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Warum ein Flachdach?

Bild: Gründe für ein Flachdach
Flachdach als Steildach-Alternative | © Photomann7 / shutterstock.com

Es gibt verschiedene Gründe, sich für ein Flachdach zu entscheiden. Grundsätzliche Überlegungen sind etwa Preis, Ästhetik und die weitere Nutzung - zum Beispiel mit einer Solaranlage oder einer Dachbegrünung.

Wird kein klassischer Dachboden benötigt, ist das Flachdach eine günstige Alternative zum Steildach. Das gilt insbesondere dann, wenn das Gebäude über einen komplexen Grundriss verfügt bzw. sehr verwinkelt ist. In diesem Fall liegen die Preise eines Steildachs deutlich über denen eines Flachdachs. Außerdem bietet das Flachdach durch die dazugewonnene ebene Fläche einige weitere Nutzungsmöglichkeiten - z. B. für eine Dachterrasse, einen Dachgarten oder das Aufstellen einer Solaranlage.

Ein Flachdach eignet sich nicht nur für Bungalows, Hochhäuser und Gewerbebauten, sondern kann auch zu einem klassischen Haus gehören. Und: Es ist nicht nur für den Neubau geeignet - auch ein bereits vorhandenes Steildach kann zu einem Flachdach umgebaut werden (mehr dazu in einem der folgenden Kapitel). Allerdings gibt es speziell beim Flachdach Besonderheiten, die bei anderen Dachformen wir dem Steildach nicht so relevant sind. Vor allem wichtig sind beim Flachdach Abdichtung, Entwässerung und Dämmung.

Vorteile und Nachteile im Vergleich

Vorteile von Flachdächern sind sicherlich erweiterte Nutzungsmöglichkeiten wie Dachterrasse, Dachbegrünung oder eine Solaranlage. Außerdem ist ein Flachdach günstiger als ein Steildach, wenn das Gebäude über einen komplexen Grundriss verfügt, also stark verwinkelt ist.

Vorteile Nachteile
Erweiterte Nutzungsmöglichkeiten Besonders qualitative Abdichtung und Entwässerung nötig, sonst Gefahr von Feuchtigkeitsschäden und Schimmel
Gut geeignet für Solaranlagen Wartungsintensiv
Günstige Variante bei komplexen Grundrissen Abdichtungsmaterialien wenig umweltfreundlich (Bitumen, Kunststoffe)
Geringes Eigengewicht Außengestaltung eingeschränkt (Stahlbeton mit Profilblech-Beschlag)
Gute Tageslicht-Beleuchtung durch Lichtkuppeln möglich  

Typische Probleme beim Flachdach

Den Vorteilen des Flachdachs stehen einige Nachteile bzw. Besonderheiten gegenüber. Hier ist vor allem die Wartungsintensität zu nennen. Zu den typischen Problemen von Flachdächern gehören verstopfte Abläufe und defekte Abdichtungen. Im Winter kann auch Schneelast zu einem Problem werden, wenn die Statik beim Bau nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt worden ist.

Neue Flachdächer sind weniger problemanfällig, nur bei älteren sollte man regelmäßig genauer hinsehen. Wenn über die Jahrzehnte Dichtungsbahnen porös geworden sind oder Feuchtigkeit bereits in die Decke oder ins Mauerwerk eingedrungen ist, wird es allerhöchste Zeit für eine Flachdach-Sanierung. Es kann auch vorkommen, dass Kondenswasser durch undichte Dampfbremsen oder Dampfsperren aus dem Gebäudeinnern in den Dämmstoff eindringt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Flachdächer im Altbau anfälliger für Schäden sind. Bei neuen Flachdächern sind Technologien und die Standards für den Aufbau inzwischen optimiert worden. In modernen Flachdächern werden oft andere Kombinationen aus Flachdach-Dämmung und Flachdach-Abdichtung verwendet als damals. Dazu gehört z. B. eine hinterlüftete Flachdach-Konstruktion.

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Quelle: Büsscher & Hoffmann GmbH / youtube.com

Alternativen zum Flachdach

Das Flachdach gilt als Sonderform des Daches. Die Alternative zum Flachdach ist das verbreitete klassische Steildach. Welche Gründe für oder gegen das jeweilige Dach sprechen, ist von der individuellen Situation vor Ort abhängig. Das Steildach wiederum gibt es in zahlreichen unterschiedlichen Formen, z. B. als klassisches Satteldach, als einfaches Walmdach, Krüppelwalmdach oder Mansarddach.

