Die Einstellung Der Waschmaschine Kann Energiesparend Genutzt Werden.

Die Waschmaschine energiesparend einsetzen – einige Tipps

Wer seinen Wasserverbrauch senken möchte, hat im Alltag viele Möglichkeiten:

Vom Abstellen des Wassers während dem Zähneputzen oder beim Einseifen unter der Dusche, über das Verwenden von Regenwasser für die Pflanzen-bewässerung bis hin zum Duschen statt Baden. Das komplette Befüllen der Waschmaschine gehört ebenfalls dazu, wobei viele Menschen jedoch durchschnittlich acht bis 15 Jahre lang dasselbe Gerät dafür verwenden.

Prinzipiell ist diese Langlebigkeit der Waschmaschinen eine erfreuliche Angelegenheit, der Wasser- und Stromverbrauch kann mit aktuellen Modellen allerdings oftmals geringer ausfallen. Doch nach welchen Gesichtspunkten sollte bei einem Neukauf entschieden werden und gibt es beim Waschen selbst noch weitere Möglichkeiten Wasser und vielleicht sogar Strom zu sparen?

Die beiden Bauarten einer Waschmaschine

Ein wichtiges Kriterium für die Wahl der Maschine ist die Frage, ob ein Top- oder Frontlader gesucht wird. Dies hängt maßgeblich davon ab, wie viel Platz für das Gerät zur Verfügung steht. Während die vorderseitig zu öffnenden Frontlader mit einer entsprechenden Möglichkeit für die Anbringung eines Unterbaus in Küchenzeilen eingebaut werden können, nehmen die etwas höheren und dafür schmaleren Toplader weniger Grundfläche ein. Letztere haben zwar den Vorteil, dass die Beladung von oben den Rücken weniger belastet und sie sich für kleine Räume wie Bäder oder enge Kellerräume eignen, können jedoch nicht auf oder unter einen Wäschetrockner gestellt werden, falls dies notwendig sein sollte. Auch preislich unterscheiden sich die beiden Bauarten ein wenig: Frontlader beginnen ab etwa 250 Euro – Bei Topladern geht es mit der üblichen Füllmenge von fünf Kilo ab rund 350 Euro los.

Um die Maschine so energieeffizient wie möglich zu benutzen ist es wichtig die passende und auf die eigenen Verhältnisse abgestimmte Waschmaschine zu benutzen.

Die maximale Füllmenge, (Warm-)Wasserverbrauch und Temperaturen

waschmaschine-tabelleDie Trommelgröße ist ebenfalls ein Aspekt, der bei der Suche nach geeigneten Geräten eine erhebliche Rolle spielt. In der nebenstehenden Übersicht werden die im Regelfall benötigten Füllmengen für verschiedene Haushaltsgrößen angegeben. Eine zu große Trommel ist dabei zu vermeiden, da die meisten Maschinen auch bei kleineren Ladungen die gleiche Wassermenge einsetzen.

Tipp: Wer sich die Zeit nimmt, einmal zu wiegen, wie viel oder wenig ein Kilo Wäsche ist, wird oftmals überrascht sein – und anschließend die Wäschemenge je Waschgang anpassen können. Dies macht besonders vor dem Kauf Sinn, da der tatsächliche Bedarf oft über- oder unterschätzt wird.

Die Wassermenge liegt bei Trommeln mit bis zu fünf Kilo Fassungsvermögen bei durchschnittlich etwa 40 bis 50 Litern pro Waschgang, während Acht-Liter-Trommeln auf rund 60 Liter Wasser kommen. Modelle mit einer Stromsparfunktion – meist Eco-Modus oder ähnlich genannt – verlängern zugunsten des Wasserbrauchs die Dauer des Waschgangs, was sich jedoch in einem erhöhten Stromverbrauch niederschlägt. Abhängig vom Hersteller kann der Sparmodus jedoch auch bewirken, dass stattdessen oder zusätzlich die Waschtemperatur gesenkt wird, was wiederum dem Stromverbrauch zugutekommt, welcher während des Wasseraufheizens am höchsten ist.

Unserer Meinung nach ist das Stromsparen dem Wassersparen stets vorzuziehen.

