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Angebote für Dämmungen

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen über Dämmstoffe

Dämmstoffe sind bei der energetischen Gebäudesanierung nicht mehr nur ein Mittel zum Zweck. Sollten früher hauptsächlich Wärmeverluste am Dach vermieden werden, so verbirgt sich heutzutage hinter vielen Dämmstoffen eine ausgeklügelte Technologie, die zudem auch noch verschiedene Geschmäcker bedient. Egal, ob Dämmstoffe besonders umweltfreundlich oder nur sehr günstig sein sollen: Der Markt bietet nahezu endlose Möglichkeiten, um das Eigenheim mit einer Dämmung zu versehen.

Alle Dämmstoffe in der Übersicht

In dieser Tabelle finden Sie eine ganz allgemeine Übersicht zu den verschiedenen Dämmstoffen. Aktuell sind besonders mineralische und synthetische Dämmungen sehr gefragt, aber auch pflanzliche Produkte erfreuen einer immer größeren Beliebtheit.

Material-Typ Gängige Dämmstoffe
Mineralische Dämmstoffe Blähton, Calciumsilikat, Perlit, Foam-/ Schaumglas
Mineralisch-Synthetische Dämmstoffe Glaswolle, Steinwolle (auch Mineralwolle genannt)
Synthetische Dämmstoffe Styropor / EPS, PUR / PIR und XPS
Pflanzliche Dämmstoffe Stroh, Flachs, Hanf, Holzfaser, Holzwolle, Kokosfaser, Kork, Schilf, Seegras oder Zellulose
Tierische Dämmstoffe Schafwolle

Zu den wichtigsten Eigenschaften von Dämmstoffen zählen die Wärmeleitfähigkeit, die benötigte Dämmdicke und die Baustoffklasse. Letztlich sind natürlich die Kosten für die einzelnen Dämmstoffe als Eigenschaft nicht unwesentlich. Die Daten zur Wärmeleitfähigkeit sind in W/(mK) angegeben, die Dämmstoffdicke* entspricht dem Erreichen eines U-Wertes von 0,24 W/(m²K). Angegebene Kosten sind gemeinhin als Orientierungswerte zu verstehen.

Dämmstoffe Wärmeleitfähigkeit in W/(mK)  nötige Dämmdicke* Baustoffklasse nach DIN 4102-1 Kosten
pro m²
Blähton 0,1 - 0,18 72 cm A1 18 Euro für 50 Liter
Calciumsilicat 0,065 24 cm A1 80 €
Perlit 0,04 - 0,07 20 cm A1, A2 20 - 45 
Schaumglas 0,04 - 0,05 16 cm A1 40 - 60 
Glaswolle 0,032 - 0,040 14 cm A1 10 - 20
Steinwolle 0,035 - 0,040 14 cm A1, A2 10 - 20 
Styropor / EPS 0,035 - 0,045 14 cm B1, B2 5 - 20 
PUR & PIR 0,02 - 0,025 10 cm B1, B2 10 - 20 
XPS 0,035 - 0,045 14 cm B1, B2 18 - 30 
Flachs 0,04 15 cm B2 13 - 30 
Hanf 0,04 - 0,045 16 cm B2 10 - 27 
Holzfaser 0,04 - 0,055 18 cm B2 40 - 50 
Seegras 0,04 - 0,045 18 cm B2 25 - 35
Stroh 0,051 - 0,055 28 cm B2 10 - 15 
Holzwolle 0,093 36 cm A2 80 - 90 
Kokosfaser 0,04 - 0,05 18 cm B2 35 - 55 
Kork 0,04 - 0,05 18 cm B1, B2 20 - 30 
Schafwolle 0,035 - 0,045 16 cm B2 15 - 25 
Schilf 0,04 - 0,055 18 cm B2 10 - 20 
Zellulose 0,04 - 0,045 16 cm B2 10 - 20 

Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffe

Wichtig ist zum einen die Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffe. Je geringer diese ist, desto besser, da somit weniger Heiz-Wärme verloren geht. Abhängig ist die Wärmeleitfähigkeit von:

  • der Wärmeleitfähigkeit des Grundstoffs
  • der Anzahl, Anordnung und Größe der Poren
  • der Rohdichte (Gewicht des Dämmstoffs dividiert durch das entsprechende Volumen)
  • der Feuchtigkeit des Wärmedämmstoffs

*Dämmdicke der Dämmstoffe

Die benötigte Dämmdicke der Dämmstoffe ist ebenfalls wichtig. Schließlich will man wissen, wie viel Volumen die Dämmung betragen wird, um die Anforderungen der EnEV einzuhaltenBei Innendämmungen kommen dadurch auch die Wände der Räume näher. Daher sind bei wenig Platz Dämmstoffe mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit zu empfehlen, da diese eine geringere Dämmdicke benötigen.

Der beste Dämmstoff?

Bild: Dämmstoffe in der Übersicht
Dämmstoffe aus verschiedenen Materialien | © Makela / shutterstock.com

Vorab: Es gibt nicht DEN besten Dämmstoff. Alle Dämmstoffe können in entsprechender Menge eingesetzt werden und erreichen damit alle das gleiche Ergebnis. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit des Dämmmaterials, desto besser ist die Dämmeigenschaft.

