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Die Zwischensparrendämmung - eine Übersicht

Bei dieser Art der Dachdämmung kommt es lediglich zur Isolierung der Sparrenzwischenräume. Ein Sparren oder Dachsparren trägt die Dachhaut in einer Dachkonstruktion und verläuft von der Traufe (Tropfkante am Dach) zum First (waagerechte, obere Kante einer Dachform).

Die Zwischensparrendämmung ist die häufigste und einfachste Methode der Dachdämmung. Solch eine Innendämmung ist daher nur mit geringen Kosten verbunden. Der entsprechende Dämmstoff, meist ein Klemmfilz, wird einfach passgenau zugeschnitten und eingesetzt.

Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe. Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich zuletzt im Januar 2021 geändert. Alle Veränderungen im Überblick finden Sie hier.

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Quelle: © Energieheld / youtube.com

Vorteile und Nachteile der Zwischensparrendämmung

Die Zwischensparrendämmung hat zwar nicht nur Vorteile, ist aber im Allgemeinen die beste Dachdämmung für einen kleinen Preis. In der untenstehenden Tabelle finden Sie die Vor- und Nachteile dieser Dämmart im Überblick:

Nachteile Vorteile
Vorhandene Verkleidung muss erst entfernt werden Dämmmatten lassen sich einfach anbringen
Theoretisch können viele Wärmebrücken entstehen Bessere Dämmwirkung als bei einer Untersparrendämmung
Es ist recht aufwändig, die Dampfsperre zu montieren Günstiger als eine Aufsparrendämmung (50 - 80 € pro m²)

Aufbau der Zwischensparrendämmung

Bild: Schafherde
Schafwolle eignet sich gut zum dämmen | © Hans / pixabay.com CC0

Sind alle Verkleidungen und etwaige alte Dämmungen entfernt, hat man (vom Dachboden aus) freie Sicht auf den Dachstuhl und die Ziegel. In die Zwischenräume der Sparren wird nun einfach der entsprechende Dämmstoff geklemmt.

Diese Matten sind minimal überdimensioniert, sodass sie sich selbst tragen und eine optimale Dichtwirkung erzielen. Sind die Sparren nicht hoch genug, um ausreichend Dämmmaterial anbringen zu können, werden zusätzliche Kanthölzer von unten angeschraubt.

Hier spricht man von der sogenannten Aufdopplung. Um Schimmelbildung zwischen den Sparren zu verhindern, muss unter der Dämmung (Richtung Dachboden) in jedem Fall eine Dampfbremse installiert werden. Diese unterbindet die übermäßige Kondensation von Wasserdampf. Um die Dämmwirkung noch zu erhöhen, kann die Zwischensparrendämmung durch eine Untersparrendämmung ergänzt werden.

Welche Dämmstoffe sind für die Zwischensparrendämmung geeignet?

Die Dämmstoffe oder Dämmmaterialien sind hauptsächlich Dämmmatten, Klemmfilze oder Rollen aus Hanf, Zellulose, Schafswolle, Holzfasern, Steinwolle oder Glaswolle. Die Materialien lassen sich für die Zwischensparrendämmung relativ leicht auf Maß schneiden und durch ihre natürliche Flexibilität können sie konturgenau an die Dachsparren angepasst werden. Das Anpassen ist wichtig, denn nur so können Wärmebrücken zwischen Dämmstoff und Dachsparren vermieden werden.

Die Kosten der Zwischensparrendämmung - 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter

Bild: Zimmermann auf dem Dach
Für den Einbau sollten Sie einen Fachmann fragen | © annawaldl / pixabay.com CC0

Grundsätzlich ist die Zwischensparrendämmung eine recht günstige Möglichkeit, um Ihr Dach effizient zu dämmen. Vor- und Nacharbeiten nehmen in der Regel nur wenig Zeit in Anspruch.

So können besonders die Lohnkosten für Handwerker gering gehalten werden. Im Gegensatz dazu bietet eine Aufsparrendämmung zwar eine bessere Dämmwirkung.

Sie ist aber gleichzeitig auch kostenintensiver, weil das Dach neu eingedeckt werden muss. Abhängig vom Dämmstoff, entstehen bei der Zwischensparrendämmung etwa Kosten zwischen 50 und 80 Euro pro Quadratmeter. Die Dämmung eines 100 Quadratmeter-Daches kostet demnach zwischen 5.000 und 8.000 Euro.

Dachdämmung Preis pro m² Kosten pro Dach (100 m²)
Zwischensparrendämmung 50 - 80 € 5.000 - 8.000 €

Kosten für Dämmstoffe

Die entstehenden Kosten für die Zwischensparrendämmung entstehen natürlich hauptsächlich durch Arbeiten. Die einzelnen Dämmstoffe sind preislich wesentlich günstiger, so gibt es den gängigen Knauf Klemmfilz 80 mm bereits für unter 5 Euro pro Quadratmeter im Handel. Das klingt natürlich erstmal verlockend. Wir raten jedoch stark von einer selbst durchgeführten Zwischensparrendämmung "Marke Eigenbau" ab.

Energetische Sanierungen erhöhen die Energieeffizienz des Hauses. Es muss weniger geheizt werden und eine Dämmung hilft so, Energiekosten zu senken und damit Geld zu sparen. Dies funktioniert jedoch nur bei einer fachmännischen und vernünftigen Montage der Dämmung. Entsprechende Handwerksbetriebe stellen sicher, dass die Dämm-Maßnahmen richtig durchgeführt werden.

Als das wohl schwierigste bei der Zwischensparrendämmung gilt das Anbringen der Dampfbremse über den Dämmstoff. Sie hilft dabei den Dämmstoff vor Feuchtigkeit zu schützen. Neben dem Zuschneiden und anbringen der Dämmstoffmatten ist hier auf ein sauberes Verkleben der Folie zu achten. Alleine aus diesem Grund sollten Sie lieber einen fachmännischen Handwerksbetrieb beauftragen.

Förderung für die Zwischensparrendämmung

Wie für jede andere Dachdämmung gibt es auch Förderung für die Zwischensparrendämmung. Das Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sieht einen Zuschuss von 20 Prozent für eine neue Dachdämmung als Einzelmaßnahme vor. Ist die Dämmung Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) der von einem eigens dafür zertifizierten Energieberater erstellt wurde, fällt die Förderung nochmals 5 Prozent höher aus.

Wenn Sie aktuell nicht über ausreichend Kapital verfügen, können Sie alternativ den KfW-Kredit 262 mit einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent des Darlehens in Anspruch nehmen. Mit diesem zinsgünstigen Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bekommen Sie so - gemessen an der Kreditobergrenze von 60.000 Euro - also bis zu 12.000 Euro pro Wohneinheit vom Staat. Mit dem ISFP-Bonus, der auch beim KfW-Kredit für Einzelmaßnahmen beansprucht werden kann, sind auch hier 5 Prozent mehr Förderung möglich, also bis zu 15.000 Euro.

Wichtig: Für beide Förderprogramme ist die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) vorgeschrieben. Ohne ihn erhalten Sie keine Förderung. Außerdem muss der Antrag vor Baubeginn gestellt werden.

Institut Programm Art Förderung für Dämmung
BAFA Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) Zuschuss 20 % der förderfähigen Ausgaben (zwischen min. 2.000 € und max. 60.000 € - also bis zu 12.000 €)

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)
KfW KfW 262 Kredit Tilgungszuschuss von 20 % des Kreditbetrags (max. 60.000 €), max. 12.000 € pro Wohneinheit

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

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