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Dachbodendämmung geplant?

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Allgemeines über die Dämmung der obersten Geschossdecke

Bild: Bewohnter Dachboden
Der Dachboden kann auch bewohnt werden | © jwco / pixabay.com CC0

Wie wir alle wissen, steigt Wärme nach oben und deshalb ist es grundsätzlich eine gute Idee, das Dach zu dämmen. So bleibt die erzeugte Heizwärme länger im Haus und Sie sparen bei den Heizkosten.

Wem das aber zu aufwendig oder zu teuer ist, der kann stattdessen auch einfach die oberste Geschossdecke dämmen, die in der Regel der Dachboden oder ein unzugänglicher Spitzboden / Kriechboden ist. Damit erfüllen Sie dann auch alle Vorgaben der EnEV, die entweder eine Dachdämmung oder eine Dämmung der obersten Geschossdecke vorschreibt.

So eine Dachbodendämmung ist immer dort zu empfehlen, wo das Dachgeschoss in absehbarer Zeit nicht bewohnt werden soll. Wird der Raum als reiner Lagerplatz genutzt, können Sie sich eine aufwendige Dämmung am Dach sparen. Besteht jedoch die Möglichkeit, dass ein Dachausbau erfolgen soll, dann investieren Sie lieber in eine gute Dachdämmung - die künftigen Bewohner des Dachgeschosses werden es Ihnen danken!

In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus sollten Sie beim Dachboden mit 60 bis 100 Quadratmetern zu dämmender Fläche rechnen. Bei größeren Gebäuden liegen Sie eher im Bereich von 300 bis 500 Quadratmetern.

Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten* und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe. *ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Kosten der Dämmung der obersten Geschossdecke

Bild: Lupe, Geld, Taschenrechner
Rechnen lohnt sich - Dämmungen senken die Kosten | © loufre / pixabay.com CC0

Preislich liegen zwischen der Dämmung einer nicht begehbaren und einer begehbaren Geschossdecke meist nur etwa 25 Euro pro Quadratmeter. So kostet der Quadratmeter begehbare Geschossdecke mindestens 40 Euro. Für einen Quadratmeter unbegehbare Geschossdecke zahlen Sie dagegen nur 15 Euro.

Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten einer solchen Maßnahme bei unserem Musterhaus mit einer zu dämmenden Fläche von circa 60 Quadratmetern auf Gesamtkosten von rund 1.500 bis 3.000 Euro. Im Vergleich dazu würde eine umfassende Dachdämmung etwa 8.000 bis 25.000 Euro kosten - da ist der geringe Aufpreis für einen begehbaren Dachboden in der Regel leicht zu verschmerzen.

Dachbodendämmung Kosten
pro m²
Gesamt
(60 m²)
Nicht begehbare Geschossdecke (Einblasdämmung) 15 - 25 € ca. 900 - 1.500 €
Einblasdämmung in einen bestehenden Hohlraum (begehbar) 15 - 25 € ca. 900 - 1.500 €
Dämmung mit Dämmmatten (begehbar) 15 - 50 € ca. 900 - 3.000 €
Begehbare Geschossdecke erstellen und dämmen (Einblasen oder Dämmmatten) 40 - 60 € ca. 2.400 - 3.600 €

Förderung für die Dämmung der obersten Geschossdecke

Bild: Mann rauft sich die Haare, Laptop
Nutzen Sie die Möglichkeiten - beantragen Sie Förderung | © punttim / pixabay.com CC0

Für Dämmungen im Bereich des Daches und der obersten Geschossdecke kann man auf Kredite und Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgreifen. Infrage kommen hier der KfW-Kredit 152 und der KfW-Zuschuss 430. Der Antrag muss unbedingt im Vorfeld zusammen mit einem Energieberater eingereicht werden!

Allerdings muss eine Mindestsumme von 3.000 Euro bei der Sanierung erreicht werden. Darunter erhalten Sie keine Förderung. Hier sollte man kritisch gegenrechnen, ob die Kosten für einen Energieberater (ca. 300 €) diesen Aufwand wirklich wert sind. Sind größere Flächen zu dämmen oder lässt sich das Ganze mit einer neuen Heizung kombinieren (15 % Zuschuss auf alles), dann lohnt sich der Zuschuss aber auf jeden Fall.

