sowie Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) mit Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum* (voraussichtlich ab Mai 2024).
    • Privatpersonen, die Eigentümer von vermieteten Einfamilienhäusern sind sowie von selbstbewohnten oder vermieteten Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften mit Maßnahmen am Sondereigentum* (voraussichtlich ab August 2024).

    * Sondereigentum liegt in der Verfügungsgewalt eines einzelnen Eigentümers, Gemeinschaftseigentum wird von der Wohnungseigentümergemeinschaft verantwortet.


    Förderung Heizungstausch: Alle Boni in der Übersicht

    Bild: Förderung für ein neue Heizung
    Förderung senkt die Kosten für die neue Heizung | © fizkes / shutterstock.com

    Sie können für den Heizungstausch von der KfW zwischen mindestens 30 und maximal 70 Prozent Zuschuss erhalten. Die maximal förderfähigen Kosten liegen bei 30.000 Euro. Erhalten Sie 70 Prozent als Zuschuss, wären das also bis zu 21.000 Euro Förderung.

    Der maximale Zuschuss setzt sich aus einer Grundförderung von 30 Prozent und weiteren Bonusförderungen zusammen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Boni vor.

    Klimabonus

    Den Klimabonus, auch Geschwindigkeitsbonus oder Klimageschwindigkeitsbonus erhalten Sie, wenn Sie eine der folgenden, funktionstüchtigen Heizungen gegen eine neue, energieeffiziente Heizung austauschen:

    • Ölheizung
    • Kohleheizung
    • Gas-Etagenheizung
    • Nachtspeicherheizung
    • mindestens 20 Jahre alte Gasheizung
    • mindestens 20 Jahre alte Biomasseheizung

    Tauschen Sie eine dieser Heizungen gegen eine Biomasseheizung aus, erhalten Sie den Klimabonus nur, wenn diese mit einer Solarthermie-Anlage, einer Photovoltaik-Anlage zur elektrischen Warmwasserbereitung oder einer Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizungsunterstützung kombinieren.

    Achtung: Der Klimabonus ist in dieser Höhe nur bis 2029 verfügbar. Ab 2029 sinkt er alle zwei Jahre um 3 Prozent. Ab 2029 liegt die Förderung somit bei 17 Prozent.

    Einkommensbonus

    Mit einem Haushaltseinkommen von maximal 40.000 Euro Brutto im Jahr erhalten Sie einen Einkommensbonus von 30 Prozent. Dieser Bonus sowie der Klimabonus richten sich an selbstnutzende Eigentümer. Die beiden Boni können nicht für vermietete Objekte geltend gemacht werden. Mieter dürfen zudem keinen Antrag stellen. Um den Bonus zu erhalten, benötigen Sie einen Nachweis über die Einkommenssteuerbescheide der Jahre zwei und drei vor Antragstellung (für Anträge im Jahr 2024 also der Durchschnitt von 2022 und 2021).

    Effizienzbonus

    Mit dem Effizienzbonus, ehemals Wärmepumpenbonus, erhalten Sie weitere 5 Prozent Förderung. Sie erhalten den Bonus für effiziente, elektrisch angetriebene Wärmepumpen. Voraussetzung ist, dass Sie als Wärmequelle Wasser, das Erdreich oder Abwasser nutzen oder ein natürliches Kältemittel einsetzen. Der Bonus gilt zudem für die anteiligen Kosten für Wärmepumpen bei bivalenten Kombi- und Kompaktgeräten.

    Emmissionsminderungszuschlag

    Den Emissionsminderungszuschlag können Sie beim Einbau einer Biomasseheizung erhalten. Diese muss nachweislich den Emissionsgrenzwert für Staub von 2,5 mg/m3 einhalten. Der Zuschlag liegt bei 2.500 Euro.

    Deckelung der Förderung

    Die Boni sind untereinander kumulierbar, aber bitte beachten Sie, dass die maximal mögliche Förderung bei 70 Prozent liegt. Das heißt, auch wenn Sie Anspruch auf alle verfügbaren Boni haben, kann die Förderung die Maximalhöhe von 70 Prozent nicht übersteigen. 

    Einzige Ausnahme hierbei: Biomasseheizungen mit Emmissionsminderungszuschlag. Hier wird der Zuschlag von 2.500 Euro auf die 70 Prozent, bzw. die 21.000 Euro addiert, sodass eine Förderung von bis zu 23.500 Euro möglich ist.

