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Wann lohnt sich die Anschaffung einer Wärmepumpe?

Nachhaltig zu handeln, wird immer wichtiger. Ein elementarer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist der Einbau einer Wärmepumpe. Diese nutzt die Energie der Umwelt wie Luft, Grundwasser oder Erdwärme. Wenn Sie dann noch die Möglichkeit haben, den für den Betrieb notwendigen Strom aus einer Solaranlage zu beziehen, agieren Sie schon sehr umweltschonend. Dennoch ist eine Wärmepumpe, im Vergleich zu anderen konventionellen Heizsystemen sehr kostspielig. Daher stellt sich die Frage, ob sich unter Berücksichtigung aller Kosten der Einbau einer Wärmepumpe überhaupt lohnt! 

Mit welchen Kosten muss ich bei dem Einbau einer Wärmepumpe rechnen?

Eine konventionelle Gasheizung kostet Sie in der Anschaffung etwa 10.000 Euro. Bei einer Wärmepumpe müssen Sie mit Kosten ab 20.000 Euro rechnen. Ein deutlicher Unterschied. Und beim reinen Anschaffungspreis bleibt es nicht. Bei den Kosten für eine Wärmepumpe kommen noch Betriebskosten und Wartungskosten hinzu. Die Betriebskosten bestehen vor allem aus der Position Strom. Wie viel Sie hier zahlen müssen, hängt von Ihrem Stromverbrauch und den aktuellen Strompreisen ab. Die Wartungskosten einer Wärmepumpe sowie der Wartungsaufwand sind sehr gering. Zudem sind Wärmepumpen langlebig. Sie haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren. Pro Jahr müssen Sie mit Wartungskosten in Höhe von etwa 150 Euro rechnen. Die Wartung einer Luftwärmepumpe ist etwas teurer, da alle drei Jahre eine professionelle Reinigung durchgeführt werden muss. Hierfür müssen Sie in der Regel Kosten in Höhe von 200 bis 300 Euro einkalkulieren. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass eine Wärmepumpe zwar in der Anschaffung recht hohe Kosten verursacht, die Betriebs- und Wartungskosten aber gering ausfallen. 

Wie kann ich beim Einbau einer Wärmepumpe Geld sparen?

Die Anschaffung einer Wärmepumpe ist kostspielig, doch zum Glück gibt es einige Dinge, die Sie tun können, um richtig Geld zu sparen. Wir stellen Ihnen im Folgenden die besten Tipps vor.

Tipp 1: Welche Wärmepumpe darf es sein?
Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen. Die verbreitetsten sind: Luftwärmepumpe, Erdwärmepumpe und Wasserwärmepumpe. Im Grunde funktionieren alle drei Systeme gleich. Sie nutzen die Wärme der Umwelt, und wandeln diese mithilfe von Strom und einem Kältemittel zu Heizenergie um. Luftwärmepumpen nutzen die Umgebungsluft, Erdwärmepumpen die Erdwärme und Wasserwärmepumpen das Grundwasser. Luftwärmepumpen sind in der Anschaffung und Installation etwas günstiger als ihre zwei Partner. Was unter anderem daran liegt, dass die Installation einfacher ist. Für Erdwärmepumpen beispielsweise muss noch eine Erdwärmebohrung vorgenommen werden, um eine Erdsonde zu legen. Es empfiehlt sich also zu überprüfen, ob auch das günstigere Modell für Sie infrage kommt. Es ergibt Sinn, sich hierzu mit einem Energieberater über die beste Lösung auszutauschen.

Tipp 2: Profitieren Sie von Förderprogrammen!
Wärmepumpen gelten als sehr umweltfreundlich und ressourcenschonend. Daher hat der Staat entsprechende Förderprogramme auf den Weg gebracht. Ansprechpartner hierfür sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Je nachdem, welche zusätzlichen Boni Ihnen zustehen, können Sie bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten erstattet bekommen. Darüber hinaus gibt es noch regionale Förderprogramme, die Sie ggf. zusätzlich nutzen können. Sie sollten daher auf jeden Fall den Einbau einer Wärmepumpe mit einem Energieeffizienzexperten diskutieren, der über die Förderungen des BEG auf dem neusten Stand ist. 

Tipp 3: Können Sie eine Solaranlage installieren?
Hinsichtlich der Betriebskosten können Sie einiges an Geld sparen, wenn Sie eine Solaranlage nutzen, um den für den Betrieb notwendigen Strom zu erzeugen. 

Tipp 4: Regelmäßige Wartung!
Denken Sie daran, Ihre Wärmepumpe regelmäßig warten zu lassen. Denn nur eine einwandfrei funktionierende Wärmepumpe arbeitet auch kosteneffizient. Und sparen Sie nicht am falschen Ende. Eine Wärmepumpe sollte aus qualitativ hochwertigen Geräten bestehen, andernfalls fallen die Wartungskosten höher aus und im schlimmsten Fall leidet die Lebensdauer Ihrer Wärmepumpe. 

Tipp 5: Lüften Sie richtig?
Auch mit einem effizienten Lüftungsverhalten lässt sich Geld sparen. Dabei ist vor allem im Winter darauf zu achten, die Fenster für wenige Minuten vollständig zu öffnen, statt nur auf Kipp. So kann ein Durchzug entstehen, der die Luft im Gebäudeinneren schnell austauscht, ohne dabei die Wände abzukühlen. 

Tipp 6: überprüfen Sie Ihre Raumtemperatur!
Ihre Raumtemperatur liegt im Winter bei 21 Grad? Dann prüfen Sie, ob Sie auch mit einem Grad weniger auskommen könnten, um Betriebskosten zu sparen. Zudem sollten Sie testen, ob Sie die Temperatur in der Nacht sogar unter 20 Grad runterregeln könnten. Ein kühlerer Raum verschafft Ihnen einen besseren Schlaf und spart zudem Energie.

Fazit

Der Einbau einer Wärmepumpe lohnt sich vor allem in Neubauten und gut gedämmten Altbauten. Sie ist zwar in der Anschaffung teuer, amortisiert sich durch die vergleichsweise günstigen Betriebskosten allerdings schneller als andere Heizungssysteme. Zudem gibt es Förderprogramme, die Sie in Anspruch nehmen können, um die Anschaffungskosten weiter zu reduzieren. Wenn Sie eine Heizungssanierung vornehmen möchten, sollten Sie vorher jedoch immer mit einem Energieberater sprechen. Dieser kann Sie über die für Sie optimale Lösung aufklären und ggf. weitere und ergänzende Sanierungsmaßnahmen empfehlen.

Bildverzeichnis
Titelbild: pixabay.com © HarmvdB | Eine Wärmepumpe

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