Kosten und Förderung für Ihr Flachdach

Bild: Geld zum Sparen im Glas
Was kostet ein Flachdach im Durchschnitt? | © George Hodan / publicdomainpictures.net CC0

Die Kosten für ein neues Flachdach beginnen bei etwa 100 Euro pro Quadratmeter. Bei Sanierungen lassen sich diese Kosten durch Förderung senken.

Im Altbau gibt es eine Förderung fürs Flachdach, wenn Hausbesitzer die Dachdämmung erneuern lassen. Die Förderung beträgt 20 Prozent. Im Neubau steht keine direkte Förderung fürs Flachdach zur Verfügung, es kann aber im Rahmen einer Effizienzhaus-Förderung indirekt mitgefördert werden.

Kosten im Neubau inkl. Förderung

Obwohl das Flachdach im Neubau erst einmal eine Tragkonstruktion benötigt, unterscheiden sich die Kosten nicht wesentlich von einer umfassenden Flachdachsanierung. Für ein Flachdach im Neubau werden 100 bis 250 Euro pro Quadratmeter fällig. Die Höhe der Kosten variiert vor allem mit der Art und Dicke der Dämmung. Allerdings steht keine direkte staatliche Flachdachförderung im Neubau zur Verfügung. Es besteht jedoch die Möglichkeit, das Flachdach beim Kauf oder Nebau eines KfW-Effizienzhauses indirekt mitfördern zu lassen. Die KfW-Förderungen 261 und 461 sehen insgesamt bis zu 25 Prozent Basisförderung vor. Ausgehend davon kostet ein Flachdach inklusive Förderung zwischen 75 und 188 Euro pro Quadratmeter.

Kosten für Flachdachsanierungen mit Förderung

Ein bereits vorhandenes Flachdach muss spätestens nach einigen Jahrzehnten umfangreich saniert werden. Die drei wesentlichen Baugruppen sind die Flachdachdämmung, die Abdichtung und die Entwässerung. Die Kosten sind vor allem abhängig von der Größe des Flachdachs. Es gibt aber staatliche Förderung für Flachdachsanierungen, mit der die Kosten gesenkt werden können. In Summe können Sie - je nachdem, ob nur eine oder mehrere Maßnahmen durchgeführt werden - bei einer Flachdachsanierung mit Kosten zwischen 16 und 216 Euro pro Quadratmeter inklusive Förderung rechnen.

Flachdachsanierung Kosten Kosten inkl. Förderung*
Flachdach-Abdichtung 20 - 30 € pro m² 16 - 24 € pro m²
Flachdach-Dämmung 40 € pro m² 32 € pro m²
Flachdach-Entwässerung 80 - 200 € pro m² 64 - 160 € pro m²

*) Es kommen zwei Basisförderungen für die Flachdachsanierung in Frage: Entweder die Zuschuss-Variante des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA BEG EM) oder die Kredit-Variante der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Kredit 262). In beiden Fällen gibt es einen Zuschuss bzw. Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent auf die Gesamtinvestition. Voraussetzung ist, dass die Flachdachdämmung ausgeführt wird. In diesem Fall sind Abdichtung und Entwässerung förderfähige Nebenmaßnahmen.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten

Bild: Dachterrasse Flachdach
Eine Dachterrasse | © Rlzwankhewa / pixabay.com CC0

Oft möchten Hausbesitzer ihr Flachdach nicht nur als reine Dachhaut und Schutz vor Witterung nutzen. Voraussetzung für die Nutzung des Flachdachs über die normale Funktion hinaus ist jedoch eine dafür geeignete Statik.

Das Flachdach ist meist als sehr leichte Konstruktion ausgeführt, sofern nicht schon beim Bau eine mögliche erweiterte Nutzung berücksichtigt worden ist. Besonders von Bedeutung ist die Tragfähigkeit für eine Dachterrasse und auch für die Installation von Solaranlagen auf dem Flachdach. Die Kosten für ein Flachdach-Gutachten vom Statiker betragen meist zwischen 500 und 1.000 Euro.

