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Die Förder-Landschaft für Photovoltaik

Bild: PV-Anlage auf Haus
Rentable Angelegenheit: Eine PV-Anlage | © congerdesign / pixabay.com CC0

Zur direkten Förderung der Photovoltaik gibt es den zinsgünstigen Kredit KfW 270. Er enthält allerdings keinen Zuschuss. Seit 01.07.2021 kann man die Anschaffungskosten für eine PV-Anlage samt Stromspeicher alternativ aber auch im Rahmen der BEG fördern lassen.

Zu nennen sind hier der Kredit KfW 261 und der Zuschuss KfW 461. Es gibt aber auch regionale und städtische Förderprogramme, die die Anschaffung einer PV-Anlage fördern. Eine weitere Möglichkeit sich die PV-Anlage fördern zu lassen ist, überschüssigen, selbst produzierten Strom nach Energie-Einspeise-Gesetz (EEG) gegen eine Vergütung in das Stromnetz einzuspeisen.

Einspeisevergütung als reguläre Förderung

Konkret zur Verfügung steht hier eine Vergütung von eingespeistem, überschüssigen Strom nach EEG. Beantragt man die Förderung, erhält man den Vergütungssatz, der zu diesem Zeitpunkt gilt für 20 Jahre. Da der Satz jedoch monatlich sinkt, empfiehlt es sich den Antrag lieber früher als später zu stellen.

Aktuell (Sept. 2021) liegt der Satz bei 7,25 Cent / pro Kilowattstunde eingespeisten Strom. Die Förderung nach EEG ist jedoch nicht mit der Förderung nach BEG kombinierbar - man muss sich also zwischen der Vergütung nach EEG und den Programmen KfW 261/461 entscheiden. Mit dem Kredit KfW 270 ist sie dagegen kombinierbar.

Bild: Energieheld Tipp

Welche Förderung für Ihre PV-Anlage am besten geeignet ist hängt davon ab, ob und - wenn ja - welchen Effizienzhaus-Standard Sie anstreben, ob es um eine Sanierung oder einen Neubau geht und wie hoch Ihr Eigenverbrauch (voraussichtlich) sein wird. Ein Energieberater kann Ihnen bei der Auswahl der passenden Förderung helfen.

Photovoltaik-Förderung der KfW

Als direkte Förderung für PV-Anlagen gibt es von der KfW den zinsgünstigen Kredit KfW 270 in Höhe von maximal 50 Mio. Euro. Seit 01.07.2021 kann man alternativ zum Kredit KfW 270 die Anschaffungskosten von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auch im Rahmen der BEG anteilig fördern lassen. Zur Verfügung steht der Kredit KfW 261 bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von maximal 50 Prozent der Kreditsumme - also bis zu 75.000 Euro für eine Sanierung und maximal 25 Prozent - also bis zu 37.500 Euro für einen Neubau.

Wer genug Eigenkapital hat, kann aber im Programm KfW 461 auch einen einmaligen Zuschuss bis zu 75.000 Euro für eine Sanierung oder 37.500 Euro für einen Neubau erhalten. Zu beachten ist, dass die Kosten von der KfW nur anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung bzw. des Neubaus gefördert werden wobei die förderfähigen Gesamtkosten bei 150.000 Euro gedeckelt sind. Übersteigen die Gesamtkosten den Kostendeckel, sinkt die Förderung pro förderfähigen Bauteil natürlich. Eine Kombination mit dem Kredit KfW 270 ist ebenso unmöglich wie mit der Einspeisevergütung nach EEG.

Auf Einspeisevergütung verzichten?

Wie bereits erwähnt, sind die Programme KfW 261 und KfW 461 nicht mit der Förderung nach EEG kompatibel. Um die Förderung nach BEG zu erhalten, muss man also auf die Einspeisevergütung nach EEG verzichten. Klingt erstmal nicht so toll, ist aber gar nicht so unrealistisch, da die für 20 Jahre festgeschriebene Vergütung Monat für Monat sinkt und man den Strom nicht komplett selber verbrauchen kann.

Zudem kann man sich - theoretisch - den eingespeisten Strom auch nach Baseload-Index der Leipziger Strombörse mit 3,6 Cent pro Kilowattstunde vergüten lassen. Praktisch funktioniert dies bei kleinen Anlagen bis 10 Kilowatt Peak aktuell jedoch nicht, sodass es keine Vergütung für eingespeisten Strom gibt, wenn man die Programme KfW 261 oder KfW 461 nutzt.

Weitere PV-Förderungen in Deutschland

Bild: Förderfähige PV-Anlage
Förderung gibt es auch auf Länderebene | © Altrendo Images / shutterstock.com

Neben den bekannteren Förderungen auf Bundesebene (KfW 270, Stromvergütung nach EEG, Kredit KfW 261 und Zuschuss KfW 461) gibt es in Deutschland auch auf Länderebene Förderung für PV-Anlagen. Häufig werden auch Batteriespeicher gefördert.

Dabei ist die Förderung nicht selten an die gleichzeitige Errichtung einer PV-Anlage gekoppelt, sodass man sagen kann, dass auch die PV-Anlage gefördert wird. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht.

