Mehrfachverglaste Fenster

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Bild: Energieheld Tipp

Im Normalfall sind Sie mit einer 3-fach-Verglasung am besten bedient. So ein Fenster spart zwar nur ein bisschen mehr Energie ein, aber der Preis ist auch kaum merklich höher. Ausnahmen gelten nur dort, wo die Fassade im Altbau nicht oder sehr schlecht gedämmt ist. Hier sollten Sie dann lieber Fenster mit 2-fach-Verglasung kaufen.

Einleitung: Die wichtigsten Unterschiede

Bild: Unterschiede zwischen 2-fach- und 3-fach-Verglasung
Die wichtigsten Unterschiede beider Verglasungen | © pexels / pixabay.com CC0

Die Frage, ob man Fenster mit Zweifachverglasung oder Dreifachverglasung wählen sollte, ist durchaus berechtigt. Entscheidet man sich falsch, dann verschwendet man entweder unnötig viel Energie oder riskiert die Bildung von Schimmel in den eigenen vier Wänden.

Entscheidend bei der ganzen Angelegenheit ist der U-Wert der jeweiligen Fenster. Er beschreibt den Wärmeduchgangskoeffizienten und wird hauptsächlich im Bauwesen genutzt. Der U-Wert ein Maß für den Wärmedurchgang (die sogenannten Wärmetransmissionsverluste) von Gasen oder Flüssigkeiten durch einen festen Körper wie etwa eine Wand, ein Dach, eine Tür oder ein Fenster.

Zur genaueren Spezifizierung wird der U-Wert weiter unterteilt: Der Ug-Wert beschreibt den entsprechenden Kennwert für Glas, bzw. Fensterscheiben. Der Uw-Wert beschreibt dagegen den Kennwert des gesamten Fensters. Beide Werte sind beim Fenster-Kauf wichtig, aber nur der Uw-Wert sagt etwas über mögliche Energieeinsparungen aus.

Unterschiede Verglasung 2-fach Verglasung 3-fach
Ug-Wert (Verglasung) 1,1 W/(m²K) 0,6 W/(m²K) 
Uw-Wert (ganzes Fenster) 1,3 W/(m²K) 0,95 W/(m²K)
Preis & Förderung ab 500 € mit Einbau 10 % teurer, aber 20 % Förderung

1. Unterschied: Ug-Wert der Verglasung

Beim Ug-Wert der Verglasung unterscheiden sich beide Fenster erheblich. Die Variante mit Zweifachverglasung hat einen Ug-Wert von etwa 1,1 W/(m²K), während die Dreifachverglasung mit einem Ug-Wert von gut 0,6 W/(m²K) aufwarten kann. Die Dreifachverglasung lässt also nur knapp halb so viel Wärme entweichen.

2. Unterschied: Uw-Wert des gesamten Fensters

Neben der Verglasung spielt bei einem Fenster allerdings auch der Rahmen eine Rolle, wenn es um die Einsparung von Energie geht. Hier rechnet man mit dem sogenannten Uw-Wert, welcher bei der Zweifachverglasung etwa bei 1,3 W/(m²K) und bei der Dreifachverglasung etwa im Bereich von 0,95 W/(m²K) liegt. Betrachtet man also das gesamte Fenster, dann spart eine Dreifachverglasung nur ein bisschen mehr Energie ein.

3. Unterschied: Preise / Förderung für 2-fach- und 3-fach-Verglasung

Die Preise beider Fensterarten liegen gar nicht so weit auseinander - die Dreifachverglasung ist meist nur rund 10 Prozent teurer. Auch wenn die Dreifachverglasung nicht so sehr viel mehr Energie einspart, lohnt sich die Anschaffung durch den nur geringfügig höheren Preis in der Regel trotzdem. Außerdem bekommen Sie für den Kauf neuer Fenster mit Dreifachverglasung auch Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bzw. zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die „Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG EM) des BAFA sieht für den Fenstertausch als Einzelmaßnahme einen Zuschuss von 20 Prozent vor, der durch einen Individuellen Sanierungsfahrplan eines Energieberaters auf 25 Prozent erhöht werden kann. Alternativ steht ein zinsgünstiger Kredit der KfW zur Verfügung - mit einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent bzw. bis zu 12.000 Euro. Auch in Kombination mit dem KfW 262 gilt der ISFP-Bonus, wenn der Fenstertausch zuvor darin geplant wurde.

