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Allgemeines über die Dämmung der obersten Geschossdecke

Bild: Trockenboden mit Wäsche
Ungedämmter Dachboden | © JohannBargeld / pixabay.com CC0

Bei den heutigen Heizkosten sollte Wärme nicht leichtfertig genutzt werden. Gerade diese Verschwendung von Wärme geschieht aber in vielen Häusern, wenn das Dach zu schlecht oder gar nicht gedämmt ist. Weil warme Heizungsluft stets nach oben steigt, bewegt sie sich zwangsläufig auf das Dach zu.

Befindet sich dort keine effektive Dämmung, gehen schnell erhebliche Mengen Heizenergie eines Hauses ungenutzt verloren. Über ein ungedämmtes Dach können bis zu 20 Prozent der gesamten Wärmeverluste eines Hauses verloren gehen. Damit ist das Dach gemessen an seiner Größe der Gebäudeteil, über den die meiste Wärme verloren geht.

Um diese Wärme im Haus zu behalten, sollten Sie Ihr Dach dämmen. Es wird zwischen der Dämmung der obersten Geschossdecke und der Dämmung des gesamten Daches unterschieden. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zur Dämmung der obersten Geschossdecke.

Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten* und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe. *ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Dämmung der obersten Geschossdecke

Um den Wärmeverlust einzuschränken, kann entweder das gesamte Dach oder nur die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Das Dach (abgesehen vom Flachdach) besitzt aber stets eine größere Fläche als die oberste Geschossdecke. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist demnach im Endeffekt also günstiger, solange der Dachboden nicht als Wohnraum benötigt wird. Wird der Dachboden bewohnt, ist die Dämmung des gesamten Daches zu empfehlen.

Aktuell regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) alle relevanten Aspekte der Dachdeckung und der Geschossdeckendämmung. Unter anderem ist dort festgehalten, dass der Wärmedurchgangskoeffizient (W/m²K) eines Daches nur noch maximal 0,24 W/m²K betragen darf. Mit einer modernen Dämmung der obersten Geschossdecke kann dieser von der EnEV vorgeschriebene Wert problemlos erreicht werden.

Bauart - Dämmplatten, Dämmmatten oder Einblasdämmung?

Bild: Steinwolle Dämmung
Dämmmatte aus Steinwolle | © Cornelia Pithart / fotolia.com

Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist relativ einfach. Zur Vorbereitung wird eine Folie (Dampfsperre) auf die Geschossdecke aufgebracht, um Feuchteschutz zu gewährleisten und die Diffusion von Wasserdampf zu verhindern.

Handelt es sich bei der Geschossdecke um eine Balkenkonstruktion, so wird vor Arbeitsbeginn geprüft, ob die Höhe der Balken für die Dicke der Dämmung ausreicht. Trifft das nicht zu, dann werden die Sparren durch das Anbringen von Leisten erhöht.

Wichtig ist stets der Anschluss der Dampfsperre zur Wand. Nun wird der Dämmstoff angebracht. Dazu werden Matten aus Mineralwolle oder organischen Fasern wie Neptutherm genutzt. Die Stärke der Dämmung ist in der Energiesparverordnung (EnEV) festgelegt, welche meist etwa 140 mm beträgt.

Sogenannte Wärmebrücken transportieren Wärme schneller nach außen, als die angrenzenden Bauteile. Diese werden mithilfe von versetzt verlegten Dämmmatten vermieden. Bei der Verlegung wird vom entferntesten Punkt zum Bodenaufgang hin gearbeitet, um die Beschädigung der Dämmung zu vermeiden.

Einblasdämmung - die schnelle Alternative

Die Einblasdämmung ist eine weitere Möglichkeit, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Aufgrund der geringen Kosten und schnellen Umsetzung die eine Einblasdämmung mit sich bringt, ist sie sehr beliebt und wird häufig genutzt. Der Dämmstoff, z. B. Zellulose, wird hier in einen Hohlraum eingeblasen. Gewöhnlich reicht ein Tag um die Arbeiten durchzuführen.

