Bild Energieheld.de

Gebäudesanierung – Kredite und staatliche Zuschüsse

Gebäudesanierung – Kredite und staatliche Zuschüsse
5 (100%) 6 Stimmen

Altbauten haben einen ganz besonderen Charme, den viele Menschen schätzen. Doch leider sind Altbauten auch echte Energieschleudern und veranschlagen vor allem in Bezug auf die Heizkosten enorme finanzielle Summen.

Dabei muss dies gar nicht so sein. Mit einigen Sanierungs- und Umbauarbeiten kann auch ein Altbauhaus zu einem Energiesparhaus werden und für derlei Maßnahmen gibt es sogar besonders günstige Kredite und staatliche Zuschüsse. Es folgt eine kleine Übersicht.

Warum ist eine Modernisierung des Wohnhauses sinnvoll?

In Zeiten der knappen Ressourcen werden vor allem Öl und Gas immer teurer. Die meisten Menschen bemerken dies nicht nur beim Tanken, sondern auch auf ihrer jährlichen Nebenkostenabrechnung. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft weiter fortsetzen und die Preise werden dauerhaft immer weiter ansteigen. Deshalb und im Hinblick auf die Schonung der Umwelt und den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist es so wichtig, schon jetzt zu handeln und sich weitgehend unabhängig von den Entwicklungen des Energiemarktes zu machen. Die beste Möglichkeit, dies zu erreichen, ist eine umfassende Sanierung und Modernisierung des Eigenheims. Mit teils einfachen Maßnahmen kann der Wärmeverlust minimiert werden, was die Heizkosten deutlich senkt und mithilfe elektrischer Kontrollsysteme und schließlich des smarten Zuhauses ist es nicht nur möglich, den eigenen Energieverbrauch im Auge zu behalten, sondern auch, gezielt an dessen Reduzierung zu arbeiten.

Welche finanziellen Zuschüsse und Kreditoptionen gibt es?

Immobilieneigentümer haben die Option, einen Modernisierungskredit abzuschließen. Dieser kann unter anderem für folgende Maßnahmen eingesetzt werden:

  • Austausch der Heizungsanlage
  • Sanierung des Daches
  • Austausch der Fenster
  • Außendämmung der Fassade
  • Sanierung des Badezimmers

Zusätzliche Informationen zum Thema Modernisierungskredite sowie Angaben über die steuerlichen Besonderheiten bei der Sanierung eines Altbaus finden sich unter financescout24.de.
Darüber hinaus werden die Sanierungsmaßnahmen von umweltbewussten Haus- und Wohnungseigentümern vom Bund über die Förderbank KfW mit Zuschüssen oder günstigen Krediten unterstützt. Informationen hierzu sind zum Beispiel der Internetseite der KfW-Förderbank zu entnehmen.

Kreditvergleich von energieheld

Bei der Finanzierung Ihrer Sanierung können wir von energieheld ebenfalls behilflich sein. Alle Informationen finden Sie hier: http://www.energieheld.de/energetische-sanierung/finanzierung/kreditvergleich

Die wichtigsten Energiespar-Maßnahmen im Überblick

Es folgt eine kurze Übersicht, der wohl effektivsten Maßnahmen, die ein Altbauhaus zu einem Energiesparhaus werden lassen. Gleich vorab, um eine passende Sanierungsmaßnahme zu erkennen, muss stets jedes Gebäude einzeln betrachtet werden. Erst so lassen sich klare Chancen bei der Sanierung erkennen. Also Überblick lassen sich jedoch diese erstens Informationen nutzen:

Dämmung und Isolierung – Dach, Außenwände und Keller

Nur 0,85 Prozent der Deutschen planten im Jahre 2014 für die nächsten zwei Jahre sicher eine Modernisierungsmaßnahme umzusetzen. Da über die Dächer von Altbauten sehr viel Wärme verloren geht, macht es Sinn, hier mit der Sanierung zu beginnen. Dafür wird Dämmstoff zwischen die Dachsparren gefügt. Soll der Standard eines Niedrigenergiesparhauses erreicht werden, muss die Dämmstärke mindestens 22 bis 24 Zentimeter betragen. Nach innen hin sorgt eine luftdichte Folie dafür, dass keine feuchte Raumluft durch die Ritzen strömt und Bauschäden verursacht. Von außen übernimmt diese Aufgabe eine Unterspannbahn oder eine wasserfeste Holzfaserplatte.

Die Wände des Hauses werden am besten von außen gedämmt. Dafür eignen sich zum Beispiel verputzte Wärmeverbundsysteme. Der Standard eines Niedrigenergiehauses ist ab einer Dämmstärke von mindestens zwölf Zentimetern erreicht.

