Obenlinks Claudia Kemfert, Obenmitte Nina Ruge, Obenrechts Jess Jochimsen, Untenlinks Daniel Bönnighausen, Untenmitte Martin Frey, Untenrechts Martin Schlobach

Wir und die Energiewende

Vor fast 24 Jahren wurde mit dem Stromeinspeisegesetz ein juristischer Grundstein für die Energiewende geschaffen.

Doch um die Energiewende in Deutschland voran zu bringen, bedarf es mehr als Gesetze und Verordnungen. Sie muss mit Leben gefüllt werden. Die Energiewende ist ein Mosaik. Ein Mosaik aus vielen Akteuren. Höchste Zeit also zurückzutreten und sich das gesamte Bild einmal anzuschauen. Was sind die drängenden Fragen? Was sind die häufigsten Anfragen, die energieheld tagtäglich erreichen?


Energiewende Kritik und Zustimmung

Die Energiewende oder Klimawende ist zum einen selbstverständlich eine technische Herausforderung, zum anderen aber auch unbedingt eine Gesellschaftliche. Das deutsche Modell, wie die Energiewende funktionieren kann, findet weltweit Beachtung. Deutschland konzentriert sich dabei vor allem auf die Senkung der C02-Emissionen und auf die Loslösung von fossilen und nuklearen Energieträgern. Dieses Vorgehen wird mal bejaht, mal kritisiert oder einfach abgelehnt. Hierbei sind vor allem einzelne Fördermaßnahmen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien Anstoß für politische wie gesellschaftliche Debatten.

Wie werden die Diskussionen geführt?

Es finden Symposien und (Un)Konferenzen zu Klimaschutz und Energiewende statt, zu denen namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft eingeladen werden. Es wird viel diskutiert und mit Zahlen sowie vermeintlichen Fakten jongliert. Für den Laien ist es da natürlich schwer, Richtig und Falsch auseinanderzuhalten.

energieheld als Unternehmen und als Idee hat sich dem Ziel verschrieben, die Energiewende mit voranzubringen. Und das geht nur zusammen mit denen, die es betrifft – den Einzelnen Bürgern.

“Da die Energiewende nur unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger als Energieverbraucher und -erzeuger gelingen wird, kommt der Information und Beratung eine wesentliche Bedeutung zu.”
(Karsten Becker, SPD)

Energiewende – der Einzelne zählt

energieheld bietet in der Reihe „energieheld fragt – Experten antworten“ den unterschiedlichsten Akteuren der Energiewende ein Forum, um ihre Ideen, Gedanken und Vorstellungen von einem gelungenen Klimaschutz zu formulieren und zu diskutieren. Dazu haben wir Experten aus der Energiebranche geladen, wir haben Promis gefragt und Grüne Start-Ups zu Wort kommen lassen.

Fragen zur Energiewende, die uns umtreiben:

Was ist das größte, bisher ungenutzte Potenzial bei der Energiewende?

“Die zweifellos größeren Potenziale lassen sich durch Investitionen in den vorhandenen Gebäudebestand erschließen.”
(Michael Schroeren, BMUB)

Wie verändert sich der Stellenmarkt durch die EEG-Novelle?

„Die regenerativen Energien werden aber auch mit der EEG-Novelle einer der größten Jobmotoren bleiben, denn die finanzielle Attraktivität und die umweltpolitische Notwendigkeit bleiben bestehen.“
(Karsten Becker, SPD)

Was ist die Energieverbrauchswende?

„Die Antwort auf die geopolitischen Krisen kann nur heißen, konsequent mehr auf das Energiesparen und die Verbesserung der Energieeffizienz zu setzen.”
(Claudia Kemfert, DIW)

Was kann energieeffizientes Handeln bewirken?

“Jeder spricht über Photovoltaik und Windräder – niemand über das Potenzial der Energieeffizienz.”
(Nina Ruge, Moderatorin)

Welche Vorschläge, welche Strategien gibt es zum Energiesparen?

