Die Installation Von Einer Solarthermieanlage.

Photovoltaik Installationen 2013 – Teil II

Solarstrom genießt in Deutschland ein hohes Ansehen und wird nicht nur von der Politik unterstützt und gefördert, sondern auch von den Bürgern gewünscht.

Dieses Zusammenspiel der Interessen sorgt dafür, dass wir zur Zeit Spitzenreiter in Punkto erneuerbare Energien sind. Im Jahr 2013 wurden Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von fast 3.304 MWp installiert.

In Teil I zur Photovoltaik Installationen 2013 beschrieben wir bereits den PV-Zubau 2013 pro Monat und die unterschiedlichen Größen der Installierten Photovoltaikanlagen.

Doch nicht nur politische, sondern auch geografische Faktoren beeinflussen die persönliche Entscheidung, sich eine eigene Photovoltaikanlage für das Eigenheim anzuschaffen. In diesem Artikel wollen wir näher beleuchten, welchen Einfluss die jährliche Globalstrahlung auf die Installation von Photovoltaikanlagen in Deutschland 2013 hat und welche Bundesländer besondere Vorbilder bei der Installation von PV-Anlagen sind.

 

Solarstrom und Globalstrahlung 2013 in Deutschland

Mit einem Anteil von 25,4 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch 2013 (laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) steht Deutschland an der Spitze der Länder, die den Schritt in das neue Energiezeitalter möglich machen.

Die Einspeisung von Solarstrom aus der Photovoltaikanlage ins Stromnetz und auch die Anschaffung eines PV-Stromspeichers wird in Deutschland staatlich gefördert. Diese Bedingungen sind Anreiz genug, über die Anschaffung einer Photovoltaikanlage nachzudenken und sich dadurch nicht nur an der Energiewende zu beteiligen, sondern ebenfalls langfristig mit attraktiven Renditen rechnen zu können.

Im Jahr 2013 lag der Anteil von Strom aus der Photovoltaikanlage an der Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien bei 19,7 Prozent. Solarstrom entwickelt sich zu einem immer größeren Standbein der umweltfreundlichen Energieversorgung in Deutschland.

Verteilung der Globalstrahlung in Deutschland

Im Norden drängt sich beim Gedanken an Urlaub schon immer eine Idee im Vordergrund: „Ab in den Süden! Der Sonne hinterher.“ Der Text aus diesem Lied von Buddy und DJ The Wave beschreibt auch kurz und knapp die Situation der Sonneneinstrahlung in Deutschland: Ein größerer Anteil der Globalstrahlung (gesamte Solarstrahlung auf der Erde) erreicht den Süden und östliche Gebiete, den Norden und vor allem Mitteldeutschland schon eher weniger.

In Fakten bedeutet dies für die Globalstrahlung:

  • Die jährliche Anzahl der Sonnenstunden in Deutschland beträgt rund 1.300 bis 1.900.
  • Die höchste Globalstrahlung liegt in Süddeutschland.
  • Der Norden verzeichnet eine kleinere Globalstrahlung, sie liegt allerdings in manchen Regionen immernoch hoch.
  • Mitteldeutschland bietet die wenigsten Sonnenstunden im Jahr.

Diese Verteilung der Globalstrahlung hat u.a. nicht nur Auswirkungen auf die touristische Nachfrage in bestimmten Regionen oder Bundesländern, sie ist auch entscheidend für die Leistungen, die durch Photovoltaikanlagen in Deutschland erbracht werden. Daher ist eine Betrachtung der Globalstrahlung in großem Maße interessant und ausschlaggebend für Betreiber einer Solaranlage.

Geografische Verteilung von neuen Photovoltaikanlagen 2013

Die räumliche Verteilung der Neuinstallation von Photovoltaikanlagen nach Bundesland 2013 ist wenig verwunderlich:

  • Bayern ist und bleibt oben auf der Liste und beweist Umweltbewusstsein durch hinzukommende Photovoltaik-Leistung von 902 Megawattpeak (MWp).
  • Nordrhein-Westfalen (+371 MWp) und Baden-Württemberg (+360 MWp) bleiben weitestgehend gleichauf und bundesweit an zweiter Stelle.
  • Es folgen Niedersachsen (+273 MWp) und Mecklenburg-Vorpommern (+222 MWp), zwei Bundesländer aus dem Norden.
  • Das Schlusslicht bilden natürlich die kleinen Stadtstaaten, Bremen, Hamburg und Berlin mit 3 bis 6 MWp.