Aufwendiger gestaltet sich die Dämmung der Kelleraußenwände, da diese erst freigelegt und dann mit Bitumenmasse abgedichtet werden müssen. Anschließend werden Hartschaumplatten verklebt. Unkomplizierter ist es, die Kellerdecke von unten zu dämmen. Je nach vorhandener Stehhöhe empfehlen sich dafür sechs bis zehn Zentimeter Dämmstoff. Diese Arbeit kann auch gut in Eigenregie verrichtet werden.

Austausch der Türen und Fenster

Heute sind zweifachverglaste Fensterscheiben die Regel. Noch besser isoliert jedoch eine Dreifachverglasung. Passivhausfenster mit drei Scheiben und besonders gut gedämmten Rahmen erfüllen die Standards des Nullenergiehauses. Zusätzlich sinnvoll ist es, von außen Rollläden auf die Fensterrahmen zu montieren. So wird Wärmebrücken und undichten Stellen vorgebeugt. Des Weiteren gibt es auch spezielle Passivhaustüren. Wichtig ist, dass alle Fugen zwischen Türrahmen und Wand gut abgedichtet werden, damit keine Wärme entweichen kann.

Achtung: Derart moderne und energieeffiziente Fenster sind nur sinnvoll, wenn die Gebäudehülle (Fassade, Dach) ebenfalls sehr gut gedämmt wird!

Solaranalage zur Heizungsunterstützung

Ein Sonnenkollektor ist in der Lage, Sonnenstrahlen einzusammeln und diese in Wärme umzuwandeln, welche dann wiederum das Wasser erhitzt. Auf diese Weise können circa 60 Prozent des Warmwasserbedarfs und zehn bis 25 Prozent des Heizenergiebedarfs durch Sonnenenergie abgedeckt werden. Nötig dafür sind (je nach Gebäudegröße) etwa zehn bis 15 Quadratmeter Sonnenkollektoren sowie ein circa 800 bis 1.000 Liter fassender Kombispeicher für Heiz- und Warmwasser.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Bei einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird die warme, verbrauchte Luft aus den einzelnen Räumen abgesaugt und durch einen Wärmetauscher geleitet. Ihre Wärmeenergie gibt sie dabei an die Frischluft ab, welche in die einzelnen Räume gepumpt wird. Für die Installation werden allerdings zehn Zentimeter starke Rohre benötigt, die im Altbau schwer zu verlegen sind. Deshalb entscheiden sich vor allem Bauherren, die sich ein neues Haus errichten, für diese Option des Energiesparens.

Elektronisches Kontrollsystem und Smart Home

Elektronische Kontrollsysteme kontrollieren und steuern unter anderem die Raumtemperatur, die Pumplaufzeiten und die Luftströme und passen sie an die jeweilige Tageszeit, die Sonneneinstrahlung und Außen- sowie Innentemperatur an. Dies ist besonders effizient und komfortabel, da sich die Hauseigentümer nicht selbst darum kümmern müssen. In einem smarten Zuhause können sogar alle möglichen Bereiche miteinander vernetzt sein und die Bewohner können per Smartphone oder Tablet auch von weit weg ihre Rollläden schließen, den Kühlschrank kälter stellen oder die Heizung herunterregeln.

Investition in energiesparende Haushaltsgeräte

Bild energieheld.de2

Auf die Energieeffizienzklasse kommt es an

Zu guter Letzt ist es natürlich auch immer wichtig, sich bei Neuanschaffungen für energiesparende Haushaltsgeräte zu entscheiden. Das fängt bei der Waschmaschine an, geht über den Kühlschrank und den Herd und schließt auch Kleinelektrogeräte, wie Toaster, Mixer oder Wasserkocher mit ein. Haushaltsgeräte sollten immer die Energieeffizienzklasse A, besser noch A+, A++ oder sogar A+++ aufweisen.

Doch auch diese sind nicht unnötig oft zu benutzen. Die Waschmaschine sollte nur angestellt werden, wenn sie wirklich voll ist und die meisten Textilien werden auch bei 30 oder 40 Grad sauber und müssen nicht bei 60 oder 90 Grad gewaschen werden. Weiterhin sollte der Topf stets auf die Herdplatte passen und über einen Deckel verfügen. Wer lediglich Wasser zum Kochen bringen will, zum Beispiel um Tee zu machen, nimmt dafür stets den Wasserkocher und wer ein einzelnes Brötchen aufbacken möchte, kann dies auf dem Toaster, anstatt im Backofen, tun. Ebenfalls sehr effizient sind Mehrfachsteckerleisten mit An- und Ausknopf. So können nach der Benutzung zum Beispiel Fernseher, Stereoanlage und Spielekonsole gleichzeitig vom Strom genommen werden und laufen nicht ständig im Stand-by-Betrieb.

Bildverzeichnis:
Bild 1) © Martin Schlecht – Fotolia.com
Bild 2) © Light Impression – Fotolia.com

Share Button

Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."