Für ein umweltbewusstes Eigenheim

Der Klimawandel ist nicht mehr wegzudiskutieren:
Energie_sparenWird der Ausstoß von CO2 in den kommenden Jahren nicht deutlich reduziert, drohen erhebliche Konsequenzen. Doch auch unabhängig von der politisch motivierten Energiewende lässt sich in den einen vier Wänden Energie sparen. Nicht in jedem Fall sind dabei große Investitionen notwendig.
Hier ein Überblick, womit man im Eigenheim selber den Klimawandel entschleunigen kann.

Intelligentes Glas spart Heizkosten und Strom

Besonders hoch ist der Energieaufwand zum Heizen im Winter – und Klimatisierung im Sommer. Intelligentes Glas, sogenanntes „Smart Glas“ kann das künftig überflüssig machen: Dieses Glas ist auf Knopfdruck dimmbar und sperrt die Sonne aus, lässt aber gleichzeitig Licht in die Wohnung. Viele Maßnahmen zur Energieeinsparung lassen sich aber auch ohne kostspielige Spezialverglasung umsetzen: Tätigkeiten, bei den viel Helligkeit benötigt wird, sollten bei Tageslicht durchgeführt werden. Abgesehen davon, dass das Tageslicht beim Putzen oder der Büroarbeit ohnehin nicht zu ersetzen ist, wird dadurch viel Strom gespart.

LED-Technik

Bei der Beleuchtung hat die LED-Technik in der letzten Zeit erhebliche Fortschritte gemacht: Die Leuchtmittel sind nicht nur deutlich preiswerter geworden, auch die Helligkeit hat sich erhöht. Vor allem die Lichttemperatur, wegen des kalten Weißlichts lange ein Thema bei den Leuchtdioden, hat sich der von herkömmlichen Glühlampen angeglichen – und das bei einem Bruchteil des Energieverbrauchs.

Alte Kühlgeräte vergeuden Strom

Zu den Stromverbrauchern mit dem größten Sparpotenzial gehören Kühlgeräte, wie wir bereits in einem früheren Artikel erwähnt hatten: Selbst wer vor einigen Jahren einen neuen Gefrierschrank der Effizienzklasse A gekauft hat, kann sparen. Denn die Kategorisierung stammt aus den 70er Jahren – moderne Geräte sollten Effizienzklasse A+++ erfüllen. Als Faustregel gilt: Ein Gefrier- oder Kühlschrank sollte nach einem Zeitraum von etwa zehn Jahren ausgetauscht werden.

Unterhaltungsgeräte

Sparen lässt sich auch beim elektronischen Unterhaltungsgeräten: Wer über den Kauf eines neuen Rechners nachdenkt, spart mit einem Laptop im Vergleich zum klassischen Desktop-Rechner viel Energie. Die mobilen Geräte sind schon wegen ihres möglichen mobilen Betriebs auf einen geringen Stromverbrauch optimiert. Bei Fernsehern entscheidet hauptsächlich die verwendete Technik und die Größe des Bildschirms über den Verbrauch: Grundsätzlich sind aktuelle Flachbildschirme mit LED-Beleuchtung gegenüber der klassischen Röhre überlegen. Ein Austausch des alten Fernsehers bringt also nicht nur eine höhere Auflösung des Fernsehbildes, er kann sich auch finanziell und ökologisch rechnen.

Brennwertkessel erzielt hohen Wirkungsgrad

Wesentlich teurer, aber ebenfalls mit deutlicher Ersparnis, kann die Erneuerung des Heizungssystems sein: Bei Neubauten oder Sanierungen kann die Integration von Fußbodenheizungen eine Energieersparnis bedeuten. Denn im Vergleich zu einem Heizkörper erhöht sich nicht nur der Komfort; die gleichmäßige Wärmeabstrahlung spart auch Energie. Bei Öl- und Gasheizungen kann darüber hinaus auch durch die Erneuerung des Kessels viel Brennstoff gespart werden. Ein sogenannter Brennwertkessel kann durch seine Bauart die Kondensationswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs nutzen – und damit Effizienzvorteile von bis zu 40% gegenüber herkömmlichen Bauweisen erzielen.

Einfacher umzusetzen ist eine Isolierung, welche hinter dem Heizkörper angebracht wird: Die Wärme wird von der Wand reflektiert und kann für das Heizen genutzt werden. Preiswert nachzurüsten ist auch eine automatische Steuerung der Heizung. Wenn tagsüber niemand im Haus ist, kann die Temperatur problemlos reduziert werden. Allerdings: Unter 15 Grad sollte die Temperatur nicht fallen, sonst kostet das Wiederaufheizen zu viel Energie.

Effiziente Klimatisierungsgeräte

Auch Klimageräte können helfen: Vollautomatische Lüftungssysteme sorgen sogar auch im Passivhaus für einen kontrollierten Austausch der Raumluft. Die Zuluft wird erwärmt und Energieverluste beim unkontrollierten Lüften vermindert. AEG Klimageräte bieten hier eine Reihe an Geräten mit Wärmetauscher an.

Der Wärmeverlust lässt sich übrigens auch durch richtiges Lüften in Grenzen halten: Die Fenster sollten besser für einen kurzen Zeitraum weit geöffnet werden, anstatt ständig einen Spalt offen zu stehen. Mit einer Reihe von Maßnahmen kann die moderne Technik also helfen, Energie zu sparen – und das ganz ohne Verzicht.

 

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."