Bundesland Förderung
Baden-Württemberg (Wegen Ausschöpfung der Fördermittel eingestellt) Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher: Es wird nur der Speicher mit 30 % der Kosten bzw. 200 € / kWh gefördert, es muss aber pro kW Batteriespeicher 0,5 kWp PV-Anlagenleistung installiert werden.
Bayern 10.000 Häuser-Programm (PV-Speicher-Programm): Haus muss zeitgleich nach KfW 261/KfW 461 zum Effizienzhaus saniert werden, Förderung PV-Speicher + PV-Anlage, bis zu 3.200 €
Berlin EnergiespeicherPLUS: Förderung von neuen PV-Anlagen mit Batteriespeichern in Höhe von mindestens 300 € / kWh Kapazität + maximal 300 € Bonus für prognosebasierte Betriebsstrategie
Niedersachsen (wegen Ausschöpfung der Fördermittel eingestellt) Niedersachsen Förderung (N-Bank): Zuschuss bis zu 40 % der Kosten, maximal aber 50.000 € + Bonus-Förderung für Installation von Batteriespeicher / PV-Anlage mit mindestens 4 kWp
Nordrhein-Westfalen Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen: 150 € / kWh Batteriespeicher in Verbindung mit der Errichtung einer neuen PV-Anlage
Rheinland-Pfalz Solar-Speicher-Programm: Förderung für Batteriespeicher in Verbindung mit neuer PV-Anlage: Mindestens 500 - max. 1.000 € pro Vorhaben
Sachsen-Anhalt (wegen Ausschöpfung der Fördermittel eingestellt) Speicher Förderung Sachsen-Anhalt: bis zu 30 % bzw. max. 5.000  € für Installation eines Speichers in Kombination mit einer PV-Anlage

Förderung von PV-Anlagen in Niedersachsen

In Niedersachsen können Sie sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage mit einer Basis-Förderung von 40 Prozent der Investitionskosten bzw. maximal 50.000 Euro Zuschuss finanzieren lassen. Weitere, leistungsabhängige Boni sind möglich. Voraussetzung ist allerdings der gleichzeitige Einbau eines Batteriespeichers. Denn eigentlich ist er das Förderobjekt - die PV-Anlage wird lediglich mit gefördert.

Zudem muss die PV-Anlage mindestens eine Leistung von 4 Kilowatt Peak haben und das Leistungsverhältnis von PV-Anlage und Speicher muss eines von 1,2 Kilowatt Peak zu 1 Kilowattstunde Speicher-Kapazität sein. Ist der Speicher im Verhältnis stärker, wird die Überkapazität nicht mit gefördert. Für 2021 können allerdings keine Anträge mehr gestellt werden, da die zur Verfügung stehenden Fördermittel seit September aufgebraucht sind.

Bayern: PV-Speicher-Programm

Auch in Bayern können Sie Förderung für die Installation einer PV-Anlage in Kombination mit einem Stromspeicher erhalten. Leistungsabhängig ist ein einmaliger Zuschuss von mindestens 500 Euro und maximal 3.200 Euro möglich. Wer die Förderung in Anspruch nehmen will, muss sich beeilen: Es gibt ein monatliches Antrags-Kontingent von 2.000 Anträgen und wenn dieses erschöpft ist muss man bis zum nächsten Monat warten, bevor man erneut einen Antrag stellen kann.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz kann man ebenfalls Förderung für die Installation eines Batteriespeichers in Kombination mit einer ebenfalls neu installierten, an das Stromnetz angeschlossenen PV-Anlage erhalten. Mindestens 500 Euro erhalten sie für einen Speicher (der mindestens 5 Kilowattstunden Kapazität haben muss). Maximal können Sie 1.000 Euro pro Vorhaben erhalten.

Fazit - welche Förderung lohnt sich?

Welche Förderung am Ende rentabler ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen muss man zwischen Förderung für Altbau und Neubau unterscheiden, denn die Höhe der Förderung im Neubau ist nur halb so hoch wie im Altbau. Dafür sind im Neubau meist Wärmepumpen verbaut, die den Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Dieser ist ein wichtiger Faktor - je mehr Eigenverbrauch desto weniger Einspeisevergütung.

Und dann kommt es auch immer auf den erreichten Effizienzhaus-Standard an. Grundsätzlich gilt: Je besser der Effizienzhaus-Standard ist, desto höher fällt der Zuschuss nach BEG aus und desto eher lohnt sich die BEG-Förderung für die Finanzierung der PV-Anlage. Hat man einen hohen Eigenverbrauch, gilt dies umso mehr, denn durch den Eigenverbrauch sinkt die Einspeisevergütung.

Erreicht man dagegen eine niedrige Effizienzhaus-Stufe fällt der Zuschuss deutlich geringer aus. Hat man zudem einen niedrigen Eigenverbrauch, erhält man mehr Einspeisevergütung nach EEG und sollte sich entsprechend für diese entscheiden. Letztlich muss man aber im Einzelfall genau kalkulieren. Sollten Sie hierzu Hilfe benötigen, wenden Sie sich an unsere zertifizierten Berater. Sie helfen Ihnen gerne und finden die geeignete Förderung für Sie.

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