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Allgemeines zur Dachdämmung

Dachdämmung kann sowohl unglaublich einfach und günstig als auch extrem umfangreich und teuer sein. Vieles hängt von der Beschaffenheit Ihrer Dacheindeckung ab. Wenn das Dach heil ist und keine Mängel aufweist, dann ist es recht einfach, eine Einblasdämmung vorzunehmen und dadurch schnell und effizient das Dachgeschoss zu dämmen.

Wenn eine Einblasdämmung nicht möglich ist, oder gar das Dach undichte Stellen hat und ausgebessert werden muss, dann empfiehlt es sich, direkt in eine Aufsparrendämmung zu investieren. Dieser Vorgang ist deutlich aufwendiger, dämmt dafür aber auch besser. In Kombination mit den Kosten für eine neue Dacheindeckung kostet diese Dämmung aber sehr viel Geld.

Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten* und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Arten der Dachdämmung

Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten ein Dach zu dämmen. Der Dachstuhl besteht aus sogenannten Sparren, die ihrerseits das eigentliche Dach tragen. Eine Dämmung lässt sich sowohl auf (Aufsparrendämmung), zwischen (Zwischensparrendämmung) als auch unter (Untersparrendämmung) diesen Sparren installieren.

Die wohl effektivste Weise ein Dach zu dämmen ist die Aufsparrendämmung. Bei dieser wird die Dämmung zwischen den Sparren und der Dacheindeckung installiert und verhindert somit Wärmebrücken. Aus diesem Grund wird sie bei den meisten Neubauten genutzt, erzeugt aber bei der Sanierung deutlich höhere Kosten, da zuerst das das Dach abgedeckt werden muss.

Zwischen- und Untersparrendämmung sind einfacher zu installieren und damit günstiger. Im Gegenzug haben sie einige Nachteile. Die Sparren bleiben existente Wärmebrücken und der Innenraum wird durch die Dämmung verkleinert. Häufig werden beide Varianten kombiniert, um eine möglichst gute Wärmedämmung zu erzielen.

Ein Sonderfall ist die Einblasdämmung. Technisch gesehen handelt es sich bei ihr auch um eine Zwischen- beziehungsweise Untersparrendämmung, allerdings wird für sie zunächst ein Hohlraum geschaffen und dann das Füllmaterial eingeblasen. Diese Variante ist etwas weniger effektiv als die Alternativen, ist dafür aber noch einmal deutlich günstiger.

Mögliche Dämmstoffe

Als Dämmstoffe werden in der Dachdämmung vor allem drei Arten eingesetzt. EPS / Styropor wird entweder in festen Platten als Aufsparrendämmung oder lose als Einblasdämmung verwendet. Mineralwolle kommt vor allem in der Zwischen- und Untersparrendämmung in dicken Matten zum Einsatz. Gleiches gilt für Matten aus biologisch abbaubaren Materialien wie Zellulose. Beide kommen auch als Flocken in der Einblasdämmung zum Einsatz.

Vorschriften und Gesetze

Bild: Dachdecker bei der Arbeit
Dachdämmung spart Energie | © Antranias / pixabay.com CC0

Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist es verpflichtend vorgeschrieben, dass Sie entweder Ihren Dachstuhl oder aber zumindest die oberste Geschossdecke dämmen lassen. Bei Missachtung dieser Vorschrift drohen empfindliche Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Auch die KfW stellt gewisse Anforderungen an die Dachdämmung.

Diese gelten aber nicht verbindlich, sondern müssen nur dann eingehalten werden, wenn Sie eine Förderung durch die KfW erhalten wollen. Zudem beziehen sich diese Grundsätze auch nicht auf die Dachdämmung im Speziellen, sondern den gesamten energetischen Zustand eines Hauses. Der Effizienzhausstandard bezieht somit nicht nur die Dämmung mit ein, sondern auch Heizung und sonstige Gebäudetechnik.