Grafik: PV-Installation Deutschland pro Bundesland 2013

Der hohe Zubau von Photovoltaikanlagen in Bayern und Baden-Württemberg, den beiden Bundesländern aus dem Süden Deutschlands, kann dafür sprechen, dass die Installation von Photovoltaikanlagen auch nach der Höhe der Globalstrahlung entschieden wird. Allerdings spielen die Einwohnerzahl (Größe des Bundeslandes) sowie das Verhältnis von Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern eine entscheidende Rolle. Sie gehen einher mit der Möglichkeit einzelner Bürger, eine Photovoltaikanlage zu errichten.

Photovoltaik Zubau 2013 pro 1.000 Einwohner

Bezieht man jedoch die Einwohnerzahl in den verschiedenen Bundesländern mit ein, kommt es zu einer interessanten Umstrukturierung der Ergebnisse.
Besonders geringen Leistungszubau durch Photovoltaikanlagen erfahren nach wie vor die Stadtstaaten, die durch wenig Einfamilienhäuser und darüber hinaus wenig Platz nicht die nötigen Voraussetzungen für eine flächendeckende Installation von Photovoltaikanlagen haben.

Grafik: Photovoltaik Zubau 2013, pro 1000 Einwohner in Bundesland

Die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg bleiben bei dieser Betrachtung jedoch hinter anderen zurück: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg fallen durch die hohe Leistung der neuen Installationen von Photovoltaikanlagen pro 1.000 Einwohner auf. Diese liegt bei 138,7 kWp beziehungsweise 87,3 kWp und 75,4 kWp pro 1.000 Einwohner. Drei Bundesländer, die den Nordosten Deutschlands ausmachen und somit nicht die höchste Globalstrahlung aufweisen, sondern eher in einem Gebiet mit mittlerer Globalstrahlung liegen. Hier wird deutlich, dass es Faktoren gibt, die ausschlaggebender für den Bau einer Photovoltaikanlage sind und dass sich die Installation einer Photovoltaikanlage deutschlandweit lohnt.

Die ostdeutschen Länder fallen nicht nur durch die hohe Installation von Photovoltaikanlagen pro 1.000 Einwohner auf, sondern ebenfalls durch viele Arbeitsplätze in der Branche der erneuerbaren Energien und können daher als Vorbilder auf dem Gebiet gelten. Dies wurde auch anhand der Daten von www.foederal-erneuerbar.de festgestellt.

Standort und Ausrichtung der Photovoltaikanlage

Bei der Betrachtung des Ertrages einer Photovoltaikanlage spielt nicht nur die Solaranlage selbst und ihre Nennleistung eine große Rolle. Auch der Aufstellungsort und von diesem abhängig die Ausrichtung, der Neigungswinkel und die Verschattung der Photovoltaikanlage sind wichtig für ihren Ertrag.

Tipp zur PV-Installation
Eine Photovoltaikanlage in Deutschland gilt als optimal ausgerichtet, wenn sie möglichst exakt in Richtung Süden und je nach Breitengrad in einem Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad angebracht ist. So wird gewährleistet, dass im Mittel des Jahres die Sonneneinstrahlung möglichst in einem 90-Grad-Winkel auf die Photovoltaik-Module trifft.

Doch ohne Sonneneinstrahlung hilft auch der optimalste Neigungswinkel bei der Installation der Photovoltaikanlage nicht. Für eine ertragreiche Photovoltaikanlage sollten ein möglichst hoher Anteil direkter Sonneneinstrahlung und besonders viele Sonnenstunden gewährleistet sein. Daher ist die Höhe der Globalstrahlung an dem betreffenden Ort für die Leistung der Photovoltaikanlage durchaus entscheidend.
In Deutschland reicht die Globalstrahlung jedoch in jedem Bundesland aus, um den Betrieb einer Photovoltaikanlage lohnenswert zu machen.

Fazit für potenzielle Betreiber einer Photovoltaikanlage

Direkte Sonneneinstrahlung ist ein wichtiger Faktor, um einen hohen Ertrag zu erzielen. Diese sorgt in ganz Deutschland für gute Erträge seitens der Betreiber einer PV-Anlage. In jedem Bundesland ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage sowie die Solarstrom-Erzeugung also lohnenswert und wird stetig ausgebaut. Besonders die ostdeutschen Bundesländer treten bei einem Vergleich der 2013 installierten Leistung von Photovoltaikanlagen pro 1.000 Einwohner positiv hervor.

Doch bevor wir nun Einzelne (Bundesländer) mit Glückwünschen überhäufen, können wir uns überlegen, selbst anzupacken und die Solarenergie nutzen. Auf geht’s!

Hannah Keyser

Bildverzeichnis:
Installation einer Photovoltaikanlage: © Lucarelli Temistocle / shutterstock.com

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Stephan Günther

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