“Vertrauen Sie mir, es gibt ein Leben jenseits von Wachstum, Effizienz, Schnelligkeit, Konsum und Fremdbestimmung – es ist das bessere.”
(Jess Jochimsen, Kabarettist)

Welche Vorteile haben LEDs?

“LEDs sind ungefähr sechsmal so effizient wie Glühbirnen”
(missionLED)

Die Beiträge und Antworten ordnen wir mit einem persönlichen Fazit der Redakteure ein und geben zu den angesprochenen Gewerken und Feststellungen weiterführende Links an.

Energiewende aus Erfahrung

Konkret wird es bei energieheld, wenn es um die Beratung einzelner Bauherrn und die Betreuung bei Sanierungsprojekten geht. So erreichen energieheld eine Fülle an Anfragen und Nachfragen zu den Gewerken Heizung, Dämmung, Fenster, Dach und Solar. Unsere Kunden wollen wissen, was es für Möglichkeiten gibt, was sie allgemein bei der Umsetzung bedenken müssen, welche Materialen zum Einsatz kommen können und natürlich mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Wir geben unseren Kunden erste Informationen und helfen ihnen dabei, ihren regionalen Handwerker für die Umsetzung zu finden und zeigen Möglichkeiten zur Förderung der Vorhaben auf.

In den Monaten Juli bis September 2014 erreichten uns fast 16.000 Anfragen.

Anfragen Juli bis September 2014

Die meisten Anfragen gab es zum Thema Fenster (33%) und zum Thema Dämmung (27%). Maßnahmen die, die Energieeffizienz des Eigenheims erhöhen, aber auch den Wohnkomfort steigern.

Da aber auch der Winter vor der Tür steht haben sich viele Gedanken über neue Heizungen gemacht. Jeweils 9% haben Anfragen zu Gasheizungen oder Pelletheizungen gestellt.

Anfragen Heizung von Juli bis September 2014

In der Grafik Heizung fällt auf, dass viele Heizungen erneuert werden sollen, die in Gebäuden vor dem Jahr 1978 eingebaut wurden. Den Großteil macht dabei der Anteil an Gas- und Pelletheizungen aus. Warum? Viele Eigenheimbesitzer spielen mit dem Gedanken ihre alte Ölheizung durch eine neue kostengünstigere und umweltschonendere Pelletheizung oder Gasheizung auszutauschen.

Gerade Pelletheizungen bieten sich bei einem Austausch der Ölheizung an, da man den Raum der ehemaligen Öltanks nutzen kann um dort das Pelletlager zu errichten. Bei der Umsetzung wird es aber oftmals schwierig, da Pelletheizungen in der Anschaffung teurer sind und die Amortisation länger dauert als es bei Gasheizungen üblich ist. Der ökologische Nutzen ist hier leider oft zweitrangig.

Perspektiven zusammenbringen

Wie anfangs erwähnt, die Energiewende ist ein Mosaik. Wir von energieheld versuchen die verschiedenen Teile zusammen zu fügen, indem wir die unterschiedlichsten Perspektiven zusammenzubringen.

Durch Sachbeiträge, Interviews, Hintergrundberichterstattung und aus unserem Arbeitsalltag, soll dem Einzelnen die Möglichkeit gegeben werden, die Potenziale der Energiewende einzuschätzen und mit uns den Austausch zu suchen. So können mit kleinen Schritten Lösungsansätze für einen nachhaltigen Klimaschutz ermöglicht werden.

Titelbild:

obenlinks Claudia Kemfert, obenmitte Nina Ruge, obenrechts Jess Jochimsen, untenlinks Daniel Bönnighausen, untenmitte Martin Frey, untenrechts Martin Schlobach

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Sebastian Zahn

Literatur, Redaktion und Energiewende - das sind meine Themen. Bei energieheld bin ich daher genau richtig.