Ist ein Hohlraum noch nicht vorhanden, ist es möglich diesen nachträglich zu bauen, in Form eines zweiten Bodens, dessen Hohlraum mit einem Dämmstoff befüllt wird. Alternativ kann die Dämmung auch auf den Dachboden aufgeblasen werden. Dann ist der Dachboden allerdings nicht begehbar.

Geschossdeckendämmung - begehbar vs. unbegehbar

Wie bereits erwähnt, nutzt man die Dämmung der obersten Geschossdecke meist nur, wenn das Dachgeschoss unbewohnt ist. Die Dämmung der obersten Geschossdecke kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Der wesentliche Unterschied ist die Begehbarkeit nach Durchführung der Maßnahme.

Davon hängt ab, ob der Dachboden anschließend als Lagerraum genutzt werden kann. In der unten stehenden Tabelle haben wir für Sie die Unterschiede zwischen der begehbaren und nicht begehbaren obersten Geschossdecke noch einmal veranschaulicht:

Ebene Nicht begehbare Geschossdecke Begehbare
Geschossdecke
Untergrund Beton oder Holz Beton oder Holz
1. Ebene Dampfbremse (optional) Dampfbremse (zwingend notwendig)
2. Ebene Dämmstoff Dämmstoff
3. Ebene   OSB-Platten / Laminat
Vorteile Kostet weniger in der Anschaffung Der Dachboden kann als Lagerraum genutzt werden

Wann empfiehlt sich welche Bauweise?

Prinzipiell ist die Dämmung einer begehbaren Geschossdecke mit höheren Kosten verbunden, da hier zusätzliche Materialien benötigt werden. Diese Mehrinvestition lohnt sich aber in fast allen Situationen, da sie sich mehr Nutzungsmöglichkeiten offen halten.

Selbst wenn der Stauraum auf dem Dachboden zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht benötigt wird, so ist die Möglichkeit ihn später zu nutzen jederzeit möglich. Lediglich für Kriechböden lohnt der Einbau einer begehbaren Dämmung nicht, da diese ohnehin kaum als Lagerraum genutzt werden können. Sie müssen daher nicht begehbar sein.

Kosten der Dämmung der obersten Geschossdecke

Bild: Lupe, Geld, Taschenrechner
Rechnen lohnt sich - Dämmungen senken die Kosten | © loufre / pixabay.com CC0

Da die Dämmung der obersten Geschossdecke verpflichtend ist, sind die Kosten für diese Maßnahme natürlich nicht uninteressant. Wie bereits erwähnt, stellt die Dämmung einer begehbaren Geschossdecke die teurere, aber nützlichere Variante dar.

Preislich liegen zwischen der Dämmung einer nicht begehbaren und einer begehbaren Geschossdecke meist nur etwa 25 Euro pro Quadratmeter. So kostet der Quadratmeter begehbare Geschossdecke mindestens 40 Euro. Für einen Quadratmeter unbegehbare Geschossdecke zahlen Sie dagegen nur 15 Euro.

Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten einer solchen Maßnahme bei unserem Musterhaus mit einer zu dämmenden Fläche von circa 60 Quadratmetern auf Gesamtkosten von rund 1.500 bis 3.000 Euro.

Bauweise Kosten pro m² Gesamt-Kosten
Nicht begehbare Geschossdecke (Einblasdämmung) 15 - 25 € ca. 1.000 - 1.500 €
Dämmung mit Dämmmatten in Hohlraum (begehbar) 15 - 50 € ca. 1.000 - 3.000 €
Einblasdämmung in einen bestehenden Hohlraum (begehbar) 15 - 25 € ca. 1.000 - 1.500 €
Begehbare Geschossdecke erstellen und dämmen (Einblasen oder Dämmmatten) 40 - 60 € ca. 1.500 - 2.500 €

Förderung für die Dämmung der obersten Geschossdecke

Für Dämmungen im Bereich des Daches und der obersten Geschossdecke kann man auf Kredite und Zuschüsse des Kreditinstitutes für Wiederaufbau (KfW) zurückgreifen. Infrage kommen hier der KfW-Kredit 152 und der KfW-Zuschuss 430. In Verbindung mit anderen Sanierungsmaßnahmen können noch weitere Fördermodelle in Anspruch genommen werden.