Maßnahme (60 m²) Kosten Programm Förderung
Dachbodendämmung unbegehbar ca. 1.200 € Keine Förderung, da Kosten zu gering n/a
Dachbodendämmung begehbar ca. 3.000 € KfW 430 10 % der Kosten

Bauart: Dämmplatten, Dämmmatten oder Einblasdämmung?

Bild: Steinwolle Dämmung
Dämmmatte aus Steinwolle | © Cornelia Pithart / fotolia.com

Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Methoden, um Ihren Dachboden zu dämmen. Außerdem ist zu klären, ob die Dämm-Arbeiten von einem Experten durchgeführt sollen, um den Anspruch auf Förderung zu haben.

Bei solch geringen Gesamtkosten spricht vieles gegen die Dachbodendämmung in Eigenregie. Wer unsauber arbeitet und Wärmebrücken einbaut, wird später sehr wahrscheinlich mit Schimmel zu kämpfen haben. Das gilt besonders im Umgang mit der Dampfbremse.

Dachbodendämmung mit Matten oder Platten

Es gibt verschiedenste Dämmmatten und -platten, die für dieses Vorhaben in Frage kommen. In der Regel sollte der Dachboden hierfür aber eben sein, was in vielen Altbauten nicht der Fall ist. Grundsätzlich spricht nichts gegen die Verwendung von Platten oder Matten, aber die Verlegung kann enorm mühselig sein.

Je nach Bauweise ist der Dachboden anschließend begehbar oder auch unbegehbar. Einige Anbieter (wie z. B. der Hersteller Linzmeier) bieten komplette Systeme aus OSB-Platten und Dämmung an, die direkt verlegt werden können und sofort begehbar sind.

Einblasdämmung - die schnelle Alternative

Die Einblasdämmung ist meist die beste Möglichkeit, um die oberste Geschossdecke zu dämmen. Aufgrund der geringen Kosten und schnellen Umsetzung, die eine Einblasdämmung mit sich bringt, ist sie sehr beliebt und wird häufig genutzt. Der Dämmstoff, z. B. Zellulose oder Blähton wird hier in einen Hohlraum eingeblasen. Gewöhnlich reicht ein Tag, um die Arbeiten durchzuführen.

Ist ein Hohlraum noch nicht vorhanden, ist es möglich, diesen nachträglich zu bauen, in Form eines zweiten Bodens, dessen Hohlraum mit einem Dämmstoff befüllt wird. Alternativ kann die Dämmung auch auf den Dachboden aufgeblasen werden. Dann ist der Dachboden allerdings nicht begehbar (eher für Spitzböden / Kriechböden zu empfehlen).

Begehbare oder unbegehbare Geschossdeckendämmung?

Wie bereits erwähnt, nutzt man die Dämmung der obersten Geschossdecke meist nur, wenn das Dachgeschoss unbewohnt ist. Die Art der Dämmung entscheidet jedoch darüber, ob Sie den Dachboden als begehbaren Stauraum nutzen können. In der unten stehenden Tabelle haben wir für Sie die Unterschiede zwischen der begehbaren und nicht begehbaren obersten Geschossdecke noch einmal veranschaulicht:

Ebene Nicht begehbare Geschossdecke Begehbare
Geschossdecke
Untergrund Beton oder Holz Beton oder Holz
1. Ebene Dampfbremse (optional) Dampfbremse (zwingend notwendig)
2. Ebene Dämmstoff Dämmstoff
3. Ebene   OSB-Platten / Laminat
Vorteile Kostet weniger in der Anschaffung Der Dachboden kann als Lagerraum genutzt werden

Wann empfiehlt sich welche Bauweise?

Prinzipiell ist die Dämmung einer begehbaren Geschossdecke mit höheren Kosten verbunden, da hier zusätzliche Materialien benötigt werden. Diese Mehrinvestition lohnt sich aber in fast allen Situationen, da Sie sich mehr Nutzungsmöglichkeiten offen halten.

Selbst wenn der Stauraum auf dem Dachboden zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht benötigt wird, so ist die Möglichkeit, ihn später zu nutzen, jederzeit vorhanden. Lediglich für Spitzböden / Kriechböden lohnt der Einbau einer begehbaren Dämmung nicht, da diese ohnehin kaum als Lagerraum genutzt werden können. Sie müssen daher nicht begehbar sein.

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