Dämmstoffe mit guten Dämmeigenschaften benötigen eine geringere Dämmdicke, um den Anforderungen der EnEV bezüglich des Wärmedurchgangskoeffizienten gerecht zu werden, was selbstverständlich von Vorteil ist. Ist ein Dämmstoff aber besonders günstig, dann können auch große Dämmdicken problemlos umgesetzt werden. Jeder Dämmstoff hat einzigartige Eigenschaften.

Letztendlich gibt es keine Patentlösung. Es muss von Fall zu Fall entschieden werden, welche Dämmstoffe für die Sanierung des eigenen Hauses am geeignetsten erscheinen und den individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Generell sind die Hauptkriterien, welche für oder gegen einen Dämmstoff sprechen, vor allem der Preis, der U-Wert und damit die benötigte Dicke des Dämmstoffes, sowie die Baustoffklasse und die Umweltverträglichkeit.

Kosten für eine Dämmung

Die Kosten einer Dämmung hängen primär vom Ort der Anbringung und von den Preisen der Dämmstoffe ab. Aufsparrendämmungen und Fassadendämmungen gehören mitunter zu den teuersten, aber gleichzeitig effizientesten Varianten. Günstige Dämmstoffe können die Kosten pro Quadratmeter merklich senken.

Bauteil Mögliche Dämmung Preis-Leistungs-Verhältnis Kosten pro m² samt Montage
Dachboden Geschossdeckendämmung sehr gut 40 €
Dach Aufsparrendämmung mittelmäßig 150 €
Zwischensparrendämmung gut 50 €
Untersparrendämmung gut 30 €
Fassade   Kerndämmung sehr gut 15 €
WDVS mittelmäßig 90 - 150 €
Vorhangfassade mittelmäßig 170 €
Kellerdecke   Einblasdämmung unten sehr gut 15 - 25 €
Verbundplatten unten mittelmäßig 50 - 70 €
von oben (neuer Fußboden) mittelmäßig 70 - 160 €
Keller (Wände und Boden)   Perimeterdämmung mittelmäßig 40 €
Erdarbeiten  - 20 - 30 € pro m³
Innendämmung mittelmäßig 80 €
Kellerbodendämmung mittelmäßig 70 - 160 €

Energieheld-Whiteboard zur Fassadendämmung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 3 gängigen Arten, die Kosten* und die Förderungen der Fassadendämmung.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Förderung für Dämmstoffe

Eine Dämmung muss stets den korrekten Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) aufweisen, um eine Förderung zu erhalten. Für eine KfW-Förderung muss der U-Wert (je nach Bauteil) zwischen 0,14 und 0,35 W/(m²*K) liegen. Es ist egal, welchen Dämmstoff Sie letztendlich wählen. Besitzt das Produkt schlechtere Eigenschaften als andere, so muss einfach eine größere Menge verwendet werden, um den gewünschten U-Wert zu erreichen.

Förderung Art Summe
KfW-430 Zuschuss 10 % der Dämm-Kosten, max. 5.000 €
KfW-152 Kredit + Tilgungszuschuss 50.000 € (0,75 %) + 7,5 % Tilgungszuschuss 

Eigenheim selber dämmen

Bild: Risse in Putzarmierung
Fehler bei der Montage verursachen Risse in der Armierung | © anaterate / pixabay.com CC0

Viele Eigenheimbesitzer möchten ihr Haus selber dämmen, um Heizkosten zu sparen. Wer das fachliche Wissen und das technische Geschick hierfür besitzt, dem steht diese Option durchaus offen. Einem absoluten Laien kann jedoch nur davon abgeraten werden, das eigene Haus selber zu dämmen.

Besonders an der Fassade können schnell erhebliche Bauschäden entstehen, wenn WDVS nicht fachgerecht angebracht wirdHat sich erst einmal Schimmel gebildet, dann wird es sehr schwer, diesen auch wieder loszuwerden. Fachbetriebe für Dämmungen arbeiten sehr genau und geben auch eine Garantie auf ihre Arbeit, sodass es normalerweise deutlich günstiger ist, einen Experten zu engagieren, statt etwaige Bauschäden im Nachhinein beseitigen zu lassen.

Anrecht auf eine staatliche Förderung haben Sie zudem nur, wenn die Dämmung von einem Fachmann durchgeführt wurde. Wenn Sie handwerklich geschickt sind, können Sie aber zum Beispiel das Dach (Zwischensparren), die oberste Geschossdecke (Dachboden) und auch die Kellerdecke selber dämmen. Wir raten dazu einen Fachbetrieb zu beauftragen, aber mit etwas Erfahrung ist dies auch in Eigenregie möglich. Bei Interesse können Sie in unserem Partnershop Dämmstoffe bestellen.

Dampfbremse und Dampfsperre

Im Internet lassen sich viele Diskussionen darüber finden, wann und ob eine Dampfbremse oder eine Dampfsperre zu verwenden sei. Grundsätzlich lässt sich hierzu festhalten, dass so etwas wie eine Dampfsperre praktisch nicht existiert, weil kaum ein Bauteil eines Gebäudes derartig abgedichtet werden kann.

Stattdessen nutzt man überall da Dampfbremsen, wo Wärme und Kondenswasser auf die Dämmung treffen - also stets die Innenseite einer Dämmung. Wird hier keine Dampfbremse angebracht, dann gelangt Feuchtigkeit in die Dämmstoffe, sodass Schimmelbildung nicht auf sich warten lässt. Durch die Dampfbremse gelangt zwar auch ein kleiner Teil der Luftfeuchtigkeit in die Dämmstoffe, aber diese Menge ist nicht weiter schädlich.