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KfW-Badumbau – Barrierefrei wohnen

KfW-Badumbau – Barrierefrei wohnen
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Wer sich in seinem Badezimmer mehr Bewegungsfreiheit wünscht, kann auf die finanzielle Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zählen. Ziel ist die Untersützung von altersgerechtem Wohnraum. Wir haben euch alle wichtigen Informationen für den Antrag zusammengefasst, sodass eurem neuen Bad nichts mehr im Wege steht.

Barrierefreiheit im Badezimmer erinnert unweigerlich an kalte und sterile Räume, wie sie beispielsweise in einem Krankenhaus vorzufinden sind. So muss es aber nicht sein! Grundsätzlich bietet die Gestaltung eines barrierefreien Badezimmers viel Freiraum für einen modernen und wohnlichen Raum. Ein Unterschied zu herkömmlichen Badezimmern fällt optisch meist gar nicht auf. Von daher sollte von Beginn an auf ein ein paar Eigenschaften geachtet werden, um später teure Anpassungen zu vermeiden. Wichtig ist vor allem, dass genügend Freiflächen für die Bewegungsfreiheit zur Verfügung stehen. Hierbei gehören zu den Basics ein WC-Sitz, eine ebenerdige Dusche und ein unterfahrbarer Waschtisch.

Wer hat Anspruch auf die Förderung?


© chriskeller / pixabay.com

Die Förderung richtet sich nicht nur an alte Menschen, sondern steht grundsätzlich allen offen. Auch Menschen mit Behinderungen und Familien mit Kinder profitieren von dem Umbau zu einem barrierefreien Bad. Wir alle werden mal alt und daher ist es sinnvoll, sich möglichst früh mit den Vorzügen eines altersgerechten Badezimmers auseinanderzusetzen. Antragsberechtigt sind alle Privatpersonen, die Eigentümer von

  • Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten
  • oder Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften sind.

Auch als Mieter von Wohnungen und Einfamilienhäusern könnt ihr einen Antrag stellen. In dem Fall müsst ihr euch zunächst mit eurem Vermieter in Kontakt setzen. Hierbei empfehlen wir euch eine Modernisierungsvereinbarung nach § 554a BGB zur Barrierefreiheit zu treffen.

Das Haus oder die Wohnung muss überwiegend dem Wohnen selbst dienen. Von der Förderung ausgeschlossen sind daher Ferienwohnungen und – häuser, Wochenendhäuser oder sowie Gebäude, die für hotelähnliche Leistungen genutzt werden. Auch Pflege- und Altenwohnheime haben keinen Anspruch auf den Zuschuss.

Wie wird gefördert?

Die KfW ist eine staatliche Förderbank, die unter anderem die Energiewende in Deutschland unterstützen soll. Träger der KfW ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Beim Umbau zu einem barrierefreien Bad, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man beantragt einen Kredit bis zu 50.000 Euro (Programm 159) oder einen einmaligen Zuschuss zwischen 200 und 6.250 Euro (Programm 455), sofern der „Standart Altersgerechtes Haus“ erreicht wird. Ansonsten liegt der maximale Zuschuss pro Wohneinheit bei 5.000 Euro. Bei Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung werden die förderfähigen Investitionskosten mit 10 Prozent oder mit 12,5 Prozent beim „Standart Altersgerechtes Haus“ bezuschusst. Förderfähig sind soweit alle Kosten, die bei der Durchführung der Maßnahme entstehen.

Für den gesamten Bauprozess muss zudem ein Sachverständiger beauftragt werden. Dieser begleitet die Baumaßnahmen und unterstützt bei der Einhaltung aller nötigen Anforderungen für den Zuschuss. Sachverständige sind beispielsweise Architekten oder Bauingenieure mit entsprechender Fortbildung im Bereich Barrierefreiheit.

Was wird gefördert?

Durch den Investitionszuschuss soll der Einbruchsschutz und die Barrierefreiheit in privaten Wohnhäusern gestärkt werden, wobei im Badezimmer der Fokus selbstverständlich auf der Barrierefreiheit liegt. In der Förderung enthalten sind sowohl Einzel- als auch kombinierte Maßnahmen. Beispiele dafür wären:

  • Technische Hilfen, beispielsweise Stütz- und Haltegriffe
  • Einbau bodengleicher Duschen samt rutschhemmenden Fliesen
  • Duschsitze
  • Liftsysteme für Badewannen
  • Modernisierung der Sanitäranlagen
  • Unterfahrbare Waschtische
  • Geeignete Raumaufteilung für Bewegungsfreiheit
© leffetto / pixabay.com

Wie wird der Antrag gestellt?

Den Antrag zu stellen ist nicht kompliziert. Auf dem Zuschussportal der KfW kann man das Formular bequem online abschicken. Dennoch sollten einige Kleinigkeiten beachtet werden, damit der Prozess stressfrei über die Bühne geht. Aus diesem Grund gehen wir den Antrag Schritt für Schritt mit euch durch.

Schritt 1: Beraten lassen

Bevor ihr den Antrag stellt, solltet ihr euch über mögliche Baumaßnahmen beraten lassen und einen Sachverständigen hinzuziehen. Zum Thema Sanierung und Beratung findet ihr auf unserer Website weitere Informationen.

Schritt 2: Zuschuss beantragen

Der entsprechende Antrag auf Förderung ist auf dem Zuschussportal der KfW zu finden. Hier einfach registrieren, das Formular ausfüllen und abschicken. Bei Bedarf kann auch ein Bevöllmächtigter beauftragt werden. Ganz wichtig ist dabei, den Zuschuss vor Beginn des Umbaus zu beantragen. Nicht zuletzt, um das Budget sicherer planen zu können.

Schritt 3: Losbauen!

Die Zusage für die Baumaßnahme kommt meist noch am selben Tag oder wenige Tage später. Nachdem eine Identifizierung per Video oder Postident-Verfahren stattfand, kann der Umbau losgehen. Wir empfehlen erst mit der Umsetzung zu beginnen, sobald die Rückmeldung der KfW vorliegt. So können böse Überraschungen vermieden werden.

Schritt 4: Zuschuss erhalten

Die Rechnungen der Handwerker sowie eine vom Sachverständigen erstellte „Bestätigung nach Durchführung Standard Altersgerechtes Haus“ sollten gut aufgehoben werden. Da auch eine Bestätigung der Vorhabensdurchführung sowie die Höhe der geleisteten Zahlungen nachzuweisen sind, sollten die Rechnungen unbar beglichen werden. Diese Unterlagen müssen für die Auszahlung des Zuschusses innerhalb von 36 Monaten eingereicht werden. Hat die KfW alle notwendigen Unterlagen überprüft, wird das Geld meist zum Ende des folgenden Monats überwiesen. Alle Nachweise und Unterlagen sollten mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden.

Weitere KfW-Förderungen

Die KfW bietet darüber hinaus noch viele weitere Förderungen, die eine Investition in die eigenen vier Wände unterstützen. In unserem Whiteboard-Video stellt euch Stephan beispielsweise mögliche Zuschüsse für Effizienzhäuser vor. Schaut doch mal rein:

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