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© Hebi65 – Pixabay.com (CC0 1.0)

Tipp: Maschinen können dank moderner Waschmittel regelmäßig bei niedrigen Temperaturen um 30 oder 40 Grad Celsius betrieben werden. Laut Experten sollten sie dabei gelegentlich bei 90 Grad und mit einem Vollwaschmittel laufen, da sich sonst auf Dauer Keime und unangenehme Gerüche in der Trommel bilden können. Das Offenlassen der Waschmittelkammer nach jedem Waschgang ist dafür ebenfalls sinnvoll, da das zurückbleibende Restwasser auf diese Weise verdunsten kann.

Stromverbrauch der Waschmaschine

Während der Wasserverbrauch meist in Literzahlen angegeben wird, wird die Energieeffizienz der Geräte mithilfe der vorgeschriebenen EU-Label ausgewiesen. Mithilfe der Klassen von A+++ (höchste Effizienz) bis D bzw. je nach Kategorie bis G, wird erkennbar, wieviel Strom die Maschine im Vergleich zum Standard vergleichbarer Geräte verbraucht. Dabei werden der Durchschnitt aktueller Maschinen und die jeweiligen Werte der EU-Vorgaben zur Errechnung eines Vergleichswerts herangezogen und die verhältnismäßige Abweichung des Geräts zur Ermittlung der Effizienzklasse verwendet.

In diesem Artikel werden übrigens einige Mythen aufgeklärt. In Deutschland reicht das Wasser tatsächlich mehr als aus, da nur etwa 25 Prozent der gegebenen Ressourcen verwendet werden. Jedoch könne durch das Wassersparen nicht nur der Kosten-, sondern auch der für die Förderung und Belieferung notwendige Energieaufwand reduziert werden. Maßgeblich sei demnach vor allem das Einsparen von Warmwasser, welches einen erheblichen Strombedarf erzeugt.

Schleuderzahl erhöhen – Stromverbrauch senken

Der Aspekt des Stromsparens ist beim Kauf und dem Betrieb der Waschmaschine also durchaus nicht zu vernachlässigen. Neben den bereits erwähnten Niedrigtemperatur-Programmen spielt auch die Schleuderzahl eine Rolle: Höhere Umdrehungszahlen bedeuten trockenere, wenn auch etwas stärker verknitterte Wäsche. Bei der anschließenden Verwendung eines Trockners zahlt sich dies schnell aus, da für die hierbei benötigte Wärme erheblich mehr Strom benötigt wird, als für den Schleudergang in der Waschmaschine. Beim Kauf sollte also darauf geachtet werden, dass diese mindestens 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute bietet und darüber hinaus zum Schutz empfindlicherer Kleidungsstücke und Stoff, dass sich die Umdrehungszahl auf die empfehlenswerten 800 bis 1.000 U/min einstellen lässt.

Tipp: Am meisten Strom lässt sich hier natürlich sparen indem man die nasse Wäsche auf der Wäscheleine trocknen lässt. ACHTUNG: Wer Wäsche in der Wohnung trocknet, sollte den Raum auf jeden Fall ausreichend Lüften. Ansonsten kann es durch die hohe Luftfeuchtigkeit zu Schimmelbildung an den Wänden kommen. Informationen zum richtigen Lüften können Sie hier finden. Im Idealfall trocknen Sie die Wäsche draußen auf einer Wäscheleine.

Kombinationen aus Waschmaschine und Trockner sind übrigens hauptsächlich dann sinnvoll, wenn regelmäßig nur wenig Wäsche anfällt oder aber der Platz für beide Geräte gleichzeitig, nicht ausreicht. Hintergrund ist der geringe Trommeldurchmesser, der zwar für das Waschen, nicht aber für das Trocknen einer kompletten Ladung ausreicht. Wenn keine halbvollen Trommeln gestartet werden sollen, sind daher ansonsten eher zwei Trocknerdurchläufe notwendig.

Herstellerwahl – Marke oder No-Name?

Es gibt neben Bosch, Miele oder AEG aber auch die Möglichkeit, in Deutschland unbekanntere Herstellerprodukte zu wählen, da jene Modelle nicht selten günstiger in der Anschaffung sind und ebenso über hochwertige Materialien und auch über eine gewünschte Energieeffizienz verfügen. wasser-und-stromverbrauch-waschmaschine-tabelle

Bildquelle:

Titelbild: © jarmoluk – Pixabay.com (CC0 1.0)

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."