Immer diese Strompreise…

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Strompreise steigen ab Januar 2013 nochmals um 10 bis 15 Prozent.

eeg-umlage-strom-sparenMussten Sie dieses Jahr auch eine Nachzahlung der Mietnebenkosten an Ihren Vermieter überweisen? Oder haben Sie sich über Ihre hohe Stromrechnung gewundert? Da sind Sie wirklich nicht der Einzige. Doch es geht noch ein wenig weiter:

Zum Jahresbeginn 2013 wollen die Stromanbieter die Kosten noch einmal erhöhen. Und zwar um 10 – 15 Prozent im Durchschnitt. Die Konzerne nennen dabei als Grund die Mehrkosten, welche durch die Energiewende entstehen. Jedoch ist dies nicht die ganze Wahrheit.

„Schuld sei vor allem die Energiewende?“

Gut, die Energiewende und damit den Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Die Umstellung muss schließlich erst einmal aufgebaut werden. Jedoch würden lediglich 6 % Preissteigerung die Energiewende völlig finanzieren. EWE und Vattenfall, 2 der größten Stromanbieter in Deutschland, gaben jedoch schon im August 2012 bekannt, dass die Stromkosten in den nächsten 8 Jahren um bis zu 30 % steigen werden.

Nach der Umstellung auf erneuerbare Energien würden die Gesamtkosten der Energieversorgung nicht höher sein als sie bereits heute sind. Sie würden sogar eher geringer ausfallen. Wenn man die hohen Folgekosten durch Umweltschäden und die Kosten der Entsorgung (bei Kohle- und Atomkraft) mit einberechnet, würde sich eine Umstellung auf erneuerbare Energien nochmals mehr lohnen. Sowohl in ökologischer, als auch in finanzieller Hinsicht.

Die Fakten zur Strompreiserhöhung 2013:

  • Strompreis-Senkungen an der Leipziger Börse werden von den Anbietern nicht an den Kunden weitergegeben.
  • Große, stromintensive Konzerne werden von der EEG-Umlage befreit und zahlen kaum Stromsteuer. (Ok, hier geht es auch um Arbeitsplatzsicherung, jedoch ist diese Höhe der Befreiung sehr übertrieben.)
  • Diese Befreiung muss von Bürgern und dem Mittelstand getragen werden und erhöht die Strompreise.
  • Bisher bekommen die Gewerkschaften eine Regelung von Sondertarifen für Geringverdiener nicht durchgeboxt.

Die Strompreissteigerung wird nicht umgehbar sein. Und natürlich liegt das nicht nur an der „Habgier“ der Stromanbieter. Jedoch werden dort Interessen durchgesetzt, gegen die man sich als Bürger kaum wehren kann. Zudem ist die Aussage, dass die Energiewende schuld daran ist schlichtweg falsch.

Was kann man tun:

Versuchen Sie weiterhin möglichst viel Energie privat einzusparen. Diverse Energiespartipps gibt im Internet und bald auch auf unserer Website von energieheld unter.

Wer sich wirklich gegen die Willkür der Stromkonzerne und die steigenden Kosten wehren will, sollte versuchen generell unabhängiger von Energie zu werden. Im größeren Stil ist dies nur mit einer radikalen Lebensstiländerung, und dem Umzug in ein Baumhaus im Wald möglich. Für alle anderen wäre eine Eigenheimsanierung /-modernisierung sicherlich sinnvoll. Diese würde den eigenen Energieverbrauch (Strom und Wärme) schon wesentlich verringern (bis 65%). So könnte man dieser Entwicklung schon etwas gelassener gegenüber stehen. Eine derartige Investition würde sich lohnen.

*Stephan von energieheld

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."