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Inhaltsverzeichnis

Was macht ein Flachdach aus? Wissenswertes und Grundlegendes

Als sogenanntes Flachdach bezeichnet man Dächer mit keiner oder geringen Dachneigung. In Deutschland liegt die Obergrenze für die Dachneigung bei maximal 25 Grad (44 Prozent). Die flache Dachform kann bei allen Gebäudetypen Verwendung finden.

Die ursprünglich aus trockenen und warmen Siedlungsräumen stammende Dachform existiert bereits seit 3.000 vor Christus. In Deutschland fand das Flachdach in den 1960er und 1970er Jahren überwiegend bei Bungalows und Gewerbegebäuden Verwendung. Seit einigen Jahren kommen Flachdächer auch mehr und mehr bei Wohnhäusern vor.

Durch die sehr gute Wärmedämmung der innovativen Passivhäuser ist keine klassische Gebäudeheizung mehr notwendig. Die flache Dachform eignet sich für Passivhäuser, welche vielfach die Dachfläche für Solarthermie nutzen.

Warum ein Flachdach? Vorteile und Nachteile im Überblick

Wie jede andere Dachform bietet auch das Flachdach einige Vor- und Nachteile. Da es ursprünglich und hauptsächlich in warmen Klimazonen eingesetzt wurde, hat es in feuchten und wechselnden Witterungseinflüssen ausgesetzten Regionen wie Deutschland einige Nachteile.

Nachteile Vorteile
Häufig entstehen Alterungs- und Feuchtigkeitsschäden durch Regen und Schimmel Der Grundriss des Hauses ist (auch in Hinblick auf spätere Erweiterungen) frei gestaltbar
Die Wartungsintensivität ist sehr hoch; regelmäßige, oft aufwändige und teure Renovierungs- und Instandsetzungs-maßnahmen sind notwendig Die Dachhaut selbst besitzt ein geringes Eigengewicht, das Flachdach ist somit um einiges leichter als ein geneigtes Dach
In Gebieten mit hohen Schneefallmengen muss das Dach für entsprechende Maximallasten auch wirklich tragfähig sein Innenliegende Räume können bestmöglich belichtet werden (z. B. durch Lichtkuppeln), da die Lichtquellen direkt ins Flachdach einbauen werden können
Notwendige Abdichtungsmaterialien (z. B. Bitumen oder Kunststoffe) sind nicht besonders umweltverträglich Die Nutzungsmöglichkeit ist erweitert durch begrünte Flächen (Dachterrassen, Dachgärten)
Die äußere Gestaltungsmöglichkeit ist eingeschränkt, da die tragende Konstruktion aus einer massiven Stahlbetonplatte mit entsprechenden Profilblechen besteht Sowohl Solarthermie- als auch Photovoltaik-Anlagen können aufgestellt werden und sind leicht zugänglich

Kosten für ein Flachdach

Bild: Geld zum Sparen im Glas
Was kostet ein Flachdach im Durchschnitt? | © George Hodan / publicdomainpictures.net CC0

Die Preise und Kosten zur Errichtung, Dämmung, Eindeckung und zum Dachausbau variieren beim Flachdach je nach Material und Anbieter.

Der wichtigste Einflussfaktor bei den Kosten liegt in der Ausführung der Abdeckung. Je nach Abdichtung und Dicke der Wärmedämmung fallen Kosten von 100 bis 250 Euro pro Quadratmeter an.

Wie bei anderen Dächern muss zudem der Zustand nach einiger Zeit kontrolliert werden. Hier fallen zusätzliche Kosten für Kontrollen an. Außerdem müssen Kosten für eventuelle Sanierungsmaßnahmen eingeplant werden. 

Wichtige Aspekte und Bauteile rund ums Flachdach

Wie bereits zuvor erwähnt, müssen einige Aspekte bei der Konstruktion von Flachdächern zwingend berücksichtigt werden. Zu nennen sind hier die Dacheindeckung, die Abdichtung und die Entwässerung sowie die Sanierung und Dämmung.

Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten das Flachdach über die Funktion als Schutz vor Witterung hinaus zu nutzen, beispielsweise als Terrasse, Dachgarten oder für die Gewinnung von Solarenergie. Auch bei einer späteren Sanierung gibt es einiges zu beachten.

Die Dacheindeckung

Bild: Dacheindeckung Flachdach
Schiefer-Dacheindeckung | © Hans / pixabay.com CC0

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Dacheindeckung mit traditionellen Materialien wie beispielsweise Schiefer, als auch mit modernen Werkstoffen wie Metall, Folie oder Kunststoffen.

Generell gilt Bitumen (also Dachpappe) als Universallösung, da es kalt und heiß verklebt werden kann. Allerdings wird die Dacheindeckung mit Verschweißen der Bitumen-Nähte bevorzugt, da das Dach sehr dicht eingedeckt werden kann.