Pflicht zur Dachdämmung?

Die Pflicht zur Dachdämmung besteht für alle Wohnhäuser, die nach dem 01.02.2002 erworben wurden. In diesem Fall sind Sie dazu verpflichtet, eine Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke zu installieren, die den Auflagen der Wärmeschutz-Norm DIN 4108-2: 2013-02 entspricht.

Das bedeutet, dass die Dämmung einen Dämmwert von U < 0,24 W/(m²K) einhalten muss. Diese Maßnahme durchzuführen lohnt sich aber nicht nur, um dem Gesetz Folge zu leisten, sondern wirkt sich auch positiv auf Ihre Heizrechnung aus. Eine derartige Geschossdeckendämmung amortisiert sich bereits nach vier bis sechs Jahren. Die teurere Dachdämmung benötigt dafür etwas länger, stellt Ihnen im Gegenzug aber mehr Wohnraum zur Verfügung.

Übliche Kosten einer Dachdämmung

Eine Dachdämmung kostet immer mindestens einige tausend Euro. Am günstigsten kommen Sie wohl mit einer Einblasdämmung davon. Etwa 4.000 bis 6.000 Euro müssen Sie aber auch hier einplanen. Deutlich teurer werden Zwischen- und Untersparrendämmung mit festen Dämmstoffen. Mindestens 7.000 Euro sollten Sie hierfür einplanen.

Noch einmal teurer ist die Aufsparrendämmung, die deshalb auch nur empfehlenswert ist, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt werden soll. Bis zu 25.000 Euro kann diese Maßnahme Sie kosten. Sollte keine Eindeckung nötig sein, sollten Sie lieber auf die Zwischensparrendämmung zurückgreifen. Diese ist günstiger und im Falle einer Einblasdämmung schnell durchgeführt.

Bauteil Kosten
Aufsparrendämmung inklusive Neueindeckung nach EnEV 20.000 - 25.000 €
Zwischensparrendämmung (Einblasdämmung) 4.000 - 6.000 €
Zwischensparrendämmung normal 5.000 - 8.000 €
Untersparrendämmung (ergänzend zur Zwischensparrendämmung) 3.000 - 6.000 €

Förderung

Bei einer nachträglichen Dachdämmung im Altbau stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) großzügige Förderung zur Verfügung. Der Kredit KfW 151 / 152 hilft Hausbesitzern zu fairen Konditionen die Sanierung zu finanzieren.

Für Einzelmaßnahmen steht hier ein Kredit in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung. Dabei liegt der Effektivzins bei 0,75 Prozent. Als zusätzliches Bonbon winkt ein Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent der Kreditsumme. Das entspricht 3.750 Euro.

Wer sein Dach im Rahmen einer Effizienzhaussanierung dämmen lässt, der kann sogar auf einen Gesamtbetrag von 100.000 Euro als Kredit zurückgreifen. Der Tilgungszuschuss beträgt in diesem Falle sogar sagenhafte 27,5 Prozent der Kreditsumme, also 27.500 Euro.

Förderprogramm Förderung
KfW 151/152 (Kredit) Effektivzins 0,75 % | Tilgungszuschuss von 7,5 - 27,5 % | Kreditsumme von 50.000 bis 100.000 €
KfW 430 (Zuschuss) 10 - 30 % der förderfähigen Kosten | 5.000 - 30.000 €

Alternativ kann die Sanierung auch über den Zuschuss KfW 430 unterstützt werden. Hier winkt im Falle einer Einzelmaßnahme ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal aber 5.000 Euro. Im Falle einer Effizienzhaussanierung kann man sogar 30 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Das entspricht dann 30.000 Euro.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Energieheld-Whiteboard: KfW-Förderung für die Gebäudehülle (Dämmung)

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die KfW-Förderungen für die Gebäudehülle. Also für Dämmungen, Fenster und Dacharbeiten. *ACHTUNG: Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und können sich mittlerweile geändert haben.