Flachdach-Nutzung Statik Vorteile Kosten
Dachterrasse Sehr wichtig Erweiterte Fläche und gemütliches Ambiente ca. 90 - 250 € pro m²
Dachbegrünung Wichtig Gute Optik und zusätzlicher Schutz der Dachhaut ca. 25 - 100 € pro m²
Solaranlage Sehr wichtig Eigene Solarstrom-Erzeugung möglich ca. 200 - 300 € pro m²

Die Kosten für Dachterrasse, Dachbegrünung und eine Solaranlage können jeweils stark variieren. Sie sind etwa davon abhängig, wie umfangreich die Dachbegrünung werden soll oder wie Hausbesitzer ihre Dachterrasse im Einzelnen ausstatten möchten. Bei der Solaranlage kommt es auf die gewünschte Leistung sowie Art und Anzahl der Module an. In der Tabelle sind die jeweils realistischen durchschnittlichen Kostenspannen angegeben.

Flachdach als Dachterrasse nutzen

Wer eine Dachterrasse auf dem Flachdach errichten will, sollte unbedingt auf die Statik achten. Je nachdem, wie die Dachterrasse ausgestattet sein soll, muss die Dachkonstruktion ein überdurchschnittlich hohes Gewicht tragen können.

Bei einem Natursteinboden, schweren Terrassenmöbeln, Beton-Blumenkübeln oder gar einem kleinen Pool kann dadurch einiges zusammenkommen. Wichtig ist selbstverständlich immer auch ein Geländer für die Dachterrasse. Die Kosten für eine Flachdach-Dachterrasse liegen im Schnitt bei 90 bis 250 Euro pro Quadratmeter.

Dachbegrünung für Ihr Flachdach

Eine Dachbegrünung auf dem Flachdach ist nicht nur umweltfreundlich und ein echter Hingucker, sondern hat noch einen weiteren Vorteil. Durch die Begrünung wird die eigentliche Dachhaut vor direkten Witterungseinflüssen geschützt. Dazu entsteht ein höhere Schallschutz und Wärmeschutz im Sommer.

Wichtig ist allerdings auch hier die Statik und der Schichtaufbau der Dachbegrünung. Das Gewicht einer Dachbegrünung kann zwischen 60 Kilogramm und 3 Tonnen pro Quadratmeter betragen, die Kosten liegen im Normalfall zwischen 25 und 100 Euro pro Quadratmeter.

Solaranlage auf dem Flachdach aufstellen

In vielen Fällen bietet es sich an, eine Solaranlage auf dem Flachdach aufzustellen. Während bei einem Steildach meist nur eine Dachflächenhälfte mit Photovoltaik (Strom) oder Solarthermie (Wärme) ausgestattet werden kann, hat das Flachdach den Vorteil, dass die komplette Fläche dafür genutzt werden kann. Außerdem können die Module bzw. Kollektoren optimal nach Süden ausgerichtet werden.

Sofern die Statik ausreichend sicher ist, können so beispielsweise aufgeständerte PV-Module auf dem Flachdach angebracht werden und der selbst gewonnene Solarstrom genutzt werden. Bei einer PV-Anlage auf dem Flachdach mit einer Leistung von 6 Kilowattpeak entstehen Kosten von rund 200 bis 300 Euro pro Quadratmeter.

Steildach in Flachdach umwandeln

Tatsächlich ist das Flachdach nicht dem Neubau vorbehalten. Hausbesitzer können auch ein Steildach in ein Flachdach umwandeln. Meist handelt es sich dabei um den Umbau von Satteldach zu Flachdach. Der größte Vorteil daran: Man kann bei gleichbleibender Höhe des Dachfirsts deutlich mehr Wohnraum gewinnen. Eine behördliche Genehmigung wird aber dennoch benötigt.

Die Kosten für die Umwandlung eines Satteldachs in ein Flachdach können stark variieren. Die Preise für ein Flachdach haben wir oben erwähnt. Dazu kommt der Abbau des alten Steildachs sowie das Aufsetzen neuer Wände auf das oberste vorhandene Geschoss, wenn die Höhe des Dachfirsts identisch bleiben soll. Das Vorhaben sollte unbedingt im Voraus mit einem Fachmann besprochen und von diesem geplant werden.

Ein Energieberater für den Umbau eines Steildachs zu einem Flachdach erläutert Ihnen, wie sich der Umbau am besten und wirtschaftlichsten umsetzen lässt. Außerdem kann er für Sie Förderung fürs Flachdach beantragen.

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