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Neue Heizung gesucht?

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Allgemeines zur Heizung

Bild: Heizungsregler
Ermöglicht die Programmierung der Heizung | © Buderus

Aufgrund der klimatischen Bedingungen benötigt jedes Haus in Deutschland besonders im Winter eine Heizung. Es handelt sich also um eine Thema, das praktisch alle Hausbesitzer betrifft.

Anders als früher gibt es heute jedoch nicht mehr nur die Wahl zwischen Öl oder Gas - der Markt bietet vor allem im Zusammenhang mit der Energiewende vielfältige Lösungen, die Laien auf den ersten Blick enorm verwirren können. Wir versuchen etwas Struktur in das breite Angebote zu bringen und Ihnen die besten Heizungen für Ihr Eigenheim aufzuzeigen.

Grundsätzlich gilt beim Heizungskauf: Nachhaltigkeit wird bei Heizungen immer wichtiger und auch günstiger. Ob Sie weiterhin mit Öl oder Gas heizen können, wird daher vornehmlich eine Kostenfrage werden. Im Jahr 2017 gab es eine Zäsur im Heizungsmarkt, so wurden erstmals mehr neue Wärmepumpen verbaut als herkömmliche Verbrennungsheizungen. Die Wärmewende im privaten Bereich geht also voran und es ist abzusehen, dass dieser Trend nicht mehr kippen wird.

Bild: Energieheld Tipp

Erneuerbare Energien werden im Heizungsmarkt immer wichtiger, aber der Umstieg ist aktuell noch mit hohen Kosten verbunden. Auch mit einer modernen Ölheizung können Sie aktuell Geld sparen - für nachfolgende Generationen wird das Heizen mit Öl oder Gas aber sehr wahrscheinlich zu teuer werden.

Alle Heizungen samt Kosten im Vergleich

Bild: Öl Brennwertheizung in Einbausituation
Öl Brennwertkessel in Keller | © Viessmann Werke

Alle Heizungen unterscheiden sich nicht nur anhand ihrer Energiequelle, sondern auch durch ihre Kosten, sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb. In der folgenden Tabelle finden Sie einen ersten Überblick über die gängigsten Heizungen für Wohngebäude.

Bei den Preisen handelt es sich um durchschnittliche Werte für Altbauten mit einem Wärmebedarf von 20.000 bis 30.000 Kilowattstunden pro Jahr. Die Brennstoffkosten spiegeln einen Durchschnitt von 3 Jahren wider und entsprechen nicht den tagesaktuellen Preisen, die erheblich schwanken können.

Heizung Energiequelle Heizkosten (pro kWh) Kosten (mit Einbau)
Ölheizung Heizöl 7,8 Cent 7.000 - 9.000 €
Gasheizung Erdgas 7,0 Cent 6.000 - 9.000 €
Etagenheizung Erdgas 7,0 Cent 3.500 - 5.000 €
Pelletheizung Holz 5,2 Cent 17.000 - 25.000 €
Hackschnitzelheizung Holz 3,1 Cent 20.000 - 24.000 €
Holzvergaser Holz 5,8 Cent 8.000 - 15.000 €
Wärmepumpe​ Umgebungswärme / Strom 5 - 7 Cent 12.000 - 25.000 €
Elektroheizung Strom 29,84 Cent 100 - 1.000 €
Infrarotheizung Strom 29,84 Cent 100 - 1.000 €
Fernwärme Kohle / Erdgas / Biogas 6,0 - 11,0 Cent 5.000 € (Anschluss)
Blockheizkraftwerk Öl / Gas / Holz 8 - 10 Cent 20.000 - 40.000 €
Brennstoffzelle Erdgas 7,0 Cent 25.000 - 56.000 €
Solarthermie-Anlage Sonnenwärme 0 Cent (minimale Stromkosten) 4.000 - 10.000 €

Welche Heizung ist die beste? (2018 / 2019)

Bild: Verschiedene Heizungs-Anlagen
Welche ist die Richtige? | © hutti / pixabay.coom CC0

Pauschal kann nicht eine Heizung als “die Beste” gekürt werden. Welche Heizung sich im Einzelfall lohnt, hängt immer von den örtlichen Gegebenheiten ab. Grundsätzlich ist eine Wärmepumpe für gut gedämmte Neubauten und Altbauten stets eine sehr gute Wahl.

Kommt die Installation einer Wärmepumpe für Sie nicht in Frage, dann eignen sich Holzheizungen (Pellets, Hackschnitzel oder Holscheite) besonders für Gebäude mit hohem Wärmebedarf und viel Platz. Ist auch dies keine Option für Sie, dann sind im Jahr 2019 auch Öl- und Gasheizungen mit Brennwertkessel durchaus noch eine valide Lösung.

Man sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass besonders der Ölpreis nicht immer so günstig bleiben wird - egal, wie groß die Reserven noch sind. Der aktuell niedrige Ölpreis ist primär politisch begründet und hat nur wenig mit den tatsächlichen Rohstoffkosten zu tun.