Bild: Wärmeverluste eines Hauses
Wärmeverluste eines Hauses | © Energieheld

Sonderfälle bei der Dachdämmung

Nicht immer soll der Dachboden als Wohnraum genutzt werden, manchmal reicht es, ihn als Stauraum zur Verfügung zu haben. In diesem Fall ist eine Dämmung des Dachstuhls nicht notwendig. Auch Flachdächer stellen den Sanierenden vor etwas andere Herausforderungen. Mit ihrer Bauweise lassen sich die gängigen Dachdämmungen nicht vereinbaren.

Hitzeschutz im Dachgeschoss

Eine gute Dämmung des Dachgeschosses sorgt nicht nur dafür, dass man im Winter Heizkosten sparen kann. Gleichsam hilft sie auch dabei, das Gebäude im Sommer auf erträglichen Temperaturen zu halten. Wichtig ist dabei zu beachten, dass nicht jeder Dämmstoff, der Kälte draußen hält, auch die Wärme vor der Tür lässt.

Besonders der günstige und entsprechend beliebte Dämmstoff Mineralwolle hat der Hitze im Sommer nichts entgegenzusetzen. Aus diesem Grund wird in vielen Häusern eine Kombination von Dämmstoffen eingesetzt. Eine dicke Schicht Mineralwolle und eine dünnere Schicht Zellulose. Letztere ist zwar teurer, hält dafür das Gebäude im Sommer angenehm kühl.

Dachboden dämmen (oberste Geschossdecke)

Wenn Sie den Dachboden ohnehin nicht als Wohnraum nutzen, können Sie eine Menge Geld sparen, indem Sie nicht den Dachstuhl, sondern die oberste Geschossdecke dämmen. Dadurch bleibt das Dachgeschoss immer noch als Stauraum nutzbar, während die darunterliegenden Stockwerke in den Genuss eines angenehmen Raumklimas kommen. Die Kosten hierfür liegen, je nachdem, ob die Geschossdecke begehbar oder unbegehbar sein soll, mindestens bei 900 bis 3.600 Euro.

Bauteil Kosten
Geschossdecke unbegehbar 900 - 1.500 €
Geschossdecke begehbar 2.400 - 3.600 €

Flachdach dämmen

Der Vorgang ein Flachdach zu dämmen ist ein anderer als bei einem Steildach, deswegen ist es aber nicht weniger wichtig, diese Maßnahme durchzuführen. Je nach der Bauweise des Flachdachs wird hier entweder eine Kaltdachdämmung oder eine Warmdachdämmung durchgeführt. Bei einer Kaltdachdämmung befindet sich zwischen der dämmenden Schicht und dem eigentlichen Dach ein luftgefüllter Hohlraum.

Diese Bauweise wird vor allem dann eingesetzt, wenn das Dach in Leichtbauweise gebaut ist und wenig Belastung aushält. Bei massiveren Dächern wird hingegen die Warmdachdämmung eingesetzt. Entweder wird hier die Dämmung direkt unterhalb der Dachabdichtung installiert oder sogar auf selbiger. In diesem Fall spricht man dann von einer umgekehrten Warmdachdämmung.

Grafik: Flachdach Dämmung Kosten Vergleich
Kosten der Flachdachdämmung | © Energieheld

Für die Dämmung Ihres Flachdaches bekommen Sie selbstverständlich auch eine Förderung. Zuständiger Förderer hierfür ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie unterstützt entweder mit einem Kredit (KfW Programm 151/152) oder einem einmaligen Zuschuss (KfW Programm 430). Details hierzu entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle.

Förderprogramm Förderbetrag
KfW 151/152 (Kredit) Kreditsumme 50.000 - 100.000 € | Effektivzins 0,75% | Tilgungszuschuss 27,5 %
KfW 430 (Zuschuss) 10 - 30 % der förderfähigen Investitionskosten | maximal 5.000 - 30.000 €