Alternativ sind eine kalte Dacheindeckung oder sogar eine Kombination von beidem möglich. Der Preis für die Flachdach-Eindeckung hängt von der Art der Dacheindeckung und der Werkstoffauswahl ab. Die reinen Materialkosten fangen bei 5 Euro pro Quadratmeter für Kunstschiefer an und gehen über 22 Euro pro Quadratmeter für Bitumen bis hin zu 90 Euro pro Quadratmeter für Kupfer.

Die Flachdachabdichtung

Obwohl stehendes Wasser ohnehin vermieden werden soll, muss trotzdem eine gründliche Flachdachabdichtung erfolgen. Während die Dacheindeckung beim Steildach den Schutz vor eindringendem Wasser übernimmt, so schützt die wasserdichte Dachabdichtung das Flachdach. Die Materialien variieren von Bitumen-Schweißbahnen bis zu Dichtungs- und Kunststoffdachbahnen oder Metallen zur Abdichtung.

Entwässerung

Es ist notwendig, dass Flachdächer an mehreren Stellen entwässert werden. Sowohl die Freigefälleentwässerung, als auch die planmäßig vollgefüllten Rohrleitungen arbeiten mittels Schwerkraftentwässerung und entsprechen nach DIN EN 12056-3 und VDI-Richtlinie 3806 den Anforderungen an die Flachdachentwässerung.

Sanierung

Die regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung eines Flachdaches ist zwingend erforderlich. Die vollständige Sanierung ist oft aber wirtschaftlicher, als die anhaltende Instandsetzung von Einzelschäden. In den meisten Fällen lässt sich die Dämmung auf die vorhandene Konstruktion des Daches problemlos aufsetzen.

Dämmung

Wärmedämmung ist beim Flachdach nicht nur günstig und relativ leicht anzubringen, sondern schützt die Räume auch im Sommer vor Überhitzung und hält sie im Winter warm. Zur Vermeidung von Wärmebrücken empfiehlt sich die lückenlose Dämmung der Außenwand bis in die Dachdämmung.

Zudem ist eine exakte Verarbeitung unentbehrlich, da sonst tropfendes Kondenswasser und folglich Schimmel entstehen. Die Kosten für die Dämmung belaufen sich auf etwa 20 bis 100 Euro pro Quadratmeter. Mehr über die Flachdach-Dämmung erfahren Sie hier.

Fenster

Wer ein Flachdach besitzt und nicht auf natürliches Sonnenlicht verzichten möchte, der muss in vielen Fällen zu sogenannten Flachdachfenstern greifen. Diese sind speziell auf die Anforderungen zugeschnitten und gewährleisten auch bei Regen, Hagel und Schnee eine vollkommene Dichtigkeit. Gewölbte Fenster, die als Lichtkuppel bezeichnet werden, können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Die Solaranlage

Auf dem Flachdach lassen sich sowohl Solarthermie- als auch Photovoltaik-Anlagen anbringen. Auch wenn für die Montage von Solarkollektoren auf Flachdächern die zusätzliche Anbringung und Sicherung einer Gerüstkonstruktion auf dem Dach erforderlich ist, so sind im Gegensatz zu Schrägdächern eine exakte Ausrichtung nach Süden und ein optimaler Neigungswinkel möglich.

Vor der Installation einer Solaranlage ist in jedem Fall zu überprüfen, ob das Flachdach für die zusätzliche Last durch eine Solaranlage geeignet ist. Denn nicht jedes Flachdach kann das Gewicht einer Solaranlage aus statischer Sicht tragen.

Die Terrasse

Bild: Dachterrasse Flachdach
Eine Dachterrasse | © Rlzwankhewa / pixabay.com CC0

Das Flachdach ist optimal zur Nutzung als Terrasse geeignet, wenn seine Abdichtung gesichert ist. Statische Voraussetzungen wie die gewichtsmäßige Belastung durch eine Dachterrasse und die Gewährleistung von korrekt verwendeten Baumaterialien sind essenziell.

Es ist zudem notwendig, dass Dach so beschichtet ist, dass Wasser nicht in den Deckenboden eindringen kann. Zudem kann stehendes Wasser beträchtliche Schäden verursachen. Abhilfe schafft jedoch beispielsweise die Kombination von Terrasse und Dachbegrünung zu einem Dachgarten, welcher für eine einzigartige Atmosphäre sorgt und durch den die Terrasse zu einem Ort des Wohlfühlens und der Entspannung wird.

Die Dachbegrünung

Neben ästhetischen Gründen leistet die Dachbegrünung eines Flachdaches einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Bauen. Man kann nicht nur der verstärkten Versiegelung entgegenwirken, sondern man profitiert auch von bautechnischen Vorteilen: die Lebensdauer der darunter liegenden Dacheindeckung wird erhöht, die Dachbegrünung wirkt als Schutz vor Witterungseinflüssen (extreme Temperaturen, Windsog) sowie als Schall- und Wärmeschutz.

Zu beachten ist jedoch der Schichtenaufbau des Flachdaches, welcher an den Grünaufbau angepasst werden muss: weitere Funktionsschichten sind - zusätzlich zu den bei einem Flachdach üblichen Schichtenaufbau - für die Begrünung notwendig, im Gegenzug ist die Wartung der Dachbegrünung unkompliziert.