    HeizungGrundförderungEffizienzbonusKlimabonusEinkommensbonusMaximale Förderung
    Solarthermieanlage30 %20 %30 %70 %*
    Biomasseheizung**30 %20 % 30 %70 %*
    Wärmepumpe30 %

    5 %

    20 %30 %70 %*
    Brennstoffzellenheizung30 %20 %

    30 %

    70 %*
    Wasserstofffähige Heizung***30 %20 %30 %70 %*
    Innovative Heizungstechnik30 %20 %30 %70 %*
    Gebäudenetzanschluss30 %20 %30 %70 %*
    Wärmenetzanschluss30 %20 %30 %70 %*

    * Die Förderung ist auf 70 % gedeckelt; ** Biomasseheizungen erhalten den Klimabonus nur, wenn Sie mit einer Solarthermie- oder Photovoltaik-Anlage zur Warmwasserbereitung oder einer Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizungsunterstützung kombiniert werden; *** hier werden ausschließlich die Investitionsmehrkosten gefördert, welche die Heizung wasserstofffähig machen.

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    KfW 458: Antrag stellen und Voraussetzungen

    Bild: Online Antrag für KfW-Förderung
    KfW-Antrag online stellen | © Free-Photos / pixabay.com CC0

    Eine Antragstellung ist nur mithilfe eines Energieeffizienzexperten möglich, der von der Deutschen Energie-Agentur (dena) zertifiziert wurde. Dieser muss eine Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellen, welche Angaben zur geplanten Heizung, den förderfähigen Kosten sowie eine Bestätigung über die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen enthält. Erst dann ist ein Antrag möglich.

    Seit 2024 müssen Sie bereits einen Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit einem Handwerker unterschrieben haben, bevor Sie einen Antrag stellen können. Der Vertrag muss eine aufschiebende oder auflösende Bedingung enthalten, sprich an die Förderzusage geknüpft sein. Der Vertrag tritt also erst dann in Kraft, wenn Sie von der KfW eine Förderzusage erhalten haben und verfällt, falls der Förderantrag abgelehnt wird. Zudem muss der Vertrag das voraussichtliche Datum der Umsetzung erhalten. Dieses darf maximal 36 Monate in der Zukunft liegen.

    Anschließend kann der Antrag ganz einfach online im Zuschussportal der KfW gestellt werden. Nach der Förderzusage kann das Fachunternehmen die Heizung austauschen.


    Förderung für Heizung kombinieren

    Der Zuschuss für den Heizungstausch ist kombinierbar mit dem KfW-Kredit BEG Einzelmaßnahmen Ergänzungskredit - Wohngebäude (358/359). Durch diesen können Sie die restlichen Kosten, die nicht durch den Zuschuss abgedeckt sind, zinsgünstig finanzieren. So soll auch Haushalten, die sich einen Heizungstausch sonst nicht leisten könnten, der Zugang zu Sanierungsmaßnahmen ermöglicht werden.

    Außerdem sind Einzelmaßnahmen seit 2024 mit der BEG WG kombinierbar. Dazu zählt der Kredit 261, den Sie für Komplettsanierungen zum Effizienzhaus in Anspruch nehmen können. Im Rahmen des Programms KfW 261 erhalten Sie einen Kredit inkl. Tilgungszuschuss. Die Kosten für die einzelnen Sanierungsmaßnahmen werden dabei anteilig an den Gesamtkosten gefördert.

    Wenn Sie die Förderung KfW 261 und KfW 458 kombinieren wollen, darf die Heizung nicht mehr für den geplanten Effizienzhaus-Standard angerechnet – also auch nicht doppelt gefördert werden

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    Fazit und Empfehlung

    Bild: Geldscheine, Euro
    Mit den Förderungen der KfW lässt sich jede Menge Geld sparen | © moerschy / pixabay.com

    Durch die KfW-Förderung 458 für Heizungen werden nicht nur die Kosten für den Heizungstausch reduziert, sondern auch die Energieeffizienz von Bestandsgebäuden verbessert. So können Sie mit der Förderung für den Heizungstausch den ökologischen Fußabdruck Ihres Hauses verringern und gleichzeitig langfristig Energiekosten sparen. Insgesamt ist die Förderung eine interessante Option für private Eigentümer von Wohnimmobilien und Wohnungseigentümergemeinschaften, die in jedem Fall in Anspruch genommen werden sollte.

    Es gibt jedoch einige Hürden, die es bei der Antragstellung zu beachten gibt. Wichtig ist, dass die Antragstellung über einen zertifizierten Energieeffizienzexperten erfolgt und bestimmte Voraussetzungen, wie etwa der Abschluss eines Handwerker-Vertrags vor Antragstellung, erfüllt werden. Wenden Sie sich bei Fragen am besten an einen unserer Energieberater.