Winter-Checkliste für Hausbesitzer:

Winter-Checkliste für Hausbesitzer:
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So wird das Eigenheim fit für den Wintereinbruch

Dachdaemmung_2e5facdc0dDer nächste Winter kommt bestimmt. „Hoffentlich wird er nicht so hart und lang wie der letzte“, werden sich viele manche Hausbesitzer denken. Denn der Winter 2012/2013 schlug so manchen Frostrekord und sorgte für kräftige Nachzahlungen bei den Heizungskosten.
Steigende Energiepreise und ein ungewöhnlich langer Winter in vielen Regionen Deutschlands haben ein tiefes Loch in die Haushaltskasse gerissen. Gründe genug gibt es also, sich und vor allem das Haus rechtzeitig für den nächsten Winter vorzubereiten. Wir geben Tipps dazu, worauf jetzt Eigentümer achten sollten, um ihr Eigenheim fit für den Winter zu machen.

Ist das Eigenheim energieeffizient?

Das Stichwort Energieeffizienz ist in aller Munde. „Wie viel Energie benötige ich, um das Haus angenehm zu erwärmen? Ist die Heizung noch auf aktuellem Stand, verbraucht sie unnötig viel Öl oder Gas? Wie steht es um die Gebäudedämmung?“ Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich Hauseigentümer heutzutage auseinander zu setzen. Für umfassende Sanierungen ist es naturgemäß schon fast zu spät, wenn der Winter mit Riesenschritten naht. Dennoch sollten steigende Energiepreise Anstoß genug sein, die Technik in den eigenen vier Wänden überprüfen zu lassen. Unser Tipp: Wenden Sie sich an einen zertifizierten Energieberater vor Ort. Dieser berät Sie kompetent und unabhängig, zeigt, was in Ihrem Haus an Verbesserungsmöglichkeiten drin ist, was sie in etwa kosten werden und welche Zuschüsse oder Förderkredite Sie dafür in Anspruch nehmen können. Hier können Sie Energieberater anfragen.

Dämmung und moderne Heiztechnik kann Geld sparen

Eines lässt sich auch ohne individuelle Analyse feststellen: Eine dichte Gebäudehülle ist heutzutage der erste Schritt zu mehr Energieeffizienz. Wenn die Dämmung professionell ausgeführt wurde, lässt sich damit bares Geld sparen – desto stärker die Energiepreise in Zukunft noch steigen werden, desto mehr zahlt sich dies aus. Dabei sollten Sie nicht nur die Fassade modernisieren, sondern auch das Dachgeschoss und, sofern vorhanden, den Keller nicht vergessen. Mit einer Dämmung können Sie spätestens im kommenden Jahr das Eigenheim fit für den Winter machen. Als nächstes sollten Eigentümer stets die Heiztechnik unter die Lupe nehmen: Wärmen Sie Ihr Haus mit Öl oder Gas oder verzichten Sie bereits auf fossile Brennstoffe? Wie alt ist womöglich der Heizkessel? Die Faustregel lautet: Ist die Heizungsanlage deutlich älter als zwölf bis 15 Jahre, lohnt sich der Austausch, da neue Systeme deutlich weniger Brennstoff verbrauchen.

Fit für den Winter mit natürlichen Brennstoffen

Foto: Heizen im Winter - gemütlicher KaminWer nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt entlasten möchte, sollte zudem über Alternativen nachdenken. Holz beispielsweise ist ein besonders umweltfreundliches Heizmaterial. Der Grund: Beim Verbrennen wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie das Holz während des Wachstums gespeichert hat – eine ausgeglichene Ökobilanz also.
Holz kann dabei in vielen Formen zum Heizen genutzt werden: vom gemütlichen Kaminofen im Wohnzimmer bis zur Zentralheizung, die wahlweise mit Scheitholz, mit Holzpellets oder auch mit Pflanzenresten betrieben wird. Biomasseheizungen sind in der Handhabung nicht komplizierter als eine Öl- oder Gasanlage. Nicht nur im ländlichen Raum, auch in der Stadt kann man mit dem Naturmaterial heizen.

Checkliste für Hausbesitzer

Richtig heizen und dämmen sind wichtige Aspekte, über die Eigenheimbesitzer nachdenken sollten. Daneben warten rund ums Haus aber noch viele kleine und größere Arbeiten, die vor dem Winter erledigt sein wollen. Hier die wichtigsten Aufgaben in einer Checkliste:

  • Den Garten fit für den Winter machen. Frostempfindliche Kübelpflanzen in Garage oder Keller umsiedeln, eventuell noch Hecken zurückschneiden.
  • Das Wasser aus Außenleitungen ablassen, damit es nicht einfrieren und Rohre zerstören kann.
  • Dachrinnen überprüfen, Herbstlaub und weiteren Müll entfernen.
  • Das Dach ebenfalls überprüfen, erst recht nach Herbststürmen: Liegen alle Dachpfannen noch fest oder kann Feuchtigkeit eindringen? Auch minimale Schäden sollte man beseitigen lassen, bevor das Problem noch größer wird.
  • Die Fassade auf Schäden und Risse überprüfen. Sind Spuren von Feuchtigkeit sichtbar? Dann sollten Sie schnell handeln.
  • Dichtungen von Türen und Fenstern überprüfen. Wenn es zieht, für Abhilfe sorgen.
  • Für den ersten Winter-Einbruch bereits Streusalz und Schneeschieber bereitstellen. Eigentümer und Mieter sind für die Räumpflicht verantwortlich, mehr Infos dazu geben die Experten im Rathaus vor Ort.

Fragen oder Interesse?

Grafik: Pfeil - energieheld-InformationenGrafik: Pfeil - energieheldBei Fragen rund um das Sanieren des Eigenheims können Sie sich immer gerne an uns wenden. Energieheld berät Sie kompetent und für Sie kostenlos. Unsere Website informiert Sie über diverse Themen der Gebäudesanierung, Heizung, Fenster, Dämmung und Solar. Schauen Sie sich einfach bei uns um.

Bildverzeichnis:
Haus im Schnee: djd/Braas
Kaminfeuer: elena elisseeva / shutterstock.com

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."

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