Förderung Art Betrag
BAFA BEG EM Zuschuss 20 % der förderfähigen Kosten (zwischen min. 2.000 € und max. 60.000 € - entspr. bis zu 12.000 €)

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)
KfW 262 Kredit Tilgungszuschuss von 20 % der Kreditsumme (max. 60.000 €), bis zu 12.000 € pro Wohneinheit

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)
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Zweifach- oder Dreifachverglasung wählen?

Bei der Wahl zwischen Zweifachverglasung und Dreifachverglasung fällt unsere Empfehlung recht eindeutig aus: Moderne Fenster mit dreifacher Verglasung sparen zwar nur ein bisschen mehr Energie als ihre älteren Pendants ein, aber der Preis-Unterschied ist auch nicht erwähnenswert - kaufen Sie also ruhigen Gewissens neue Fenster mit Dreifachverglasung. Ausnahmen gibt es nur, wenn Ihre Fassade ungedämmt ist.

Fenster Empfehlung
2-fach-Verglasung Für ungedämmte Fassaden (häufig im Altbau)
3-fach-Verglasung Immer nutzen, außer bei ungedämmten Fassaden
Passivhausfenster Mehr Einsparungen als bei 3-fach-Verglasung

Achtung bei Altbau-Fassaden ohne Dämmung!

Bei ungedämmten Fassaden dürfen keine Fenster mit Dreifachverglasung verbaut werden, da diese sonst die Schimmel-Bildung im Inneren des Hauses fördern. Hier sollten Sie dann entweder die Fassade dämmen lassen oder auf Fenster mit Zweifachverglasung zurückgreifen.

Fenster mit dreifacher Verglasung begünstigen deshalb die Schimmel-Bildung, weil der niedrige Ug-Wert des Fensters (0,6 W/(m²K)) dazu führt, dass die Fenster bei kalten Temperaturen die wärmste Stelle an der Außenwand eines Raumes bilden. Luftfeuchtigkeit kondensiert daher eher an den Wänden als an den Fenstern. Während Kondenswasser an Fenstern einfach abgewischt werden kann, bildet sich an Wänden schnell Schimmel.

Energieheld-Vor-Ort: Fenstersanierung im großen Stil

In diesem Energieheld-VOR-ORT sind wir bei einem unserer Projekte in Hagen (bei Dortmund) dabei. Gemeinsam mit unserem Handwerkspartner LFB werden hier in einem 12-stöckigen Hochhaus alle Fenster erneuert. Dabei werden 420 Fensterelemente modernisiert.

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Quelle: © Energieheld / youtube.com

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Sonderfall: Passivhausfenster

Weiter oben haben wir geschrieben, dass Fenster mit Dreifachverglasung insgesamt gar nicht so viel mehr Energie als ihre kleinen Geschwister mit Zweifachverglasung einsparen. Hierzu wären die Passivhausfenster noch als wichtige Ausnahme zu nennen: Mit sehr ausgeklügelten Rahmen erreichen Passivhausfenster häufig einen Uw-Wert von unter 0,8 W/(m²K), was wirklich sehr energieeffizient ist.

Passivhausfenster sollten auch nur in Verbindung mit einer guten Fassadendämmung verbaut werden - es muss allerdings nicht unbedingt ein Passivhaus sein. Preislich liegen diese Fenster inklusive Einbau etwa 20 bis 30 Prozent über der Dreifachverglasung. Aber auch hier können Sie selbstverständlich die BAFA-BEG-Förderung (20 Prozent der Investition) erhalten, da die Fenster die Fördervoraussetzungen erfüllen.

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