Heizung Vorteile Nachteile
Wärmepumpe Ökologisch das Optimum, niedrige Betriebskosten Nur in gut gedämmten Gebäuden effizient, vergleichsweise teuer in der Anschaffung
Brennwertkessel (Öl oder Gas) Günstige Anschaffung Bindung an Rohstoffpreise, fossile Brennstoffe
Holzheizung (Biomasse) Günstig bei hohem Wärmebedarf Recht hohe Anschaffungskosten
Elektroheizung Günstige Anschaffung, "Direktheizung" Wenig energieeffizient, laufende Kosten sehr hoch

Der richtige Kessel

Die Kessel der Gasheizung und Ölheizung haben sich stetig weiterentwickelt. Nachdem die Konstanttemperaturkessel in den 90er-Jahren nach und nach gegen Niedertemperaturkessel ausgetauscht wurden, gelten selbst diese heute als veraltet und werden nur noch in Einzelfällen verbaut.

Der moderne Standard nach Energieeinsparverordnung (EnEV) ist der sogenannte Brennwertkessel, der mit niedriger Temperatur und deutlich effizienter heizt als seine Vorgänger. Bei dieser Technik wird die entstehende Abwärme zusätzlich genutzt, sodass der Rauch erst in abgekühlter Form das Haus verlässt. Lesen Sie hier alles über die verschiedenen Kessel-Typen.

Sanierungskette

Egal für welche Heizung Sie sich entscheiden, Sie sollten unbedingt vorher klären, ob Dämmungsmaßnahmen möglich sind. Achten Sie auf die Einhaltung der Sanierungskette. Denn wenn Sie erst eine bedarfsgerechte Heizung installieren und später das Dach, die Fassade oder den Keller dämmen sowie Energiesparfenster oder Energiespartüren einbauen, ist die Heizung viel zu groß dimensioniert und Sie haben Geld verschwendet.

Außerdem sollte die Heizung unbedingt von einem Heizungsbauer installiert werden. Denn nur dieser übernimmt Garantieleistungen und sorgt dafür, dass Sie das Energiespar-Potenzial einer neuen Heizung voll ausschöpfen können.

Warmwasser-Versorgung

Bild: Warmes Wasser Heizung
Warmwasser aus der Leitung | © rgerber / pixabay.com CC0

Warmwasser kann über viele verschiedene zentrale und dezentrale Heizungen bereitgestellt werden. Prinzipiell funktionieren diese Geräte aber alle auf eine von zwei Arten:

Im Idealfall erwärmt die Zentralheizung das Heizungswasser und das Warmwasser gleichzeitig in getrennten Kreisläufen. Das Warmwasser wird dann kurzzeitig gespeichert bis es benötigt wird, was zum Beispiel beim Duschen viel Komfort schafft.

Dieser Aufbau funktioniert natürlich nicht, wenn Sie zum Beispiel einzelne Elektroheizungen in jedem Raum nutzen. Hier werden dann zusätzliche Geräte wie Boiler oder Durchlauferhitzer benötigt, um Warmwasser zum Duschen, Baden und Waschen bereitzustellen. Eine genaue Übersicht zu den einzelnen Warmwasser-Lösungen finden Sie hier.

Förderung für Heizungen

Das Thema Förderung kann bei Heizungen auf den ersten Blick sehr komplex und überwältigend erscheinen. Da gibt es die KfW, das BAFA, verschiedenste Programme und dann auch noch Kredite - wie soll man da als Laie durchblicken? Tatsächlich ist es aber gar nicht so schwer, die richtige Förderung für eine neue Heizung zu finden:

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet für die meisten Heizungen das Programm 430 an, durch das Sie 15 Prozent der Anschaffungskosten erstattet bekommen. Handelt es sich im Speziellen um erneuerbare Energien (Solarthermie, Wärmepumpe, BHKW, Brennstoffzelle etc.), dann bietet das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) in der Regel höhere Zuschüsse.

Bei beiden Instituten müssen Sie den Antrag stets vor dem Einbau der neuen Heizung einreichen, bei der KfW außerdem zusammen mit einem Energieberater. Etwas Ausführlicher gibt es alle Informationen zur Heizungs-Förderung noch einmal hier.

Heizung Institut Förderung Antrag
Öl, Gas KfW 15 % der Kosten als Zuschuss Vor Einbau, zusammen mit Energieberater
Solarthermie, Wärmepumpe, Brennstoffzelle, Solarthermie BAFA 500 - 4.500 € Vor Einbau, zusammen mit Installateur

Ratgeber und Tipps für Heizungen

Bild: Heizkörper vor Wand
Es gibt verschiedene Heizungen | © ri / pixabay.com CC0

Wenn Ihr Haus über ein älteres Heizungsmodell verfügt, wird es irgendwann sinnvoll, die Umwälzpumpe auszutauschen. Selbst ohne Verschleiß kann sich der Austausch lohnen, da moderne Umwälzpumpen deutlich weniger Strom benötigen als Modelle, die älter als zehn Jahre sind.

Auch ein hydraulischer Abgleich ist eine lohnenswerte Ergänzung und ist beim Einbau einer neuen Heizung ohnehin erforderlich, wenn Sie eine Förderung erhalten möchten.